Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 72, davon 72 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 37 positiv bewertete (51,39%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 27.6. 2000 um 14:54:58 Uhr schrieb
Idoru über Bibliothek
Der neuste Text am 18.11. 2024 um 13:09:28 Uhr schrieb
Gerhard über Bibliothek
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 23)

am 19.6. 2018 um 21:27:04 Uhr schrieb
gerichteter Graf über Bibliothek

am 9.3. 2005 um 21:03:45 Uhr schrieb
Konstantin über Bibliothek

am 26.10. 2009 um 21:15:20 Uhr schrieb
wuming über Bibliothek

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Bibliothek«

Nico schrieb am 29.1. 2001 um 12:49:21 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 12 Punkt(e)

In der Bibliothek von Babel stehen alle möglichen Bücher (bis zu 500 Seiten). Es ist eine riesige Anzahl, eine schon nicht mehr astronomische, sondern vielmehr hyperastronomische Anzahl. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte erzählt. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte bis auf ein kleines Detail erzählt. In der Bibliothek von Babel steht natürlich auch eine Menge Mist rum.

Die Bücher sind geordnet (die Bibliothekare machen jährlich Revision). In der Bibliothek von Babel gibt es die sogenannte Moby-Dick-Galaxie. Dort stehen alle Moby-Dick-artigen Bücher rum, Bücher, die sich von Moby Dick nur um ein paar Buchstaben, einen Satz, ein paar Satzzeichen oder so unterscheiden. (Das Original steht natürlich auch dort.) Es ist eine ganze Galaxie von Moby-Dick-Büchern, wohin das Auge reicht, Lichtjahre weit.

hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 15:53:03 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 3 Punkt(e)

Liebe zu den Büchern, zu den
Dokumenten (oder: ist der
Kunde König?)

In manchen Darstellungen wird beklagt, daß sich
Biblkiothekare mehr für ihre Bücher als für ihre
»Kunden« interessieren:

"Der Bibliothekar von einst war eine
Spitzweg-Figur, den Kopf voller preußischer
Instruktionen und kleinformatiger Karteikästchen.
Sein einziger natürlicher Feind war der Benutzer."

(so der Vorsitzende des Wissenschaftsrats
Hoffmann, der das Magazin Focus zitiert, nach
Digitale Bibliotheken, S. 140)

Lumbago schrieb am 23.8. 2001 um 14:41:15 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die imaginäre Bibliothek

Am Anfang war das Wort.
... es wurde gesprochen, getanzt, gesungen, geliebt, verdoppelt, erzählt, geknotet, gebetet,
wiederholt, rezitiert, vergessen, eingeritzt, eingebrannt, gemalt, gemeißelt, geschrieben, in
Tabellen gelistet, in magischen Formeln versteckt, gedruckt, gebunden, verlegt, als
Fußnote an den Rand gedrängt, indiziert, gereimt, gezählt, formalisiert, codiert, compiliert,
gespeichert, gescannt, als Muster wiedererkannt, übertragen, gefaxt, verschlüsselt,
komprimiert, optimiert, transformiert, konvertiert, genormt, gelöscht, gelinkt,
überschrieben, als Absprungsort markiert, zum Objekt erklärt, als Programm aktiviert, das
Worte schafft...
Das Universum, das andere die Bibliothek nennen, setzt sich aus einer undefinierten,
womöglich unendlichen Zahl ineinander verschachtelter Bildschirme zusammen ...

Umberto Eco schrieb am 19.4. 2001 um 14:44:44 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das Universum, das andere die Bibliothek nennen ... (Borges)


