Entscheidung
Bewertung: 8 Punkt(e)Das Problem bei einer Entscheidung ist meist nicht, sich für das eine zu entscheiden, sondern gegen alles andere, auf das man dann verzichten muß.
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| Der erste Text | am 16.11. 1999 um 20:20:19 Uhr schrieb Pu der Bär über Entscheidung |
| Der neuste Text | am 31.10. 2024 um 14:07:22 Uhr schrieb schmidt über Entscheidung |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 34) |
am 3.5. 2003 um 21:21:15 Uhr schrieb
am 5.3. 2019 um 20:12:33 Uhr schrieb
am 12.3. 2004 um 11:31:54 Uhr schrieb |
Das Problem bei einer Entscheidung ist meist nicht, sich für das eine zu entscheiden, sondern gegen alles andere, auf das man dann verzichten muß.
Die Entscheidungen die ich gegen mein Gefühl treffe sind falsch. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Es kann sogar sein das sie vom sogenannten objektiven Standpunkt aus richtig scheinen, da aber eine Identifikation durch das Gefühl richtig entschieden zu haben fehlt, ist das ganze Grütze.
Eine »objektive Fehlentscheidung« die ich fühlen kann, ist meiner Verantwortung näher, als die objektiv richtige Entscheidung die ich gegen mein Empfinden getroffen habe:
Eine tiefergehende Identifikation findet nämlich nicht statt.
in meinem zimmer ist es kalt.
wenn man den kaffee nicht auf einmal austrinkt ist er kalt.
so kalt wie mein zimmer. meine nase läuft. über den tisch.
dann geht sie. sie sagt kein wort. ich glaube sie ist sauer.
ich habe sowieso nie richtig luft durch sie bekommen.
jetzt habe ich ein loch im gesicht. das ist praktisch.
man kann viele sachen darin verstecken.
wenn man sich aus knete eine nase formt,fällt es keinem auf.
ich glaube die drogenmafia arbeitet auch so.
aus dem loch beginnt eine eigenartige masse zu laufen. mein gehirn.
es liegt vor mir und denkt. dann geht es.
mein kopf ist leicht. ich lege mir einige gewichte hinein.
sie machen geräusche, wenn ich meinen kopf bewege.
ich kann nicht denken bei dem lärm. ich nehme sie wieder heraus.
ich lege einen taschenrechner hinein.
dann kann ich wenigstens rechnen.rechnen ist wichtig.
man muß immer mit allem rechnen.
ich habe auch eine sprechplatte dazugelegt.
jetzt singe ich immer backe, backe kuchen.
aber kuchen backen kann ich nicht.
ich weiß gar nicht, was ein kuchen ist.
ich sitze da und singe. und rechne.
ich merke nicht einmal, daß ich mich langweile.
dann ist mein gehirn wieder gekommen. ich freue mich.
ich muß nicht mehr singen. den taschenrechner lasse ich im kopf.
er ist praktisch. ich gehe meine nase suchen.
ich habe angst vor der mafia.
die nase sitzt vor der tür. sie hat auf mich gewartet.
jetzt bekomme ich wieder schlecht luft.
aber dafür werde ich nicht umgebracht. man muß sich entscheiden.
jeden tag muß man sich entschieden. das fängt schon mit den socken an.
deshalb tragen viele menschen ihre socken so lange.
menschen entscheiden sich nicht gerne.
ich glaube politiker verdienen deshalb soviel.
sie müssen sich andauernd entscheiden.
der bundeskanzler kann nicht tagelang mit denselben socken herumlaufen.
ich habe meine socken sogar nachts an.
aber nicht weil ich mich morgens nicht entscheiden kann,
sondern weil es hier so kalt ist.
ich verdiene nämlich nicht soviel geld wie der bundeskanzler.
Ich muß eine Entscheidung treffen, und ich kann das nicht mehr vor mir her schieben.... aber ich habe Angst davor, denn das wird sich auf mein ganzes nachvollgendes Leben auswirken.
Es ist nicht immer leicht, zu sagen, was richtig ist....aber ich muß es tun, auch wenn es falsch ist.
Ich wünschte, mir würde jemand diese Entscheidung abnehmen, aber das kann niemand...
Das Leben ist wie ein verzweigter Baum. Es beginnt unten am Stamm, nahe dem Erdboden, und wandert langsam nach oben. Und jede Entscheidung, wenn sie auch noch so klein und unbedeutend scheint, lenkt das Leben in eine andere Bahn. Ein anderer Zweig wird betreten. Irgendwann dann ist man am Ende eines kleinen Zweiges angelangt, und das Leben ist vorüber... Es gibt viele Möglichkeiten, das Leben zu verändern und andere Wege einzuschlagen.
Also mit Entscheidungen hab ich ein echtes Probelm. Entweder man entscheidet sich für was oder gegen was, aber wenn mir beide Möglichkeiten nicht gefallen fang ich an über eine dritte Möglichkeit nachzudenken und dann kan es mit der Entscheid ziehlich lange dauern. Irgendwann komm ich dann zu dem Punkt wo ich genug drüber nachgedacht hab. Dann hab ich entweder ne gute Lösung oder ich hab einfach kein Bock mehr und entscheide mich einfach für das was mir gerade in den Sinn kommt.
Was auch helfen soll: wenn man den Entscheidungskreterien Plus- und Minuspunkte gib (ja, genau wie hier im Blaster) und sich dann dafür entscheidet was am meisten Pluspunkte hat.
Ist wohl das Vernünftigste, da man es ja sowie so nie allen recht machen kann.
Entscheidungen werden viel zu selten aus dem Bauch getroffen. Meistens weiß man doch instinktiv, was man will. Vielleicht sagt die Vernunft etwas anderes. Aber dann ist man oft mit der Entscheidung hinterher nicht zufrieden.
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