| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
159, davon 156 (98,11%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 41 positiv bewertete (25,79%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
596 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,101 Punkte, 70 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 6.5. 1999 um 11:57:36 Uhr schrieb Rave
über Vernunft |
| Der neuste Text |
am 7.5. 2022 um 16:36:43 Uhr schrieb Bettina Beispiel
über Vernunft |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 70) |
am 4.4. 2011 um 11:45:17 Uhr schrieb mrcookie über Vernunft
am 3.2. 2012 um 14:18:46 Uhr schrieb Schmidt über Vernunft
am 12.10. 2002 um 21:02:54 Uhr schrieb biggi über Vernunft
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Vernunft«
Rave schrieb am 6.5. 1999 um 11:57:36 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Hinderliches Psychodingens, welches die Interaktion zwischen Menschen eher verkompliziert, als das sie hilft. Im Ernstfall, d.h. wenn die Vernunft wirklich nötig wäre, dann wendet man sie eh nciht an, sondern beharrt stuhr auf seinem Standpunkt und streitet lieber.
Suchender schrieb am 27.10. 2001 um 11:56:30 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Vernunft ist dann ein absoluter Wertmaßstab, wenn sie nach den Grundsätzen der Objektivität, Reliabilität und Validität
arbeitet. Das gilt jedoch nur für den naturwissenschaftlichen Bereich, nicht aber im Biotop »Erde« und auf keinen Fall in der dort
eingebetteten menschlichen Zivilisation. Hier stehen sich autonome Systeme - Einzelmenschen - gegenüber, die alle ums
bestmögliche Überleben kämpfen. Verhaltensweisen, die alle Menschen subjektiv als richtig ansehen, also wissenschaftlich
objektiv richtig wären, sind trotzdem falsch. Z. B. Auto fahren. Da die Schulen nur wissenschaftliche Vernunft lehren, stehen wir
alle hilflos da.
Ich will damit sagen, dass das Verhalten, welches alle Menschen als vernünftig ansehen noch lange nicht vernünftig für die
Gemeinschaft oder gar die Natur sein muss. Vernunft als Handlungsmotiv ist daher im Gegensatz zur klassischen Philosophie
nur bedingt geeignet. Was alle tun wollen, muss nicht wahr sein. »Esst Scheiße, 10.000e Fliegen können nicht irren!«
Aber was ist richtig in dieser komplexen Welt? Sicher jene Handlungen, die geo-vernünftig sind. Sie schützen in jedem Falle
auch die Menschheit. Dem Einzelmenschen können sie oft weh tun. Was aber gemeinschafts-vernünftig (common-reasonable)
ist, muss nicht geo-vernünftig sein. Z. B. Arbeitsplätze in der Chemie. Eine Entscheidungshilfe könnte so aussehen:
Menschengruppen:
GEO-
vernünftig
unvernünftig
Naturvölker, arme, behinderte, ungebildete Menschen, echte
Naturschützer
Profitjäger, schrankenlose Konsumierer, wirtschaftlich
Erfolgreiche
EGO-
vernünftig
unvernünftig
wohlhabende, gebildete, bewusst lebende, zufriedene Menschen,
weil richtige Erwartungshaltung bezüglich eigener Person
arme, geistig dumpfe Menschen mit zu großer
Erwartungshaltung bezüglich eigener Person
Aktionen:
GEO-
vernünftig
unvernünftig
Reparieren, Recyceln, Einschränken,
Alternativlösungen
Neuanschaffen, Energie und Resourcen verschwenden, Bedürfnisse
schüren (Werbung)
EGO-
vernünftig
unvernünftig
Einsatz aller Mittel zur Lebensverbesserung wie Technik, Gewinne
maximieren, Globalisierung, Rationalisierung usw.
Verzicht auf die Vorteile durch Technik und Wissenschaft,
mangelnde Fähigkeiten zum Einsatz des Fortschrittes
Versuchen wir, unser Umfeld nach dem Schema zu analysieren. Es ist schwierig, aber nur Mut. Auffallend ist, dass sich geo-
und gemeinschafts-vernünftig meistens nur jene Menschen verhalten, die zu schwach sind, die Natur oder die menschliche
Gemeinschaft zu bedrohen. Es gibt aber zwei Ausnahmen: Die Unternehmer helfen der menschlichen Gemeinschaft, bedrohen
aber die Natur. Die bewaffneten Kämpfer am Balkan und in Afrika bedrohen die Gemeinschaft, verschaffen aber durch
Lähmung der Wirtschaft der Natur Entspannung. Das ist durchaus logisch. Jeder Mensch als autonomes System möchte am
liebsten die Welt beherrschen. Ist er dazu zu schwach, dann findet er sich auch mit dem bloßen Überleben ab.
Das alles bedeutet, wenn wir nicht begreifen was in unserem Gehirn läuft, dann werden wir - wie schon geschehen - von
geschickten Führern entmündigt oder von Sozial- und Naturkatastrophen in die Ohnmacht zurückgeworfen. Wie konkret die
Bedrohung schon geworden ist, sehen wir nicht nur in den Krisenherden sondern oft am Zerfall der sozialen Ordnung
(Arbeitslosigkeit, Scheidung, Erziehungs- und Drogenprobleme usw.) in nächster Nähe.
Elvis schrieb am 13.6. 2000 um 21:18:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Früher, als ich noch klein(er) war, dachte ich immer, die »Großen« seien alle vernünftig. Das legte sich irgendwie mit der Zeit, da ja auch z.B. Diktatoren und sonstige Verbrecher in mein Welt-Erklärungsmodell eingefügt werden mußten. Dann kam die Zeit (das war noch vor Beginn meines Studiums), da dachte ich, Studenten wären schlaue Leute. Also intelligenter als der Durchschnitts-Aso, sozial kompetent, und so Sachen. Das hat sich nun mittlerweile auch erledigt. Na, mal schauen, was als nächstes passiert.
mondenkind schrieb am 18.6. 2003 um 13:26:20 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
«[...] Ach ihr vernünftigen Leute! rief ich lächelnd aus. Leidenschaft! Trunkenheit! Wahnsinn! Ihr steht so gelassen, so ohne Teilnehmung da, ihr sittlichen Menschen! scheltet den Trinker, verabscheut den Unsinnigen, geht vorbei wie der Priester und dankt Gott wie der Pharisäer, dass er euch nicht gemacht hat wie einen von diesen. Ich bin mehr als einmal trunken gewesen, meine Leidenschaften waren nie weit vom Wahnsinn, und beides reut mich nicht: denn ich habe in meinem Masse begreifen lernen, wie man alle ausserordentlichen Menschen, die etwas Grosses, etwas Unmöglichesscheinendes wirkten, von jeher für Trunkene und Wahnsinnige ausschreien musste. [...]»
«[...] Aber auch im gemeinen Leben ist’s unerträglich, fast einem jedem bei halbwegs einer freien, edlen, unerwarteten Tat nachrufen zu hören: der Mensch ist trunken, der ist närrisch! Schämt euch, ihr Nüchternen! Schämt Euch, ihr Weisen! [...]»
aus «Die Leiden des jungen Werther», von J. W. Goethe
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