manchmal
Bewertung: 10 Punkt(e)...manchmal...verlässt jeden der Lebensmut...denn genau so wie eine Blume nicht hundert Tage blühen kann, kann der Mensch nicht nur gute Tage haben...
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| Der erste Text | am 14.6. 1999 um 22:19:41 Uhr schrieb sth über manchmal |
| Der neuste Text | am 16.5. 2026 um 18:37:33 Uhr schrieb Winter4 über manchmal |
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am 1.8. 2002 um 04:10:55 Uhr schrieb
am 17.10. 2002 um 09:28:32 Uhr schrieb
am 12.7. 2004 um 22:42:03 Uhr schrieb |
...manchmal...verlässt jeden der Lebensmut...denn genau so wie eine Blume nicht hundert Tage blühen kann, kann der Mensch nicht nur gute Tage haben...
Manchmal
Manchmal begegnen mir jetzt Personen wieder, die ich zwanzig, dreißig Jahre nicht gesehen habe, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass mit 40 der Besuch von Klassen- und Jahrgangstreffen Konjunktur hat.
Plötzlich haben alle eine Biografie.
Die Erfolgreichen und die Gescheiterten, die Ar-men und die Reichen, die Wohlwollenden und die Wohlhabenden.
Lebenserfolg lässt sich nicht an Schulnoten fest-machen. Mitnichten.
Vieles ist anders gekommen, als wir es damals ahnten...
Aus: Armin König. Der Saarländer, das All und das Nichts.
Manchmal wünscht' ich, meine Gedanken böten mir ein wasserdichtes Zelt aus Polyethylen. Manchmal ist dem auch so. Aber meistens weiß ich sowieso nicht, was ich eigentlich will. Jedenfalls im Moment. Manchmal bin ich mir da aber auch nicht so ganz sicher.
Manchmal warte ich auf die Weltrevolution, manchmal nur auf eine kleine in meinem Kopf. Oder auf einen netten Menschen, der meinen Weg kreuzt. Manchmal fühle ich mich wie eine Comicfigur, die ihre Haupthandlung verloren hat. Selten genug weiß ich ganz genau, was meine Haupthandlung ist, manchmal frage ich andere nach dem Weg.
Manchmal ist ein wunderschönes Wort, jedenfalls manchmal.
Manchmal setze ich mich einfach ins Auto und fahre los. Ich fahre bis der Tankinhalt zur neige geht. Meistens mit Musik - ich liebe Musik - manchmal nur mit dem Motorgeräusch und dem Wind. Ich denke eigentlich nicht nach wo ich hinfahre oder was mich bewegt hat ins Auto zu steigen, ich fahre einfach... lasse die Sorgen und Probleme hinter mir. Ein wunderbares Gefühl - die Strasse trägt mich schwerelos dahin. Manchmal will ich nicht zurück in meine Strasse, in mein Leben; möchte immer weiter fahren in meinem geliebten Auto. Aber bis jetzt bin ich noch immer wieder zurückgekehrt - manchmal hab ich es bereut, aber manchmal, da bin ich sehr glücklich darüber gewesen!
Und die Moral?
Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!
Manchmal trinke ich den Kaffee auch ohne Milch.
Manchmal rauche ich die Zigaretten ohne Filter.
Manchmal trinke ich mein Bier aus dem Glas.
Manchmal genieße ich alltägliches.
Manchmal habe ich Mitleid. Doch gegentlich hege ich auch ganz unchristliche Absichten: Auge um Auge, Zahn um Zeit, flüstert mein „Es“ mir ein. Und das Über-Ich schweigt.
Das ist ein phantastisches Ausweichwort, so um zu sagen, manchmal, aber nicht immer. Damit kann man wunderbar verschleiern, daß man eine Sache toll oder gar nicht toll findet, bzw. gerne macht oder nicht.
Gleichzeitig ist diese Antwort in ihrer Uneindeutigkeit oft sehr unbefriedigend. N
Manchmal bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob ich wirklich Gantenbein bin. Es hätte auch alles anders sein können, ja, manchmal denke ich, es ist alles ganz anders. Ich bin nicht der, für den ich mich halte, und der, für den ich mich halte, lebt nur in meiner Illusion.
Schön zu sehen, wie sich die Binsenwahrheit einlöst, dass wo ein Wille auch zugleich auch schon ein Weg ist, auch wenn es sich wie hier um eine Sackgasse handelt, in der Uupse anlanden, die schon von weitem her stinken.
Manchmal wünschte ich, ich wäre einfach nicht mehr da.
Nicht durch dieses leidige Umbringen, bei dem viel Blut fliesst und man den letzten Augenblick seines kleinen, beschissenen Lebens nicht mal genießen kann, weil man ständig an die denken muss, die man zurücklässt und was man ihnen damit antut.
Nein, manchmal wünschte ich mir einfach, ich könnte einfach so verschwinden, ohne grosses Trara, ohne eine hässliche Leiche zu hinterlassen, nein, manchmal möchte ich mich einfach in Luft auflösen, einfach so nicht mehr da sein.
Leider ist dieses manchmal schon gar kein manchmal mehr, es ist viel mehr zu einem immer geworden.
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