Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Garten«
Murke schrieb am 16.5. 2007 um 21:27:48 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Meine eigene Welt, die Welt, zu der nur ich Zugang habe, die ich rücksichtslos gestalten kann, weil ich sie mit niemandem teile, aus der ich auch nicht fliehen kann, ist wie ein Garten - der Ort an dem ich mich wohlfühle. Obwohl ihn mir niemand nehmen kann, ist er empfindlich. Die Welt außerhalb fordert regelmäßig ihren Tribut, der Tag für Tag abzuleisten ist. Ich bin nicht unempfänglich für die Zuneigung anderer, aber ich erhebe keinen Anspruch, sondern ziehe mich lieber zurück in meinen Garten, in dem ich keine Verantwortung übernehmen, mich nicht bewähren muss. Ich baue ein Haus an einem kleinen Teich, ohne Sorgen um Morgen fange ich kleine Fische und da ist kein Nachbar, der über die Hecken späht.
mcnep schrieb am 1.6. 2008 um 07:21:37 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Man kann sich die Ausprägung eines sexuellen Fetisch ungefähr wie das Gärtnern vorstellen: Zu Anfang überwiegt die schiere Freude, endlich einen Garten zu besitzen. Da wird alles Mögliche angepflanzt, erlaubt ist, was anwächst, jede neue Blüte wird bestaunt, der Garten hat Platz für alle. Nach einigen Jahren sind manche der Stauden und Gehölze schon recht groß geworden und haben schwachwüchsigere Pflanzen verdrängt oder doch noch überwuchert. Der Garten nimmt Kontur an und allmählich reift im Gärtner der Wunsch, statt seines bislang eher zufälligen, der Natur hinterhereilenden Eingreifens selbst die Gestalt des Gartens zu bestimmen. Dazu müssen noch ein paar Jahre ins Land gehen, in denen die Kenntnis der Pflanzenkunde vertieft und die Bäume in Form geschnitten werden müssen, auch beim Werkzeug reicht schon längst nicht mehr Schäufelchen und Rasenmäher, es müssen schon Sauzahn und Okuliermesser sein. Inzwischen ist man längst darüber hinausgereift, jedes angewelkte Pflänzchen aus dem Baumarkt ans grüne Herz zu drücken, bestimmte Farben, bestimmte Pflanzen gehen irgendwann einfach nicht mehr, hellviolette Anemonen zur dunkelroten Kletterrose Heidelberg, wie sieht das denn aus? Und da unterliegt inzwischen meist das Ephemere dem Strukturbildenden. Und jeder Hagelschlag und jeder Meltau vergrößert irgendwann in Dir den Wunsch, der Natur eben doch das Schnippchen zu schlagen, die Gratwanderung zwischen der Freude am zeit- und uferlosen Wachstum von Flora und Pomona und ihrer liebenden Disziplinierung anzutreten. Die Gartenbücher werden spezieller, manche der gesuchten Lilienknollen findest Du nur nach ausgiebiger Recherche in tropisch spezialisierten Foren, der Reiz des Sammelns hat Dich gepackt. Längst ist aus einem zerstreuten Gelegenheitshobby, das nach dem ersten Frühlingselan meist in planlosem Rupfen und Schneiden auslief, eine Ganzjahresbeschäftigung geworden - nur der Winter, der manchmal eben doch Temperaturen unter der osmotischen Schmerzgrenze bringt, begrenzt noch dein Angebot an Blühpflanzen. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem Du den Keller auszubauen beginnst.
wuzi schrieb am 15.9. 1999 um 19:21:34 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
mein Garten war einmal ein Garten. Jetzt ist es ein erweiterter Hundespielplatz mit Trampelpfaden, ausgegrabenem Lavendelstock, zertretenen Blumen, verbeultem Gitterzaun, stets frisch gedüngter Naturwiese (Klee, Löwenzahn, Käsepappel, Sauerampfer etc.). Aber ich geniesse es trotzdem draussen zu sitzen, meinen Kaffee zu schlürfen und einfach die Vögel, Schmetterlinge und Bienen zu beobachten. Meine zwei Wautzis geniessen es auch die vorbeigehenden Menschen zu verbellen und ihnen mitzuteilen was für tolle Killerhunde sie sind.
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