Beerdigung
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Bei Beerdigungen ist es immer so, als müsste man einen Teil seiner selbst zu Grabe tragen. Wenn ein Freund stirbt, so sterben viele Gedanken gleich mit. Alles was einem dann noch übrig bleibt, ist ungut, tut weh, heißt nur noch: sich erinnern. An Kartenspielabende und Rotwein. An den Urlaub. An Wiesen, Flachland und Berge. An eine gewisse Lachfalte über dem rechten Mundwinkel. Und manchmal an ein feines, erlösendes Hirngespinst, das ganz still ins Zimmer gekrochen kam, wenn man sehr traurig war.
Wie wird einem da das Perfekt, das Präteritum verhasst.