Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 178, davon 85 (47,75%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 29 positiv bewertete (16,29%)
Durchschnittliche Textlänge 1872 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung -2,354 Punkte, 14 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 20.11. 2001 um 23:29:32 Uhr schrieb
Gaddhafi über Auschwitz
Der neuste Text am 22.12. 2025 um 13:46:47 Uhr schrieb
Gerhard über Auschwitz
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 14)

am 11.12. 2019 um 16:54:07 Uhr schrieb
Christine über Auschwitz

am 20.3. 2020 um 07:33:37 Uhr schrieb
Yadgar über Auschwitz

am 3.4. 2021 um 08:13:56 Uhr schrieb
Christine über Auschwitz

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Auschwitz«

tango7 schrieb am 17.9. 2004 um 01:18:49 Uhr zu

Auschwitz

Bewertung: 12 Punkt(e)

gareth schrieb am 21.11.2001 über Höss u.a.:

»Wie kann ein ganz normaler Familienvater zu einem Ungeheuer mutieren

Es gibt keinen generellen Unterschied zwischen einem ganz normalen Familienvater und einem Ungeheuer.

Das Wort Ungeheuer für eine menschliche Verhaltensweise ist aber verschleiernd, und die damit vollzogene Ausgrenzung für das Verständnis und die eventuelle Verhinderung zumindest *dieses* Terrors von Menschen gegen Menschen nicht hilfreich. Jede Barbarei von Menschen ist notgedrungen auch menschlich.

gareth schrieb am 21.11. 2001 um 11:21:31 Uhr zu

Auschwitz

Bewertung: 18 Punkt(e)

Was waren das für Menschen, die Auschwitz zum wahren Alptraum gemacht haben, Monster, Geisteskranke, Sadisten? Wenn man sich die Vita vom Kz-Kommandanten Rudulf Höss (Zitat: Ich bereue nichts!") durchliest, meint man einen x-beliebigen Menschen vor sich zu haben, und das ist das eigentlich Schreckliche daran. Wie kann ein ganz normaler Familienvater zu einem Ungeheuer mutieren?
Und, kann das nicht jeden Tag wieder passieren?

biggi schrieb am 24.3. 2002 um 13:15:52 Uhr zu

Auschwitz

Bewertung: 6 Punkt(e)

Industrialisierte Menschenvernichtung. Stereotypie der Macht hat verschiedene Gesichter. Das waren alles Menschen. Sehr fleißige Menschen. Wie viele die in so kurzer Zeit auf so engem Raum getötet haben. Warum mir Fleiß angst macht? Du schaust so selten auf dabei, handelst ohne innezuhalten. Deutscher Fleiß. Deutsche Wertarbeit. Auschwitz. Ob die sich vorher beim Arbeitsamt abgemeldet hatten? Das muss doch alles seine Ordnung haben. Auschwitz, numerierte Wege, Baracken und Betten. Geeignet für die Vernichtung vieler Menschen in kurzer Zeit. Ob es auf absehbare Zeit wieder ein Auschwitz geben wird? Oder ob das Ausklinken von Bomben über dem Platz an der Sonne preiswerter bleibt? Wie preiswert ist Atomkrieg? Wie wichtig Glück? Wen interessiert, ob du jetzt gerade glücklich bist? Und wenn, warum interessiert ihn das? Hat er sich verschworen gegen dich? Störst du seine Pläne? Braucht er den Platz, auf dem du lebst? Auschwitz. Nicht Afghanisthan. Nenn es Auschwitz. Heimat und Auschwitz? Was mich mit dem Ort verbindet? Die regenverhangenen Wolken und die leeren Gehsteige. Der Stacheldraht ist weit weg. Fast dreieinhalb Meter höher. Und die Betonplatten sind aus gröberem Kies als beim WBS70. Lachen tut gut. Überall Pfützen. Es ist kalt. Blütenfrost ohne Blüten. Ich würde gern wieder etwas pflanzen. Die Erde ist gefroren.

doG schrieb am 20.11. 2001 um 23:43:06 Uhr zu

Auschwitz

Bewertung: 31 Punkt(e)

Täglich hinter den Baracken
Seh ich Rauch und Feuer stehn.
Jude, beuge deinen Nacken,
Keiner hier kann dem entgehn.
Siehst du in dem Rauche nicht
Ein verzerrtes Angesicht?
Ruft es nicht voll Spott und Hohn:
Fünf Millionen berg' ich schon!
Auschwitz liegt in meiner Hand,
Alles, alles wird verbrannt.

Täglich hinterm Stacheldraht
Steigt die Sonne purpurn auf,
Doch ihr Licht wirkt öd und fad,
Bricht die andre Flamme auf.
Denn das warme Lebenslicht
Gilt in Auschwitz längst schon nicht.
Blick zur roten Flamme hin:
Einzig wahr ist der Kamin.
Auschwitz liegt in seiner Hand,
Alles, alles wird verbrannt.

Mancher lebte einst voll Grauen
Vor der drohenden Gefahr.
Heut kann er gelassen schauen,
Bietet ruhig sein Leben dar.
Jeder ist zermürbt von leiden,
Keine Schönheit, keine Freuden.
Leben, Sonne, sie sind hin.
Und es lodert der Kamin.
Auschwitz liegt in seiner Hand,
Alles, alles wird verbrannt.



Ruth Klüger war 13 Jahre alt,
als sie dieses Gedicht 1944
in Auschwitz schrieb

Die Leiche schrieb am 3.4. 2008 um 17:08:05 Uhr zu

Auschwitz

Bewertung: 4 Punkt(e)

Das eigentlich Einzigartige an »Auschwitz« ist nicht etwa die reine Menge der Toten (da haben Stalin oder Mao weit mehr zu bieten) oder die Konzentration auf eine Gruppe (in diesem Falle: Menschen jüdischen Glaubens oder dieser vermeintlichen jüdischen »Rasse«) - das Einzigartige liegt meines Erachtens vielmehr darin, daß das Ganze in geradezu industriellem Maßstabe hinsichtlich Quantität und Effizienz ablaufen konnte, und dazu noch bürokratisch und peinlichst organisiert gewesen war. Im Gefolge von Horkheimer/Adorno lässt sich füglich sagen: Jedwede Aufklärung und jedwede Emanzipationsbewegung steht in Gefahr, in Auschwitz zu münden - und das ist das eigentliche Vermächtnis, das Geheimnis einer Erlösung, die ich allerdings nur noch für theoretisch möglich halte.

Einige zufällige Stichwörter

drogenzerfressen
Erstellt am 27.10. 2003 um 15:55:58 Uhr von mcnep, enthält 4 Texte

Was-man-aus-Gebeinen-so-alles-basteln-kann
Erstellt am 4.6. 2006 um 21:08:20 Uhr von dingdong, enthält 13 Texte

Ritterorden
Erstellt am 29.6. 2000 um 23:16:46 Uhr von miloco, enthält 18 Texte

Jubelperser
Erstellt am 28.9. 2003 um 04:40:08 Uhr von Angerona Jawlensky, enthält 6 Texte

Vogelragout
Erstellt am 28.12. 2022 um 15:21:30 Uhr von schmidt, enthält 2 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0612 Sek.