Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Ranicki«
basti2@t-online.de schrieb am 19.8. 2001 um 17:44:05 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das ist absolut falsch, meine Damen und Herrrren! Dieses Buch ist, verzeihen sie mir diesen Ausdrrrruck, das schwachsinnigste, was ich je gelesen habe. Da kann man nichts, aberrrr auch garrrr nichts Gutes darrrann findenn. Das fängt an bei dieser absolut langweiligen Beschreibung der Familienverhältnisse. Da geht es über vierhundert Seiten, wie sich derrrr Hund in der Küche benimmt und wie und wann männliche Persönlichkeiten im Haushalt eine Rrrrrrolle spielen. Und dann bekommt man so ganz beiläufig mit, daß der eigentliche Ehemann ja umgebrrracht worden ist, was aber überrrrhaupt keinen Effekt hat, da schon im nächsten Moment das Buch zu Ende ist. Also, nehmen Sie mir es nicht übel, meine Damen und Herrrrren, aber mit einem solchen Schund den deutschen Büchermarkt zu belasten, halte ich fürrrrr schändlich, ja, strrrafbar!
Liamara schrieb am 3.10. 1999 um 12:40:14 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Marcel Reich-Ranicki schreibt in seiner Autobiografie, er hätte Ende der 50er Jahre in Warschau den Auftrag bekommen, sich um einen jungen Mann zu kümmern, der scheinbar ein Schriftsteller sein wollte, bis dato aber nur Misserfolge gehabt hatte. Reich-Ranicki konnte mit diesem jungen Mann nicht viel anfangen, da er bereits zum Mittagessen eine Flasche Wodka getrunken hatte und nicht viel zur Literatur zu sagen wusste. Schliesslich fragte er ihn, weil er wusste, dass Schriftsteller dies gerne gefragt werden, nach seiner aktuellen Arbeit. Und der junge Mann berichtete, er schreibe ein Buch über einen Zwerg. Einen buckligen Zwerg, der in einer Irrenanstalt arbeitete. Spätestens da hatte Reich-Ranicki den Eindruck, es mit einem Verrückten zu tun zu haben und keine Lust mehr, diesen durch Warschau zu führen. Und wer war jetzt dieser junge Mann: Günter Grass.
Mcnep schrieb am 12.7. 2001 um 01:50:26 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Etwa drei Wochen bevor das LQ ausgestrahlt wird, kommt von den Verlagen ein Schreiben an alle Buchhandlungen, in denen die kommenden zu besprechenden Titel aufgeführt werden. Dann ist das Gerate unter Buchhändlerinnen und den paar Buchhändlern groß: Wird MRR diesen oder jenen Titel dissen, meppen oder hypen? Die drei anderen, der 'quallige Eunuch' Karasek, Iris Soundso und der Gaststar sind da uninteressant. Es ist noch nicht einmal so wichtig, ob Ranicki das Buch gut oder schlecht findet, Hauptsache er labert 5 Minuten darüber herum, dann weiß auch die dümmste Peniswassermaschine, daß es den Titel gibt und kauft ihn, um nachzusehen, ob das Buch wirklich so unertrrrräglich, oder was dem präsenilen Meister gerade durch den Kopf geschossen ist, ist. (SC? Bestimmt nicht) Meistens gibt es für den Titel, den Ranicki himself vorstellen wird, auch noch Sonderkonditionen à la dreiundzwanzig für zwanzig, und noch ein Dath müthen thie lethen-Plakat für die Auslage. Zudem gibt es die Bücher, die das Literarische Quartett vorstellt meistens mit Rückgaberecht, weil irgendein dahingesagter Satz von Herrn Ranicki stets mehr Gewicht auf den Umsatz eines Buches hat, als hundert qualifizierte Kritiken in seriösen Medien. Buchhändler lieben Ranicki, wie ein Arzt ein Virus liebt.
Dana schrieb am 30.7. 2000 um 13:10:57 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Nachdem im Literarischen Quartett über ein Buch, das Ranicki als erotische Literatur einordnet, diskutiert worden ist, eskalierte dieser Meinungsaustauch unter Literatur-Kritikern. Löffler stand gegen die anderen beiden und es endete in gegenseitigen Beschimpfungen. Löffler hat nun erklärt, daß sie aus dieser Runde aussteigen wird. Es waren allerdings nicht mehr viele Folgen des Quartetts geplant, da Ranicki ja auch aufgrund seines Alters aufhören wollte. Jetzt plant aber das ZDF trotz dieses Ausstiegs von Löffler, die Reihe doch noch weiter fortzusetzen. Löffler soll dann durch zwei andere Kritiker ersetzt werden. Ich finde das überhaupt nicht gut, man hätte es stattdessen jetzt schon beenden können, statt noch die zwei Folgen in anderer Besetzung daranzuhängen. Auch Ranicki (oder war es der andere) hat mal gesagt, daß diese Literaturrunde gerade von diesen Persönlichkeiten lebt, und ein so guter Austausch in anderer Besetzung nicht zustande gekommen wäre und die Sendung auch schon mal niemals diesen Erfolg gehabt hätte.