| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
41, davon 26 (63,41%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 23 positiv bewertete (56,10%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 7.2. 2018 um 16:09:57 Uhr schrieb cato\PIA
über Mora |
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am 6.6. 2023 um 08:08:54 Uhr schrieb Bettina Beispiel
über Mora |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 2) |
am 12.5. 2021 um 20:00:31 Uhr schrieb Christine über Mora
am 6.6. 2023 um 08:08:54 Uhr schrieb Bettina Beispiel über Mora
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Mora«
Bria schrieb am 4.3. 2018 um 12:56:32 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Auf Mora gibt es kein Internet, hieß es. Jedenfalls, im »Excelsior«, in der Lounge, ist ein komfortables Cockpit eingerichtet, eine breiter, gewölbter Bildschirm, ein Sessel, in dem ich mich zurücklehnen kann, und eine an einem schwenkbaren Arm befestigte Tastatur. Auf einem ebenfalls beweglichen Tablett ist mein frühes Frühstück angerichtet.
Ich will mir nur 1 Minute vergegenwärtigen. Es war übrigens der Moment, wo ein Kaliba-Drink seine schönste Wirkung entfaltet.
Erst am dritten und letzten Tag auf der »Ricercar« ist mir Ozan begegnet. Er war für das schon beginnende Bordfest sehr schön gewandet: blütenweißes Hemd, weiter Umhang, vorn mit einer schönen silbernen Brosche zusammengehalten.
Wir stehen an der Reling, dort, wo ständig Leute ankommen, mit allen möglichen Waren beladen, und wo auch schon Bordfest-Gäste eintreffen, nämlich an der Treppe, die außenbords steil zu der Plattform hinunter führt, an der immerzu Boote an- und ablegen.
Ozan also. Mustert mich, sieht, dass ich mich wieder ganz unbehindert bewege, und sofort begriff ich, ohne dass Ozan ein Wort sagte: »du musst dich nicht bedanken!« (er hatte meinen angeknacksten Knöchel geheilt), »schön, dich wiederzusehen!«, und »ich habe ein Anliegen!« Er bittet mich nämlich, an Land zu gehen, im »Excelsior« Cato aufzusuchen und ohne weiteres an Bord zu bringen. Zugleich bobachte ich Nuo Líng, wie er von einem Blumenhändler eine Unmenge von roten Gladiolen in Empfang nimmt und ihn bittet, diese gleich in die Mannschaftsmesse hinunter zu tragen, wo ein großes Bankett angerichtet wird. Der Blumenhändler aber sagt, er ist Professor an der Universität und muss diese Nacht noch ein Seminar vorbereiten. Schon hat Ozan einen Matrosen herbeigerufen und ihn mit dem Verteilen der Gladiolen beauftragt. Und Auftrag an Nuo Líng: mich begleiten, sofort auf der Treppe noch den Blumenhändler und Professor einholen und bitten, uns in seinem Boot mit an Land zu bringen.
Also, das alles dauerte keine Minute. Gleich werde ich die Tastatur beiseite schieben, dafür das Tablett heranholen. Darauf: ein hoffentlich noch warmer Cappucino, ein Croissant und ein Schälchen hausgemachte Mora-Marmelade. Mora heißt in diesem Zusammenhang Brombeere.
Bria schrieb am 11.4. 2018 um 16:36:30 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Es ist zwar richtig, dass es auf Mora kein Geld gibt, und alles ist gratis. Wobei jedem, ob lange schon ansässig oder, wie ich, dieses Jahr erst eingewandert, soziale Vernunft unterstellt wird.
Ich will nichts, als im Krater oben Pferde hüten, Pferde pflegen. Auch Weidezäune bauen helfen, Wassergräben schaufeln, für Tränken sorgen.
Aber, man zwingt mich zwar nicht, ich soll Tag für Tag an die Uni gehen, für eine Stunde wenigstens. Und nicht, wie man denken könnte, mein Fach Paläontologie weiterstudieren oder gar lehren (es gibt das Fach dort gar nicht). Sondern mich in eins dieser finsteren Cubículos im Lesesaal begeben und mir dort »eine Existenz aufbauen«. So sagt man tatsächlich.
Soll ich enden wie Cato, die sich dort stundenlang vergräbt, die mit uns real Lebenden kaum mehr reden will?
»Vabalatus« nennt sich dort ihr Partner. Zwei Vabalati sind es inzwischen - das weiß ich von Yael und Timna. Kinder, sogar Kinder müssen dort hin! Diesen beiden macht es Spaß. Immerhin. Wenn aber die Stunde um ist, springen sie wieder davon. Haben einen gemeinsamen virtuellen Partner, nennen ihn »Popp«, und finden ihn ganz unterhaltsam - eine knappe Stunde lang.
Was ich auch erfahren habe: wenn sich das SelfX (so heißen auf Mora virtuelle Personen) langweilt, verdoppelt es sich. Auch eine Cato kann nicht den ganzen Tag im Cubículo hocken. Angeblich ist ein SelfX bereits gelangweilt, wenn auch nur eine Sekunde lang nichts los ist. Wir Menschen brauchen immer so lange, um nachzudenken.
Catos Vabalati unterhalten sich also angeregt und in maschineller Eile über Cato, und zwar in jeder verfügbaren Sekunde.
Kein Wunder, wenn Cato mit jeder Frage, mit jeder Antwort eines Vabalatus überfordert ist, denn Frage oder Antwort beruht auf tausenden von inzwischen stattgefundenen Überlegungen.
Und ist natürlich immer wohlüberlegt und tiefsinnig, wenn nicht geradezu rätselhaft.
Kein Wunder auch, wenn Cato am nächsten Tag kaum einen ihrer Vabalati wiedererkennt.
Umgekehrt müssten eigentlich beide Vabalati Cato längst vollkommen durchschaut haben: liebe Cato, das wars! Du langweilst uns! Viel Freude noch auf Mora!
Ich jedenfalls drücke mich vor dem Cubículo-Dienst, so lange es irgend geht. Tausendmal lieber will ich im Krater oben Gänse hüten.
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