| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb ich sagte voilà! und
über Guajira |
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am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb Yadgar
über Guajira |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 30) |
am 18.1. 2018 um 17:38:20 Uhr schrieb Bria über Guajira
am 1.2. 2018 um 15:25:29 Uhr schrieb Bria über Guajira
am 28.1. 2018 um 20:52:59 Uhr schrieb Bria über Guajira
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Guajira«
Bria schrieb am 27.12. 2017 um 23:44:27 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ernesto schaut immer wieder zu, wie ich gehe, schaut mir hinterher, und findet dann: mucho mejor, señorita!
Ich bin nämlich an einem steilen und glitschigen Hang abgerutscht und humple seitdem etwas. Ein ganzes Stück der Küstenstraße war in Bewegung geraten, und ich hatte gehofft, dort Fossilien zu finden.
Ernesto und ich sahen neulich Nuo Líng auf einer schönen Stute reiten. Und heute, was erzählt mir heute dieser Ernesto? Diese Stute heißt Bria.
Nun ja, sage ich, er registriert so viele Pferde, da muss er sich wohl viele Namen ausdenken.
Nein, sagt Ernesto. Dieses Pferd hat dieselbe Farbe wie die Haare der Señorita! Es ist das bevorzugte Pferd des jungen Herrn! Er reitet nur auf Bria!
Ich war sprachlos. Bin es eigentlich immer noch.
17:43:27 COT
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Bria schrieb am 1.1. 2018 um 10:54:39 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Sonntag abend, Blick aufs Meer, Sonnenuntergang, Kaffee, Zigarette, das war 2017 das Ritual.
Noch ein letztes Mal, aus Ästen des Dornstrauchs, mache ich Feuer, koche ich Kaffee.
Warte, bis es dunkel genug ist, dann mache ich aus dem dürren Dornstrauch eine einzige große Fackel. Wind kommt auf, Funkenregen Richtung Meer!
Das Feuer knistert und knallt, ich konnte sie nicht hören - mit einem Mal erscheinen drei Reiter. Vielleicht vom Feuer angelockt. Voran eine Reiterin, dann ein Reiter, dann ein Pferd mit Gepäck und Kind. Kommen näher, halten an, sitzen ab.
Ich rufe: hier gibt es Kaffee!
Sie sind müde. Machen sich am Gepäck zu schaffen. Kommen zu mir und breiten Decken aus.
Sitzen da, sagen kein Wort. Das Kind: ein Mädchen, 12 etwa. Schauen aufs Meer hinaus.
Er hat ein Tamburin! Schlägt es leicht mit dem Rand gegen den Boden, in einem langsamen Takt.
Das ist eigentlich Unterhaltung genug. Aus einem Beutel schüttelt er Maracuyas. Er packt mich am Fuß!
Wie kann er wissen, dass er verletzt ist? Er umfasst mit beiden Händen den Knöchel. Es tut weh, es tut gut.
Von ihr ein paar Fragen.
Ja, das hier ist Las Acacias.
Ich studiere. Paläontologie.
Leon kenne ich!
Nicht besonders gut.
Übrigens wechselten wir gleich von spanisch auf deutsch. Wir nennen unsere Namen. Weil ich Tagebuch führe, muss ich die Schreibweise wissen. Damit es mir nicht geht wie mit Leon, eigentlich Lion (aber alle hier sagen León) (nicht Nuo Líng, der sagt Líon.)
Es meldet sich das Mädchen, sie heißt Yael, ich verstehe die Sprache nicht.
Sie fragt nach Nuo Ling!
Der Strauch glimmt immer noch, knackt, knistert. Kleine Explosionen, Funken sprühen.
Sie loben meinen Kaffee und brechen auf. Sie wollen noch eine Hacienda erreichen. Dort wird Silvester gefeiert, dort wird übernachtet. Dann geht es weiter bis Cartagena.
Es gibt noch Streit. Yael will unbedingt in Las Acacias übernachten ... doch man muss weiter ... Yael rennt davon ...
… und kommt und stürmt auf mich zu und drückt sich an mich. Geruch nach Leder, saurer Milch, Maracuyas.
Holt aus ihrer Jacke eine Halskette hervor, reißt etwas ab, drückt es mir in die Hand. Ich verstehe, für Nuo Ling. Für Nuo Ling? Sie nickt und rennt zurück.
Eine Goldmünze! Eine schöne fünfstrahlige Blüte. Auf der andern Seite eine Schrift, nicht zu entziffern.
04:54:12 COT
Montag, 1. Januar 2018
Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte im „Roadhouse“ feiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.
In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.
Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.
Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.
Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!
Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!
Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!
Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!
