Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 41, davon 26 (63,41%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 23 positiv bewertete (56,10%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 7.2. 2018 um 16:09:57 Uhr schrieb
cato\PIA über Mora
Der neuste Text am 6.6. 2023 um 08:08:54 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Mora
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 2)

am 12.5. 2021 um 20:00:31 Uhr schrieb
Christine über Mora

am 6.6. 2023 um 08:08:54 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Mora

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Mora«

cato\PIA schrieb am 1.4. 2018 um 17:56:59 Uhr zu

Mora

Bewertung: 2 Punkt(e)

Beim Abendessen mischen wir Dauergäste des Hotels Excelsior uns unter die immer wieder neu Angekommenen. Ich sehe wie Yael und Timna zwischen den vielen Erwachsenen mal hier mal dort hindurchschlüpfen denn sie haben exakt dieselben Vorlieben und nehmen sich von den reichlich beladenen kalten und warmen Buffets. Auch wohnen sie gemeinsam auf № 213. Nach dem Essen erst wenn es schon dunkel ist sind wir Dauergäste beisammen auf dem Balkon der alle unsere Zimmer verbindet und schauen hinüber zum Hafen und hinaus aufs Meer. Mal fehlt diese mal fehlt jener gestern aber waren wir vollzählig bis auf Lion der bald nach unserer Ankunft auf Mora weiterzog und der nun auf der Nachbarinsel Borgen seinen Geschäften nachgeht. Nuo Líng übrigens von № 211 zieht es vor in № 210 zu wohnen und in Lions Bett zu schlafen. Sogar Johnny der Ex-Guerillero war zugegen der gar nicht im Excelsior wohnt überhaupt habe ich ganz vergessen ihn zu fragen wo er eigentlich untergekommen ist. Jedenfalls saßen wir auf dem Balkon beisammen etwas abseits von den andern und Johnny hatte die Beine auf das Balkongeländer gelegt ganz wie es auch Nuo Líng gerne tut. Immer wieder muss ich denken dass Nuo Líng wenn er richtig erwachsen ist ganz wie Johnny aussehen wird der auch so schlank ist und das schwarze Haar ganz lang trägt und auch leidenschaftlicher Reiter ist. Jedenfalls war Johnny ganz ungläubig und fassungslos als ich so nebenbei berichtete wie ich zusammen mit Tulon oben im medizinischen Zentrum in heißem Schwefelwasser gebadet habe und wie gut wir uns unterhalten haben und wie wir nach dem Bad gemeinsam den Krater hoch und ein ganzes Stück ins Kraterinnere geklettert sind. Denn Tulon ist ein Kriegskamerad von Johnny der vor nicht langer Zeit aus einer Gefangenschaft befreit wurde und der seitdem kein Wort mehr spricht. Johnny erklärte mir dass er als Tulons bester Freund mit ihm die größten Schwierigkeiten hatte ihn zur Ausreise nach Mora zu bewegen und dass er auf der Reise Tag und Nacht ihm zur Seite stehen musste und ihn geradezu bewachen. Johnnies Erstaunen tat mir wohl weil ich die ganze Zeit am Sinn meines Aufenthalts auf Mora sehr gezweifelt habe. Da übrigens entdeckte ich weit draußen ein unbeleuchtetes Schiff einen letzten Lichtstreifen auf dem Meer durchqueren und wunderte mich wieder einmal dass offenbar nur ich bemerke wie die »Aktis« aus eigenem Antrieb und ganz unbemannt auf dem Meer zwischen den Inseln des Archipels umherkreuzt allerdings erzähle ich auch niemanden etwas davon.

cato\PIA schrieb am 7.3. 2018 um 17:56:07 Uhr zu

Mora

Bewertung: 2 Punkt(e)

