Schauspieler
Bewertung: 2 Punkt(e)Früher habe ich viel Theater gespielt (natürlich nicht professionell), und deshalb kenne ich immer noch viele Schauspieler. Nette Leute, lustige Leute, mit denen es nie langweilig wird. Aber im Rudel unerträglich.
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| Der erste Text | am 2.2. 2000 um 23:18:39 Uhr schrieb DJ Ludwig über Schauspieler |
| Der neuste Text | am 21.9. 2025 um 08:33:37 Uhr schrieb Gerhard über Schauspieler |
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am 5.10. 2009 um 17:15:58 Uhr schrieb
am 23.3. 2008 um 23:14:22 Uhr schrieb
am 16.10. 2003 um 21:55:02 Uhr schrieb |
Früher habe ich viel Theater gespielt (natürlich nicht professionell), und deshalb kenne ich immer noch viele Schauspieler. Nette Leute, lustige Leute, mit denen es nie langweilig wird. Aber im Rudel unerträglich.
Wie der Schauspieler sich auf der einen Seite der Courtisane annähert (ich denke hier an die Eroberung der Beute), so ist er auf der anderen aber auch dem Dichter verwandt. Wie diesem gelingt es dem Schauspieler, durch Talente der seltensten Art die allgemeine Gunst zu erlangen. Vergessen wir aber nicht, daß, abgesehen von der natürlichen und selbst der künstlichen Schönheit, bei allen diesen Wesen ein Idiotismus des Metiers sich findet.
Weil ich so schüchtern bin habe ich einen ganzen Batzen Persönlichkeitsmuster, hinter denen ich mich verstecken kann. Ich brauche weniger als zwei Stunden Beobachtungszeit, um die oberflächlichen Verhaltensweisen, das Auftreten, die Art zu sprechen eines Menschen zu kopieren. Ich kann komplette Sätze in allen Fremdsprachen nachdem ich sie einmal gehört habe mit der gleichen Betonung wiederholen. Egal ob ich verstehe, was ich da sage, außerdem noch akzentfrei. Auswendig lernen dauert auch nicht besonders lange. Ich wäre wirklich eine großartige Schauspielerin, wenn ich nur nicht so schüchtern wäre.
Ich wurde zu einem Casting eingeladen.
Oh Gott.
Was, wenn die mich nehmen ?
Man wird, trotzt meiner lächerlich kleinen Komparsenrolle, auf mich aufmerksam werden.
Grössere Rollen werden folgen.
Noch grössere.
Hauptrollen. In deutschen Produktionen.
Eine davon läuft zufällig gerade, als sich Steven Spielberg während eines Deutschlandaufenthaltes in seinem Münschner Hotelzimmer auf der suche nach nackten Weibern willenlos durchs Kabelfernsehen zapped....
Anruf bei meinem Agenten am nächsten Morgen.
Eine Woche später Ankunft in Hollywood.
Abendessen mit Spielberg, Penelope Cruz und Arnold Schwarzenegger. Arnie ist eigentlich ganz nett, spricht aber ein fürchterliches Deutsch...
Penelope macht ein klasse Frühstück.
Und ist auch sonst ganz lieb.
Aber nicht die Einzige, die mich will.
Stress.
Während der Dreharbeiten zu meinem neuen Film wird Robert de Niro von der Produktionsfirma zu meiner persönlichen Belustigung abgestellt und Dustin Hoffman darf mich durch L.A. kutschieren.
Obwohl ich regelmässig einen Grossteil meiner Gage für wohltätige Zwecke spende, wächst mein Vermögen ebenso wie meine Popularität ins Unermessliche.
Nachdem ich etliche Filme gedreht habe und alle Hollywoodschönheiten mit geschlossenen Augen am Geruch erkennen kann, schlägt mir Arnie, der aus Altersgründen nicht mehr kandidieren will, vor mich als Gouverneur von Kalifornien zur Wahl zu stellen.
Das Erlangen der amerikanischen Staatsbürgerschaft ist eine sache von 1 Stunde, da der amerikanische Präsident dies telefonisch für mich erledigt.
Während meiner Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien blüht das Land auf.
Die Wirtschaft wächst, die Umwelt regeneriert sich und die Arbeitslosigkeit geht gegen null.
Nachdem man die Verfassung geändert hat, werde ich Präsident der U.S.A.
Und bei meiner Vereidigung von einem Vollkretin erschossen.
Ich glaube, ich sollte nicht zu diesem Casting gehen.
In der vierten Klasse war ich Baum bei »Rotkäppchen«.
Jetzt müsste ich irgendwas von vielversprechenden Karrierechancen schreiben und ich hätte bei der Schauspielerei bleiben sollen, dann wär' ich jetzt reich... aber das erwartet ihr ja nur - ich war sowieso ein schlechter Baum, ich hab' mich andauernd bewegt.
Ich mag sowieso keine Bäume.
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