Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 5.2. 2018 um 18:50:39 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 12.2. 2018 um 21:48:28 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 4.12. 2017 um 13:37:15 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 30.1. 2018 um 17:55:58 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sie sind also heute zurückgekehrt und gleich in Cecilias Haus verschwunden. Nuo Líng, Timna, und dieser FARC-Kommandant.
Ich bin ja überhaupt nicht neugierig und spaziere ganz gelassen zu dem Jeep, der sie hergebracht hat.

Da raucht jemand und lehnt sich dabei an das Fahrzeug, das nah besehen ziemlich mitgenommen aussieht. Für militärische Verwendung spricht eigentlich nur der gefleckte Anstrich und eine übergroße Antenne auf dem Dach. Der Fahrer, es muss wohl der Fahrer sein, steckt in wenig zusammenpassenden Uniformteilen. Ist ein finsterer Indio und scheint unnahbar.

Als sein Chef zurückkehrt, wirft er die Zigarette weg und nimmt Haltung an.
Nun will ich wissen, ob dieser hagere Offizier, der Johnny genannt wird, identisch ist mit einem anderen Johnny, der an Silvester im Roadhouse musiziert hat.
Ich stelle mich also auch ganz senkrecht hin und rufe: hola Johnny!
Er wollte schon einsteigen, der Fahrer hat die hintere rechte Tür aufgerissen, da schwingt er sich wieder hinaus. Steht da, schaut mich blinzelnd an, sagt nichts.
Da der Silvester-Johnny lange Haare hatte bis zur Schulter, imitiere ich ein Haare-Zurückwerfen und seitlich über die Schulter wieder nach vorne streifen.
Es sieht einen Moment lang aus, als ob Señor Comandante lachen müsste. Er nimmt seine Basecap ab, der Schirm ist mit einem Goldstreifen dekoriert, zeigt mit einem Anflug von Bedauern auf seinen fast kahlrasierten Schädel, steigt wieder ein. War übrigens genauso leger angezogen wie sein Fahrer.
Sie fahren aber nicht ab. Ich wartete noch eine Weile, bis es mir langweilig wurde.




11:55:11 COT

ich sagte voilà! und schrieb am 22.10. 2017 um 13:12:41 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Bin jetzt schon im »Roadhouse« (ich habe den Schlüssel). Ich kenne mich aus und mache mir selbst den Kaffee. Und siehe da, wer ist so früh schon wach und schleicht herein: Nuo Ling.
Kommt zu mir und legt etwas auf den Tisch, in ein altes Handtuch gewickelt.

Jetzt bedenke ich, dass er um strengste Verschwiegenheit gebeten hat.
Etwas ganz anderes also.

Nuo Ling brachte mir soeben ein Omelette (behauptet, er selbst hat er so früh nie Hunger)
Sitzt mit am Tisch und redet pausenlos. Über die geplante Abreise zur Vulkaninsel Mora. Über Pferde. Siebzig Pferde sollen nach Mora verschifft werden. Eine sehr gefährliche Reise würde es werden. Und ganz bestimmt gibt es jemanden, der mich liebt.
Und so weiter; jetzt höre ich nur noch halb zu.
Muss ihn unterbrechen: »woher weißt du das? Wie kannst du das wissen!«
»Jeder muss doch geliebt werden!«
Dass ich da gleich losheulen muss.

»Ich habe jetzt doch Hunger«. Nuo Ling geht, macht sich ein Frühstück.

Bria schrieb am 27.12. 2017 um 23:44:27 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ernesto schaut immer wieder zu, wie ich gehe, schaut mir hinterher, und findet dann: mucho mejor, señorita!

Ich bin nämlich an einem steilen und glitschigen Hang abgerutscht und humple seitdem etwas. Ein ganzes Stück der Küstenstraße war in Bewegung geraten, und ich hatte gehofft, dort Fossilien zu finden.

Ernesto und ich sahen neulich Nuo Líng auf einer schönen Stute reiten. Und heute, was erzählt mir heute dieser Ernesto? Diese Stute heißt Bria.

Nun ja, sage ich, er registriert so viele Pferde, da muss er sich wohl viele Namen ausdenken.

Nein, sagt Ernesto. Dieses Pferd hat dieselbe Farbe wie die Haare der Señorita! Es ist das bevorzugte Pferd des jungen Herrn! Er reitet nur auf Bria!


