Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 196, davon 179 (91,33%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 59 positiv bewertete (30,10%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 16.3. 2000 um 13:13:41 Uhr schrieb
Tanna über Text
Der neuste Text am 6.1. 2023 um 20:35:14 Uhr schrieb
von nebenan über Text
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 73)

am 15.5. 2010 um 01:13:10 Uhr schrieb
Christine über Text

am 19.5. 2014 um 19:26:35 Uhr schrieb
Spankingverehrer über Text

am 11.6. 2006 um 14:43:45 Uhr schrieb
Daniel aus der CH über Text

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Text«

Stöbers Greif schrieb am 16.3. 2000 um 13:56:30 Uhr zu

Text

Bewertung: 7 Punkt(e)

Das Wort ist in spätmittelhochdeutscher Zeit aus lateinisch TEXTUS (Gewebe, Geflecht, Verbindung, Zusammenhang) entstanden. Stammwort ist das lateinische TEXERE (weben, flechten, kunstvoll zusammenfügen), das wieder mit griechisch TÉKTON (Zimmermann, Baumeister), TÉCHNE (Handwerk, Kunstfertigkeit, Kunst) verwandt ist.

Zu Tannas Vorstellung vom »Zutexten« müßte man sich also noch hinzudenken, daß das ganze Textzeugs einen Gespinst-Charakter hat: da kommt man dann wirklich nicht mehr heraus; jedenfalls nicht ohne geeignetes Schneidwerkzeug.

hei+co schrieb am 16.6. 2000 um 01:52:37 Uhr zu

Text

Bewertung: 5 Punkt(e)

Schreiben als semiotische Praxis
Schreibweise (écriture): Text in seinem Produktionsaskpekt gegenüer ’Literaturund Sprachvollzug (parole)
Umwertung und völlige Neubestimmung der Funktion von Literatur.
"[...] die spezifische Problematik des Schreibens entwindet sich dem Mythos und der Abbildung, um sich in ihrer eigenen Buchstäblichkeit (littéralité) und in ihrem eigenen Raum zu denken. Insoweit ist die Praxis auf der Ebene des Textes zu definieren, als das Wort von nun an auf eine Funktion verweist, die gleichwohl im Schreiben nichtsich ausdrückt’, sondern die vielmehr das Schreiben disponiert: in einer dramatischen Ökonomie, deren ’geometrischer Ortnicht abbildbar ist (er eröffnet sich als Handlungsspielraum) (Ph. Sollers: Programme, in : Logiques, Paris 1968)
[Absicht oder Druckfehler: an genau dieser Stelle ist ein ’schließendes Anführungszeichengesetzt, das jedoch nirgendsgeöffnetworden ist ... das heißt doch wohl: hier endet ein Zitat, dessen (eindeutig zu markierender Anfang? im Ungewissen liegt ..]

Tanna schrieb am 16.3. 2000 um 13:24:19 Uhr zu

Text

Bewertung: 8 Punkt(e)

Ein Wort, das mir gut gefällt, weil es so treffend ist: zutexten.
Ich stelle mir dabei vor, wie einer den anderen dermaßen mit Text überschüttet, daß der sich nur noch mühsam aus den Wortbergen herauswühlen kann.

hanah schrieb am 10.4. 2000 um 13:45:48 Uhr zu

Text

Bewertung: 6 Punkt(e)

Das Wort ist mein Schiffchen, damit web ich auf-ab-auf-ab, einen Text aus feinsten Fasern, rote Vokale, blaue Konsonanten, was wird's denn, ein Mäntelchen, mit dem ich jemand wärmen kann? Das Word ist mein Schiffchen, mit dem fahr' ich raus auf's Meer der Geschichten, da find ich einen Schiffsbrüchigen, wie gut, daß ich ein Netz gewebt hab', da kann ich ihn rausziehen. Er ist ganz nass und verfroren, ich gebe ihm das Mäntelchen, fein, sagt er, rot und blau sind meine Lieblingsfarben.

hei+co schrieb am 14.9. 2000 um 09:11:18 Uhr zu

Text

Bewertung: 3 Punkt(e)

Interaktion mit dem Buch-Interface
»Mit der Fusion von Technologie und Kultur hat es etwas Merkwürdige auf sich. [...] Als James Joyce 1922 seinen Roman Ulysses veröffentlichte, der alle unseren Erwartungen darüber revolutionierte, wie ein Buch aussehen solle, war er da sehr viel anders als Gutenberg? Man konnte es damals zwar nicht erkennen, doch Joyce war ein hochbegabter Techniker, der mit seiner Buch-Maschine herumexperimentierte und sie Dinge tun ließ, die sie noch nie zuvor getan hatte. Seine Zeitgenossen hielten ihn für einen Künstler (oder einen Pornographen, je nachdem mit wem man sprach), doch aus heutiger Sicht hätte er ebensogut ein Propgrammierer sein können, der den Programmcode für eine Satz- und Druck-Anwendung schreibt. Joyce schrieb die Software für eine Hardware, die einst Johannes Gutenberg ersonnen hatte. Wenn man den Blickwinkel umkehrt, bleibt die Analogie genauso gültig: Gutenbergs umwälzende Erfindung, welche die vorhandene Manuskript-Technologie revolutionierte, die auf Gänsekiele und Schreiber angewiesen war, bleibt ein ebenso profunder schöpferischer Akt wie Molly Blooms Schlußmonolog in Ulysses. Beide Innovationen waren das Ergebnis aufregend einfallsreicher Sprünge nach vorn, und beide veränderten unsere Sicht auf die Welt. Gutenberg baute eine Maschine, die Joyce mit einigen innovativen Programmen frisierte, und Joyce brüllte die Variation eines Themas hinaus, das ursprünglich Gutenberg zu Papier gebracht hatte. Beide waren Künstler. Beide waren Techniker
(Steven Johnson, Interface Culture. Wie neue Technologien Kreativität und Kommunikation verändern, Stuttgart 1999, (OT: New York 1997), S. 11)

poiesis schrieb am 18.8. 2000 um 17:14:51 Uhr zu

Text

Bewertung: 2 Punkt(e)

»Text« - sprachverwandt mit »Textilien« - ein Wortgewebe, voller Verknüpfungen, Assoziationen, Kontexte, Kodes, Lautketten, Zeichensysteme, Botschaften, Gedanken, Erinnerungen, Vergesslichkeiten, Bezüge, Irregularien, Sachinhalten, Selbstoffengarungen, Beziehungen, Appelle, ...
Tanna fragte, was ein Kloster mit Sex zu tun habe! (16.3.2000) Gewaltig viel!!! Kennst du die Erotik des Chorgebetes, die Zärtlichkeit der Kontemplation, die Erregung des Kreuzganges, die libido der Kutte, den Orgasmus der Gregorianik?
Die Welt ist ein Text, der zu deuten ist und die Deutungen, die sich jeder gibt, müssen wieder gedeutet werden und die neue Deutung, von anderen gedeutet, verlangt Deutung, usw. Ich denke, das nennt man Hermeneutik. »Um zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält!«

Sira schrieb am 26.6. 2001 um 18:14:53 Uhr zu

Text

Bewertung: 4 Punkt(e)

muß den ein text immer lang sein
damit man ne gewaltige aussage darin erkennen kann?

das wesentlich ist doch nicht
wieviel geschrieben steht
sondern wieviel mit dem geschriebenem bewegt wird.

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