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Dezember 1996
SCHUSCH EIN FASTROMAN
EIN FASTROMAN IST EIN ROMAN DER DEN STRIKTE REGELN DES AUTORS UNTERLIEGT!
DER EINMAL FERTIG IST ODER IN DEN NäCHSTEN AUFLAGEN GEäNDERT WIRD!
EIN FASTROMAN IST EINE DURCHGEHENDE GESCHICHTE, DIE DURCHAUS AUS EINZELNEN GESCHICHTEN BESTEHEN KANN!
EIN FASTROMAN IST ANDEREN ROMANFORMEN NICHT ZUORDENBAR UND IN SEINER VIELFALT NOCH ENTWICKELBAR.
EIN FASTROMAN IST DER JAZZ UNTER DEN ROMANEN!
EIN FASTROMAN IST IN SEINER LETZTEN FORM, WENN DER AUTOR SEINE DIESSEITIGE FORM ENDGüLTIG VERLIERT!
In diesem Kapitel wird die Frage geklärt:
Warum kleine Jungs die Mädchen mögen!
... AM TISCH SITZEN die Kinder vor ihrer dampfenden Schokoladensuppe.
Der kleine schmale Junge zehrt sich nach diesem wunderbar wohlriechendem Etwas!
Doch wie alle Tage zuvor gab es für ihn nur Schwarzbrotschnitten.
Die überaus dünn mit Butter bestrichen waren!
Aber dem Mädchen gegenüber steht die Angst im Gesicht geschrieben. Denn sie darf an diesem Morgen nichts essen.
Denn die Doktoren wollen ihr Hirn absaugen!
Dann wird sie bewußtlos umfallen und auf schreckliche Weise kotzen!
Die machen das immer so!
Sie dachte an Flucht, aber die fleischfarbenen Arme der sonst ganz netten Schwester ziehen das sich wehrende Bündel unter ihrem Bett hervor.
Ihr Weinen verliert sich hinter den zufallenden Türen!
Die Kinder essen schweigend ihre Suppe! Der Junge erstickte fast am Brot. Durch die großen Fenster scheint die Sonne. Draußen im Park liegt Schnee.
Das Grau darauf stammt aus der Fabrik, in der die toten Tiere erst zerquetscht, dann zerkocht werden!
Die Pferde, die ertrunken waren, haben große aufgeblähte Bäuche. Die Zungen schneiden die Arbeiter heraus und die Beine zucken noch! Schlimmer als
alles ist aber der ständige Leichengestank. Oder die Leute, die in der ersten Etage schreien!
Die Schwestern reden auch immer ängstlich und immer so, daß der kleine Junge nichts Richtiges hören kann!
Draußen im Wintergarten konnten wir dann spielen, oder Pionierlieder singen. Der Mittag war nicht sehr schön, da der Junge immer gekochtes Fleisch
essen sollte! Jeden Tag das zähe ekelige Fleisch. Was oben von den Tieren kam!
Jedenfalls roch es immer am Mittag so säuerlich, oder vielleicht auch süßlich. Danach mußten alle schlafen. Außer denen, die sowieso schliefen! Denn
denen hatten die Ärzte ja das Gehirn abgesaugt!
Der Junge schaute immer vor der Mittagsruhe ob in den Kotzschälchen etwas war. Sehr lange mußten die Kinder in den Betten sein.
Wer redet, der wird ausgeschimpft oder mußte im Gang stehen, bis die Beine zitterten.
Der Jungen zitterte schon früher mit seinen Beinen, da es dann leichter war zurück ins Bett geschickt zu werden!
Außerdem kann sich ein trauriges Gesicht auch auszahlen!
Sein Zimmer hatte er ganz allein für sich. Dann konnte er auch nicht andere anstiften, auf dem Flur zu lauschen. Was die in den weißen Kitteln zu reden
hatten! Vielleicht konnte man dabei hören, wann es Zeit war endlich abzuhauen!
Plötzlich geht die Tür auf und die schieben einen rein. Der sieht aus wie einer der Schlaftabletten geschluckt hatte!
Die Schwester Hildegard lachte ihn aus, weil der nicht gewußt hatte was die richtige Sorte war die man zum umbringen brauchte!
Die Schwester tat auch immer so, als ob sie nicht sieht wenn man unter dem Doppelstockbett liegt und unter ihren rosa Rock schaut! Einmal hatte sie
keine Schlüpfer an!
Der neue Junge schläft schon den dritten Tag und wollte nicht aufwachen!
Sie legt das Schlafzeug richtig und kniete dabei mit ihren fetten Beinen auf dem Linoleum. Da konnte ich ihre schwarze Wolle sehen! Es roch auch wie die
Fische im Aquarium!
Der Junge, der immer schlafen wollte, wurde mein Freund!
Auch wenn der schon viel größer war. Er erzählte immer sehr schöne Geschichten. Die so schön das Gegenteil waren als diese Gefangenschaft. Ihm
hatten die Doktoren die Schuhe gemaust!