'Das Universum (das andere die Bibliothek nennen) setzt sich aus einer unbegrenzten und vielleicht unendlichen Zahl sechseckiger Galerien zusammen, mit weiten Entlüftungsschächten in der Mitte, die mit sehr niedrigen Geländern eingefaßt sind. Von jedem Sechseck aus kann man die unteren und oberen Stockwerke sehen: ohne ein Ende. Die Anordnung der Galerien ist unwandelbar dieselbe. Zwanzig Bücherregale, fünf breite Regale auf jeder Seite, verdecken alle Seiten außer zweien: ihre Höhe, die sich mit der Höhe des Stockwerks deckt, übertrifft nur wenig die Größe eines normalen Bibliothekars. Eine der freien Wände öffnet sich auf einen schmalen Gang, der in eine andere Galerie, genau wie die erste, genau wie alle, einmündet. Links und rechts vom Gang befinden sich zwei winzigkleine Kabinette. In dem einen kann man im Stehen schlafen, in dem anderen seine Notdurft verrichten. Hier führt eine Wendeltreppe vorbei, die sich abgrundtief senkt und sich weit empor erhebt. In dem Gang ist ein Spiegel, der den Schein getreulich verdoppelt.' "
(Umberto Eco: Die Bibliothek, München 1978. Festvortrag zum 25jährigen Jubiläum der Mailänder Stadtbibliothek am 10. März 1981)

josh schrieb am 21.3. 2001 um 14:56:43 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 3 Punkt(e)

Bücher gehören zu den Dingen, die sowohl als Einzelgegenstand, als auch in der großen Menge beglücken können. In Bibliotheken sind sie in großen Mengen vorhanden - und das ist Ursache eines merkwürdigen Geruchs. Bibliotheksbücher haben einen ganz spezifischen Geruch. Riecht mal!

hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 16:04:33 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Topographie der Bibliothek: Standort - Buchgedächtnis

Der Adressenkatalog entstand aus der Praxis heraus, aus dem tagtäglichen Kontakt mit den Beständen und braucht daher weder eine spezielle, gar wissenschaftliche
Vermittlung noch eigene Aufschreibe- und Nachschlaghilfen wie Bestandsverzeichnisse und Standortlisten. Irgendwann, nach langen Jahren an einem und demselben
Ort, stellt sich als Resultat unzählig vieler Gänge und Zugriffe eine auf den Punkt genaue Topographie der Bibliothek ein - so wie bei jenem berühmten Vorbild,
dessen Leistung als unerreichbar, ja als erfunden gilt, aber dennoch als legendär anerkannt worden ist. Im Kern der Legende steht der historisch verbürgte
Florentiner Bibliothekar Antonio Magliabechi. Von ihm wird 'behauptet [...], er habe nie ein Buch zu Ende gelesen und doch gäbe es keinen anderen , der so gut wie
er die Bücher und deren Inhalte kenne.' (Willms: Bücherfreunde. Büchernarren. S. 132f.) Sein Geheimnis ist ein phänomenales Buchgedächtnis:

'Eines Tages soll Cosimo III., in desen Diensten als Bibliothekar er seit 1673 stand, nach ihm geschickt haben mit der Bitte, ob es ihm möglich sei, ein ganz
bestimmtes, äußerst seltenes Buch herbeizuschaffen. Magliabechi soll darauf geantwortet haben: 'Nein, das ist unmöglich. Denn von diesem Buch existiert lediglich
ein Exemplar, und dieses befindet sich in der Palastbibliothek in Konstantinopel. Es ist, wenn man die Bibliothek betritt, das siebte Buch im zweiten Regal auf der
rechten Seite." (ebenda)
(Nikolaus Wegmann: Bücherlabyrinthe. Suchen und Finden im alexandrinischen Zeitalter, Köln 2000, S. 131)

tigerauge schrieb am 4.11. 2005 um 10:00:39 Uhr zu

Bibliothek

Bewertung: 2 Punkt(e)

Jacke und Tasche ins Schließfach, dann durch die Schranke, eine Treppe hoch, in den Lesesaal. Eigentümliche, geschäftige Stille, fast weihevoll. Der staubig-muffige Geruch alter Bücher. Sechs oder acht Reihen Lesetische. Es ist nicht hell, nicht dunkel. An manchen Tischen sitzen Leute mit Bücherstapeln, manche lesen Zeitung. Die Leselampen werfen kleine Lichtkegel auf die grünbespannten Schreibtischunterlagen. Leute tragen Bücher hin und her, jemand spricht leise, irgendwo nudelt ein Kopierer.
Meine Schritte klingen wie Hammerschläge, eigentlich müssten sich alle nach mir umdrehen. Ich lasse mich an einem freien Tisch nieder, fange an zu arbeiten. Alles um mich versinkt, bis die Lautsprecheransage kommt: »Die Bibliothek schließt in zehn Minuten. Bitte verlassen Sie den Lesesaal

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