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am 23.12. 1999 um 19:35:35 Uhr schrieb eva
über Islam |
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am 1.5. 2011 um 19:33:31 Uhr schrieb Yadgar
über Islam |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 44) |
am 25.8. 2007 um 07:05:32 Uhr schrieb brabra über Islam
am 25.8. 2007 um 03:28:10 Uhr schrieb papaul über Islam
am 10.2. 2008 um 01:17:47 Uhr schrieb rialto bridge über Islam
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invinoveritas schrieb am 23.9. 2002 um 02:31:21 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Der Unterschied zwischen einem Islamisten und einem Islamwissenschaftler ist: Die Islamisten sind die mit den Bomben. Das gefährlichste, was ein Islamwissenschaftler nach einem werfen kann, sind seine zwei-kilo-schweren festgebundenen Koranausgaben. Und schlaue Hadithe für jede Lebenslage, sowas wie: »Vertrau auf Allah, erst aber binde dein Kamel an«
Beides kann man nichtsdesdowenigertrotz an deutschen Universitäten studieren, wie wir jetzt wissen.
who is who schrieb am 31.1. 2003 um 09:50:20 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Im Osten des Jemen befand sich einst ein Ort namens Hadramut.
Dort lebte ein Stamm, dessen Frauen ungeduldig auf eine Nachricht warteten. Als die Nachricht eintraf, malten sie ihre Hände mit Henna an, sie schmückten sich, musizierten und sie tanzten. Etwa zwanzig weitere Frauen schlossen sich ihnen an. Diese ersehnte Nachricht lautete: »Mohammed ist tot.«
Sie feierten nicht den Tod von Mohammed, der sich zum Propheten ernannt hatte. Sie feierten, weil sie hofften, dass somit die Zeit jenes Systems vorbei sei, das die Frau zum Sexualobjekt degradierte.
Denn vor dem Islam besaß die arabische Frau mehr Rechte und Freiheiten, als die Orientalisten und Gläubigen uns weismachen wollen. Sie betrieb Handel. Sie ging hin, wohin sie gehen wollte. Sie zog an, was ihr gefiel. Sie wählte sich ihren Lebensgefährten selbst.
mcnep schrieb am 26.4. 2003 um 17:47:41 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»Die nach innen gerichtete Gewalt, die ein religiöses Leben begründet und im Opfer gipfelt, spielte im frühen Islam nur eine sekundäre Rolle. Der Islam ist eben zunächst nicht Verzehrung, sondern, wie der Kapitalismus, Akkumulation der verfügbaren Kräfte. Jede Darstellung, jede angstvolle Kontemplation des religiösen Dramas ist ihm wesensfremd. Der Kreuzestod Christi oder der Selbstvernichtungsrausch Buddhas ruft bei ihm keinerlei Widerhall hervor. Wie das militärische Oberhaupt, das seine Gewalt gegen den Feind entfesselt, steht er im Gegensatz zum religiösen Oberhaupt, das die Gewalt erleidet. Das militärische Oberhaupt wird niemals getötet und strebt sogar danach, die Opfer zu unterbinden, es ist dazu da, die Gewalt nach außen zu lenken und die lebendige Kraft einer Gemeinschaft vor innerer Verzehrung - vor dem Ruin - zu bewahren. Es ist von vornherein auf Aneignungen, Eroberungen, kalkulierte Ausgaben zum Zweck des Wachstums aus. Der Islam ist gewissermaßen in seiner Einheit eine Synthese religiöser und militärischer Lebensformen, aber das militärische Oberhaupt konnte die religiösen Formen neben sich intakt lassen: der Islam ordnet sie den militärischen unter; indem er die Religion auf eine Moral beschränkt, reduziert er das Opfer auf Almosen und die Einhaltung der Gebetsvorschriften.«
Georges Bataille: Der verfemte Teil, S. 122
Johannson schrieb am 26.4. 2003 um 01:24:50 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wie ist die Stellung der Frau im Islam?
