trampen
Bewertung: 5 Punkt(e)
Mich hat mal ein Nackter mitgenommen.Da bin ich dann mit und hab mit ihm philosophiert.
Ich bin nach amüsierten Gespräch hinten hinter den Beifahrersitz.
War lustig, ging nach Freiburg i.B.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 20, davon 18 (90,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 9 positiv bewertete (45,00%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 393 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,800 Punkte, 9 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 12.7. 2001 um 19:35:41 Uhr schrieb Mäggi über trampen |
| Der neuste Text | am 18.12. 2025 um 18:09:50 Uhr schrieb Gerhard über trampen |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 9) |
am 26.4. 2004 um 12:43:33 Uhr schrieb
am 15.11. 2005 um 21:07:04 Uhr schrieb
am 13.10. 2002 um 19:05:22 Uhr schrieb |
Mich hat mal ein Nackter mitgenommen.Da bin ich dann mit und hab mit ihm philosophiert.
Ich bin nach amüsierten Gespräch hinten hinter den Beifahrersitz.
War lustig, ging nach Freiburg i.B.
permanent auf der flucht vor sich selbst stand sie an der straße und hoffte, daß sie jemand von hier oder von überall oder doch zumindest von ihr wegbringen würde. sie war schon längst der meinung, daß irgendetwas passieren müßte, aber die dea ex machina hatte sich noch nicht bei ihr gemeldet. und so war sie selbst an jedem ort, an dem sie ankam, doch schon da, und auf dem weg war noch nicht mal etwas negatives geschehen.
Bei einem der letzten erfolgreichen Versuche zu trampen, nahm uns ein äußerst dicker Mann in einem äußerst kleinen Auto mit. Die Rucksäcke wollten wir im Kofferraum verstauen, der sich aber nicht öffnen ließ. »Da braucht es einen Trick!«, rief der Mann schnaufend und sah sich nun genötigt auszusteigen. Das war offensichtlich ein mühseliges Unterfangen für ihn, denn er musste sich an Lenkrad und Dachkante selbst qualvoll aus dem Auto ziehen. Er griff irgendwo an die Heckklappe, fingerte drei Sekunden im Verborgenen daran herum und sie ging plötzlich auf. Kommentarlos wandte er sich wieder seiner Fahrertür zu, um den notwendigen Vorsprung für den Einstieg zu gewinnen. Etwa gleichzeitig saßen wir dann im Auto. Nach einiger Zeit wurde er gesprächig: »Mir kann hier gar nichts passieren!« »Wie meinen Sie das?« »Ich meine, wenn ihr ein Messer zieht. Meine Waffe ist das Auto. Ich gebe einfach Gas und fahre auf die Bäume zu. Haha, dann steckt ihr das Messer aber wieder ein! Das überlebt keiner! Ihr auch nicht! Dann habt ihr nichts davon, wenn ihr mich abstecht.« »Na, was für ein Glück, dass wir kein Messer haben.« Das interessierte ihn nicht. Den Umgang mit dem Bösen in der Welt musste er nun durchsimulieren. »Seht ihr, ich fahre einfach schneller...« Er gab tatsächlich Gas auf der Autobahn. »...und ziehe ein wenig nach rechts rüber.« Er fuhr halb auf dem Standstreifen. »Wenn jetzt einer ein Messer zieht, reiße ich den Lenker einfach noch weiter nach rechts. Nur noch zwei Meter bis zu den Bäumen. Dann gehen alle drauf. Da kriegt jeder Angst und lässt sein Messer stecken. Haha...« Nach einer Stunde hatten wir das Ziel mit großen Unbehagen erreicht. »Sie können uns an der Kreuzung rauslassen.« Das interessierte ihn wieder nicht. »Nein, das ist ungünstig. Ich fahre euch noch da rauf, da könnt ihr besser weitertrampen.« Die Straße zog sich einen Berg hinauf. »Brauchen Sie nicht, danke.« »Hier kann ich aber nicht halten. Ihr habt wohl Schiss vor mir gekriegt, hahaha...« Wir wurden immer schweigsamer, er fuhr und fuhr...und dann hielt er irgendwann. »Danke, auf Wiedersehen.« Merkwürdigerweise ging die Heckklappe diesmal problemlos auf, Rucksäcke raus und erstmal ins Gras gesetzt. Puh! Weitertrampen hat dann nicht mehr geklappt. Wahrscheinlich wollte niemand so erschreckend leichenblasse Gestalten mitnehmen, mit Ausnahme der Bahn, die hat es nicht gestört. Deprimierend, dieser dicke Mann in seiner Welt voller Messerstecher.
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