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am 27.6. 2000 um 14:54:58 Uhr schrieb Idoru
über Bibliothek |
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am 18.11. 2024 um 13:09:28 Uhr schrieb Gerhard
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am 13.2. 2016 um 10:05:46 Uhr schrieb Dana über Bibliothek
am 9.3. 2005 um 21:03:45 Uhr schrieb Konstantin über Bibliothek
am 8.2. 2004 um 18:06:22 Uhr schrieb adsurb über Bibliothek
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Bibliothek«
Nico schrieb am 29.1. 2001 um 12:49:21 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
In der Bibliothek von Babel stehen alle möglichen Bücher (bis zu 500 Seiten). Es ist eine riesige Anzahl, eine schon nicht mehr astronomische, sondern vielmehr hyperastronomische Anzahl. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte erzählt. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte bis auf ein kleines Detail erzählt. In der Bibliothek von Babel steht natürlich auch eine Menge Mist rum.
Die Bücher sind geordnet (die Bibliothekare machen jährlich Revision). In der Bibliothek von Babel gibt es die sogenannte Moby-Dick-Galaxie. Dort stehen alle Moby-Dick-artigen Bücher rum, Bücher, die sich von Moby Dick nur um ein paar Buchstaben, einen Satz, ein paar Satzzeichen oder so unterscheiden. (Das Original steht natürlich auch dort.) Es ist eine ganze Galaxie von Moby-Dick-Büchern, wohin das Auge reicht, Lichtjahre weit.
Rafael Capurro schrieb am 19.4. 2001 um 14:46:10 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Erschrocken halte ich inne und starre auf den Bildschirm. Hat sich die neue Seite nicht aufgebaut, stimmt etwas nicht mit dem CACHE? Oder handelt es sich einfach um eine 3 Jahre später vorgenommene Transskription von Ecos Vortrag? Schnell überfliege ich den Text:
»Ihnen ist sicherlich die schöne Erzählung von Jorge Luis Borges «Die Bibliothek von Babel" bekannt. (Jorge Luis Borges:Die Bibliothek von Babel, Stuttgart 1981, S. 47-57)
Dort beschreibt Borges einen unendlichen, aus sechseckigen Galerien bestehenden Bibliotheksaufbau. Durch Zufall stößt der Chef eines höheren Sechsecks auf ein Buch, das fast zwei Seiten gleichartiger Zeilen aufweist. Bald kommt er zu dem Schluß, daß sämtliche Bücher aus den gleichen fünfundzwanzig Elementen (nämlich dem Raum, dem Punkt, dem Komma und den zweiundzwanzig Lettern des Alphabets) bestehen, und daß es in der Bibliothek keine zwei identischen Bücher gibt. Die Bibliothek ist total, d.h. alles, was sich ausdrücken läßt, ist verzeichnet. Als diese Erkenntnis verkündet wird, herrscht große Hoffnung unter den Menschen, bald aber tritt Ernüchterung ein, als die amtlichen Suchen, die »Inquisitoren«, immer mehr einen strapazierten Eindruck machen und zu der fast unerträglichen Gewißheit gelangen, daß es kostbare Bücher geben könnte, die unzugänglich seien. Eine Sekte versucht, diese Bücher durch Würfeln von Buchstaben und Zeichen hervorzubringen, andere sind der Meinung, man sollte zunächst alle überflüssigen Bücher ausmerzen, während andere schließlich an ein Buch glauben, das Inbegriff und Auszug aller Bücher sein sollte. Diese ungeheure Bibliothek ist aber letztlich, so Borges, überflüssig bzw. sie kann durch einen einzigen Band mit unendlich dünnen Blättern ersetzt werden, allerdings mit jenem unbegreiflichen Blatt in der Mitte, das keine Rückseite hätte."
(Rafael Capurro, Buchkultur im Informationszeitalter: Überlegungen zum Bezug zwischen Bibliotheken, Datenbanken u. Nutzern: Vortrag am 7.5. 1984 in d. Bad. Landesbibliothek Karlsruhe, S.3)
Peter K. schrieb am 11.4. 2004 um 23:49:21 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Meine Bibliothek wurde in mir gezeugt, als ich noch ein Kind war. Geplagt von Pollenallergie, waren die Sommer für mich Hausarrest. Das war in den siebzigern des letzten Jahrhunderts. Internet gab es nicht, Computer auch nicht. Einzig der Taschenrechner zog Ende der siebziger Jahre in die Klassenzimmer. Also las ich in der Bibliothek meines Vaters. Der war ein klassischer Sozialdemokrat gewesen: Wissen ist Macht - Bildung macht frei. Ich las mich durch Kulturgeschichte und Philosophie - Naturwissenschaften interessierten mich weniger.
Viele Jahre später, in den neunzigern, war ich drei Jahre lang Hilfsbibliothekar in einem soziologischen Institut, später wurde ich Assistent in der juristischen Fakultät bei einem hochgebildeten Juraprofessor - eine Seltenheit heutezutage. Ich begann, Bücher zu kaufen.
Dann wurde ich Rechtsanwalt, in einer Kleinstadt, die aber immerhin ein Landgericht hat. Ich gehöre dort inzwischen zu den bedeutenderen Anwälten - früher hätte man gesagt: zu den Honoratioren.