Der Islam sieht in der Frau, egal ob sie ledig oder
verheiratet ist, ein
Individuum mit eigenen
Rechten, mit einem
Anrecht auf Besitz und
dem Recht über ihren
Besitz und Verdienst ohne
jegliche Bevormundung
(durch ihren Vater,
Ehemann oder irgend
jemand anderen) zu verfügen. Sie hat das Recht, zu kaufen
und zu verkaufen, Geschenke und Almosen zu geben und
sie kann ihr Geld ausgeben, wie sie will. Der Bräutigam gibt
der Braut eine Mitgift zu ihrem eigenen Gebrauch und sie
behält eher ihren eigenen Familiennamen, als den ihres
Gatten anzunehmen.
Der Islam ermuntert den Ehemann seine Frau gut zu
behandeln, wie der Prophet sagte: {Die besten unter
euch sind die, die am besten zu ihren Frauen sind.}1
Mütter im Islam sind überaus verehrt. Der Islam befiehlt,
sie bestens zu behandeln. Ein Mann kam zum Propheten
und sagte, "Oh Gesandter Gottes! Wem von den
Menschen sollte ich Gesellschaft leisten?" Der Prophet
sagte: {Deiner Mutter.} Der Mann sagte: "Wem
dann?" Der Prophet sagte: {Dann deiner Mutter.}
Der Mann fragte weiter: »Wem dann?« Der Prophet
sagte: {Dann deiner Mutter.} Der Mann fragte wieder:
»Wem dann?« Der Prophet sagte: {Dann deinem
Vater.}2
_____________________________
van Nuys schrieb am 27.4. 2003 um 18:18:05 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Geschichtliche Entwicklung des Islam
570
wurde Mohammed (der Gepriesene) als Sohn des Kaufmanns 'Abd Allâh und dessen Frau Âmina in Mekka geboren. Er war ein Korascheït, einem der bedeutendsten Stämme Arabiens, aus der Sippe der Hâshimiten, die als »Fugger« der arabischen Welt galten..
576
nachdem beide Elternteile gestorben sind, kommt Mohammed zuerst in das Haus seines Großvaters, anschließend zu seinem Onkel Abû Tâlib, wo er, gleichgestellt mit den leiblichen Kindern, Karawanenführer wird.
582
begleitet der zwölfjährige Mohammed seinen Onkel nach einer Legende nach Syrien. Dort habe der christliche Mönch Bahîrâ ihm eine hohe Stellung prophezeit. Gegenstück zur Geschichte des zwölfjährigen Jesus im Tempel und Versuch der des Beweises, daß sogar Christen die prophetische Sendung Mohammeds bestätigten.
595
heiratet Mohammed die wohlhabende Witwe Chadidscha. Mit ihr hat er 2 Söhne und 4 Töchter, von denen nur Fatima überlebt. Sie heiratet den späteren Kalifen 'Alî und ist die Stammutter der leiblichen Nachfahren des Propheten.
Während seiner Karawanenreisen hat Mohammed Kontakt zur jüdischen und christlichen Welt, inklusive deren Sekten.
610
hat Mohammed seine erste Vision. Er verkündet den einzigen Gott, dem die Menschen völlige Unterwerfung schuldig sind (»Islam«). Nach einer Zeit der Anfechtung (je nach Literatur zwischen 6 Monaten und 3 Jahren) regelmäßige Verkündigung. Die ersten Gläubigen waren seine Frau Chadidscha, der Gottsucher Waraqa Ibn Naufal, der von Mohammed adoptierte frühere Sklave Zayd, Mohammeds Vetter und Adoptivsohn 'Alî (erst 13 Jahre alt) und der einflußreiche Tuchhändler Abû-Bakr, der erste Kalif nach dem Tode Mohammeds.
Khoury, Im Garten Allahs, Seite 20
619
Tod von Chadidscha und Abu Talib
621
»Himmelfahrt« (Miraj) Mohammeds, angeblich vom Tempelberg in Jerusalem (Koran berichtet nur von einem fernen Gebetsort), Versuch, die Juden zu gewinnen.
Zeitpunkt differiert in den verschiedenen islamischen Quellen.
- geschehen im 12. Lebensjahr Mohammeds (582)
- im dritten Jahr seiner Berufung (613)
- zwei Jahre nach dem Tod Chadidschas (621)
- im 12. Jahr seiner Berufung (622)
622
Hedschra. Am 16. Juli verläßt Mohammed heimlich Mekka und flieht nach Medina (die Stadt) - eigentlich Medina-an-Nabi (die Stadt des Propheten), die bis dahin Jathrib hieß. Beginn der islamischen Zeitrechnung. Von dort plündert Mohammed die Karawanen aus Mekka. Nach der Erlaubnis zum Beutemachen gewinnt Mohammed über 10000 Anhänger.
