Werbung
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jedes jahr werden weltweit 500 milliarden dollar in werbung investiert. »das ist zuviel« schreien die ausgestorbenen tierarten.
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| Der erste Text | am 20.7. 1999 um 22:48:27 Uhr schrieb Liamara über Werbung |
| Der neuste Text | am 15.9. 2026 um 00:34:37 Uhr schrieb Henriette über Werbung |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 100) |
am 27.7. 2002 um 00:35:13 Uhr schrieb
am 12.4. 2003 um 00:35:50 Uhr schrieb
am 24.9. 2009 um 13:22:44 Uhr schrieb |
jedes jahr werden weltweit 500 milliarden dollar in werbung investiert. »das ist zuviel« schreien die ausgestorbenen tierarten.
Werbung ist Verbraucherdesinformation. Kennt Ihr auch diesen bescheuerten Spot, der auf allen privaten Sendern läuft, der uns erklären will was uns allen fehlen würde, wenn es keine Werbung gäbe?
Selten so gelacht - genauso selten wie ich überhaupt bei deutscher Werbung lachen kann. Die nehmen sich alle so bierernst - ein bisschen mehr Humor und ich würde die Verbraucherdesinformationen besser erträgen können.
B: Agenturmenschen sind irgendwie anders. Sie sitzen schwarz gekleidet in Stadtteilen die früher mal interessant waren aber inzwischen nur noch teuer und langweilig in Cafes in denen man keinen kaffee bekommt sondern nur latte macciato und erzählen sich gegenseitig, das ihnen diese ganzen Werbeleute dermaßen auf den geist gehen. Dabei halten sie ihre tollen schuhe die man nur in London oder New York bekommt so aufffällig ins Blickfeld und sind insgesamt so gefangen, das sie auch niemand außerhalb ihrer seltsamen kleinen großen Welt jemals ansprechen würde.
Am schlimmsten ist die Werbung im Radio. Leider bin ich zu faul, um sie immer auszuschalten. Radiowerbung ist einfach einfallslos - und man kann viel schwerer vor ihr flüchten als vor Anzeigen und Plakaten: einfach woanders hinhören ist schwierig.
Die Werbung von Maggie ist schon immer ziemlich aufdringlich gewesen. Nach der Drehscheibe (eine der
wenigen Sedungen Nachmittags in den 80-gern kam immer 10 Minuten Maggie Kochstudio, in der
Super-Hausfrauen in Eibauküchen Pulver-Wasser-Fleischgericht zubereiteten und dabei unheimlich
kompetent wirkten.
Heutzutage gibt es da eher die junge, unkomlizierte Sekretärin und ihre Freundin die Zahnarzthelferin die
sich nach dem Probieren schwören »Das machen wir mal wieder«.
Und dann geht der völlig durchgeknallte Chor los:
"Mit Maggie macht das kochen Spaaß,
MaggieMaggieMaggie"
Das ist seelische Grausamkeit!
Werbung ist Propaganda. Vor 10 Jahren hingen überall diese kommunistischen Losungen (»Vorwärts zum...«,»Unter der Führung der Partei der Arbeiterklasse...«,»...für den Frieden!«). Heute kacken sie die Landschaft mit Werbung zu. Da sind mir Graffitti doch lieber. Die sind nur häßlich, aber wollen wenigstens nichts von mir.
Werbung ist verdammt mächtig. Manchmal erzeugt sie Schmerzen (Ferrero), manchmal ist sie einfach klasse. (kennt ihr den Kühlschrank aus der Spritewerbung?)
Eindrucksvoll sind auch völlig überzogene Werbespots, siehe Axe- Voodoo- Werbung. Werbung hat auch einen erschreckenden Einfluß auf unsere sprache. Zum Beispiel ist »Schon drin« zum Begriff geworden.
Und sie ist gleichzeitig ihr größter Feind, was sie sehr menschlich macht. Ein Freund von mir meinte, anstatt die Agentur, die für Ferrero arbeitet niederzubrennen und vollständig auszulöschen, sollte ich eine Plakatkampagne aufziehen, die die Adresse der Agentur verbreitet. Dann würde mir die ganze Arbeit abgenommen und ich würde die ganzen juristischen Probleme umgehen, die mit der Auslöschung der Firma einhergehen würden.
Werbung bedeutet die Zusammenarbeit mit uninteressanten Typen an uninteressanten Projekten, die von uninteressanten Werbekunden bezahlt und deren Ergebnisse auf eine uninteressierte Öffentlichkeit losgelassen werden. Hierbei steht neben Inkompetenz folgende Maxime im Vordergrund: Nur nicht auffallen, ja nicht anecken - es könnte unseren/meinen Job kosten. Was hiermit in diesem Jahr kollektiv und glücklicherweise geschehen ist. Bedauerlich ist nur, daß diese Idioten soviel Geld damit verdienen.
Sancta Simplicitas!
Im Prinzip ist Werbung ziemlicher Mumpitz. Für die Dinge, die man wirklich braucht, ist keine Werbung nötig, die kaufen die Leute ja so oder so, da soll die Werbung halt nur ein »Markenbewußtsein« schaffen, also die Leute darauf programmieren, Produkte mit einem bestimmten Namen zu kaufen und dafür mehr Geld auszugeben. Für die anderen Dinge, für die geworben gibt, besteht eigentlich gar kein wirklicher Bedarf, sondern dieser soll durch die Werbung künstlich erzeugt werden.
Ich kann auf diese Art von Gehirnwäsche verzichten.
Obwohl die Website der regierenden
kommunistischen Partei Vietnams im vergangenen Jahr
fast 1,5 Millionen Mal angeklickt worden ist, ist nicht
geplant, dort Platz für Werbung anzubieten. Das teilte
eine Sprecherin des vietnamesischen
Außenministeriums am Montag auf Anfrage mit. Die in
englischer und vietnamesischer Sprache verfasste
Site »www.cpv.org.vn« wurde offiziell am 10. April
eröffnet, um auf den am Dienstag beginnenden
Parteitag hinzuweisen. Doch eine Versuchsversion ist
bereits seit Februar 2000 abrufbar. Neben
Hintergrundinformationen zum Kongress und zur Partei
werden auf der Site auch ausgewählte Werke
kommunistischer Helden wie Marx, Engels, Lenin und
Vietnams eigenem Revolutionsführer Ho Chi Minh
angeboten.
Die Nutzung des Internets ist in Vietnam noch nicht
sehr verbreitet. Im Januar waren nach offiziellen
Angaben 121.000 Teilnehmer registriert. Die Regierung
versucht zwar, den Zugang zu Sites, die sie als
moralisch verwerflich erachtet, zu blockieren. Die
Wirksamkeit dieser »Firewalls« wird jedoch immer
geringer.
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