Denken
Bewertung: 8 Punkt(e)
»Wer das Denken zur Hauptsache macht, der kann es darin zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht, und einmal wird er ersaufen.«
(Hermann Hesse)
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 453, davon 441 (97,35%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 154 positiv bewertete (34,00%) |
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| Durchschnittliche Bewertung | 0,152 Punkte, 150 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 16.4. 1999 um 12:28:57 Uhr schrieb Tanna über Denken |
| Der neuste Text | am 26.2. 2023 um 23:05:59 Uhr schrieb Psychosaurus über Denken |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 150) |
am 26.8. 2002 um 14:31:34 Uhr schrieb
am 6.12. 2002 um 23:49:49 Uhr schrieb
am 5.1. 2010 um 14:03:42 Uhr schrieb |
»Wer das Denken zur Hauptsache macht, der kann es darin zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht, und einmal wird er ersaufen.«
(Hermann Hesse)
Irgendwie seltsam. Ich habe immer den Eindruck, dass ich die einzige bin, die denkt. Ich weiß natürlich, dass es nicht so ist, aber irgendwie eine seltsame Vorstellung, dass alle Menschen, fremde Menschen, die dir auf Bürgersteigen entgegenkommen,z.B., gerade irgendwas denken, vielleicht etwas sehr tiefsinniges. Manchmal sehe ich irgendeinen mir vollkommen fremden Menschen und frage mich, was wohl seine Welt ist, wie sein Leben bisher verlaufen ist und wie es ihm gerade geht. Nicht, weil ich besonders neugierig bin, sondern weil ich es wahnsinnig interessant, aber auch beängstigend finde, dass jeder Mensch eine ganz andere Denkweise hat und dass sich somit auch niemand wirklich in einen anderen Menschen hineinversetzen kann. Jeder lebt in seiner eigenen Welt und seiner eigenen Wahrheit, über die er sich manchmal selbst nicht so ganz im Klaren ist.
Beim Denken kommt es nicht auf das gedachte an sich, sondern auf den zu denkenden Gedanken an. Das gedachte gedenke zu deutsch der Gedanke bringt Gedanken hervor, die zu denken nicht denkbar sind. Große Denker zeichnen sich meist weniger durch eine enorme Körpergroße, als vielmehr durch enormes Denkvermögen - also die Fähigkeit, gedachtes zu denkendes zu durchdenken bzw. zu zerdenken - aus. Um diesen Denkprozess jedoch erst mal so richtig in Gang zu bringen müssen auch die Denker erstmal zu denken beginnen - so entstand einst der Spruch: »Ich denke, daß ich bin.« Dieser streng durchdachte Gedanke spiegelt wieder, daß der seiende Denker den Gedanken, also die Vermutung hat, daß er sich just in dem Moment, als er dies denkt, auch wirklich denkt und somit gegenwärtig anwesend ist. Was somit wiederum zu der Vermutung führt, daß die ganze Existens nur ein Gedanke ist. Denkt ihr das nicht auch? Ich denke mir auf jeden Fall, daß ich jetzt genug Unsinn verzapft habe - also hör ich jetzt auf zu schreiben und setze mich in eine Ecke und denke nach...
Das Denken wird im Verlauf des Lebens von der Umwelt so verkompliziert, dass man oft nicht mehr auf die einfachsten und naheliegendsten Lösungen kommt.
Denken und Sprache sind Vehikel zur Aneignung von Welt und zur Teilhabe an Welt. Denken ist untrennbar mit Sprache verbunden:
Was ich nicht denke, kann ich nicht sprachlich ausdrücken, und was ich nicht sprachlich ausdrücken kann, kann ich kaum denken.
Mit Hilfe des Denkens kann der Mensch zeitliche Erlebnisse entzeitlichen, sich damit über die Aktualität und Flüchtigkeit erheben
und somit Welt ordnen. Über die Sprache vollzieht sich dabei die Fixierung von Welt im Wahrnehmen und Erleben; außerdem
gelingt über die Sprache die Distanzierung zur Welt, die wiederum Voraussetzung für das Verfügen über Welt ist. Sprache ist
zudem Vehikel für die Entfaltung der Innerlichkeit des Erlebens. Und Sprache ist das wichtigste Werkzeug des Menschen, um
Kultur zu schaffen.
Denken verboten
Gedanken, die Seele eines jeden selbst.
Gedanken, sie können so schön und doch so schaurig sein.
Manchmal wünsche ich mir ich müßte nicht denken. Denn
meine Gedanken drehen sich immer nur um eins: Tod!
Ja, meine Gedanken drehen sich darum, dass ich sterben will.
Warum ich es nicht tue? Ich weiß es nicht. Gründe hier zu sein
habe ich nicht. Trotzdem tu ich es nicht. Es ist doch gar nicht
so schwer. Ich müßte nur etwas tiefer ritzen oder abends
anstatt einer Schlaftablette die ganze Schachtel nehmen.
Trotzdem tue ich es nicht. Und diese Gedanken quälen mich.
Deshalb gilt für mich ab heute Denken Verboten. Denn wenn
meine Seele tot ist, ist es für meinen Körper auch leichter zu
sterben.
Es gibt ein tieferes Denken, als das Denken in Wörtern. Wörter sind Symbole. Das wahre Denken, die Assoziation jedoch findet dahinter, im geheimen, Unbewußten statt.
Wenn man einmal anfängt, mit Wörtern herumzuspielen und ihre Definitionen zu verändern, wird man feststellen, daß man auch das bisher Undenkbare denken kann.
Thoughtcrime, nicht wahr? Als nächstes dann noch Sexcrime!
Es ist schwieriger mit dem Denken aufzuhoeren als es fortzufuehren.
Menschen glauben immer, dass es ein Privileg ist zu denken. Aber oft sind die Gedanken auch eine Last, die einen sehr quaelen kann.
Hätte ich nicht intuitiv begonnen mit diesem Teil rumzumachen, sondern vorher gedacht, hätte ich mir ja auch denken können daß die Leute vom Blaster nicht auf der Brennsupp'n dahergeschwommen sind. Dieses Teil ist die ultimative Kreativ-Orgel.
Der User denkt - Blaster lenkt. Assoziations-Breie werden doch nicht durch zu viele Köche verdorben.
Der letzte spontane Erguß:
Denke nicht du denkst, denn wenn du denkst du denkst, dann denkst du nur du denkst. Aber vielleicht schadet Denken ja doch.
Ist der Oberdenker immer der Oberlenker - oder nur der Vordenker.
Und überhaupt- was sagen die Leute in Denkendorf dazu.
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