morgen
Bewertung: 5 Punkt(e)Morgen ist nur Illusion. Denn bald schon wird heute daraus. Dinge, die mit dem 'Morgen' verknüpft sind, treten nie ein
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| Der erste Text | am 13.1. 1999 um 20:38:16 Uhr schrieb Alvar über morgen |
| Der neuste Text | am 3.4. 2026 um 21:39:57 Uhr schrieb Pasolini über morgen |
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am 9.8. 2003 um 10:41:19 Uhr schrieb
am 17.8. 2007 um 00:07:03 Uhr schrieb
am 9.2. 2009 um 18:58:44 Uhr schrieb |
Morgen ist nur Illusion. Denn bald schon wird heute daraus. Dinge, die mit dem 'Morgen' verknüpft sind, treten nie ein
Eines Morgens ging im Abendland die Sonne auf und sprach breit:
Es sei.
Da warf sich der ganze junge Morgen ans Haus, schmiß sich mit unglaublicher Überzeugungskraft zwischen Hauptstraßen, Kantonsstraßen, Nebenstraßen, Quartierstraßen, überflutete die Stadt mit toller Wucht, rollte Wonne aus, warf wollüstig Wellen, kraulte Lichtkringel, Lichtspiralen, ließ reine Verliebtheit durchblicken, setzte der Stadt eine goldene funkenbesetzte Krone auf.
Gezeter.
Zaus.
Rasch war der Nacht der Garaus gemacht.
Bedenken verflogen im Nu.
(Aus: Peter Weber, Der Wettermacher)
morgen gehe ich zum chef und hole meine Bestätigung zur endlichen ferienzusage ab. wenn das nicht klappt, gehe ich nach Hause und mache einen Monat Blau. Zum Glück kann ich mir das leisten, weil ich die fleissigste, kommunikativste und wissensbegabteste Mitarbeiterin vom Kader bin.Mit einem Lächeln auf den Lippen warte ich bis endlich der heissbegehrte Chefsessel frei wird. Wenn nicht, hat man heutzutage gute Möglichkeiten dem nachzuhelfen. Ich möchte nicht sagen, dass ich diese Sesselkleber anmobben will, aber sicher kein schlechte Gedanke.Wie wäe das schön, eine fünfstellige Monatssumme ohne schlechtes Gewissen auf dem Bankkonto zu haben, mir alles zu kaufen und meinen zwei Jahre verspäteten Ferrari mit eigenem Mechaniker.. zu fahren.
Was ich auch nicht unterlassen könnte, einen Abstecher nach B. und dort gewissen Leuten eine leichte lektion erteilen, wo sie sicher noch nach jahren davon sprechen werden . Dann kann ich meinen Schatz ablösen und öfters mal nach süden fahren zum Beispiel so übers verlängerte Wochenende um ein wenig zu seiner Luxusvilla zu schauen. Irgendjemand muss ja in der schweiz auch zum rechten schauen, und das überlass ich ihm. So ungefähr in zehn Jahren kann ich mich dann Tag und Nacht in einem kleinen Oertchen mir zum Frühstück täglich einen Carachillo gönnen und denken, »na mein Alter, wann kommst du wieder mal in den Süden?« Aber sein traum wird meine Wirklichkeit, und er kann weiterträumen.
Vielleicht gibt es ab und zu mal eine heisse Romanze aber mein Typ in der Schweiz intressiert mich dann nicht.
Es ist sehr seltsam von »Morgen« zu sprechen, weil es doch weitreichend bekannt ist, dass es in der Stadt nur einen einzigen Tag gibt, der in einer Endlosschleife läuft. Ein Tag, der nicht beginnt und nicht endet. Manchmal hat dieser Tag komische Launen oder lässt sich einfach gehen, es wird dann heller, dunkler, kälter, wärmer, aber im Grunde es der selbe Tag, der sich ewig in verschieden großen Kreisen quält. Aus einem unerfindlichen Grund, setzt man dann aber Grenzen, man benennt die Launen, man sagt: »Ein neuer Tag«, man weist diesen erfundenen Grenzen, zu allem Überfluss noch Wörter und Zahlen zu. Sie bedingen auch nicht mehr den Tag, sondern umgekehrt. Ein Dilemma. Ob sich der Tag dessen bewusst ist ? Ob er irgendwann aufhört sich zu quälen ? Und was passiert dann mit den vielen »neuen Tagen« ?
eine ewigkeit voller
sonnenscheine in
momentaufnahmen
aneinandergereiht
wie lange schon
die letzten tage wie
oft habe ich barfuß
deine hürden durchdacht
in die nacht verzweifelt
eine ewigweit
veratmete deine wärme
du
ich bin doch nur
erinnerung am
morgen
Morgen ist einfach ein neuer Tag.
Das war jetzt ironisch, denn morgen kann viel passieren. Eine Feier. Eine Beerdigung. Man sieht seinen Schatz wieder. Hat ein Vorstellungsgespräch. Muss einkaufen gehen. Hundert Sachen sind zu erledigen. Vielleicht geht man auch nur zur Arbeit. Immer gibts was zu tun. Immer gibts ein morgen...
morgens mit dem nachtzug durch leere Bahnhöfe fahren, das ist wunderbar, alles ist unverbraucht und mit dem neuen licht kommt neue kraft, neue hoffnung. zugfahren ist auch so schon wunderbar, weil man da völlig losgelöst ist von raum und zeit, in einem schuhkarton durchs all, zwischen abfahrt und ankunft, und wenn man dann über die leeren bahnhöfe kommt, den fahrtwind noch im gesicht, ist man unbesiegbar glücklich :)
Morgen ist ein schoenes Wort. Es bedeutet naemlich, dass irgendetwas nicht heute getan werden muss. Bei meinem Praktikumsaufenthalt auf Kreta habe ich gelernt, was Morgen bedeutet. Denn hier wird Alles auf morgen verschoben, getreu dem Motto: »Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe lieber auf morgen«
morgen werde ich miesmuscheln essen, sagte sie zu sich selbst und biß herzhaft in ihre lederwurst. die schmeckte allerdings nach reiterpisse und so spuckte sie schnell alles wieder aus. sie traf mit der ausgespieenen lederwurst UdoUlfkotte. da der ihr zukünftiger chef sein würde, hatte sie sich den weg zu ihrem traumberuf für immer verstellt.
6w-akw
»Morgen!«
»Guten ähm... Abend«
»Was wir haben Abend?«
»Aber ja! Im Fernsehen sagen sie es.«
»Aber es ist hell draussen, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, genau wie morgens.«
»Aber die Nachrichten kommen doch.«
»Komisch...«
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