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mondkalb schrieb am 20.10. 2002 um 20:21:00 Uhr über
G-Punkt
muss ich denn immer alles selber machen - ts ts ts:
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G-Punkt und weibliche Ejakulation
Dr. Britta Bürger
Auf der Suche nach einem Lustzentrum in der Scheide der Frau wurde 1950 von
dem deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg eine Region bzw. Zone in der
vorderen Scheidenwand beschrieben, die für besonders intensive Orgasmen
verantwortlich sein soll. Gräfenberg ging davon aus, dass allein die Stimulierung
der Klitoris beim vaginalen Geschlechtsverkehr für den Höhepunkt nicht
ausreicht. Er beschrieb eine Zone entlang der Harnröhre, der auch von anderen
Wissenschaftern eine besondere Sensibilität zugeschrieben wurde. Die
Scheidenwand selbst hat keine sensiblen Nervenendigungen.
Später wurde diese Region von den US-amerikanischen Wissenschaftern John D.
Perry und Beverly Whipple (Rutgers University in Newark, New Jersey) zu Ehren
Gräfenbergs als »G-Punkt« bezeichnet. Seit damals sind zahlreiche
Untersuchungen diesbezüglich durchgeführt worden. Fest steht, dass jede Frau
einen G-Punkt hat, aber nicht jede dessen Stimulation als erregend empfindet,
genau so, wie nicht jede Frau die Berührung der Brüste als sexuell stimulierend
wahrnimmt.
Diese sensible Zone wurde bereits im 17. Jahrhundert von dem
niederländischen Anatom De Graaf beschrieben. Er stellte eine Ähnlichkeit des
Gewebes an der vorderen Scheidenwand mit der Prostata beim Mann fest.
Zudem erwähnte De Graaf auch schon die »weibliche Ejakulation«.
Wo liegt die G-Zone
Die G-Zone befindet sich in einer Entfernung von etwa vier bis fünf Zentimetern
vom Scheideneingang hinter der Scheidenvorderwand. Sie liegt nicht direkt in
der Scheidenwand, sondern dahinter in der Nähe der Harnröhre. Die weibliche
Harnröhre ist von einem Gewebe umgeben, das bei Erregung - ähnlich dem
männlichen Penis - anschwellen und hart werden kann. Zusätzliche Drüsen
lassen den Vergleich mit der männlichen Prostata zu.
Siehe Anatomie der Frau.
Was passiert in der G-Zone während der sexuellen Stimulation?
Ist die Scheide noch trocken, so ist die Stimulation dieser Region eher
unangenehm. Sie wird mit dem Gefühl des Harndrangs in Verbindung gebracht.
Erst mit steigender Lust wird die Reizung der Zone als erregend empfunden. Die
Region um die Harnröhre, besonders am Winkel im Übergang zur Blase, schwillt
an. Man kann einen ovalen Knoten von 1,5 bis 2 cm Durchmesser ertasten. Die
Größe ist nicht maßgeblich und variiert von Frau zu Frau.
Bei fortgeführter Stimulation kann es beim Orgasmus zu einer Ausschüttung von
Flüssigkeit kommen. Auch Mehrfachorgasmen sind möglich. Whipple und Perry
zufolge lässt sich die Empfindlichkeit steigern, der Körper soll gewissermaßen
sensibilisiert werden. Eine Verbesserung der Lustempfindung soll erreicht
werden, indem man selbst oder der Partner die Region gezielt stimuliert. Diese
Meinung wird jedoch von anderen Sexualwissenschaftern nicht geteilt.
Wie kann man beim Geschlechtsverkehr die G-Zone stimulieren?
In der Missionarsstellung ist eine ausreichende Stimulation dieser Region durch
den Penis - allein schon aus anatomischen Gründen - eher nicht möglich. Mehr
»Erfolg« verspricht es, wenn die Frau »oben« sitzt oder der
Geschlechtsverkehr a tergo, also »von hinten«, durchgeführt wird.
Was ist die »weibliche Ejakulation«?
Wenn die Scheidenvorderwand stimuliert wird, schwillt das Gewebe rund um die
Harnröhre an. Es ist eine längliche Erhebung tastbar. Die Stimulation wird als
besonders lustvoll empfunden. Dabei kann es passieren, dass Flüssigkeit
abgesondert wird - es handelt sich keinesfalls um Urin. Manchmal kann es
richtig »spritzen«. Ob es nun »spritzt« oder nur als extremes »Nasswerden«
empfunden wird, ist individuell verschieden. Die Flüssigkeitsmenge ist
unterschiedlich und variiert von einigen Tropfen bis zu einigen Millilitern. Das
Sekret stammt aus den Drüsen rechts und links der Harnröhre, den so
genannten Skene-Drüsen
In der Analyse ähnelt das weibliche Ejakulat dem des Mannes - natürlich ohne
Samenzellen zu enthalten. Es kann milchig bis hellgelb sein. Der Geruch ist von
Frau zu Frau verschieden und hängt auch von der Zahl der Ejakulationen und
den Lebensgewohnheiten ab. Einige Frauen »ejakulieren« auch bei anderen
Formen der Stimulation, also z. B. durch Oralsex oder Klitorisstimulation. Die
Ejakulation muss aber nicht zwangsläufig bei jedem Orgasmus auftreten. Auch
sollte es nach der Erkenntnis, dass es die weibliche Ejakulation gibt, nicht das
Ziel des Sexuallebens sein, diese immer erreichen zu wollen. Ob sie erlernbar
ist, bleibt unklar, denn die genaue Physiologie ist noch nicht bekannt.
Welche Probleme können bei der weiblichen Ejakulation auftreten?
Oft glauben Frauen, dass sie zu »nass« sind oder urinieren, wenn sie einen
Orgasmus haben. Sie empfinden es als unangenehm oder schämen sich. Auch
Männer können sich unter Umständen durch den vermeintlichen »Urin« peinlich
berührt fühlen. Aus falschen Schamgefühlen kann es sogar so weit kommen,
dass Frauen beginnen, ihren Orgasmus zu unterdrücken.
Welche Funktion wird dem G-Punkt noch zugesprochen?
Die Gräfenberg-Zone scheint auch bei der Geburt eine wesentliche Rolle zu
spielen. Sie soll einigen Wissenschaftern zufolge einen schmerzlindernden
Effekt während des Geburtsvorgangs haben. Diese Annahme wird auch durch
Ergebnisse aus Tierversuchen unterstützt. Durch Druck auf den G-Punkt oder
dessen Stimulation kommt es bei den Gebärenden zu einer Erhöhung der
Schmerzschwelle. Das beruht darauf, dass die Reizung des G-Punktes zur
Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel - so genannter Endorphine - führt.
Weiters wird diese Beobachtung durch eine Studie unterstützt, in der
Mexikanerinnen untersucht wurden, die während des Geburtsvorganges
besonders schmerzempfindlich waren. Dabei wurde festgestellt, dass durch
deren extrem hohen Chilikonsum - und die dadurch erhöhte Aufnahme des
Wirkstoffs Capsaicin - die Region des G-Punktes an Sensibilität verloren hatte
und somit der schmerzlindernde Effekt nicht eintrat.<
Dr. Gräfenberg war Frauenarzt und nicht Gynäkologe, Mondkalb, du kleines, dösiges Dummerchen!
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