624
Geplanter Überfall Mohammeds auf mekkanische Frühjahrskarawane scheitert. Allerdings kann Mohammed ein mekkanisches Ersatzheer zurückschlagen.
Jüdische Stämme der Kainuka und Banu-Nadir werden durch Belagerung zur Auswanderung nach Chaibar gezwungen.
Wechsel der Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka.
627
Grabengefecht vor Medina, bei dem die Mekkaner unverrichteter Dinge wieder abziehen. Da sich der jüdische Stamm der Banu-Kuraisa nicht an der Verteidigung beteiligte, bzw. Mohammed öffentlich ablehnte, wird an ihnen ein Massaker durch Mohammed verübt. Alle Männer werden hingerichtet und etwa 1000 Frauen und Kinder als Sklaven verkauft.
Daraufhin konvertieren mehrere arabische Beduinenstämme - teilweise unter Druck - zum Islam.
628
Friedensvertrag zwischen Mekka und Mohammed. Mohammed zieht unbewaffnet mit Pilgerschar nach Mekka
630
Mohammed kehrt im Triumph nach Mekka zurück. Er erklärt Mekka wegen des dortigen Zentralheiligtums zur heiligen Stadt und reinigt die Kaaba von allen Götzenbildern und etabliert die »Theokratie Allahs und seines Gesandten«.
Damit wird die Religionsfreiheit beendet. An dessen Stelle tritt offene Feindschaft, wobei man allerdings mit Konvertierwilligen gnädig zu verfahren hatte. Mohammed hatte versucht, Christen und Juden für sich zu gewinnen. Deshalb eventuell auch die Geschichte der »Himmelfahrt« Mohammeds von der El-Aqusa-Moschee in Jerusalem. Juden lehnten Mohammed auf Grund von 5. Mose 18,22; Jesaja 41,21-24 ab und bezeichneten ihn als Lügner (Sure 3,184). Mohammed tat keine Zeichen der Prophetie (Suren 17,59.89-94; 13,7.31;6,37.109.124; 7,203; 2,99.118).
Auch die Christen lehnten Mohammed ab, weil sich seine Lehre deutlich von der Bibel unterschied.
Juden und Christen wurden nicht »gezwungen«, Moslem zu werden. Im Raum Mekka/Medina wurden sie zur Auswanderung gezwungen. Später, und an anderen Örtlichkeiten durften sie ihre Religion behalten, mußten aber eine hohe Kopfsteuer bezahlen (oft unbezahlbar), durften nicht in besseren Häusern wohnen als Moslem, durften keine Pferde reiten. Sie mußten ehrerbietig von Eseln absteigen, wenn ein Moslem vorbeikam. Jedes 5. Kind mußte der islamischen Geistlichkeit übergeben werden, die das Kind zu fanatischen moslemischen Kriegern erzog.
Einteilung der Welt in zwei Gebiete:
- Dâr - al - Islam (Welt des Islam)
- Dâr - al - Harb (Kriegsgebiet)
Legitimer Heiliger Krieg sollte ausgerufen werden, wo ein Volk sich nicht dem Islam unterwarf.
631
Mohammed erklärt die Trennung der Gemeinschaft der Gläubigen von den Polytheisten
632
»Reformierte« Wallfahrt Mohammeds. Verpflichtendes Grundmuster aller islamischen Wallfahrten.
Tod Mohammeds. Er wird in seiner Hütte in Medina begraben. Nachfolger wird nach längerem Streit Abu Bakr.
2.2 Die erste Spaltung
2.2.1. Die ersten Kalifen nach Mohammed
632-634
Abu Bakr (* um 573)
634-644
Omar (* um 584). Eroberer Palästinas, Ägyptens und Persiens
644-656
Osman (Othman) (* 576) Eroberer Aserbeidschans, Georgiens und des Indusgebietes. Baute eine mächtige Flotte, die der byzantinischen schwere Niederlagen beibrachte.