Ich war sprachlos. Bin es eigentlich immer noch.






17:43:27 COT

Mittwoch, 27. Dezember 2017
















Bettina Beispiel schrieb am 9.1. 2018 um 20:16:22 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Am Silversterabend hatte ich ganzen Dornstrauch abgefackelt, der mir 2017 das Feuerholz geliefert hatte, wenn ich mir meinen Sonntags-Sonnenuntergangs-Kaffee braute. Dies und mehr musste ich umgehend Nuo Líng berichten, und fand ihn in der nächtlich leeren Schule, im Sekretariat.
Er spürte gleich, dass etwas besonderes vorgefallen war, und so spazierte ich mit ihm den selben Weg wieder zurück.

Vom »Roadhouse« kam Musik, kam Gelächter und Geschrei. Ganz finster war es nun. Den Weg weiß ich auswendig, Nuo Líng folgt mir.

Ich berichte von den drei Reitern, von dem Mann mit den heilkräftigen Händen (Nuo Líng: »das war Ozan!«) und dass dieser Ozan mit Tamburin eine Musik gemacht habe.
Wie lange das dauerte, will Nuo Líng wissen. »Man muss gut zuhören! Lange zuhören! Darf kein Wort reden!«

Dann können wir es riechen: der Dornstrauch schmort noch vor sich hin.

Wir sind angekommen, schauen aufs Meer. Am Horizont ist noch rötliches Licht.
Nuo Líng riecht noch etwas! Es müssen in der Nähe ein paar Pferdeäpfel liegen. Und Maracuyas riecht er auch. Die Reiter hatten sie mitgebracht, die ausgelutschten Maracuyas liegen noch umher.

Jetzt erst fällt mir ein, warum ich gleich zu Nuo Líng musste: die goldene Münze!

Mein Herz klopft, ich muss mich hinsetzen.
Nuo Líng setzt sich neben mich.
Pustet in den kokelnden Dornbusch, wo es gleich wieder aufglüht.

Ich zeige ihm die Münze. Unsere Augen haben sich an die Dunkelheit gewöhnt: sie blinkt golden.
»Die hat mir das kleine Mädchen gegeben! Für dich!«

Warte, sagt Nuo Líng. Öffnet seine Jacke.
Knöpft sein Hemd auf, und siehe da, auch er - wie das kleine Mädchen - trägt eine Kette aus Münzen. Schau, sagt er, legt einen Arm um mich.
Ich spüre seine Wärme, rieche seinen Duft. Seine Kette ist aus ebensolchen Münzen wie die des Mädchens. Schau genau her! sagt Nuo Líng. Seine Münzen sind aus Silber, die des Mädchens aus Gold.

Wir gehen zurück, hoch in der Luft trägt uns der Wind leuchtende Himmelslaternen entgegen.





14:16:14 COT

Dienstag, 9. Januar 2018


Bria schrieb am 2.1. 2018 um 21:37:01 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Cecilia, Schulleiterin und überhaupt Respektsperson, hatte für Silvester alle Knallerei verboten. »In Las Acacias will ich weder nah noch fern einen einzigen Knall hören!«

Dafür gab es die »linternas de cielo«, Himmelslaternen, kleine Heißluftballone aus Papier.

Auf der Veranda des »Roadhouse« entfalteten Kinder zarte Papierballone über einen Drahtgestell mit einem kleinen Blechnapf, darin Brennpaste.

Zum Geländer damit und weit hinaushalten. Anzünden nur durch verantwortungsbewusste Personen, die alle Schuld auf sich nehmen, wenn die Himmelslaterne schon jetzt in hinabsegelnde brennende und rauchende Stücke zerfällt.

Mit etwas Glück steigt die Laterne sofort empor, dann packt sie der Wind, der über das Dach weht und trägt sie waagrecht davon.

Ganze Wolken von kleinen Lichtern von überall her schwebten lautlos Richtung Küste.

Entweder erlischt das Feuer und die Himmelslaterne fällt unsichtbar hinab. Oder sie selbst fängt an zu brennen.
Dann Absturz, gut sichtbar. Oft viel zu früh, und einige der Kinder, die sich am Geländer der Veranda drängeln, jammern laut.





15:40:21 COT

Dienstag, 2. Januar 2018

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte im „Roadhouse“ feiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.

In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.

Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.

Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.

Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!

Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!

Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!

Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!







11:01:29 COT

Montag, 1. Januar 2018

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