|
Liebe Melanie
Es hat mich sehr gefreut, dass die Geschichte Dich so gut gefallen hat.
Du schrieb:“ Ich weiss nicht ob ich in Bernadetts Situation den Mut hätte, hinterher meinen eigener Peiniger auszupeitschen“. Ich glaube wohl! Heute morgen hat Bernhardett mir geschrieben worin sie ihre Erfahrung und Empfinden genauer
aufgeschrieben hat, aber ein bischen weiss ich, wie eine Frau anatomisch in ein ander steckt. Ich bin kein Arzt noch Psychiater, aber probiere es Dir mal vorzustellen, wie es wäre, wenn jemand mit eine viel zu dicke Besenstiel mit Gewalt gleich wie ein Bock in Deine unvorbereitete (trockene) Vagina stosst. Schliesslich ist die Vagina einer 17 jährige noch sehr zart und empfindlich. Ausserdem verkrampft sich die Vagina und wird es nur noch schlimmer. Unter solche Umstände käme jede Stoss Folter gleich. Die Vagina ist das intimste vom intimste einer Frau und das sollte ein Mann wissen.
Ich weiss noch ganz gut, wie Behutsam ich mit meiner Frau bei der ersten Coitus umgehen musste, damit ihr die Freude blieb. Wir haben damals auch mal versucht eine Pessar (Das ist eine Ring die man in den Vagina einklemmt als Verhütungsmittel) einzuhängen. Nun, keine Change, so verkrampfte sich die Vagina. Vergiss nicht am ende der 60 Jahren hatten wir noch keine Pillen und Prediktor. Man musste zum Labor und dort wurde Frösche mit eine Abstrich aus der Vagina eingespritzt. Änderte sich der Farbe der Frosch innerhalb 18 Stunden, wusste man, sie ist Schwanger oder nicht. Nun dies nur Nebenbei.
Bernhardett beherrschte nachher zwei Fragen. A. Rache. B.: Wie komme ich ihm für immer los, damit er eine grosse Bogen um mich macht, weil Beide am gleichen Ort wohnen und einander zwangsläufig sahen. Darum hatte sie sich diese mittelalterliche Methode ausgedacht um sich zu rächen, aber auch dafür zu sorgen, dass er sie nie mehr nachlief. Das braucht schon eine gewisse Härte. Aber wie die Jesuiten so schön sagten: „das Ziel heiligt die Mittel“ Nicht, dass ich glaube, dass Bernhardett sich diese Hintergründe damals gross überlegt hatte. Aber sie wusste schon „Schlage ich ihm zu wenig, läuft mir sicher wie ein Hündchen nach um noch mehr Schläge zu bekommen und habe ich das Gegenteil erreicht. Da es nicht die Aufgabe einer 17 jährige ist, dass genaue Straffmass festzulegen für ihren Peiniger, hat sie ihm einfach soviel ausgepeitscht und erniedrigt, damit sie sicher war, dass ihm ihr gegenüber keine sexuelle Gedanken mehr hochkamen. Darum dürfte auch kein bischen romantik im Spiel sein. Christina hat es mir in meiner Geschichte auch so schön gesagt: „Natürlich habe ich Dich hart ausgepeitscht, aber ich wollte auch herausbekommen, wie weit man bei Dir gehen könntest, bis Du an Deine innere Grenze warst“. Bernhardett wollte diese innere Grenze ganz gewiss bei ihrem Peiniger überschreiten. Er hat sie auch ihr Gegenüber überschritten! Ob Bernhardett ihm damit zu Frauenhasser aller Frauen gemacht hat, sollte in meiner Augen nicht Bernardetts Problem sein. Wenn er sich später in Achtung genommen hat bei den Frauen, hat Bernhardett sogar mit ihrer Bullenpeitsche noch mehr erreicht. Sein Sozialverhalten zu verbessern. Er hat sie in Bedrängnis gebracht und er sollte sein eigenes Tun ausbaden. Ich kann mich lebendig vorstellen , wie viel Mühe Bernardetts Ehemann gemacht hat, um seine Frau wieder im Gleis zu bringen. Er wird auch sagen: „Dir trifft kein Schuld, hätte der Mann sich mehr Überlegungen über Frauen gemacht, wäre es ihm auch nicht passiert“. Ich weiss Melanie, Bernhardett hat ihre Erfahrung schon längst ad acta legen müssen. Aber es geht erst, wenn sie die Affäre innerlich definiert und verarbeitet hat. Und das finde ich den guten Zweck des Blasters, jemand darin unterstützen zu können.
Weil Du Dich darüber Gedanken machst, habe ich auch keine Hemmungen es an Dir zu schreiben, weil ich weiss, dass Bernhardett dies auch zur Gesicht bekommt. Und das möchte ich auch.
Lieber Gruss
Richard
|