656-661
Ali ibn Abu-Talib (* 600)
2.2.2. Die Spaltung
Die Ursache liegt in dem Streit mehrerer Gruppierungen. Die einen wollten nur einen leiblichen Nachkommen Mohammeds als Kalif, wofür nur Ali, der Sohn Fatimas, in Frage kam, die anderen wollten ein Ende der Günstlingswirtschaft und einen Kalifen aus einer anderen Sippe.
Ali stand nun vor der Aufgabe, die Mörder des vorherigen Kalifen Osman zu strafen, die allesamt Gegner der Omaijadensippe waren, und der Beseitigung der Günstlingswirtschaft der Omaijaden. Dazu hatte er sich noch den Haß Aischas, der Lieblingsfrau Mohammeds, zugezogen.
656
kommt es zur »Kamelschlacht«, in der Ali gegen Aischa siegt. Diese wird nach Mekka verbannt und spielt weiterhin keine Rolle mehr in der Geschichte.
657
Nach der Schlacht bei Siffin stimmt Ali einem Schiedsgericht zu, das die Kalifenfrage klären soll. Daraufhin trennt sich eine Gruppierung von ihm, die sich die Charidschiten (Ausziehende) nennt und einen eigenen Kalifen wählen will.
Das Schiedsgericht schlägt Muawija zum Kalifen vor, wodurch das Araberreich in zwei Teile zerbricht. Die Position Alis wird immer schwächer.
660
Muawija läßt sich in Jerusalem offiziell zum Kalifen ausrufen. Die Charidschiten bilden in Mekka eine Verschwörung zur Ermordung der Besudler des Islam, Ali und Muawija.
661
Während des Freitagsgebetes ermorden drei gedungene Mörder Ali. Muawija entgeht durch einen glücklichen Zufall dem Anschlag. Ali wird in der Wüste bei dem heutigen Nadschaf begraben. Seine Nachkommen verweigern dem Omaijadenkalifen Muawija den Gehorsam und fordern einen Kalifen aus der Nachkommenschaft Mohammeds. Ali hatte zwei Söhne, Hassan und Hussein. Hassan, auch als »al Mitlak« (der Ehescheider) bekannt, läßt sich das Amt von Muawija abkaufen. Doch die Aliden setzen nun Hussein zum Kalifen ein.
680
Hussein fällt bei Kerbela im Kampf um das Kalifenamt gegen die Omaijaden. Damit beginnt ein dem Koran eigentlich fremder »Vergötterungskult« um Ali und Hussein, deren Gräber bis heute schiitische Pilgerstätten sind.
2.3. Ausbreitung des Islam
632
Abu Bakr wird zum Kalifen (Stellvertreter) gewählt. Viele Araberscheichs, die nur Mohammed Gefolgschaft versprochen hatten, verursachen einen Aufstand (Ridda) Abu Bakr reagiert mit blitzschnellen Feldzügen und kann den Aufstand gegen Scheich Musailima, der selber Offenbarungen gehabt haben soll, in einer blutigen Schlacht niederwerfen. Dabei sterben 300 »Korangedächtnisse« (Krieger, die seit Beginn bei Mohammed waren und die Koransuren auswendig konnten. Daraufhin veranlaßt Abu Bakr die schriftliche Abfassung des Koran.
633
Abu Bakr wird auf die Schwäche Persiens aufmerksam gemacht. Er befiehlt den Einmarsch. Nach seinem Sieg läßt er 70000 besiegte Perser enthaupten.
636
Völlige Vernichtung des byzantinischen Heeres in Palästina
638
Eroberung Jerusalems
642
Araber erobern Syrien, Jerusalem und Ägypten aus der Hand Byzanz (oströmisches Reich)
655
Byzantinische Flotte wird vernichtend geschlagen
661
Ali, verheiratet mit Mohammeds und Chadidchas ältester Tochter Fatima, vierter Kalif, wird ermordet.
Streit ums Kalifenamt entbrennt. Schiiten wollen Nachkommen Mohammeds (Hussein, Ali s Sohn), Sunniten lehnen dies ab.
