Werbung
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jedes jahr werden weltweit 500 milliarden dollar in werbung investiert. »das ist zuviel« schreien die ausgestorbenen tierarten.
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| Der erste Text | am 20.7. 1999 um 22:48:27 Uhr schrieb Liamara über Werbung |
| Der neuste Text | am 25.6. 2024 um 16:25:07 Uhr schrieb schmidt über Werbung |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 98) |
am 2.2. 2005 um 11:53:35 Uhr schrieb
am 1.4. 2004 um 19:10:27 Uhr schrieb
am 21.3. 2003 um 23:56:15 Uhr schrieb |
jedes jahr werden weltweit 500 milliarden dollar in werbung investiert. »das ist zuviel« schreien die ausgestorbenen tierarten.
Ich werde mal in die Werbung gehen!
Werbung manipuliert, apelliert, manifestiert, demonstriert, irritiert, deprimiert, assoziiert, kommandiert, illustriert, variiert, anonciert, balanciert............
und NERVT, und genau deswegen will ich dahin, damit ich nämlich entscheiden kann, was die ganzen Leute zum Wahnsinn treibt!
Werbung ist Verbraucherdesinformation. Kennt Ihr auch diesen bescheuerten Spot, der auf allen privaten Sendern läuft, der uns erklären will was uns allen fehlen würde, wenn es keine Werbung gäbe?
Selten so gelacht - genauso selten wie ich überhaupt bei deutscher Werbung lachen kann. Die nehmen sich alle so bierernst - ein bisschen mehr Humor und ich würde die Verbraucherdesinformationen besser erträgen können.
B: Agenturmenschen sind irgendwie anders. Sie sitzen schwarz gekleidet in Stadtteilen die früher mal interessant waren aber inzwischen nur noch teuer und langweilig in Cafes in denen man keinen kaffee bekommt sondern nur latte macciato und erzählen sich gegenseitig, das ihnen diese ganzen Werbeleute dermaßen auf den geist gehen. Dabei halten sie ihre tollen schuhe die man nur in London oder New York bekommt so aufffällig ins Blickfeld und sind insgesamt so gefangen, das sie auch niemand außerhalb ihrer seltsamen kleinen großen Welt jemals ansprechen würde.
Am schlimmsten ist die Werbung im Radio. Leider bin ich zu faul, um sie immer auszuschalten. Radiowerbung ist einfach einfallslos - und man kann viel schwerer vor ihr flüchten als vor Anzeigen und Plakaten: einfach woanders hinhören ist schwierig.
Werbung ist verdammt mächtig. Manchmal erzeugt sie Schmerzen (Ferrero), manchmal ist sie einfach klasse. (kennt ihr den Kühlschrank aus der Spritewerbung?)
Eindrucksvoll sind auch völlig überzogene Werbespots, siehe Axe- Voodoo- Werbung. Werbung hat auch einen erschreckenden Einfluß auf unsere sprache. Zum Beispiel ist »Schon drin« zum Begriff geworden.
Und sie ist gleichzeitig ihr größter Feind, was sie sehr menschlich macht. Ein Freund von mir meinte, anstatt die Agentur, die für Ferrero arbeitet niederzubrennen und vollständig auszulöschen, sollte ich eine Plakatkampagne aufziehen, die die Adresse der Agentur verbreitet. Dann würde mir die ganze Arbeit abgenommen und ich würde die ganzen juristischen Probleme umgehen, die mit der Auslöschung der Firma einhergehen würden.
Werbung bedeutet die Zusammenarbeit mit uninteressanten Typen an uninteressanten Projekten, die von uninteressanten Werbekunden bezahlt und deren Ergebnisse auf eine uninteressierte Öffentlichkeit losgelassen werden. Hierbei steht neben Inkompetenz folgende Maxime im Vordergrund: Nur nicht auffallen, ja nicht anecken - es könnte unseren/meinen Job kosten. Was hiermit in diesem Jahr kollektiv und glücklicherweise geschehen ist. Bedauerlich ist nur, daß diese Idioten soviel Geld damit verdienen.
Sancta Simplicitas!
Werbung wie die für die Altersvorsorge der Dresdner Bank wollen wir nicht sehen: Kommt ne hübsche Bildungsbürgergattin nach Haus und will nach Sylt. Ihr Macker steht in der Bude an einem Flip-Chart und kritzelt darauf herum. Gestresst sagt er, das mit Sylt werde wohl nix, denn er müsse doch an die gemeinsame Altersvorsorge denken. Wie es der Zufall so will – that's life – hat seine Schnalle bereits all das bei der Dresdner Bank erledigt. Ohne den Herrn des Hauses zu fragen. Aber egal, er hat sie ja auch nicht gefragt, ob es ihr etwas ausmacht, sich an diesem Wochenende ausnahmsweise mal nicht den Wanst bei Gosch vollzuhauen. Bei Bildungsbürgers wird wohl nicht miteinander geredet. Na Wurscht, jedenfalls ist am Ende ja alles geritzt. Zum Glück geht's doch noch auf nach Sylt. Wär ja auch ne Katastrophe gewesen, wegen so einer läppischen Altersvorsorge auf die schmackhaften Pony-Piccolos zu verzichten!
Die Werbung von Maggie ist schon immer ziemlich aufdringlich gewesen. Nach der Drehscheibe (eine der
wenigen Sedungen Nachmittags in den 80-gern kam immer 10 Minuten Maggie Kochstudio, in der
Super-Hausfrauen in Eibauküchen Pulver-Wasser-Fleischgericht zubereiteten und dabei unheimlich
kompetent wirkten.
Heutzutage gibt es da eher die junge, unkomlizierte Sekretärin und ihre Freundin die Zahnarzthelferin die
sich nach dem Probieren schwören »Das machen wir mal wieder«.
Und dann geht der völlig durchgeknallte Chor los:
"Mit Maggie macht das kochen Spaaß,
MaggieMaggieMaggie"
Das ist seelische Grausamkeit!
Ach ja, die Werbung. Lang lebe der ruhmreiche Kapitalismus, der uns in das Neonglitzerwunderland führt. Aber wozu das ganze? Mehr und mehr sinnlose Arbeit verrichten, um Geld zu verdienen, das man dann für mehr und mehr sinnlose Kinkerlitzchen ausgibt? Mehr und mehr Ressourcen für nichts und wieder nichts verschwenden?
Komisches System.
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