Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Verfallsdatum«
vom Schwerte schrieb am 18.7. 2008 um 22:37:00 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Gibt es auch ein Verfallsdatum für Erinnerungen? Ich frage mich oft, wie lange es dauert, Erinnerungen so verarbeitet zu haben, bis sie nicht mehr aus dem Unterbewusstsein geholt werden. Für manche meiner Erinnerungen hätte ich das Verfallsdatum am liebsten gleich beim Erleben und Einbrennen mit eingegeben. Ob das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Wiedererinnerungen erreicht ist - de javus als letztes aufbäumen vor dem Versinken im Meer der Erinnerung? Es ist so, als würde mann einen bestimmten Wassertropfen aus dem Meer wieder herausholen - wer käme nur auf einen solchen Gedanken?
Dieser Tage hat mich so etwas eingeholt, an das ich mich ungern erinnere. Jene kritische Stunde im Kölner Dom, als ich, wie erstarrt in einer Bank saß und mich nicht rühren konnte. Die Erinnerung kam jetzt, als ich in völliger Erschöpfung mich wie ein Klumpen Blei fühlte, schwer, matt, weich, dehnbar, stauchbar, ausrollbar und doch zusammenfaltbar. Plötzlich stand dieses Gefühl aus dem Dom »neben« mir. Ich wehrte mich mit meiner letzten noch vorhandenen Kraft, m. c. half mir, in dem er mich aus dem Haus zur Limone führte. Hoffentlich versinkt diese Erinnerung endlich im Meer des Vergessens. Vielleicht versinken damit auch die Erinnerungen an die Demütigungen, die zu dem kritischen Zustand geführt haben. Ein letztes aufbäumen ...
biggi schrieb am 29.5. 2001 um 12:23:19 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
bewertet extrinsische aktivität bei konfrontation mit
exogener biomasse. korreliert indirekt mit der rest-
speicherkapazität für intrinsische interaktionen. merke
immer, wenn ich grad kein selbstporträt malen kann,
dass ich was für meine haltbarkeitsdauer tun muß.
abschalten oder so.
mcnep schrieb am 30.10. 2004 um 23:54:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ich esse ungern Gerichte von KöchInnen, die ihrem Verfalldatum bedrohlich nahe kommen. Was habe ich nicht alles gesehen: Abgelaufene Spargelkonserven bei einer Wurstpäpstin, die verpilzte Besteckablage einer österreichischen Kunstkritikerin... Nein entweder nehme ich mein Stück tropfnasse Lende eigenhändig aus der Hand des Fleischers meines Vertrauens entgegen, möge er auch melierte Armhaare haben, oder ein blutjunger, unzureichend sozialversicherter Pizzabote möge für mein Wohl sorgen.
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