unsterblichkeit
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Vor ein paar Jahren beging ein Freund von mir Selbstmord. Ein Satz der danach fiel verfolgt mich bis heute:
»Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, aber ich glaube an den Energieerhaltungssatz.«
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| Der erste Text | am 25.2. 2000 um 13:53:35 Uhr schrieb octopus über unsterblichkeit |
| Der neuste Text | am 19.9. 2024 um 09:34:36 Uhr schrieb Gerhard über unsterblichkeit |
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am 24.11. 2014 um 10:20:48 Uhr schrieb
am 1.12. 2007 um 15:32:20 Uhr schrieb
am 10.12. 2006 um 19:03:16 Uhr schrieb |
Vor ein paar Jahren beging ein Freund von mir Selbstmord. Ein Satz der danach fiel verfolgt mich bis heute:
»Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, aber ich glaube an den Energieerhaltungssatz.«
Unsterblichkeit kann nur funktionieren, wenn sie einhergeht mit einem Verlust entweder an Menschlichkeit oder an Gedächtnis, d.h. entweder man behält sein Gedächtnis, wird jedoch zu einem Gott, da das menschliche Bewußtsein die Ewigkeit nicht fassen kann, oder man behält sein menschliches Bewußtsein und wird in einem neuen Körper wiedergeboren, verliert jedoch sein Gedächtnis.
Individuelle Unsterblichlichkeit kann notwendigerweise nicht mit einer materiellen Existenz zusammenfallen. Wenn man aber von einem unsterblichen immateriellen Bestandteil des Menschen ausgeht (Seele, o. ä.), stellt sich die Frage der Unsterblichkeit neu. Interessant ist für mich in diesem Zusammenhang nach dem Sinn einer Unsterblichkeit. Ausser individuellen Bedürfnissen sehe ich keinen Anlass für die Unsterblichkeit von Individuen.
Man sollte seine Aufmerksamkeit auf die Klarheit, auf das Gefühl verwenden, was Unsterblich ist. Man sollte seine Intelligenz und Intuition damit beschäftigen, welches Gefühl nicht dem Wandel der Zeit unterworfen ist sondern ewig besteht. Es gibt dieses Gefühl, diese Wahrheit, die sich über Ängste lustig macht und dem Tod entgegenlacht.
Unsterblichkeit heißt Abschied von der Fortpflanzung, denn »Seid fruchtbar und mehret Euch« kann ja nur funktionieren, wenn die Alten von der Bühne abtreten und den Jungen Platz machen. Auch so wird dieser Planet ja schon bald wegen Überfüllung geschlossen.
Auch werden die Menschen bekanntlich mit zunehmendem Alter nicht unbedingt sympathischer. Ohne Kinder wäre die Welt bald gar nicht mehr
zu ertragen. Und Frauen würden wahrscheinlich endgültig in die Dienstbotenrolle abgeschoben.
Wenn Menschen nur noch eines gewaltsamen
Todes sterben könnten (denn wie wollte man
das verhindern? Durch Klonen von Esatzteillagern? »Ihr Gehirn wurde leider beim letzten Mordanschlag irreparabel beschädigt, aber hier haben Sie ein neues, welches leider vollkommen leer ist«??? Brr!)- also dann gäbe es sicher noch ein paar Leute mehr, die sich was zur Beseitigung unliebsamer Zeitgenossen einfallen lassen.
Je mehr wir an der Natur herumbasteln, desto erschreckender werden die Konsequenzen: Atomare Vernichtungskriege, Klimaveränderung, Versteppung und Vewüstung der Landschaft, drastische Reduktion der Artenvielfalt. Die Natur braucht uns nicht - versöhnen wir uns lieber mit Ihr, ehe es zu spät ist.
Darüber hab ich mich ernsthaft befasst und bin zu dem Schluß gekommen, das es so viele Genkrankheiten mit den verschiedensten Auswirckungen gibt, wiso sollte es nicht Menschen geben, dennen das Gen des Alterns fehlt?
Was wenn diese Menschen, gestraft mit ihrer Krankheit schon seit Jahrhunderten unerkannt unter uns leben?
Eine grauenhafte Vorstellung, unendlich lange zu Leben.
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