Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Psychotherapie«
Rapunzel schrieb am 7.2. 2003 um 13:21:04 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Psychotherapie als Luxus anzusehen finde ich schon reichlich zynisch. Als Segen für die Menschheit würde ich sie auch nicht betrachten wollen, denn ein Segen wäre es, wenn sie überflüssig wäre.
Psychotherapie ist für viele notwendig. Aber auch schwierig. Begib Dich mal auf die Suche nach einem Therapeuten...wie gehst Du vor? Woher wissen welcher der richtige ist? Versuch und Irrtum.
Dann die Wartezeiten...Nach 3 Monaten kannst Du dann endlich beginnen um 3 Monate später festzustellen, daß die Therapie nix bringt...weiter versuchen...Dann gehst Du ein halbes Jahr zu einem anderen und es bringt wieder nix, Du fragst Dich, bin ich jetzt zu blöd dafür oder ist der Therapeut zu blöd? Weiterer Versuch, Therapeut Ok...aber sagt Dir jemand im Vorraus, daß es Jahre dauert und Du trotzdem immer wieder Depressionen haben wirst, bringst Du Dich dann nicht doch lieber gleich um bevor Du Dich weiterquälst ? Zum Glück hat mir das keiner im Vorraus gesagt. Und ich hab mir immer ein stück Hoffnung bewahrt.
Jetzt bin ich wieder in Therapie und ich glaube ich habe Glück, der erste scheint gleich in Ordnung zu sein.
Eigentlich wollte ich ja einen ermutigenderen Beitrag liefern...
Naja, das Fazit des ganzen ist jedenfalls : Wer einen Therapeuten sucht sollte nicht gleich nach dem ersten Versuch aufgeben...es gibt viele Therapeuten, davon ein paar gute und unter den guten gibt es immer welche, die dann auch zu einem persönlich passen. Aber man braucht eventuell einen langen Atem...und das ist das schwierigste, wenn man gerade in einer Krise steckt.
ernst schrieb am 14.11. 2001 um 12:17:46 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Was ist Angst?
Luchmann: Angst ist ein wertvolles Gefühl, das uns vor
Gefahren schützt, indem es eine Flucht-oder-Kampf-Reaktion
auslöst. Es gibt eine biologisch vorgegebene Bereitschaft des
Körpers, auf gewisse Dinge mit Angst zu reagieren. Ebenso
kann sich der Schmerz einer körperlichen oder psychischen
Verletzung so tief im Gedächtnis eingraben, dass allein der
Gedanke an eine Wiederholung Angst oder Panik auslöst. Bis
zu 30 Prozent der Menschen leiden im Verlaufe ihres Lebens
wenigstens einmal an einer behandlungsbedürftigen
Angsterkrankung.
Welche Symptome sind typisch?
Luchmann: Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen, die
einzeln oder in Kombination auftreten können. Dazu gehören
Herzrasen, Schwindel , Schwitzen, Zittern, weiche Knie,
Atemnot, Erstickungs- oder Würgegefühle. Auch Kribbeln,
Seh- und Wahrnehmungsstörungen oder
Magen-Darm-Beschwerden können auf Angst zurückzuführen
sein.
Wovor haben Gesunde Angst und wovor haben
Angstpatienten Angst?
Luchmann: Angst führt zu einer sinnvollen
Handlungssteuerung, wenn reale Gefahr droht. Es wäre
töricht, ohne Not ein Flugzeug zu benutzen, das nicht
verkehrssicher ist. Krankhafte Angst unterscheidet sich aber
von rationaler Risikominimierung. Das normale Maß an
Unsicherheit, das nun mal zum Leben gehört, wird nicht
hingenommen, sondern es erzeugt eine extrem
wirklichkeitsfremde Risikowahrnehmung. Wenn ein Erkrankter
öfter Panik erlebt hat, tritt zusätzlich die Angst vor der Angst
hinzu.
Wie greift Angst in das Leben eines Menschen ein?
Luchmann: Menschen meiden Situationen und Objekte, die
sie zu fürchten gelernt haben. Dieses in grauer Vorzeit
biologisch sinnvolle Programm führt in der heute technisch
und sozial hoch komplexen Welt leicht zur Arbeits- und
Handlungsunfähigkeit. Der Erkrankte fürchtet sich immer
mehr und die Angstgefühle beanspruchen seine gesamte
Aufmerksamkeit. Oft wird erst bei dieser totalen
Selbstblockade eine Angststörung erkannt.
Wie können Angstpatienten behandelt werden?
Luchmann: Angst- und Panikstörungen gehören zu den am
besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Völlig
ohne Medikamente sind sie heute regelhaft in weniger als
zwölf Stunden mit kognitiver Verhaltenstherapie erfolgreich zu
beheben. Dabei wird das fehlerhafte Denken, das zu den
Angst-Reaktionen führt, aufgedeckt und verändert.
Das klingt sehr optimistisch.
Luchmann: Ja, das ist nach dem Stand der Wissenschaft
möglich. Allerdings ist die Kluft zur Versorgungsrealität
extrem. Angstpatienten irren nach Beginn ihrer Erkrankung
durchschnittlich acht bis zehn Jahre durch das
Gesundheitssystem, bis sie endlich einen Therapeuten finden,
der ihnen helfen kann.
[...] Anders gesagt: Es gibt nichts, was Versicherer nicht
versichern würden. Und es gibt wohl auch nichts, was
Menschen nicht versichert haben wollen. Künstler schließen
millionenschwere Policen auf ihre Gliedmaßen ab, um im Falle
eines Unfalles nicht zum Sozialfall zu werden. Der kleine
Mann sorgt sich da eher um seinen Zahnersatz, den Hausrat,
Reiserücktritt, Rechtsschutz oder Absicherung gegen
Diebstahl nach dem Juwelenkauf, wie er von einigen
Kreditkartenfirmen angeboten wird. Und auch auf manche
Pflichtversicherung, siehe Auto, wird häufig noch kräftig
draufgesattelt, um in den Genuss von Sonderkonditionen zu
gelangen (Einzelzimmer im Krankenhaus, Kostenübernahme
bei neuen Brillen). Dass dabei nicht immer ganz kühl kalkuliert
wird, weiß auch Klaus Marten von der Brandenburger
Verbraucherzentrale. Reale Risiken werden unterschätzt,
dieweil Unsinniges versichert wird. [...]
ernst schrieb am 14.11. 2001 um 12:15:59 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Dr. Hans Morschitzky
Klinischer Psychologe, Psychotherapeut
Verhaltenstherapie, Systemische Familientherapie
A - 4020 Linz, Hauptplatz 17, Tel. / FAX 0043 (0)732 77 86 01
Homepage: http://www.panikattacken.at E-Mail: hans.morschitzky@aon.at
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