Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 5.2. 2018 um 18:50:39 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 4.2. 2018 um 10:12:24 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 28.1. 2018 um 20:52:59 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 3.12. 2017 um 15:25:19 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Er, mein Gegenüber, bestellt sich gerade das Frühstück. Ich bin fertig damit, klappe mein Laptop auf, schreibe, beobachte ihn. »Der Zollinspektor!« war mein erster Eindruck, dabei ist er Tourist, Jeansjacke, T-Shirt, was zu lesen war, könnte ein Stück CHICAGO sein. Sagte kurz »hello«, bevor er sich setzte, ist momentan in sein Smartphone vertieft.
Mein erster Eindruck: es ist eine Attrappe, das Smartphone. Weiß nicht, warum, ist aber so, ich hoffe, er legt es bald zur Seite.

Denke ich mir den 3-Tage-Bart fort, den Schnurrbart hinzu, da ist er wieder: der Zollinspektor.

Hält mich entweder für doof und glaubt, an meinem Tisch kann er in Ruhe frühstücken.
Oder, er denkt, ich bin besonders schlau, und wenn ich nichts merke, merkt niemand was.


Wir redeten ein wenig, er ist aus Puerto Rico.

Es heißt, wer behauptet, er kommt von dort, will seine Herkunft verbergen. Woher ich das weiß? Von Toto, dem Chef vom »Roadhouse«. Er kommt auch von dort (angeblich) und muss es wissen.

Inzwischen bin ich wegen »Zollinspektor« wieder unsicher.
Bin müde, ständig einen Verdacht hegen strengt an.








09:24:45 COT

Sunday, 3 December 2017

Bria schrieb am 1.12. 2017 um 15:00:45 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Ich gehe morgens oft an der Schule vorbei, meistens sind dort die Fenster offen, ich kann hineinsehen, mithören, will aber nicht gesehen werden. Am stillsten ist es immer in Cecilias Klasse, sie ist die Schulleiterin.

Heute habe ich festgestellt, dass ein Gerücht wahr ist - Rosy wird als Hilfslehrer ausgebildet. Ich sah ihn mit meinen eigenen Augen heute in Cecilias Klasse. Er war früher Polizist, damals hieß er Magdalena. Er hat jemanden bei der Verhaftung erschossen, ging in sich und quittierte den Dienst. Ist hier im »Hängematten-Alojamiento« Dauergast. Betet täglich am Grab des Ermordeten, eines gewissen González Díaz.

Erschossen eigentlich nicht, verletzt nur, aber der Angeschossene wurde nicht versorgt, ist verblutet.
Woher ich das weiß? Von der kleinen Timna. Ich sah sie heute in Cecilias Klasse, sie bemerkt mich immer sofort und winkt (nicht, wenn Nuo Ling unterrichtet). Ihr Vater wurde damals von dem besagten Herrn Díaz niedergeschlagen und ausgeraubt.
Rosy war übrigens völlig korrekt angezogen. Er ist schwul und kommt öfters etwas feminin daher. Ich bilde mir immer ein, er müsse in Nuo Ling verliebt sein, wofür es nicht den geringsten Verdachtsmoment gibt.





09:00:01 COT

Friday, 1 December 2017

Bria schrieb am 2.2. 2018 um 16:29:44 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Niemand sieht der Zukunft so fröhlich entgegen wie Coco. Sie hat alle Details des neuen »Roadhouse« in Puertamora schon im Kopf. Sie zeigte mir sogar einen Stadtplan von Puertaomora, eine Kopie jedenfalls, einen Ausschnitt, auf der etwas rot umrandet ist, das im Moment noch eine ungenutzte Lagerhalle ist.
Und dann sagt sie: »das ist nicht weit von eurem Excelsior

Erstens. Gehöre ich tatsächlich dazu? »Euer Excelsior«. Bislang hat mich noch niemand in ein Excelsior eingeladen.
Zweitens. Es gibt also Stadtpläne von Puertomora. Ich habe noch nie einen zu Gesicht bekommen.

Ist meine Schuld. Ich kenne sie alle, diese Verbündeten. Nuo Líng, Leon, Timna. Und deren ferne Anverwandte, die jetzt schon in Cartagena sind: Cato, Ozan, Yael. Zwar, ich fühle mich allen irgendwie zugehörig.