Vor etwa vier Jahren fing ich an. Ich gebe den Jahresetat eines durchschnittlichen geisteswissenschaftlichen Lehrstuhls für Bücher aus. In meiner Buchhandlung begrüsst man mich, wie in meiner Stammkneipe, und ich kann dort anschreiben lassen. Ich durchstreife Antiquariate, und das Internet. Ich kann lesen und kaufen, was ich will. Kein Forschungsprojekt, kein Mittelverwendungsnachweis und ähnlicher pseudorationaler Quatsch hindert mich.
Ich baue eine Bibliothek auf - meine Bibliothek. Sie wächst langsam, weil ich sehr auf Qualität achte. Der Bau dieser Bibliothek ist wie der Bau eines Schlosses. Er dauert Jahrzehnte. Und diese Bibliothek ist für mich ein Palast, wie dem Fürsten von Salina (Thomasi di Lampedusa: Der Leopard) ein Palast ist: »Mein Onkel sagt, ein Palast, in dem man weiß, wieviele Räume er hat, lohnt sich nicht, zu bewohnen«.
So kaufe ich auch Bücher, von denen ich weiß, daß ich sie derzeit nicht lesen kann, z.b. weil mir die Muße fehlt - wie Zettel's Traum von Arno Schmidt. Irgendwann werde ich die Muße haben dazu. Ich glaube fast, das ist ein aristokratischer Zug an meinem Sammeln.
Fortsetzung folgt.
Lumbago schrieb am 23.8. 2001 um 14:41:15 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Die imaginäre Bibliothek
Am Anfang war das Wort.
... es wurde gesprochen, getanzt, gesungen, geliebt, verdoppelt, erzählt, geknotet, gebetet,
wiederholt, rezitiert, vergessen, eingeritzt, eingebrannt, gemalt, gemeißelt, geschrieben, in
Tabellen gelistet, in magischen Formeln versteckt, gedruckt, gebunden, verlegt, als
Fußnote an den Rand gedrängt, indiziert, gereimt, gezählt, formalisiert, codiert, compiliert,
gespeichert, gescannt, als Muster wiedererkannt, übertragen, gefaxt, verschlüsselt,
komprimiert, optimiert, transformiert, konvertiert, genormt, gelöscht, gelinkt,
überschrieben, als Absprungsort markiert, zum Objekt erklärt, als Programm aktiviert, das
Worte schafft...
Das Universum, das andere die Bibliothek nennen, setzt sich aus einer undefinierten,
womöglich unendlichen Zahl ineinander verschachtelter Bildschirme zusammen ...
hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 15:53:03 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Liebe zu den Büchern, zu den
Dokumenten (oder: ist der
Kunde König?)
In manchen Darstellungen wird beklagt, daß sich
Biblkiothekare mehr für ihre Bücher als für ihre
»Kunden« interessieren:
"Der Bibliothekar von einst war eine
Spitzweg-Figur, den Kopf voller preußischer
Instruktionen und kleinformatiger Karteikästchen.
Sein einziger natürlicher Feind war der Benutzer."
(so der Vorsitzende des Wissenschaftsrats
Hoffmann, der das Magazin Focus zitiert, nach
Digitale Bibliotheken, S. 140)
Liamara schrieb am 12.3. 2004 um 18:41:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Stadtbücherei Stuttgart nutzt jetzt RFID, was heute ganz nebenbei in dieser Postille zu lesen ist, die man so am Freitag vor die Tür geworfen bekommt (die, wo immer Werbung für Hofmeister drin ist). Jedenfalls erklärt das, wieso die neuerdings für die Verbuchung nur noch die Bücher aufeinander legen müssen und schon ist das alles fertig; es erklärt aber nicht, warum es dann immer noch so lange Schlangen gibt, die die Bibliotheksdirektorin hofft, durch die Einführung der Selbstverbuchung bald in den Griff zu kriegen. Außerdem sagt sie, das neue Selbstverbuchungssystem wäre auch ein Wegweiser für das Projekt Bibliothek21, diese Zukunftsmusik, und dort wolle man sowieso weniger Personal an der Ausleihe haben, damit man sich mehr auf die Beratung konzentrieren könne. Mir sagt das nun zweierlei. Zum einen scheint das System, Verbuchung, Rückgabe und Reklamation in einem anzubieten, nicht aufzugehen, auch nicht mit RFID; das ist etwas was wir früher schon wussten, aber scheinbar lernt niemand daraus. Zum anderen frage ich mich, was aus den BibliotheksassistentInnen wird. Deren Job ist die Beratung nämlich eigentlich nicht, dafür gibt es die Bibliothekare, die meistens auch sehr darauf pochen, das schließlich studiert zu haben. Was schlichtweg späteren Personalabbau bedeutet und, dass die verbliebenen AssistentInnen hauptsächlich noch Buchwägelchen durch die Gegend karren werden. Obwohl sie auch zur Recherche ausgebildet werden und in kleineren Büchereien den Job der Bibliothekare durchaus übernehmen können. Und am Ende kann dann auch niemand sagen, dieTerroristennehmenunsdieArbeitsplätzeweg; nee, das waren dann die Experten selbst.
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