Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 14, davon 14 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 7 positiv bewertete (50,00%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.4. 2005 um 14:39:41 Uhr schrieb
hei+co über Wunschmaschine
Der neuste Text am 29.7. 2010 um 06:42:15 Uhr schrieb
wuming über Wunschmaschine
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 7)

am 6.4. 2005 um 19:15:52 Uhr schrieb
mcnep über Wunschmaschine

am 24.5. 2009 um 13:53:47 Uhr schrieb
coli über Wunschmaschine

am 23.5. 2007 um 10:33:08 Uhr schrieb
Ulrike über Wunschmaschine

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Wunschmaschine«

hei+co schrieb am 6.4. 2005 um 14:39:41 Uhr zu

Wunschmaschine

Bewertung: 6 Punkt(e)

Technische Maschinen funktionieren nur, wenn
sie nicht kaputt sind. Im Gegensatz dazu gehen
Wunschmaschinen dauernd kaputt, während sie
laufen, und tatsächlich laufen sie nur dann, wenn
sie nicht ordentlich funktionieren. Die Kunst macht
sich diese Eigenschaft häufig zunutze, indem sie
echte Gruppenphantasien produziert, in denen die
Wunschproduktion dazu benutzt wird, die soziale
Produktion kurzzuschließen und in die reproduktive
Funktion der technischen Maschinen durch die
Einführung eines Elements der Störung einzugreifen.
-- Gilles Deleuze, Felix Guattari, Anti-Ödipus

ich schrieb am 23.5. 2008 um 08:27:34 Uhr zu

Wunschmaschine

Bewertung: 2 Punkt(e)

Wunschmaschinen sind eine tolle Einrichtung! während man schreibt, werden einem die Sehnsüchte,Träume aber auch Ziele bewusst..Es ist wichtig sich ihrer immer wieder bewusst zu sein, auch Antworten auf Fragen , die man sich erhofft zu bekommen bringen einen schneller ans Ziel..Der Mensch ist nicht allein! Die Hoffnung, dass irgendwo jemand ist, der den Wunsch erfüllt ist toll!!!

wuming schrieb am 29.7. 2010 um 06:42:15 Uhr zu

Wunschmaschine

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wunschmaschine, im französischen Original: machine désirante (Begehrensmaschine), ist ein Neologismus, der von Gilles Deleuze und Félix Guattari 1972 in ihrem Werk Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie Bd. 1 für das Konzept eines produktiven maschinellen Unbewussten eingeführt wurde. Der Begriff wurde im philosophischen und psychologischen Diskurs international und im deutschen Sprachraum aufgegriffen (Henning Schmidgen: Das Unbewußte der Maschinen, Klaus Theweleit: Männerphantasien) und bei Verlust der philosophischen Bedeutung, in die Alltagskultur und Konsumkultur übernommen. Stattdessen verwenden Deleuze und Guattari 1980 in Tausend Plateaus: Kapitalismus und Schizophrenie Bd. 2, philosophisch neu definiert, den Begriff „Assemblage”.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Definitionen
2 Siehe auch
3 Einzelnachweise
4 Literatur

Definitionen [Bearbeiten]
Anti-Ödipus (Band I von Kapitalismus und Schizophrenie) versteht sich als Kritik der Psychoanalyse von Jacques Lacan und Sigmund Freud. Die Psychoanalyse erscheint hier als Instrument der Aufrechterhaltung von (u.a. kapitalistischer) Dominanz und Repression, vor allem durch die Unterwerfung des Subjekts unter die phallische Struktur der Kultur. Dagegen entwerfen Deleuze und Guattari das Konzept der Wunschmaschine, eines Unbewussten, das anders als in der Psychoanalyse, nicht sprachlich strukturiert ist. Das Subjekt ist demnach nicht vom negativen Mangel gekennzeichnet (wie bei Lacan), sondern vom positiven Wunsch. „Gegen Lacans Konzept des Unbewussten, das wie eine Rechenmaschine funktioniert, setzen Gilles Deleuze und Felix Guattari (1972) ihren Begriff der Wunschmaschine, mit dem unbewusste Vorgänge bezeichnet werden, die sich durch keinen noch so komplexen Algorithmus modellieren lassen.”[1]

Es funktioniert überall, bald rastlos, dann wieder mit Unterbrechungen. Es atmet, wärmt, ißt. Es scheißt, es fickt. Das EsÜberall sind es Maschinen im wahrsten Sinne des Wortes: Maschinen von Maschinen, mit ihren Kupplungen und Schaltungen. Angeschlossen eine Organmaschine an eine Quellmaschine: Der Strom, von dieser hervorgebracht, wird von jener unterbrochen. Die Brust ist eine Maschine zur Herstellung von Milch, und mit ihr verkoppelt die Mundmaschine. Der Mund des Appetitlosen hält die Schwebe zwischen einer Eßmaschine, einer Analmaschine, einer Sprechmaschine, einer Atmungsmaschine (Asthma-Anfall). In diesem Sinne ist jeder Bastler; einem jeden seine kleinen Maschinen.”[2]

Im überbordenden Maschinenvokabular des Antidipe wird alles zur Maschine: das Begehren, die Gesellschaft, die Sprache, der Körper, das Leben, die Wirtschaft, die Literatur, die Malerei, die Phantasie, die Schizophrenie, der Kapitalismus.[3]

»Die Wunschmaschinen stecken nicht in unserem Kopf, sind keine Produkte der Einbildung, sondern existieren in den technischen und gesellschaftlichen Maschinen selbst.«[4]

Siehe auch [Bearbeiten]
Junggesellenmaschine
Schizoanalyse
Einzelnachweise [Bearbeiten]
1.↑ Lutz Ellrich: Die Computertechnik als Gegenstand philosophischer Reflexion. Institut für Theater,- Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln, abgerufen am 26. November 2009 (siehe Fußnote 14).
2.↑ Gilles Deleuze und Félix Guattari: Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie I. Suhrkamp, Frankfurt a.M 1974, S. 7.
3.↑ Henning Schmidgen: Das Unbewußte der Maschinen. Konzeptionen des Psychischen bei Guattari, Deleuze und Lacan.. Fink, München 1997, S. 10.
4.↑ Gilles Deleuze und Félix Guattari: Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie I. Suhrkamp, Frankfurt a.M 1974, S. 512,2.
Literatur [Bearbeiten]
Gilles Deleuze und Félix Guattari: Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenie I, Frankfurt a.M. 1974 (orig. 1972), ISBN 3-518-07824-0
Sherry Turkle The Second Self: Computers and the Human Spirit (1984), dt. Die Wunschmaschine. Vom Entstehen der Computerkultur, Reinbek: Rowohlt 1984
Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Wunschmaschine
Kategorie: Philosophie des 20. Jahrhunderts

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