Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schuluniform«
wauz schrieb am 20.9. 2004 um 08:07:21 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
»Das Tragen einer Schuluniform verbessert das Lernklima!« stand neulich allenthalben zu lesen. Ach wirklich? Der empirisch geschulte Soziologe staunt und erinnert sich eines Experimentes in einer Fabik in den USA in den 1930-Jahren. Da wurde das Licht mal heller, mal dunkler gemacht, und immer verbesserte sich die Arbeitsleistung. Des Pudels Kern: jede Veränderung brachte eine Verbesserung, weil die Leute da so unzufrieden waren, dass sie eben jede Veränderung als Aufmerksamkeit auf ihre Situation und damit schon als Verbesserung empfanden.
Mit der Schuluniform wird das nicht anders sein. Schule ist heutzutage in Deutschland so ätzend langweilig, dass alles, was irgendwie ein bißchen Leben in die Bude bringt, die Schüler schon anspornt. Wenn Klamotten wichtiger sind, als der Unterricht, dann sagt das eine Menge über die Qualität des Unterrichts aus.
Es ist natürlich auch klar, dass solche Lehrer viel Hoffnung auf die Einführung einer Schuluniform setzen. Aber auch die Wiedereinführung des Rohrstocks würde ihnen nichts helfen. Schüler sind nicht dumm, sie erkennen einen Laumeier am Mundgeruch. Schon in alten Zeiten haben sich Schüler eher grün und blau schlagen lassen, als einem Lehrer ohne Authorität Respekt zu erweisen.
Leon schrieb am 25.9. 2010 um 19:00:22 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ich habe Schuluniformen eigentlich immer für völligen Blödsinn gehalten, bis ich vor einigen Wochen auf der Jugendseite meiner Zeitung auf die ausführlichen Schilderungen eines Mädchens stieß, worin es hieß, wie ungeheuer wichtig es doch wäre, einen eigenen Stil zu haben und wie viele Stunden damit drauf gingen, die richtigen Klamotten auszusuchen, und die Meinung der (oft jugendlichen) Modeblogger wäre ja SOO wichtig und der größte Traum der, von einem dieser Blog-Idole mal fotografiert zu werden... Dafür schrieb das Mädchen, für Politik interessierten sie und die andern ebenso veranlagten Jugendlichen sich nicht.
Eine überzeugende Argumentation für eine Schuluniform. Dann könnten die Jugendlichen die Stunden, die sie nicht mehr damit verbringen »müssen«, vorm Spiegel zu stehen und zu grübeln, was sie sich denn in der Schule anziehen sollen, vielleicht dazu verwenden, ihr Gehirn zu benutzen und auch mal über wichtige Dinge nachzudenken - Politik zum Beispiel.
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