Hat sich die Welt nicht früher belustigt über den rauhen Befehlston im gesprochenen Deutsch. Diejenigen jedenfalls die sich nicht ängstigen mussten. Und nun ist aus Befehlenswut Beflissenheit geworden und ein geheucheltes: nie wieder wollen wir böse sein. Wie sind Lion und ich und auch Staufen uns einig gewesen von jeher dass wir nie mehr dorthin zurück wollten wo wir herkamen. Nun sind wir auf Mora und haben im Krater oben einiges von dem wiedergefunden was wir doch heimlich vermisst haben. Hat hat nicht sogar Nuo Líng von Wäldern und Seen geträumt obwohl ihm das doch ganz unbekannt war. Eigentlich wollte ich nur sagen dass Deutsch zu hören mich noch nie so gefreut hat wie wenn Nuo Líng es spricht. Klar kommt jede Silbe daher dabei im Ton höflich. Höflich eher als freundlich weil Verstehen wichtiger ist als Zustimmen. Immerzu nickt er wie es mongolische Eigenart ist und schaut den andern dabei an. Nicht weil die Silbe ohnehin betont werden will sondern weil jedes Nicken auch bedeutet: so sage ich es und genau so meine ich es. Ich muss an einen klaren Gebirgsbach denken der über schöne Kiesel springt die im Sonnenlicht glänzen.

Bria schrieb am 11.4. 2018 um 16:36:30 Uhr zu

Mora

Bewertung: 1 Punkt(e)

Es ist zwar richtig, dass es auf Mora kein Geld gibt, und alles ist gratis. Wobei jedem, ob lange schon ansässig oder, wie ich, dieses Jahr erst eingewandert, soziale Vernunft unterstellt wird.
Ich will nichts, als im Krater oben Pferde hüten, Pferde pflegen. Auch Weidezäune bauen helfen, Wassergräben schaufeln, für Tränken sorgen.

Aber, man zwingt mich zwar nicht, ich soll Tag für Tag an die Uni gehen, für eine Stunde wenigstens. Und nicht, wie man denken könnte, mein Fach Paläontologie weiterstudieren oder gar lehren (es gibt das Fach dort gar nicht). Sondern mich in eins dieser finsteren Cubículos im Lesesaal begeben und mir dort »eine Existenz aufbauen«. So sagt man tatsächlich.
Soll ich enden wie Cato, die sich dort stundenlang vergräbt, die mit uns real Lebenden kaum mehr reden will?
»Vabalatus« nennt sich dort ihr Partner. Zwei Vabalati sind es inzwischen - das weiß ich von Yael und Timna. Kinder, sogar Kinder müssen dort hin! Diesen beiden macht es Spaß. Immerhin. Wenn aber die Stunde um ist, springen sie wieder davon. Haben einen gemeinsamen virtuellen Partner, nennen ihn »Popp«, und finden ihn ganz unterhaltsam - eine knappe Stunde lang.

Was ich auch erfahren habe: wenn sich das SelfX (so heißen auf Mora virtuelle Personen) langweilt, verdoppelt es sich. Auch eine Cato kann nicht den ganzen Tag im Cubículo hocken. Angeblich ist ein SelfX bereits gelangweilt, wenn auch nur eine Sekunde lang nichts los ist. Wir Menschen brauchen immer so lange, um nachzudenken.
Catos Vabalati unterhalten sich also angeregt und in maschineller Eile über Cato, und zwar in jeder verfügbaren Sekunde.
Kein Wunder, wenn Cato mit jeder Frage, mit jeder Antwort eines Vabalatus überfordert ist, denn Frage oder Antwort beruht auf tausenden von inzwischen stattgefundenen Überlegungen.
Und ist natürlich immer wohlüberlegt und tiefsinnig, wenn nicht geradezu rätselhaft.
Kein Wunder auch, wenn Cato am nächsten Tag kaum einen ihrer Vabalati wiedererkennt.
Umgekehrt müssten eigentlich beide Vabalati Cato längst vollkommen durchschaut haben: liebe Cato, das wars! Du langweilst uns! Viel Freude noch auf Mora!