Ich mische mich nicht gern ein, immer bleibe ich etwas distanziert.

Kein Wunder, wenn ich heute so etwas geträumt habe: ich bin zu Hause, auf dem Savignyplatz, es ist Nacht. Obwohl es nicht regnet, wird das Pflaster immer wieder überspült, wie von den letzten Ausläufern einer Brandung. Hier wohnte ich früher, jetzt nicht mehr. Und weiß nicht, wohin.



10:30:22 COT

Bria schrieb am 7.1. 2018 um 12:51:51 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eigentlich will ich mich besinnen, mich erinnern, was am Silvesterabend sich alles zugetragen hat. Mit Nuo Líng. Mich erinnern und für alle Zeit festhalten.
Es kommen mir aber immerzu die unerfreulichen Briefe in den Sinn, aus Berlin, von meiner Familie. Weihnachts- und Neujahrsgrüße, gestern erst eingetroffen.
Hätte ich nur nie von Mora berichtet.
Mora existiere nicht. Ich hätte es mit Phantasten zu tun, die es nur auf mein Geld abgesehen haben. Allenfalls könnte Mora eine Sträflingsinsel sein, die meinen sogenannten Freunden wohl nur allzugut bekannt sei. Ich solle meine Masterarbeit so bald wie möglich beenden, zurückkehren, die mir angebotene Assistentenstelle an der FU annehmen.



Tröstlich war der Brief meiner Schwester Barbara, die in Baltimore lebt. Sie hat im Katalog der großen Joseph Cornell-Ausstellung von 1980 im MoMA ein interessantes Objekt entdeckt.

Es nennt sich »Rose de Vents« und ist eine kleine Kiste mit aufgeklapptem Deckel. Die Innenseite des Deckels ist mit dem Ausschnitt aus einer alten Landkarte beklebt.
Auf dieser Land- eher Seekarte sind die Nukleiden zu sehen! Zwar taucht der Name Mora nicht auf, aber die ursprünglichen Namen Lassen, Loren und Tan, sowie weitere Inseln, die nicht bezeichnet sind. Und im weiten Bogen steht da, unübersehbar, N u c l e i d e s .






06:52:28 COT

Sonntag, 7. Januar 2018

ich sagte voilà! und schrieb am 12.11. 2017 um 14:25:36 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Kommt Nuo Líng wieder einmal zu mir, an meinen Tisch am Fenster (Sonntag, Frühstück im Kulturzentrum von Las Acacias, dem »Roadhouse«) und sagt ein deutsches Wort, das er soeben gelesen hat und nicht versteht.
»Versteh ich auch nicht, schreib malsage ich und schiebe ihm meinen Laptop hin. »Setz dich zu mir

>Unerquicklich<

Ich erzähle was von erquicken, von quick. Sage »chilling« und »scary«. Frage ihn, seit wann er deutsch lernt.
Nuo Ling denkt oft lange nach, bevor er antwortet. Was mir an ihm sehr gefällt.

»Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin - habe ich schon als Kind gelernt

Wieder versinkt er in Gedanken.
Steht mit einem Mal auf, ruft »Leon
Freund Leon ist gerade nicht da.

Er rezitiert nochmal »Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin«.
Jetzt ist die Aussprache fast richtig, und er hat endlich verstanden, was er vor Jahren bloß auswendig gelernt hat.

Dann beugt er sich über meine Tastatur und schreibt:

>taagüi<

Das ist mongolisch und bedeutet: unerquicklich.







Bria schrieb am 4.12. 2017 um 21:48:46 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Im »Roadhouse« nur ich, Nuo Ling und Leon.
Die beiden korrigieren Schulhefte.
Ich sortiere Krokodilzähne. Habe perfekt paarige (links+rechts) gefunden. Fotografiere sie ab.

Jetzt schaut Nuo Ling interessiert zu, sagt: du fotografierst also doch.
Ich: Nur Fossilien!
Er: Das gefällt uns.
(Er meint: ihm und Leon).

Ich: Nicht einmal dich wollte ich abfotografieren!

(Das Gegenteil ist auch wahr. Das nur nebenbei. Wie schön vertragen sich manchmal Teil und Gegenteil).

Er: Und Mobilfon hast du nicht. Wie wir. Auf Mora gibt es das alles auch nicht.

(Wieder etwas über Mora erfahren).




15:50:05 COT

Monday, 4 December 2017



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