Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Verfallsdatum«
mcnep schrieb am 30.10. 2004 um 23:54:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ich esse ungern Gerichte von KöchInnen, die ihrem Verfalldatum bedrohlich nahe kommen. Was habe ich nicht alles gesehen: Abgelaufene Spargelkonserven bei einer Wurstpäpstin, die verpilzte Besteckablage einer österreichischen Kunstkritikerin... Nein entweder nehme ich mein Stück tropfnasse Lende eigenhändig aus der Hand des Fleischers meines Vertrauens entgegen, möge er auch melierte Armhaare haben, oder ein blutjunger, unzureichend sozialversicherter Pizzabote möge für mein Wohl sorgen.
Murxel schrieb am 26.10. 2005 um 16:21:49 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Das mit dem Verfallsdatum ist meiner Ansicht nach eine äusserst zweifelhafte Angelegenheit. Zum Beispiel verwendete ich einmal schon viereinhalb Jahre lang abgelaufene Trockenhefe mit gutem Erfolg. Anderereseits öffnete ich kürzlich einen noch eine Woche haltbaren Bergkäse in Scheiben und stellte ärgerlich fest, dass der schon Schimmel angesetzt hatte. Salzstangen schmecken meist schon muffig, wenn die angegebene Haltbarkeitsgrenze erst in ein- zwei Monaten erreicht wird. Das alles hängt sicherlich sehr von der Lagerweise und dem Zustand der Verpackung ab. Trotzdem frage ich mich, ob manche Verfallsangeben wirklich aus genauen Untersuchungen heraus entstanden sind. Manchmal kommt es mir so vor, als spiegelten sie nur die Erwartungshaltung der Kunden wider. Salzstangen sind trocken und haben deswegen lange zu halten! Trockenhefe ist auch trocken, aber es sind doch konservierte, empfindliche kleine Lebewesen. Also kurzes Haltbarkeitsdatum. Oder ist es ein Herstellertrick um den Verkauf anzukurbeln? Was verfallen ist muss neu gekauft werden. Oder schneller und damit öfter konsumiert werden. Zu knapp darf das Verfallsdatum aber nun auch nicht bemessen sein, sonst hat man das Gefühl bereits alte Lebensmittel zu kaufen. Wer kauft schon einen Käse der in zwei Tagen abläuft? So kommt es eben schon mal zu vorzeitig Verdorbenem. Schlimmer ist es noch, wenn die so aus Marketinggründen zu lange haltbar gemachten, verdorbenem Lebensmittel nicht als solche erkannt werden. Der sichtbare Schimmel ist bekanntlich schon das Endstadium, die Blüte. Mein Bergkäse war schon lange vorher schimmeldurchsezt. Aber hätte ich ihn zwei Tage früher geöffnet, hätte ich die Schimmelkultur in Unwissenheit mit verspeist. Nicht mehr so lustig ist das mit dem sehr giftigen und kanzerogenen Brotschimmel. Also ziehe ich die Konsequenz nur noch solche Artikel zu kaufen, deren Verfallsdatum noch lange nicht abgelaufen ist. Natürlich muss man dazu wissen, wie lange der Artikel überhaupt haltbar ist. Also immer schön in den Regalen wühlen, um die Verfallsdaten zu vergleichen. Aber das haben wir ja schon immer so gemacht. Nur bei Trockenhefe und wahrscheinlich auch bei Speisesalz darf man eine Ausnahme machen.
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