>Info zum Stichwort MeineGeschichte | >diskutieren | >Permalink 
Lioness79 schrieb am 12.11. 2011 um 11:40:11 Uhr über

MeineGeschichte

Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

Hallo,
an alle Frauen mit HPV-Problemen und bevorstehenden Konisationen.

MeineGeschichte:
Im Juli 2010 ging ich (27 J.) mal wieder (nach 10 Jahren) zum Frauenarzt. Nach 10 Tagen rief er an und sagte, daß ich in 6 Monaten wieder kommen soll, da ich möglicherweise einen Virus in der Scheide hab. Panisch hab ich im Internet recherchiert. Das hat mich total aus der Bahn geworfen, was ich da gelesen hatte. Gebärmutterhalskrebs...
So ging das bis vor 3 Wochen. Mir ging nur noch dieser doofe Virus durch den Kopf. War aber die letzten 1 1/2 Jahre immer bei PAP II. Ende Mai der Anruf meines Arztes. Mein letzter Abstrich ergab PAP IVa. Da müssen wir einen kleinen ambulanten Eingriff machen und ich soll doch zur Vorbesprechung kommen. Ich leide, glaub ich, eh unter Panikattacken. Dieser Anruf bedeutete für mich den Weltuntergang.

Ich 1 Woch später zur Besprechung. Mein Arzt (ein ganz Hübscher, netter und beruhigender), beschrieb mir alles ganz cool. Malte mir die Gebärmutter und den bevorstehenden Eingriff, der 10 Tage später stattfinden sollte, auf. Danach sei alles wieder okay mit mir.
Ich müsse zum Hausarzt zur Blutuntersuchung (wegen Gerinnung) und zum Vorgespräch zum Narkosearzt. Ich werd dann 2 Wochen krankgeschrieben, was mich noch mehr fertig machte.
1 Tag später rief ich beim Narkosearzt an um mir einen Termin
geben zu lassen. Der Arzt hatte Urlaub bis zum Tag meines bevorstehenden Eingriffs. Mich ergriff wieder die Panik. Ich rief beim FA an. Die sagten ganz locker, ich soll mir von ihnen nen Anästhesiebogen abholen und ausgefüllt am OP-Tag mitbringen. Die Helferin winkte ab, so ähnlich, das ist gar keine große Sache.
3 Tage später zum Hausarzt. Dort wird ein Bogen ausgefüllt über frühere Eingriffe, allgemeinen Gesundheitszustand usw.

Der OP-Tag rückte näher. Ich hatte nur noch Angst und Panik. War kaum zu beruhigen. Dachte ich wach nicht mehr aus der Narkose auf (Es war meine 1. OP im Leben) usw.

Meinem Mann hab ich schon den Versicherungsordner bereitgelegt, alle Passwörter... (völlig krank im Kopf).

Meine Freundin fuhr mit mir zum Arzt. Um 8 Uhr war ich drin. Die Helferin führte mich in meine Kabine. Dort sollte ich mir mein Bett beziehen und mir den OP-Kittel anziehen. Ein Schwangerschaftstest wurde ebenfalls noch gemacht.
Daraufhin kam gleich die Helferin des Narkosearztes mit ner Spritze, die ich in den Po bekam (Beruhigungsmittel). Dann wartete ich. Um 8.15 Uhr lief ich in den OP. Dort lächelte mich mein Arzt beruhigend an. Der Narkosearzt legte die Nadel für das Einschlafmittel und mein Arzt streichelte meine Hand. Schon gings los. Ich sah ganz schnell die OP-Lampen doppel und dreifach. Klack, war ich weg. Während der OP bin ich mal ganz kurz aufgewacht. Ich hörte meinen Arzt sagen »ich bin noch nicht ganz fertig«. Mir wurde wieder die Maske auf Nase und Mund gesetzt und ich war wieder weg.
Als ich aufwachte lag ich in meinem Bett in der Kabine mit einer Infusionsflasche (Schmerzmittel). Mein erster Blick war auf die Uhr vom Handy. Achtung: 8.40 Uhr!
Ich hatte keinerlei Schmerzen und war topfit. Die Helferin sagte zu mir, ich soll doch noch ein bißchen schlafen. Dann kam mein Arzt und sagte, daß alles gut verlaufen sei und keine große Sache war. Es war ganz sicher nicht bösartig.
Um 10.30 Uhr wurde dann nochmal Blutdruck gemessen und die Infusion weggemacht. Dann durfte ich mich anziehen und heim.

Als erstes trank ich daheim einen starken schwarzen Kaffee und rauchte 1 Zigarette.
Alle, die schon mal ne Narkose hatten, waren total fertig und manchmal 2 Tage nicht zu gebrauchen.

Daheim machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und ziehte mir Talkshows und Gerichtssendungen rein (war mal wieder köstlich, hatte ich seit meiner Jugend nicht mehr angeschaut).

Ich hatter keinerlei Schmerzen und eine ganz leichte Blutung.
Abends rief mich mein Arzt nochmal an und fragte, ob ich Beschwerden hätte.

Das alles war am Montag.
Am Mittwoch war ich beim Arzt, damit er sich die Nähte ansieht (Es war eine Messerkonisation). Er war zufrieden und sagte am Montag besprechen wir den Befund.

Am Donnerstag war ich schon wieder auf der Arbeit (Sekretärin).

Wegen dem Befund mach ich mir nicht mehr so große Sorgen, weil ich meinem Arzt vertraue, daß er alles im Gesunden entfernt hat.

Also íhr Lieben. Klar läuft es nicht bei jedem so glatt und schmerzfrei ab. Aber für das, daß ich die total Angstpatientin bin, ist eine Konisation echt ein Klacks.

Macht euch keine Sorgen. Vertraut euren Ärzten. Die haben nicht umsonst studiert.

Schreibt mir doch Eure Erfahrungen.

Ganz liebe Grüße und viele Küsse.




   User-Bewertung: +1
Assoziationen, die nur aus einem oder zwei Wörtern bestehen, sind laaaaaaangweilig.

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »MeineGeschichte«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »MeineGeschichte« | Hilfe | Startseite 
0.0583 (0.0492, 0.0076) sek. –– 961762932