Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 179, davon 172 (96,09%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 73 positiv bewertete (40,78%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.2. 1999 um 18:41:17 Uhr schrieb
Dragan über stadt
Der neuste Text am 22.9. 2019 um 13:28:52 Uhr schrieb
Christine über stadt
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 57)

am 9.11. 2008 um 02:40:39 Uhr schrieb
Michel und Bruno und ein Schatten von Batemann über stadt

am 8.9. 2005 um 12:47:30 Uhr schrieb
Lampe über stadt

am 26.12. 2009 um 15:46:56 Uhr schrieb
Die Leiche über stadt

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Stadt«

Dragan schrieb am 2.2. 1999 um 18:41:17 Uhr zu

stadt

Bewertung: 7 Punkt(e)

Man kann die Welt immer aufteilen in Stadt und Land.

Auf dem Land sind die Leute bodenständig und stehen mit dem ersten Hahnenschrei auf. Jeder kennt jeden, man ist freundlich und holt sich seine Milch beim Bauern um die Ecke. Die Geschäfte schließen um 16:30 Uhr.

In der Stadt hingegen kocht der Mob. Es kennt zwar nicht jeder jeden, aber dafür schießen sich die jungen Leute Ringe durch die Augenbrauen und kaufen ihr Essen beim Aldi. An jeder Ecke stehen Prominente herum (die auf dem Land im Fernsehen auftauchen) und die Geschäfte schließen im Optimalfall überhaupt nicht. Aus den Tanzlokalen ertönt laute Musik, jeder hat ein Mobiltelefon (auf dem Land ist der Empfang so schlecht) und in der Straßenbahn sitzen die ulkigsten Leute herum.

Werner schrieb am 17.12. 2005 um 22:12:33 Uhr zu

stadt

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, einer nicht kleinen Stadt. Die liegt an einem großen Fluß. Ich frage mich oft, ob ich in der selben Welt aufgewachsen bin, in der auch all die anderen aufgewachsen sind. In der Welt, von der in den Büchern die Rede ist, in der Welt, von der die anderen erzählen. Scheiße, dass ich auch immer auf Philosophische Probleme stoßen muss. Das kotzt mich schon an. Dabei ist »Stadt« so ein unphilosophisches Thema. Ein ganz prosaisches, alltägliches, gewöhnliches. Manchmal sehne ich mich danach, gewöhnlich zu sein.
Ich bin irgendwie allein aufgewachsen, obwohl ich mehrere Geschwister hatte. Unser Haus stand am Rande der Stadt. Ich hab viel Zeit in meinem Zimmer verbracht. Tue ich auch heut noch. Warum? Irgendwie bin ich nicht gern mit Menschen zusammen. Ein Mißantrop - so ähnlich nennt man das doch. Das werde ich mir nie verzeihen, dass ich das bin, oder so ähnlich bin... Ich hasse es, die Menschen nicht zu lieben. Ich will die Menschen lieben. Aber ich krieg es schlecht hin. Wer die Menschen nicht liebt, der liebt natürlich auch sich nicht, er selbst ist ja schließlich auch ein Mensch. Mit sich selbst aber muss es jeder zu jeder Zeit aushalten, egal wohin er geht.
Ich mag die Stadt, in der ich aufgewachsen bin nicht besonders. Wie auch? Jede Stadt ist voller Menschen, und wenn man die Menschen nicht liebt...Eine Stadt, egal welche, kann nur lieben, wer die Menschen liebt. Vermutlich hab ich Angst vor den Menschen (und vor mir selbst). Wo Angst ist, da mangelt es an Vertrauen. Liebe gedeiht nur aus Vertrauen. Woher nehmen?

holsten schrieb am 11.1. 2001 um 01:19:55 Uhr zu

stadt

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Stadt
von Theodor Storm (gemeint ist die Stadt Husum in Nordfriesland)

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn' Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer

Christin schrieb am 14.8. 2001 um 16:55:40 Uhr zu

stadt

Bewertung: 1 Punkt(e)