11:01:29 COT
Montag, 1. Januar 2018
Bria schrieb am 2.1. 2018 um 21:37:01 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Cecilia, Schulleiterin und überhaupt Respektsperson, hatte für Silvester alle Knallerei verboten. »In Las Acacias will ich weder nah noch fern einen einzigen Knall hören!«
Dafür gab es die »linternas de cielo«, Himmelslaternen, kleine Heißluftballone aus Papier.
Auf der Veranda des »Roadhouse« entfalteten Kinder zarte Papierballone über einen Drahtgestell mit einem kleinen Blechnapf, darin Brennpaste.
Zum Geländer damit und weit hinaushalten. Anzünden nur durch verantwortungsbewusste Personen, die alle Schuld auf sich nehmen, wenn die Himmelslaterne schon jetzt in hinabsegelnde brennende und rauchende Stücke zerfällt.
Mit etwas Glück steigt die Laterne sofort empor, dann packt sie der Wind, der über das Dach weht und trägt sie waagrecht davon.
Ganze Wolken von kleinen Lichtern von überall her schwebten lautlos Richtung Küste.
Entweder erlischt das Feuer und die Himmelslaterne fällt unsichtbar hinab. Oder sie selbst fängt an zu brennen.
Dann Absturz, gut sichtbar. Oft viel zu früh, und einige der Kinder, die sich am Geländer der Veranda drängeln, jammern laut.
15:40:21 COT
Dienstag, 2. Januar 2018
ich sagte voilà! und schrieb am 12.11. 2017 um 14:25:36 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Kommt Nuo Líng wieder einmal zu mir, an meinen Tisch am Fenster (Sonntag, Frühstück im Kulturzentrum von Las Acacias, dem »Roadhouse«) und sagt ein deutsches Wort, das er soeben gelesen hat und nicht versteht.
»Versteh ich auch nicht, schreib mal!« sage ich und schiebe ihm meinen Laptop hin. »Setz dich zu mir!«
>Unerquicklich<
Ich erzähle was von erquicken, von quick. Sage »chilling« und »scary«. Frage ihn, seit wann er deutsch lernt.
Nuo Ling denkt oft lange nach, bevor er antwortet. Was mir an ihm sehr gefällt.
»Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin - habe ich schon als Kind gelernt!«
Wieder versinkt er in Gedanken.
Steht mit einem Mal auf, ruft »Leon!«
Freund Leon ist gerade nicht da.
Er rezitiert nochmal »Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin«.
Jetzt ist die Aussprache fast richtig, und er hat endlich verstanden, was er vor Jahren bloß auswendig gelernt hat.
Dann beugt er sich über meine Tastatur und schreibt:
>taagüi<
Das ist mongolisch und bedeutet: unerquicklich.
Bria schrieb am 17.1. 2018 um 18:05:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wir stehen wir am Tresen des »Roadhouse«, und weil alle über Ernesto herziehen, sage ich: immerhin hat Ernesto mich im Schulbus zu Leons (oder ist es Nuo Língs?) Hacienda gefahren! Das hat sich von euch noch keiner getraut! Und heute wird er mich wieder hinfahren!
Einspruch von Toto! Er will mich hinfahren. Jetzt, sofort! In seinem frisch restaurierten Chevrolet/Cadillac, ich verwechsle das immer.
Einspruch von Coco!
Soeben kommt ein ganzer Schwung Gäste herein, auch Nuo Líng ist dabei.
Toto kann sein Lokal nicht im Stich lassen. Er ruft: Nuo Líng, Bria will zu deiner Hacienda! Bringst du sie hin ?
Nuo Líng: von da komme ich doch gerade her!
Toto: du kriegst mein Auto!
Der Cadillac, ein rosa Cabrio, früher kratzte er mit dem Boden die Straße entlang, jetzt schaukelt er wie ein Boot und ich könnte seekrank werden.
An der Hacienda angekommen, öffnet gleich jemand das eiserne Tor, und wir schaukeln langsam auf etwas zu, das Nuo Líng seine »Arche« nennt.
Manche Pferde weichen aus, andere kommen näher, eins hat es sogar auf Nuo Língs mongolische Mütze abgesehen.
Das ist Bria! sagt er.
Die Arche erinnert mich an diese Schiffe auf den Rinderweiden am Ufer des Rio Magdalena. Nichts als Ställe, die schwimmen können, wenn wieder einmal alles überschwemmt ist.
Dieser Stall kann über 70 Pferde beherbergen. Genau so, wie er ist, kann er zerlegt werden und soll exakt in des Schiff passen, das die Pferde nach Mora bringen wird. Er steht auf Stelzen, knapp 1 Meter hoch. Ein Steg führt nach oben, er ist voller Stroh und schon sehr abgetreten.
Inzwischen hätten die meisten Pferde keine Scheu mehr davor, zur Nacht den Steg hochzutraben und im Stall zu übernachten, sagt Nuo Líng.
12:04:57 COT
Mittwoch, 17. Januar 2018
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