90er
Bewertung: 5 Punkt(e)es ist sogar sehr wichtig, dass die 90er zu ende sind. ich haette nicht einen atemzug laenger die Luft der 90er mit den Menschen der 90er teilen wollen!
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 76, davon 75 (98,68%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 33 positiv bewertete (43,42%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 361 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,632 Punkte, 24 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 26.1. 1999 um 23:48:39 Uhr schrieb Alvar über 90er |
| Der neuste Text | am 28.9. 2025 um 15:25:36 Uhr schrieb Haplo über 90er |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 24) |
am 28.9. 2025 um 15:25:36 Uhr schrieb
am 26.3. 2008 um 00:28:20 Uhr schrieb
am 1.3. 2003 um 18:42:35 Uhr schrieb |
es ist sogar sehr wichtig, dass die 90er zu ende sind. ich haette nicht einen atemzug laenger die Luft der 90er mit den Menschen der 90er teilen wollen!
welch ein großes jahrzehnt für den freund der buchstaben! denn, der eine oder andere weiß es eventuell noch garnicht, just zu beginn dieser dekade ersann ich in meinem gartenhäuschen die formen der wunderbaren schrift 'rotis'. ein paar junge hüpfer denken vielleicht: 'nanu, was redet der da? gibt es denn überhaupt eine andere schrift auf der welt?' nun ihr lieben, ihr könnt es ja nicht wissen. vor meiner ohne übertreibung genialen eingebung waren in der tat auch andere schriften im gebrauch, deren namen sind mir jedoch entfallen. aber wer wird's mir übelnehmen? nach dem tod vergißt man eben das eine oder andere detail.
Ich machte einmal eines Sommers einen Spaziergang im kühlen Wald.
Als ich dann während des Wanderns in einen dunklen eichengesäumten Hohlweg kam, hörte ich etwas, hoch über mir, fast als ob jemand in den Baumwipfeln kichern würde, dann fiel ein feiner Staub auf mich, Sägespänen gleich, und ich musste sofort niesen. Da sah ich nach oben, und ich mochte meinen Augen kaum trauen: hoch oben im Baumwipfel saß der Neger Meier auf einem Ast und kicherte.
»Ho, Neger Meier, was tust du denn da so hoch oben in der Baumkron'?« rief ich ihm zu. Er erschrak sich offenbar, denn es sah so aus, als ob er fast von seinem schwindelhohen Ast gefallen wäre.
»Himmel, Georg, mußt du mich denn so erschrecken?!« rief er.
»Du siehst doch, daß ich hier oben an der Arbeit bin. Leicht hätte ich hinabfallen können, von meinem hohen Aste, und dann wäre es aus mit mir gewesen!«.
Da wunderte ich mich nun. Ich fragte ihn: »Was machst du denn da oben, Neger Meier? Es muss sehr gefährlich sein, dort auf dem schmalen Ast!«.
Er darauf: »Siehst du nicht, du Narr, ich SÄGE!«.
»Du SÄGST? Neger Meier, du SÄGST?«.
»Ja, ich will den Baum hier Fällen!«
Ich sah etwas genauer hin. Der Neger Meier sägte doch tatsächlich mit einer Laubsäge an dem schwindelhohen Ast auf dem er saß.
»Neger Meier!!! Bist du des Wahnsinns?!! Du sägst doch an dem Ast auf dem du sitzt, Neger Meier! Tu das nicht! Das wird bös enden!«
Der Neger Meier hielt kurz inne, und sah nach unten um mich zu schelten: »Ei, einfältiger Kindesverstand! Wie soll ich den dicken Baum sonst fällen, so dick und stämmig wie er ist. Und ich habe nur diese Kleine Laubsäge. Also denke ich mir, «Neger Meier, sei schlau! Finde die schwächste Stelle am Baum, und säg ihn dort entzwei!» Gedacht getan, und ohne langes zögern sah ich, daß die Äst, welche den Baum aufrecht halten, hier hoch droben am dünnsten sind. Deshalb bin ich nun am sägen!«
»Aber Neger Meier! Das ist doch töricht! Denkst du, der Baum wird umfallen, wenn du erst den Ast abgesägt hast, und der Ast bleibt mit dir in der Luft stehen???«
Der Neger Meier überlegte kurz. »Natürlich!«
»Aber Neger Meier, auch wenn es so wäre, wie kommst du denn dann wieder von deinem Ast hinunter, der dann doch so hoch oben in der Luft steht, ohne einen Baum, an dem du wieder hinuntergelangen könntest?«
Der Neger Meier hielt die Hand an die Stirn und stöhnte. »Oh Himmel, dieser Narr! Siehst du nicht das Seil, daß ich hier festgebunden habe am Ast?! Daran werde ich mich nach getaner Arbeit hinunterlassen!«
Tatsächlich hatte der Neger Meier ein dickes Seil um den Ast geschlungen, das nun noch aufgerollt auf dem Ast lag.
