| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
196, davon 179 (91,33%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 59 positiv bewertete (30,10%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
761 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,061 Punkte, 73 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 16.3. 2000 um 13:13:41 Uhr schrieb Tanna
über Text |
| Der neuste Text |
am 6.1. 2023 um 20:35:14 Uhr schrieb von nebenan
über Text |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 73) |
am 15.5. 2010 um 01:13:10 Uhr schrieb Christine über Text
am 19.5. 2014 um 19:26:35 Uhr schrieb Spankingverehrer über Text
am 11.6. 2006 um 14:43:45 Uhr schrieb Daniel aus der CH über Text
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Text«
Stöbers Greif schrieb am 16.3. 2000 um 13:56:30 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Das Wort ist in spätmittelhochdeutscher Zeit aus lateinisch TEXTUS (Gewebe, Geflecht, Verbindung, Zusammenhang) entstanden. Stammwort ist das lateinische TEXERE (weben, flechten, kunstvoll zusammenfügen), das wieder mit griechisch TÉKTON (Zimmermann, Baumeister), TÉCHNE (Handwerk, Kunstfertigkeit, Kunst) verwandt ist.
Zu Tannas Vorstellung vom »Zutexten« müßte man sich also noch hinzudenken, daß das ganze Textzeugs einen Gespinst-Charakter hat: da kommt man dann wirklich nicht mehr heraus; jedenfalls nicht ohne geeignetes Schneidwerkzeug.
Tanna schrieb am 16.3. 2000 um 13:24:19 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Ein Wort, das mir gut gefällt, weil es so treffend ist: zutexten.
Ich stelle mir dabei vor, wie einer den anderen dermaßen mit Text überschüttet, daß der sich nur noch mühsam aus den Wortbergen herauswühlen kann.
hanah schrieb am 10.4. 2000 um 13:45:48 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Das Wort ist mein Schiffchen, damit web ich auf-ab-auf-ab, einen Text aus feinsten Fasern, rote Vokale, blaue Konsonanten, was wird's denn, ein Mäntelchen, mit dem ich jemand wärmen kann? Das Word ist mein Schiffchen, mit dem fahr' ich raus auf's Meer der Geschichten, da find ich einen Schiffsbrüchigen, wie gut, daß ich ein Netz gewebt hab', da kann ich ihn rausziehen. Er ist ganz nass und verfroren, ich gebe ihm das Mäntelchen, fein, sagt er, rot und blau sind meine Lieblingsfarben.
hei+co schrieb am 14.9. 2000 um 09:11:18 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Interaktion mit dem Buch-Interface
»Mit der Fusion von Technologie und Kultur hat es etwas Merkwürdige auf sich. [...] Als James Joyce 1922 seinen Roman Ulysses veröffentlichte, der alle unseren Erwartungen darüber revolutionierte, wie ein Buch aussehen solle, war er da sehr viel anders als Gutenberg? Man konnte es damals zwar nicht erkennen, doch Joyce war ein hochbegabter Techniker, der mit seiner Buch-Maschine herumexperimentierte und sie Dinge tun ließ, die sie noch nie zuvor getan hatte. Seine Zeitgenossen hielten ihn für einen Künstler (oder einen Pornographen, je nachdem mit wem man sprach), doch aus heutiger Sicht hätte er ebensogut ein Propgrammierer sein können, der den Programmcode für eine Satz- und Druck-Anwendung schreibt. Joyce schrieb die Software für eine Hardware, die einst Johannes Gutenberg ersonnen hatte. Wenn man den Blickwinkel umkehrt, bleibt die Analogie genauso gültig: Gutenbergs umwälzende Erfindung, welche die vorhandene Manuskript-Technologie revolutionierte, die auf Gänsekiele und Schreiber angewiesen war, bleibt ein ebenso profunder schöpferischer Akt wie Molly Blooms Schlußmonolog in Ulysses. Beide Innovationen waren das Ergebnis aufregend einfallsreicher Sprünge nach vorn, und beide veränderten unsere Sicht auf die Welt. Gutenberg baute eine Maschine, die Joyce mit einigen innovativen Programmen frisierte, und Joyce brüllte die Variation eines Themas hinaus, das ursprünglich Gutenberg zu Papier gebracht hatte. Beide waren Künstler. Beide waren Techniker.«
(Steven Johnson, Interface Culture. Wie neue Technologien Kreativität und Kommunikation verändern, Stuttgart 1999, (OT: New York 1997), S. 11)
poiesis schrieb am 18.8. 2000 um 17:14:51 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
»Text« - sprachverwandt mit »Textilien« - ein Wortgewebe, voller Verknüpfungen, Assoziationen, Kontexte, Kodes, Lautketten, Zeichensysteme, Botschaften, Gedanken, Erinnerungen, Vergesslichkeiten, Bezüge, Irregularien, Sachinhalten, Selbstoffengarungen, Beziehungen, Appelle, ...
Tanna fragte, was ein Kloster mit Sex zu tun habe! (16.3.2000) Gewaltig viel!!! Kennst du die Erotik des Chorgebetes, die Zärtlichkeit der Kontemplation, die Erregung des Kreuzganges, die libido der Kutte, den Orgasmus der Gregorianik?
Die Welt ist ein Text, der zu deuten ist und die Deutungen, die sich jeder gibt, müssen wieder gedeutet werden und die neue Deutung, von anderen gedeutet, verlangt Deutung, usw. Ich denke, das nennt man Hermeneutik. »Um zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält!«
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