Normalerweise wohne ich in einer ganz angenehmen Stadt,München. Zur Zeit besuche ich allerdings einen Freund in einer anderen. Viele Leute hier fragen mich,ob es Ähnlichkeiten gibt zwischen den beiden Städten und ich sage immer: »Überhaupt nicht.« Und es ist die Wahrheit. Diese Stadt ist ein Dschungel,ein Monstrum, und ich kann von Glück sagen,dass ich etwas ausserhalb wohne. Es ist anstrengend in die Stadt zu fahren und alles ist so anders,aber trotzdem möchte ich hier bleiben. Sie ist hässlich und gleichzeitig schön. Und das verwirrt mich,aber da ich weiss,dass ich hier bleiben will,ist es nicht ganz so schlimm. Dann kann sie meinetwegen hässlich uns schön zugleich sein. Wer hier überleben kann,kann überall hingehen.

Pille schrieb am 14.11. 2000 um 16:40:20 Uhr zu

stadt

Bewertung: 1 Punkt(e)

In zwei benachbarten Städten, sagen wir, Küsseldorf und Döln, gibt es das bemerkenswerte Phänomen, daß die eine Seite von sich besser denkt als von der anderen (soweit ganz normal, ein Stück weit jedenfalls) -- aber dies wird mitunter als Religion betrieben! (das geht sogar soweit, daß die lokalen Brauereien als göttliche Nektar-Abfüller betrachtet werden, während die Brauereien im Widerpart lediglich des Kontrastes dienen).
Weist man einen Menschen darauf hin, daß man als Außenstehender z.B. BEIDE Städte eigentlich ganz hübsch findet (bis auf das lästige 'Hier ist aber nicht dort'-Sesamstraßengetue), so erntet man (allerbestenfalls) ungläubige Blicke. Oder wenn man sagt, daß man keine dünnen oder süßen Biere mag, sondern lieber trockene europäische Rotweine, bevorzugt Campo de Borja und Medoc. Dann kann man in beiden Städten nichts mehr werden.
Wenn man aber sagt, beide Städte seien doof, so hat man sich einen schlimmen Feind, bestehend aus zwei Städten, gewonnen.
Manchmal ist es in der Stadt schlimmer als auf dem Land - fährt man in der Stadt 5km, so ist man mitunter immernoch in der selben Stadt. Auf dem Land ist man dann entweder drei Dörfchen weiter oder im Nichts - da kann es auch mal ganz nett sein, so mirnichts, dirnichts.

Philipp C. schrieb am 14.6. 2000 um 01:51:01 Uhr zu

stadt

Bewertung: 2 Punkt(e)

Habe ich schon das Unwetter erwähnt, das langsam näher kommt?
Von meinem Balkon im vierten Stock beobachte ich diesen schleichenden Fortschritt mit zunehmender Unruhe.
Von meinem bevorteiltem Beobachtungsposten aus kann ich die ganze Stadt überblicken, die jetzt immer häufiger von kurzen Blitzen hell erleuchtet wird.
Merken: 14.6.2000 - 01:50 - Gewitter über München.

Das Gift schrieb am 29.11. 2002 um 14:59:00 Uhr zu

stadt

Bewertung: 1 Punkt(e)

Es gibt Städte, wenn man da gerade aus dem Fenster guckt (und das tue ich gerade, in dem ich mal den Kopf nach links wende und durch das Loch an der Decke dunkle Wolken vorbei rauschen sehen), könnte man meinen, die Welt geht unter resp. der Weltuntergang steht kurz bevor, angesichts des Regens, den der Wind infernalisch durch die Strassen peitscht, als hätte die Erde beschlossen, mal in allen Winkeln den Dreck wegzuspülen ...

Stöbers Greif schrieb am 31.1. 2000 um 20:32:30 Uhr zu

stadt

Bewertung: 1 Punkt(e)

Rätsel: Es ist gewiß eine echte mitteldeutsche Stadt, Fleiß, Langeweile und viele Radfahrer zeichnen sie aus, das Odol, sagte man mir, sei dort erfunden worden, es ist die Geburtsstadt der Frau Courths-Mahler und, offenbar um sie auszugleichen, Georg Kaisers. Ein gewisser Hang zur Gerechtigkeit mag in diesen Zufällen von andern leichtfertigeren Beobachtern gefunden werden.

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