Mir war recht bange. »Eine Torheit«, dachte ich bei mir, »das mag bös' enden!«
»Aber Neger Meier...« rief ich, doch er beschied mich nur mit finsterem Blick, und hieß mich, während er seine Arbeit verrichtete still zu sein, daß er nicht der Ablenkung halber aus dem Gleichgewicht käme, und die etwa dreißig Meter zu Boden fiele, denn das, so der Neger Meier, wäre gewiß sein Ende.
Ich mochte kaum zusehen, aber der Neger Meier ließ sich ja nichts sagen. Ich biss die Zähne zusammen, und plötzlich, der Ast auf dem der Neger Meier saß gab schon seit geraumer Zeit bedenklich nach, gab es ein Krachen als das dünne Sägeblatt sein Werk endgültig verrichtet hatte, und, ich mochte es kaum glauben, der Baum neigte sich nach hinten und fiel unter großem Getöse ins Blattwerk.
Während ich mir noch die Augen rieb, glitt der Neger Meier mit der Laubsäge zwischen den Zähnen an dem am nunmehr freischwebenden Ast befestigten Seil zum Boden hinunter. Als er angekommen war klopfte er sich die Sägespäne von der Hose.
»Das gibt heut mächtig viel Holz« sagte er, und rieb sich die Hände.
Nachdem der Neger Meier den Baumstamm zerlegt und abtransportiert hatte, stand ich noch eine Weile lang im Wald und staunte.
die 90er sind, oder waren muß man schon sagen,das Jahrzehnt des moralisch akkzeptierten Egoismus und der bewußten Zuwendung zum Hedonismus.
Was schert mich die Welt?
Ich will Party!
Die 90er Jahre waren das erste Jahrzehnt, das ich als Erwachsene wirklich bewusst erlebt und erfahren habe. Es wird dadurch weder besser noch schlechter, ist mir höchstens etwas besser in Erinnerung, weil näher dran - aber eigentlich auch nur selektiv, weil ich einzelne Jahre oder teilweise auch eine kleinere Ansammlung von mehreren Jahren mehr oder weniger verdämmert habe. Die Jahre von 1990 bis 1994 sind für mich EINE »Ära«, danach stückelt es sich etwas, und ich wäre keineswegs in der Lage, zu jedem Jahr auf Anhieb ein populäres Musikstück oder DEN »Sommerhit« zu nennen. Aber insgesamt waren die 90er die Zeit meines persönlichen Erwachens in Sachen Computer und WorldWideWeb und die Zeit ab Anfang 2001 die Zeit des wilden weltweiten Datings und der kontinentumspannenden Synchronaffären/liebschaften.
im großen und ganzen betrachtet waren die 90er eine einzige enttäuschung. in 23 jahren kommt bestimmt ein schickes revival, doch das ist mir jetzt schnuppe.
das war so ein übergangsjahrzehnt; historisch und entwicklungsgeschichtlich und politisch und überhaupt sicherlich UNGEHEUER wichtig, doch für den einzelnen armen sünder unter den strengen augen des herrn manchmal unerträglich langweilig.
immer retro half auch nicht weiter.
ich freue mich auf 2001; da kann sich schon wieder was tun!
| Einige zufällige Stichwörter |
PalleMikkelborg
Lebenszeit-Verschwendung
Absonderungen
Navi
Tennisspieler
|