Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Der-ewige-Jude«
passant schrieb am 29.12. 2015 um 19:09:39 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Das letzte Haus der Warburgpassage (danach das Sophienstift, danach nur noch ein Parkplatz, dann biegt die Straße nach links ab, eigentlich ist das ägyptische Konsulat das letzte Haus) steht leer. Am Hauseingang einst repräsentative Klingelschilder aus Messing. Der ewige Jude: Mütze, Brille, stoppelbärtig, schwarzer Mantel, schwarz-weiß gestreifter Schal, einmal die Woche (oder im Monat?) mit immer derselben prall gefüllten Plastiktüte unterwegs, kann eigentlich nur dort wohnen. Eilig geht er jedesmal an mir vorbei und wenn ich mich umdrehe, ihm hinterherschauen will, ist er verschwunden. Manchmal schaue ich durchs Fenster in die Bibliothek der Manuskriptforscher und glaube ihn dort zu erkennen. Es würde mich nicht wundern, wenn er den jungen Studenten fließend herunterlesen kann, was kaum lesbar und entzifferbar ist, ja überhaupt als ganz leeres Blatt oder Pergament erscheint.
humdinger schrieb am 29.4. 2007 um 21:04:20 Uhr zu
Bewertung: 36 Punkt(e)
Hielt sich eine kleine Weile in Wien auf, Kopist im Kunsthistorischen Museum. Kleine Staffelei vor Breughels »Aufstieg zum Kalvarienberg«. Die mit Bleistift gezeichneten Umrisse eines umgestürzten Krugs waren, als er nicht wiederkehrte, noch einen Tag lang zu betrachten
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