Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Menschenfresser«
Stöbers Greif schrieb am 23.8. 2000 um 17:44:50 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Wann ain iunger mensch in ain kranckhayt kumbt also das etlich die vernünftigen bedunckt das im nit zu helffen sey so erwartet vater vnd muoter bruoder oder schwester nit bis er selbs gestirbt / Besunder so ertoedten sy in vnd essen den leychnam gekocht .../
erschrocken waren wir soelliche graussamigkayt zuo hoeren vnd sagten zuo inen das soellichs bey vns ain vnmenschlich ding wer. Da sprechen sy /o ir armen persianer warumb lassend ir dan so vil guot fleysch die würm essen.
(Ludovico di Varthema: Die Ritterlich vnd lobwirdig rayß. Augsburg 1515, Bl. 60r.)
mcnep schrieb am 20.12. 2002 um 22:08:04 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Ich sprach an einem trüben Regentage mit einem Kavalier; vielmehr, es war ein Krieger. Er hatte viel gereist – er hat sich sehr im Kriege für das Reich und seine Bundsgenossen ausgezeichnet. – Auf einer Fahrt war er nach Afrika verschlagen worden. Sein Schiff zerbarst auf den Klippen; greuliche Haie schnappten nach den leichten Booten und Flößen, wie sie mit Not die ungewisse Fahrt an eine fremde Küste wagten. Am Lande angekommen, stießen sie, sie glaubten nicht zu ihrem Wohl, auf schwarze Menschen; doch die, oh Wunder! erkannten den Schiffshauptmann als ihren Herrn an. Sie gaben ihm zu Ehren ein großes Fest, zu dem sie, seltsamlich genug, einen schönen Knaben schlachteten, den jener Offizier, sei's nun durch einen Zufall oder in einem dumpfen Augenblick nach der Regung seines Herzens, vorher geküßt. Die Leber briet man in dem Fett, das man von den Eingeweiden trennte, das Fleisch der Schenkel dörrte man in der Glut von Kohlen und aus dem Blut buk man auf sehr geschickte Weise einen Kuchen. Den Hauptmann packte Grauen, als er solches sah, doch hielten Furcht und Schmerz ihn von irgend welchen Taten ab, auch zählten seine Leute wohl nicht mehr als sieben Mann. Er war gezwungen, sich zu diesem Mahl zu setzen, er mußte essen, ob ihm auch vor Grauen der Schlund geschlossen war. Doch wie er nun die ersten Bissen niederzwängte, gewahrte er, daß er niemals so Köstliches gegessen. Mit jedem Bissen zog es wie namenlose Liebe in ihm ein, er weinte, aß, aß Fleisch und Blut des Knaben.. – Er zitterte, als er so zu mir sprach, die wunderbaren Kräfte rühmend, die im Blute unberührter Kinder lägen. – [...] Der Mann fuhr fort: »Ich war ein Raubtier, wohl schlimmer noch – und dennoch, Königin, dürfte ich es, ich würde schreiend durch die Straßen ziehen und rufen: es gibt nichts Schöneres als den Genuß des Fleisches junger Knaben.«
Hans Henny Jahnn, 'Die Krönung Richards III.'
Stöbers Greif schrieb am 24.8. 2000 um 14:10:15 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
In Chinesien, in Chinesien
Wohnte einst ein holdes Wesien
Und in dieses war verliebet
Gar der Großmogul von Tibet
Dieser war ein reicher Fürste
Fraß die Menschen wie die Würste
Fraß sie auf mit einem Schwahapp
Gleich als wär´s Kartoffelpahapp
Als ihm ward ein Sohn geboren
Nahm er ihn gleich bei den Ohren
Fraß ihn auf mit einem Schwahapp
Gleich als wär´s Kartoffelpahapp
Dieses hat sie sehr verdrossen
Seinen Tod hat sie beschlossen
Stach die Scher ihm durch die Nahas
Daß krepierte dieses Ahaas.
RedOctober schrieb am 9.11. 2000 um 21:44:50 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
In Hannover an der Leine,
Rote Gasse Nummer acht,
Wohnt der Massenmörder Haarmann,
Der die Leute umgebracht.
Aus den Augen macht er Sülze,
Aus dem Arsch da macht er Speck,
Aus dem Darm da macht er Würste,
Und den Rest, den schmeißt er weg.
Haarmann hat auch einen Gehilfen,
Hans heißt dieser junge Mann,
Und der lockte mit Behagen
Viele junge Männer an.
Warte, warte nur ein Weilchen,
Dann kommt Haarmann auch zu Dir,
Mit dem kleinen Hackebeilchen
Macht er Hackefleisch aus Dir.
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