Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Zivildienst«
benzo schrieb am 24.11. 2007 um 23:12:31 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
als ich zivildienst gemacht habe, habe ich ganz schnell von der radiologie auf eine krebsstation gewechselt, auch wenn ich richtig angst davor hatte, denn radiologie ist sehr sauber, auf der station halt pflege total und ich hatte irgendwie schiß, ne bettpfanne mal anzuwenden.
aber auf der radiologie war es so doof, dass ich es gemacht habe. meine erste aufgabe war auf station, eine alte frau das frühstück zu geben. ich hab mir einen abgebroche wie doof: der erfolg: einen halben becher joghurt, eine tasse tee und ich glaube noch ein halbes marmeladen brötchen. ich bin dann ins stationszimmer zurück, war fertig und erzählte den kollegen: die frau wird verhungern. die kollegen: was hat die gegessen? einen halben joghurt? und tee? und brötchen? ..... du gehst jetzt IMMER zu ihr.
die frau habe ich über die monate echt ins herz geschlossen. viel geredet, viel und oft eingerieben - einfach so, weil ich merkte, es tut ihr gut. eines abends bettete ich sie mal wieder für die nacht, wir scherzten noch etwas, was weiß ich. da blickte sie mich auf einmal an und sagte: »wenn ich nochmals jung wäre, dann würde ich ihnen eine nacht mir mir schenken.«
Alvar schrieb am 10.12. 1999 um 20:32:53 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Entgegen der häufig geäußerten Ansicht, Zivildienst sei verplemperte Zeit, war ich mit meiner Zeit als Zivildienstleistender sehr zufrieden. Es war eine der schönsten und lehrreichsten Perioden in meinem Leben.
Ich arbeitete in einem Kinder- und Jugendhaus in dem Heilbronner Stadtteil, das von einheimischen als »Hawaii« und von offizieller Seite als »Unteres Industriegebiet« bezeichnet wird. Die offene Drogenszene war ca. 50 Meter vom Kinderhaus entfernt, Kriminalität an der Tagesordnung.
Aber trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, hat es mir sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern zu arbeiten (Hausaufgaben betreuen, Spielen, lernen, Schwimmen gehen usw.) - natürlich durfte ich offiziell nur Hausmeisterarbeiten erledigen (wegen Wehrkraftzersetzung: der böse Zivi könnte den Kindern doch erzählen, Bundeswehr sei nicht toll).
Der Job war wahrlich nichts für schwache Nerven - »Arschloch« ist das harmloseste Schimpfwort - aber gerade unsere Aufgabe war es, die Kinder (Schüler von 6 bis ca. 14 Jahre) von der Straße und den dortigen Einflüssen wegzuholen.
Auf der einen Seite ist es ein wunderbares Gefühl wenn man bemerkt, daß man von den Leuten bzw. Kindern dort gebraucht wird, auf der anderen Seite ist es sehr lehrreich, mit einer solchen nicht gerade einfachen Situation fertig zu werden.
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