Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Praktikant«
leeloo schrieb am 7.10. 2003 um 19:39:39 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
als er auf die straße trat (es nieselte leicht, doch drüben, über dem hochhaus war blauer himmel zu sehen) versuchte er sich zu erinnern, was sie gesagt hatte. aus der einganstür raus, dann nach links die straße runter, rechts über die ampel und in den laden auf der anderen straßenseite und dort - er hatte sich notiert, was sie wollte. er ging los. den laden fand er ohne probleme, zum glücke hatte er erst letzte woche ein trainig für rechts-links schwache absolviert. im laden legt er den zettel auf den tresen, das glas hatte schon kratzer an einigen stellen. sollte er von den longpapers noch welche mitnehmen? der mann legte ein kleines paket auf den tresen, blickte ihn einen augenblick zu lange an und sagte: sie sind also der neue. kassierte die acht euro fünfzig und wünschte ihm einen schönen tag. es hatte aufgehört zu nieseln, als er den laden verließ. was hatte der mann gemeint? wieso hatte er diesen mitleidigen blick gehabt? oder wars nur einbildung gewesen? moment mal. da war doch mal ach wie war das doch gleich wieder mit der praktikantin und den zigarillos? instinktiv ging er nach links.
leeloo schrieb am 14.10. 2003 um 01:39:07 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
das ende seines letzten praktikums war im noch lebhaft im gedächtnis. auf einem zettel hatte er sich die adresse eines büros notiert, wo er sich vorstellen wollte. er sah auf den zettel in seiner hand. der ganze kaffee heute morgen, auch die andere zitterte sacht. er war gestern wieder im park gewesen, hatte sich über die scharfen schatten gewundert, die der vollmond warf. er drehte seine gewohnte runde. den großen weg nach links den nächsten nach rechts und er war auf dem weg, der ein großes oval um die zwei schlösser beschrieb. hinter der riesigen alten pappel war das tor zu erahnen über welches er vorhin gestiegen war. er kam an die weggabelung beim alten trompetenbaum. jemand hatte ihm erzählt, dass - moment, war da wirklich eine trompete zu hören? stimmte die geschichte etwa? wenn der trompetenbaum spielte ging man besser ganz schnell nach hause war die moral der geschichte gewesen. er blieb stehen, lauschte der sanften melodie, sah zum mond auf, versank in der süßen musik, ließ sich treiben in den zarten klängen, seine beine sein blick der sternenhimmel die kühle nachtluft alles schien eins zu werden. ein kurzer, leichter ruck ging durch seinen körper. der hund zog ihn nach links.
Robert R schrieb am 13.10. 2003 um 07:10:52 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
... der Niese setzte noch einmal an, bot alles auf was er zu bieten hatte. Doch er störte sich nicht weiter daran, rückte die Kapuze zurecht (die rutschen immer so schnell wieder runter) und trotte weiter.
Die Stelle, in der er diese Woche sein Praktikum angefangen hatte, lag in einem abgelegenen Viertel der Stadt. Ihm wurde von Tag zu Tag mulmiger bei dem Gedanken an seinen viermonatigen Aufenthalt in diesem „Unternehmen“. Und im Laden hatte es dann Klick gemacht – er brauchte immer lange um herzufinden was er wollte, aber Sachen die ihm nicht zusagten, stehen bei ihm schnell fest.
So lief er jetzt die Straßen lang (die Zigarillos noch in der Tasche) und bewegte sich, unbewusst, immer weiter aufs Zentrum der Stadt zu. Früher, als er noch neu hier war, fand er sie abstoßend. Er war andere Verhältnisse gewohnt: kleiner, auf jeden Fall grüner und nicht so rau. Doch seine Einstellung zu der Stadt wandelten sich langsam...
Hinter dem kleinen, wohlsortierten Regal im Laden trat eine junge Frau vor. Der Ladebesitzer und die Frau kannten sich. Sie kam oft hierher. Mit ihrer natürlich, offenen Art ist sie dem Verkäufer schnell liebenswert geworden. „Hallo Dena, na wie immer?“ Sie nickte, und er verschwand im Hinterzimmer um gleich darauf mit zwei Flaschen Sojamilch vor ihr zu stehen. „Lang nicht mehr hier gewesen...“ Sie hätte in letzter Zeit fiel zu tun, beschäftige sich grad mit ihrem Vordiplom, und würde deshalb oft einfach die Zeit vergessen.
Dann kramte sie in ihren Westentaschen, holte ein wenig Kleingeld heraus, und stopfte in die selben Taschen, die dafür eigentlich viel zu klein waren, die Flaschen.
Auch sie zog sich, wieder auf der Straße, eilig die Kapuze auf über den Kopf.
Robert R schrieb am 24.10. 2003 um 02:26:58 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Wenn Pelle sich freute, konnte man sich immer vorstellen wie es ist wenn einem Hund der Schwanz abfällt. So sehr wedelte er mit selbigem als er heute Nacht Heim kam.
Er war bei einer „Aftershowparty“ gewesen, auf der sein ehemaliger Mitbewohner auflegte. Zu erst waren da nur der Mitbewohner (der ja mit auflegen beschäftigt war), irgend so ein ätzender Typ aus seiner Vergangenheit (ihn hatte er am Wochenanfang schon im Zug getroffen, und festgestellt das er viel lieber in seinem Buch ungestört weiter lesen wollen würde als sich von dem ein Gespräch an die Backe nageln lassen würde) und jede Menge Menschen über die er hemmungslos lästern hätte können – Mädchen mit einreihigen Nietengürteln und Bauchtaschen die lässig über dem Gesäß hangen, BERLINER-SCHULE-MÄDCHEN (also dünner Minirock über Hose), möchtegerneSchöne – welche immer eine sehr korpulente Begleitfreundin bei sich haben, Bauchfreie und natürlich die Pseudointelektullen nicht zu vergessen. Er stellte mal wieder fest das er doch auch sehr intolerant war, doch da weiter niemand da war, behielt er seine Gedanken für sich, nahm sich vor seine ein/ zwei Bierchen zu trinken und dann wieder zu Pelle zu fahren. Plötzlich standen zwei Bekannte neben ihm, mit denen er doch mehr anzufangen wusste. Doch seine Gedanken schweiften immer wieder ab. Zu ihr...
Er war gestern mit ihr im Park gewesen. Und er fand sie toll. Je mehr er von ihr zu hören, zu sehen bekam, desto kribbelnder wurde es für ihn. Er genoss die Zeit mit ihr, er füllte sich in ihrer Nähe wohl. Und er dachte an sie, so wie jetzt...