691
Errichtung der Omar-Moschee (Felsendom) in Jerusalem
707
Islam beginnt sich in Indien durchzusetzen
711
Spanien wird erobert
732
In der Schlacht von Tours und Poitiers kann Karl Martell die Araber zurückdrängen
1453
Konstantinopel wird von Türken erobert.
1492
Granada, letzte islamische Bastion auf westeuropäischem Boden, fällt.
1529
Türken erstmals vor Wien. Dadurch »Rettung« der Reformation, da man protestantische Landsknechte benötigte
1698
Zweiter Angriff der Türken auf Mitteleuropa scheitert. Werden aus Wien und Budapest vertrieben
1924
Abschaffung des Kalifats. Endgültiger Verfall des osmanischen Reiches
1973
Beginn des »Ölkrieges« während des Yom-Kippur-Krieges
2.5. Loslösung vom Juden- und Christentum
Nach der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina (Hedschra) versuchte Mohammed die jüdischen und christlichen Gruppen für den Kampf gegen Mekka zu gewinnen. Seine Propagande: Kampf gegen den Polytheismus (Vielgötterei), um den Monotheismus (Glaube an den einen Gott) durchzusetzen.
Doch Juden und Christen waren nicht für diesen Kampf zu gewinnen. Zum einen unterhielten wurden Handelsbeziehungen nach Mekka gepflegt, zum anderen traten die Widersprüche zur Überlieferung der jüdischen und christlichen Botschaft deutlich zu Tage. Auch die geforderte Gebetsrichtung nach Jerusalem überzeugte nicht.
Daher versuchte Mohammed nun, die Selbständigkeit des Islam zu fördern. Zuerst in theologischer Hinsicht, indem er sich von Juden und Christen lossagte und ihnen eine falsche Überlieferung der Religion vorwarf. Er warf ihnen vor, mit der Religion des Mose oder der Religion des Jesus Christus eine falsche Religion zu betreiben. Die wahre Religion sei die unverfälschte Religion Abrahams, die noch von keiner Gesetzgebung und von keinen Zusätzen verdeckt war.
Sure 2,135:
»Und sie (d.h. die Leute der Schrift) sagen: »Ihr müßt Juden oder Christen sein, dann seid ihr rechtgeleitet.« Sag: Nein! (Für uns gibt es nur) die Religion Abrahams, eines Hanîfen - er war kein Heide (w. keiner von denen, die (dem einen Gott andere Götter) beigesellen.)«
Sure 3,65:
»Ihr Leute der Schrift! Warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Thora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn keinen Verstand?«
Sure 3,67:
»Abraham war weder Jude noch Christ. Er war vielmehr ein (Gott) ergebener Hanîf, und kein Heide (w. keiner von denen, die (dem einen Gott andere Götter) beigesellen.)«
Anschließend ging er weiter mit der Trennung, indem er das Heiligtum in Mekka als Bauwerk Abrahams bezeichnete (Sure 2,124-134).
Sure 2,125:
»Und (damals) als wir das Haus (der Ka`ba) zu einer Stätte der Einkehr für die Menschen und zu einem Ort der Sicherheit machten! Und (wir sagten): »Macht euch aus dem (heiligen) Platz Abrahams eine Gebetsstätte!« Und wir verpflichteten Abraham und Ismael (mit den Worten): »Reinigt mein Haus für diejenigen, die die Umgangsprozessionen machen und sich dem Kult hingeben, und die sich verneigen und niederwerfen!««
Es gab zwar auch weiterhin Kontakte zu jüdischen und christlichen Kreisen. Diese ließen sich aber nicht zum Übertritt zum Islam überzeugen. Es kam zunächst zu einem friedlichen Ausgang, wobei man beschloß, daß jeder seine eigene religiöse Überzeugung behalten durfte. Dieses spiegelt sich in Sure 3,59-64 wieder.
(64)»Ihr Leute der Schrift! Kommt her zu einem Wort des Ausgleichs (?) zwischen uns und euch! (Einigen wir uns darauf) daß wir Gott allein dienen und ihm nichts (als Teilhaber an seiner Göttlichkeit) beigesellen, und daß wir (Menschen) uns nicht untereinander an Gottes Statt zu Herren nehmen. Wenn sie sich aber abwenden, dann sagt: 'Bezeugt, daß wir Gott ergeben sind!'«