Herr
Bewertung: 10 Punkt(e)
Meine Freundin hat letztens in meiner Gegenwart gegenüber dem Tischler von mir als »Herr ...« gesprochen.
Ich fand' es ziemlich erniedrigend.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 119, davon 115 (96,64%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 31 positiv bewertete (26,05%) |
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| Der erste Text | am 7.5. 2000 um 15:32:25 Uhr schrieb Tanna über Herr |
| Der neuste Text | am 14.8. 2026 um 02:19:52 Uhr schrieb knochen.M über Herr |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 62) |
am 23.3. 2008 um 20:38:39 Uhr schrieb
am 14.12. 2002 um 14:07:26 Uhr schrieb
am 28.11. 2020 um 11:09:41 Uhr schrieb |
Meine Freundin hat letztens in meiner Gegenwart gegenüber dem Tischler von mir als »Herr ...« gesprochen.
Ich fand' es ziemlich erniedrigend.
Erinnert mich an Hut und klingt irgendwie recht unsympathisch, herrisch. Mag ich noch weniger als den Begriff Mann.
»Oh mein Herr und Gott«, Klingt bescheuert und jeder denkt sofort an einen Mann in weißem Gewand mit weißem Rauschebart. Da gefällt mir das von Jesus gebrachte »Papa« schon viel besser. Leider wird viel zu wenig oft betont, dass man genau so gut »Mama« zu Gott sagen kann. Es gibt eben kein Wort für beides in einer Person. (Nein ich meine jetzt nicht so etwas wie Hermaphrodit) Gott ist (ist er/sie/es?) geschlechtlos und er ist auch kein Mensch. Paradox ist er (zumindest für uns Menschen) aber immer.
Gebet (Ons MEH, sonschd tun m´r MOPSA...;-))
Herr! gibsch, was du nemme wellschd,
Sogar´s arme Fiedele vom Mops;
I ben vergniegd ond gang i hops...
Woischd was do ende Hände hälschd!!
Hau bloß jedem obacha Schoofsäggl
Oins Herrgotts-mächtig uff en Deggl...
Nur MIR kennsch bittschee nomal v´rschoana:
Denn em Hirnkaschda waxa Kreiter ond Bohna!!
*** SCHWABEN GRINSA ***
Obwohl bald 50, fühlt er sich immer noch unglücklich, sobald ein Anlaß ihm gebietet, Anzug und Krawatte anzulegen. Fast meint man zu sehen, wie er zusammenzuckt, wenn ihn jemand mit Herr anredet. Vor echten Damen (Ladies!) hat er insgeheim Angst und fühlt sich immer noch zu den sanften Kindfrauen hingezogen, eine Bezeichnung, die er erfunden hätte, wenn es sie nicht bereits gäbe. Beim Gespräch mit dem Anlagenberater der Sparkasse, dessen staubtrockenen Ausführungen er schon lange nicht mehr folgen will, kann er ein Gähnen nur mühsam unterdrücken. Im Grunde ist ihm Geld egal. Er verlangt jetzt nichts sehnlicher, als endlich zuhause auf seinem Sofa zu sitzen und Mahlers Fünfte zu hören. Sagt, ist das ein Herr?
Man muß unterscheiden zwischen der Vorsehung (providentia) und der
Vorhersehung (praevidentia). Der Herr sieht das Gute vor, das Böse aber sieht er
vorher. Das eine muß mit dem anderen zusammen sein, ist doch, was vom
Menschen kommt, nichts als Böses und was vom Herrn kommt, nichts als Gutes.
Swedenborg
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