Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Farbe«
Beteigeuze schrieb am 10.8. 2000 um 15:59:54 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Rot werde ich, wenn du mich Dinge fragst, die kaum jemand einen anderen zu fragen wagt.
Blau war ich nun in deiner Gesellschaft zweimal, und dennoch habe ich Zurückhaltung geübt. Das zeigt dir meinen Respekt vor dir. Hoffe ich. Oder erhöht es nur den Reiz der Jagd?
Grün ist die Hoffnung, sagt man. Nun, ich hoffe noch immer. Und in den nächsten Monaten werde ich wohl die Hoffnung weiterhin nähren, obwohl ich dir auch den Rücken hätte kehren können, und jedermann hätte es verstanden. Ich weiß nicht, was besser wäre, doch ein Tag am Schreibtisch ohne die Gelegenheit aufzublicken und ein Lächeln zu erhaschen, wäre mir doch zu trübselig vorgekommen.
Gelb ist die Eifersucht. Aber auch das Licht der Sonne, ein warmes Gelb, das die Seele wärmt. Ich ziehe das Sonnengelb vor.
errero schrieb am 5.5. 2001 um 21:06:19 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
farben sind klänge auf einer anderen frequenz-oktave. momentan trage ich ein hemd in g-dur, bitonale hosen (cis-dur/g-moll) und zwölftonsocken.
Lexi schrieb am 19.11. 2000 um 16:55:31 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Wenn wir uns Gegenstände anschauen und ihnen eine Farbe zuordnen, sind wir uns meistens einig. Gras ist grün, Schnee weiß, der Himmel manchmal blau, eine Ampel, die das Weitergehen oder -fahren verbietet, ist rot. Sehen wir dabei aber alle dieselbe Farbe? Oder hat ein anderer Mensch, der Gras betrachtet, vielleicht den Farbton im Auge, den ich bei einer Sonnenblume erfahre? Daß wir Farben die gleichen Namen geben, leuchtet mir ein - grün ist grün, so wie wir es sehen. Sehen wir dasselbe? Wenn mir jemand diese Frage beantworten kann, wäre ich dankbar.
mcnep schrieb am 9.1. 2006 um 18:54:08 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Der vielleicht schlimmste Tag nach K.s Tod war der Tag, als ich meinen Führerschein zurückbekam. Ich fuhr, erst mit Bangigkeit, dann mit wachsender Begeisterung im gänzlich unvertrauten neuen Auto, fuhr nach Mettmann zur Familie, kaufte endlich wieder Getränke in rucksacksprengender Menge, fuhr mit den Hunden an den Rhein, gondelte zum Warmwerden noch ein wenig weiter durch den Düsseldorfer Norden, das Radio fröhlich überbrällend... Es war ein schöner, befreiter Tag. Es war, als ob die Farbe wieder in mein Leben getreten sei. Aber eine Farbe fehlte. Und eine fortgelassene Farbe genügte, um das Bild gänzlich fremd erscheinen zu lassen, dagegen war das Schwarzweiß der Vormonate schon gewohnter Alltag geworden.
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