Das er nicht weglaufen konnte! Denn draußen ist es inzwischen kalt und viel Schnee. Es war eine ganz gute Zeit mit ihm, bis er in Socken sich fortmachte!
Das bewunderte ich sehr!
Sonntags brachte meine Mutter mir solche wunderbar bunten Schokotabletten mit. Der Name auf der Rolle war sogar Englisch! Oben vom Bett konnte
ich durch den Spalt zwischen den Türscharnieren sehen, daß die bunten Drops in allen Schälchen von allen Kindern verteilt waren!
Gerechtigkeit finde ich Scheiße!
Ale waren sehr aufgeregt und fragten jeden, ob wer was gesehen hatte! Wann der Große die Mücke gemacht hatte!
Ich war klein, deshalb fragte mich keiner!
Ich fand es gut, ein richtiges Geheimnis zu haben!
Jetzt ließen sie mich in meinem Zimmer alleine!
Früh gab es noch immer Schnitten mit wenig Butter. Mittags immer wieder das Kochfleisch mit Geruch! Die Köchin schämte sich schon vor mir, weil ich
dauernd heulte!
Nachts träume ich vom Fliegen und vom Abhauen in Socken!
Ich wachte auf und spürte ihre Finger zwischen meinen Beinen. Sie versuchte etwas abzumelken! Aber da war nichts! Dann konnte ich ihre große Brust
sehen! Die schimmerte ganz weiß im Mondlicht!
Ich begann ganz sehr zu schwitzen! Ich sollte sie lutschen, denn das machte ihr Spaß!
Ich hatte Angst keine Luft mehr zu kriegen!
Die ganze Nacht konnte ich kaum einschlafen! Morgens zum Frühstück gab es endlich für mich Schokoladensuppe!
Und Mittags Schnitzel mit Kartoffeln! Es war ein langer, schöner Tag! Die Sonne schien und alle Fenster hätte man aufmachen können, denn draußen
roch alles nur nach Schnee. Nachts wieder im Bett blieb ich lange wach, dann wurde ich doch müde. So konnte ich wieder rausfliegen! ... Nach Hause!
Irgend etwas schüttelte mich wach. Sie zerrte mich ganz harsch aus der warmen Decke raus. Dann mußte ich mit ihr an der Hand den Gang lang laufen.
Dabei hält sie meine Hand so fest, daß ich wußte, daß sie das nur machte, damit ich nicht wegfliegen konnte!
Alles ist dunkel! Dann schließt sie die Türen auf und zu!
Die Treppen hoch zu den gefährlichen Leuten!
Ich reiß mich los und renne weg, bis sie mich wieder fängt!
Sie sagt nicht ein Wort zu mir!
Hinter den großen Türen sehe ich starrende Augen!
Die wimmern schrecklich!
Ich halte mich ganz fest und denke nicht mehr an das Weglaufen! Denn das kann schief gehen!
Irgendwann sind wir in einem kleinem Zimmer!
Der Mann im weißen Kittel fragt mich, ob ich Lust habe Limonade zu trinken?
Die Hildegard spritzt mir die Nadel von einer Spritze in den Arm. Ich wußte schon das Weinen und Wimmern nichts half! Der Mann schenkt mir Sirup und
Wasser in das Glas, und ich durfte Kirsche trinken!
Auch Erdbeere hätte ich haben können!
Als ich genug getrunken hatte, mußte ich trotzdem weiter trinken!
Halb Sirup! Halb Wasser!
Dann packt mich Schwester Hildegard am Kinn und drückt meinen Kopf zwischen ihre dicken Titten. Die Nase hält sie mir auch noch zu!
So, daß ich schlucken muß! Zum Schluß gießt die mir noch fast die halbe Flasche Kirschsirup in den Mund!
Der Mann gab mir wieder eine Spritze und hält mich ganz fest! Dann zerren sie mich aufs Klo, damit ich alles wieder rauskotzen kann!
Der lange Weg zum Bett war diesmal anders! Denn ich hatte dreimal versucht auf ihren losen Schnürsenkel zu treten! Das sie die Treppen runterknallen
sollte!
Dafür bekam ich eine gehörige Maulschelle! Am nächsten Morgen zum Frühstück gab es für mich nichts zu essen!
Keiner schaute mich an! Aber alle wußten, daß sie mir was aus dem Gehirn saugen wollen! Vielleicht mußte ich den Kirschsaft trinken, weil mir dabei
soviel Blut abfließt?
Dann bekam ich wieder eine Spritze! Außerdem Tabletten und Fingernadeln!
Dann legten die mich auf eine Bahre und schoben mich auf einen hellen, großen Tisch!
Ganz nackt mußte ich mich vor allen ausziehen!
Und mich auf den Tisch knien!
Dann packten mich diese verdammten Weiber und drücken meinen Kopf auf das eiskalte Metall!
###tja mehr geht halt nicht hinein in den Blaster!
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