Ich jedenfalls drücke mich vor dem Cubículo-Dienst, so lange es irgend geht. Tausendmal lieber will ich im Krater oben Gänse hüten.

cato\PIA schrieb am 6.3. 2018 um 15:41:42 Uhr zu

Mora

Bewertung: 2 Punkt(e)

So schauten wir also vergangenen Freitag vom Balkon des Hotels aus hinüber zur »Ricercar« die je dunkler es wurde immer schöner leuchtete und auch Musik von dort erklang immer lauter. Nuo Líng und ich. Wie lange hatten wir uns nicht gesehen. Für das Bordfest schön gekleidet war er schwarzes Hemd mit weißen Rosen und die Beine in einer weit geschnittenen schwarzen Hose hatte er aufs Geländer gelegt: schau! Pferdescheiße! sagte er und wies auf seine Reitstiefel. Denn überall auf der Pier hatten die Pferde ihre Spur hinterlassen. Deutsch sprachen wir Deutsch hatte er gelernt in der Zwischenzeit wie eigenartig war das für mich als ob eine ganz neue Seite von ihm sich mir eröffnete. Mit Bria war er erschienen um mich und Yael abzuholen und gleich war Bria mit Yael auf und davon weil beide vom Bordfest so wenig wie möglich versäumen wollten. Yael hatte Bria sofort wiedererkannt als diejenige welche am Meer ein großes Feuer entfacht hatte um sie und mich und Ozan anzulocken als wir drei zu Pferd in der Guajira noch unterwegs waren. Fest hielt Yael in der einen Hand die Hand von Bria und vorsichtig in der anderen den schönen Glockenblumenstrauß der für Timna bestimmt war. Wie war mir Nuo Líng zum Erschrecken fast als ein ganz anderer erschienen schon als Erwachsener eigentlich. Wie bewunderte ich sein langes Haar und mit Stirnband hatte ich ihn überhaupt noch nie gesehen. Langsam nur erinnerten wir uns an dieses und jenes aus Zirkum auch überließ er mir eine Hand weil ich das Armband entdecken sollte das er noch immer trug dieses Armband das ich für vor langer Zeit aus Pferdehaar für ihn geflochten hatte als Andenken und am Ende war Nuo Líng für mich eben doch ganz ein Junge der gerade 15 geworden ist.

cato\PIA schrieb am 7.2. 2018 um 16:09:57 Uhr zu

Mora

Bewertung: 1 Punkt(e)

Yael und ich haben keine Eile von Bord zu gehen und uns im Excelsior einzuquartieren. Haben wir doch auf der »Cheetah« von Lions Freund Elon auf einem riesigen Bildschirm und in perfekten Sound gebettet der perfekten Start der »SpaceXFalcon« angeschaut. Yael hält es immer noch für ein Märchen dass dort oben nun für alle Zeiten ein Auto kreist zu David Bowies Musik. Der Hafen von Puertamora ist wie ausgestorben und niemand scheint sich für eine überdimensionale und dabei sehr elegante Elektroyacht zu interessieren. Mein Kummer ist dass Ozan sich mit einem Freund in die Berge der Sierra Nevada im Norden Kolumbiens begeben hat um einen durch Folter wahnsinnig gewordenen Guerillakämpfer zu heilen. Ozan hat in jüngeren Jahren gegen Sowjetrussland gekämpft und nun hat ihn die alte Kampflust erneut gepackt. Die erste Offizierin der Cheetah erklärt uns die Bedeutung der Nukleiden und vor allem der Inseln Borgen und Bunden. Mich amüsiert immer wieder diese Geheimnistuerei und ich musste schriftlich mich verpflichten und habe einfach unterschrieben. Die Inseln Borgen und Bunden heißen also anders aber die Yacht heißt tatsächlich Cheetah.







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