Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Bühnenerleben«
Martin schrieb am 18.7. 2001 um 22:41:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Hei,
gerade die erste Dosis Kava-Kava/Johanniskraut genommen (nach Anweisung des Waschzettels!), kann ja im Hinblick auf den morgigen Stress nicht verkehrt sein. Vielen Dank nochmal. Was den Titel ‘Freunde’ angeht: ich denke, da können wir uns alle als Zuschauer und Zugeschaute betrachten, bei uns fällt man ja auch pausenlos über den vergötterten Hund. Schönes Nietzsche-Gedicht (von Gottfried Benn) genehm? Hatte gerade 4 Seiten Brief an Claudia geschrieben, dann wollte ich das noch reinbringen und der Computer strürzte ab. Omen oder nicht, natürlich hatte ich nicht gesichert. Ärgerlichst. Also, G. Benn in den ‘Statischen Gedichten’:
Turin
„Ich laufe auf zerrissenen Sohlen“,
schrieb dieses große Weltgenie
in seinem letzten Brief - dann holen
sie ihn nach Jena - Psychiatrie.
Ich kann mir keine Bücher kaufen,
ich sitze in den Librairien:
Notizen - dann nach Aufschnitt laufen: -
das sind die Tage von Turin.
Indes Europas Edelfäule
an Pau, Bayreuth und Epsom sog,
umarmte er zwei Droschkengäule
bis ihn sein Wirt nach Hause zog.
Keine Angst, will mich nicht mit Nietzsche vergleichen, allerdings: als ich in Bremen über den Markt ging stand da ein nostalgisches Droschkentaxi für Stadtrundfahrten. Und der Zossen, fürs zahlende Publikum geschmückt wie ein Pfingstochse, mit goldbestrassten Trensen und allem, sah mitten auf dem Pflaster so verloren und seiner selbst entfremdet aus, daß ich meine natürlich Scheu vor den Viechern verlor, auf ihn zuging, ihm die Stirn kraulte und ihn zuguterletzt mit tränenfeuchten Augen auf selbige schmatzte. Tiersegnung. Vorbei, vorbei. (Wenn ich wenigsten noch einen ‘Also sprach Kung-fu-tse’ verbrochen hätte, ich wäre getrost von der nächsten Brücke gesprungen, aber so? Nichtschreiben und weiterleben, heißt die Devise.)
Eingependelte Grüße von
Martin
(ich hab mich von dem Moment an, da ich das Prinzip des Blasters, besser des erfolgreich oder provokant schreibens meinte durchschaut zu haben sehr heikel getan, schon dreimal umgefickte alte kamellen reinzustellen, sie hätten mir denn zur kurzfristigen anhebung meines egos gedient. Aber das hier ist eigentlich ein brief an isis, meine jüngere schwester, garnicht so kurz, nachdem das erste mal das negerradio mit blockern und blutwürsten blockiert worden war. Kill your sons. Wann war das? Letztes Jahr. Welches Jahr, welcher Monat? Müßte in Quark-Info gehen um...keine Lust. Der Antrieb ist leicht wie Daunen, schnell weggeblasen. Irgenwann letzten Sommer, ja? Wann war die Expo 2000. Irgendwann ist Zeit nur noch langweilig. Und irgendwann nur noch als Thema langweilig. Und dann wird es immer Proust geben, den Rattenmann.
biggi schrieb am 14.8. 2003 um 22:21:33 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
wenn du einen raum mit cookies bestücken kannst, um choreographie zu suggerieren, kannst du auch hirn vertonen
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