Straßenbahn
Bewertung: 8 Punkt(e)Als ich in der Straßenbahn saß, sah ich sie. Sie war die schönste Frau, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Als sie ausstieg, war sie weg - für immer.
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| Der erste Text | am 21.12. 1999 um 11:39:15 Uhr schrieb Firmian über Straßenbahn |
| Der neuste Text | am 9.1. 2026 um 04:43:20 Uhr schrieb Schmidt über Straßenbahn |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 35) |
am 27.2. 2005 um 03:49:42 Uhr schrieb
am 6.12. 2020 um 20:56:47 Uhr schrieb
am 9.1. 2026 um 04:43:20 Uhr schrieb |
Als ich in der Straßenbahn saß, sah ich sie. Sie war die schönste Frau, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Als sie ausstieg, war sie weg - für immer.
Unzeitgemäß war sie in den 50'er und 60'er Jahren. Dann hat die autogerechte Stadt in den 70'ern das Leben verpestet. In den 80'ern hätte man sie gerne wieder gehabt, aber die Wiederbeschaffung war zu teuer. Und in den 90'ern war es zuviel des Schlechten, deshalb feierte die Gute ihre Reniassance. Und so fährt sie mittlerweile wieder in Saarbrücken und bald auch in Heilbronn. Und hoffentlich werden noch viele Städte folgen, die sie so lange nicht gehabt haben.
Gestern oder vorgestern, an einem dieser verdammten letzten drei Tage, war in einer Kurve auf der Kaiserstraße eine Straßenbahn aus den Schienen geraten und stand wie ein gestrandeter Wal auf der Fahrstraße für die Autos herum. Mehr als der lange Stau, der durch den Wegfall zweier Fahrspuren entstanden war, ergrimmte mich die viehische Geduld der Bahnpassagiere, die bei mindestens 32 Grad Außentemperatur minutenlang auf ihren Plätzen verharrten, obwohl es absehbar war, daß bis zur Flottmachung noch geraume Zeit vergehen würde und es nur wenige hundert Meter bis zum nächsten Haltepunkt waren, von dem aus sie auf verschiedene Linien hätten umsteigen können.Es schien mir wie ein Symbol für einen übergeordneten Zusammenhang, auf den ich jedoch wegen der traumartigen Unwirklichkeit der Szenerie und meiner hitzebedingten Trägheit nicht kommen wollte.
Normalerweise wische ich alle verbleibenden, klebrig-schmierigen Kackreste nach dem Kacken immer sorgfältig aus der Arschspalte. Je nach Konsistenz sind es mal mehr, mal weniger. Manchmal hart und manchmal butterweich. Vor ein paar Wochen musste ich kurz vor Feierabend nochmals auf's Scheißhaus und habe einen richtig fetten, dicken Haufen abgedrückt, der aufgrund des Kantinenessens eher weicher Natur war und wirklich fürchterlich gestunken hat. Leider gab es kein Klopapier mehr, so dass ich mir die diesmal üppig verbliebenen, weichen Kackreste nicht aus der Arschspalte wischen konnte. Da die Zeit drängte, um noch rechtzeitig die Straßenbahn zu erwischen, zog ich einfach die Hosen hoch und beeilte mich, zur Haltestelle zu gelangen. Schon beim Gehen spürte ich, wie sich die weichen Kackreste langsam zwischen die Arschhaut und die inzwischen wohl nicht mehr ganz so blütenweiß-reine Feinrippunterhose verschmierten. Das war ein eklig-weiches Gefühl am ganzen Hintern. Als ich in die Straßenbahn einstieg, machten die Leute alle Platz und der Sitzplatz neben mir blieb frei. Ich muss furchtbar gestunken haben. Mann, war das peinlich!
Aber es ist eine perfekte Methode, die Leute auf Abstand zu halten und in der vollen Bahn einen Sitzplatz zu bekommen. Probiert es selbst aus!
💩
Ziemlich asozial ist es vom Verkehrsbetrieb, die Straßenbahnfenster mit Werbung vollzukleben. Ich will nicht in einer rollenden Litfaßsäule sitzen und die Außenwelt nur als trübe Schatten erahnen können, und dafür zu allem Überfluss auch noch bezahlen müssen.
Nähere mich der Haltestelle - sie ist voll. Viele warten schon seit 20 Minuten auf eine Straßenbahn. Ich bin keine Straßenbahn, sonst würden sich alle freuen, daß ich da bin...
Der leise Blick des Straßenbahnfahrers in die leeren Seitenstraßen - Sehnsucht nach dem Unerreichbaren
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