Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 50, davon 49 (98,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 24 positiv bewertete (48,00%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 26.5. 1999 um 12:31:59 Uhr schrieb
Tanna über Rilke
Der neuste Text am 12.10. 2023 um 06:41:47 Uhr schrieb
Tina Ehmann über Rilke
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 17.12. 2003 um 21:34:36 Uhr schrieb
Rufus über Rilke

am 8.11. 2008 um 13:26:42 Uhr schrieb
Michel und Bruno und ein Schatten von Batemann über Rilke

am 28.7. 2004 um 12:01:04 Uhr schrieb
mcnep über Rilke

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Rilke«

Alvar schrieb am 25.10. 1999 um 21:52:40 Uhr zu

Rilke

Bewertung: 7 Punkt(e)

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn, und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt gerade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

(Rilke)

tabula rasa schrieb am 12.5. 2001 um 01:41:59 Uhr zu

Rilke

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich bin wahrscheinlich deutschlandweit der einzige, der während der gesamten Zeit bis zum Abitur so gut wie keinen Klassiker im Deutschunterricht gelesen hat. Deshalb kam ich mit Rilke zum ersten Mal in Berührung durch das Lieblingsgedicht eines besonderen Menschen, den Panther. Seit ich ihn das erste Mal las, ist er unauslöschlich in meinem Gedächtnis eingebrannt:

Sein Blick ist vom Vorüberziehn der Stäbe
So müd geworden, daß er nichts mehr hält
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
Und hinter tausend Stäben keine Welt

Der sanfte Gang geschmeidig starker Schritte
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht
Ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte
In der betäubt ein großer Wille steht

Nur manchmal schiebt der dunkle Vorhang der Pupille
Sich langsam auf, dann geht ein Licht hinein
Fließt durch der Glieder angespannte Stille
Und hört im Herzen auf zu sein


Für dieses Gedicht liebte ich Rilke auf der Stelle, und für dieses Gedicht liebte ich *sie* auf der Stelle. Und Rilke ist bis zum heutigen Tage der ungekrönte König der traumwolkenverwobenen Bilder, bildnerischen Sprache und zauberhaften Momente. Die Welt wäre ärmer ohne ihn.

Liamara schrieb am 2.6. 1999 um 00:03:40 Uhr zu

Rilke

Bewertung: 6 Punkt(e)

Rilke ist das Anagramm eines Grafitti-Künstlers, der leider mit der Rechtschreibung Probleme hatte. Es war »Killer«, einer der bekanntesten Grafitti-Schmierer der Süd-Bronx, der hiermit ein Zeichen setzen wollte: zum einen, daß er weiß, was ein Anagramm ist, zum anderen, daß er Rilke kennt. Welchen Rilke? Nun, das ist eine andere Geschichte.

Hometrainereinkaufsgenossenschaft Wandsbek e.V. schrieb am 23.6. 2001 um 14:32:00 Uhr zu

Rilke

Bewertung: 1 Punkt(e)

Hallo Rilke, Hallo Silke
sind wir immer noch verdrossen
hab' die Blumen doch gegossen
und gedüngt auch noch dazu
willst mir doch nicht böse sein,
Blumen blühen, gehen ein,
verdammt, du alte dumme Hure
kauf ich eben neue Blumen
sei doch jetzt nicht so betrüblich
der Gummibaum, der ist noch übrig
auch der Kaktus in der Ecke,
der Setzling von der Buchsbaumhecke,
auch die blühn wie alle Tage
um die andern ist's nicht schade
nur weil ich mal EINEN tag
das Grünzeug nicht gegossen hab
während du im Urlaub warst.
Ich weiß´, ich kann den Schmerz verstehen
nur zu gut ihn nachvollziehen,
du, in den Ferien, in Italien
zuhaus' verotten deine Dahlien,
aber bitte, glaube mir:
Aus Absicht ist das nicht passiert!

petra schrieb am 4.11. 2001 um 17:25:15 Uhr zu

Rilke

Bewertung: 1 Punkt(e)

...
sie war schon nicht mehr diese blonde frau,
die in des dichters liedern manchmal anklang,
nicht mehr des breiten bettes duft und eiland
und jenes mannes eigentum nicht mehr.

sie war schon aufgelöst wie langes haar
und hingegeben wie gefallner regen
und ausgeteilt wie hundertfacher vorrat.

sie war schon wurzel.

und als plötzlich jäh
der gott sie anhielt und mit schmerz im ausruf
die worte sprach:er hat sich umgewendet-,
begriff sie nichts und sagte leise:wer?
...


dies ist ein auszug aus einem meiner liebsten gedichte von rilke, und zwar aus »orpheus.eurydike.hermes«. es ist das erste werk von rilke, das ich gelesen habe und zugleich das erste gedicht, das ich mit dem gefühl gelesen habe, es zu verstehen.

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