Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 1.2. 2018 um 15:25:29 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 21.10. 2017 um 14:43:48 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira

am 4.2. 2018 um 10:12:24 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 27.12. 2017 um 23:44:27 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ernesto schaut immer wieder zu, wie ich gehe, schaut mir hinterher, und findet dann: mucho mejor, señorita!

Ich bin nämlich an einem steilen und glitschigen Hang abgerutscht und humple seitdem etwas. Ein ganzes Stück der Küstenstraße war in Bewegung geraten, und ich hatte gehofft, dort Fossilien zu finden.

Ernesto und ich sahen neulich Nuo Líng auf einer schönen Stute reiten. Und heute, was erzählt mir heute dieser Ernesto? Diese Stute heißt Bria.

Nun ja, sage ich, er registriert so viele Pferde, da muss er sich wohl viele Namen ausdenken.

Nein, sagt Ernesto. Dieses Pferd hat dieselbe Farbe wie die Haare der Señorita! Es ist das bevorzugte Pferd des jungen Herrn! Er reitet nur auf Bria!


Ich war sprachlos. Bin es eigentlich immer noch.






17:43:27 COT

Mittwoch, 27. Dezember 2017
















ich sagte voilà! und schrieb am 12.11. 2017 um 14:25:36 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Kommt Nuo Líng wieder einmal zu mir, an meinen Tisch am Fenster (Sonntag, Frühstück im Kulturzentrum von Las Acacias, dem »Roadhouse«) und sagt ein deutsches Wort, das er soeben gelesen hat und nicht versteht.
»Versteh ich auch nicht, schreib mal!« sage ich und schiebe ihm meinen Laptop hin. »Setz dich zu mir!«

>Unerquicklich<

Ich erzähle was von erquicken, von quick. Sage »chilling« und »scary«. Frage ihn, seit wann er deutsch lernt.
Nuo Ling denkt oft lange nach, bevor er antwortet. Was mir an ihm sehr gefällt.

»Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin - habe ich schon als Kind gelernt!«

Wieder versinkt er in Gedanken.
Steht mit einem Mal auf, ruft »Leon!«
Freund Leon ist gerade nicht da.

Er rezitiert nochmal »Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin«.
Jetzt ist die Aussprache fast richtig, und er hat endlich verstanden, was er vor Jahren bloß auswendig gelernt hat.

Dann beugt er sich über meine Tastatur und schreibt:

>taagüi<

Das ist mongolisch und bedeutet: unerquicklich.







ich sagte voilà! und schrieb am 7.11. 2017 um 19:42:12 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Obwohl sie für mein Projekt ganz unwichtig sind, sammle ich diese Schneckenhäuser, die zu tausenden im Sand der Guajira stecken. (Bin Paläontologin der FU Berlin).
Nuo Líng bringt immer noch schönere; meine eigenen Funde kann ich dann wegwerfen.
Kein Schneckenhaus ist ganz heil. Die Beschädigung soll möglichst gering sein sein, und der Wendelgang im Innern und Innersten schön sichtbar.
Eine Schneckenhaus-Ruine, wenn sie groß ist, passt eben in meine Hand.
Ein Zollbeamter aus Puertamora (in einer schönen dunkelblauen Dienstkleidung, Goldstreifen am Ärmel) ist eingetroffen, was Toto, dem Chef vom »Roadhouse« und mir beweist, dass die Auswanderungspläne von Leon und Nuo Ling keine Märchen sind (beide lieben Märchen).

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte im „Roadhouse“ feiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.

In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.

Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.

Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.

Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!

Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!

Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!

Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!







11:01:29 COT

Montag, 1. Januar 2018

Bria schrieb am 6.12. 2017 um 22:29:59 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Leon (der zwei Schiffe für Mora nicht gechartert, sondern gleich gekauft hat) und Nuo Líng schreiben abwechselnd in ein dickes Tagebuch.

Online kommt nicht in Frage. »Internet gibt es auf Mora nicht!«.
Dann aber doch - auf der Nachbarinsel Tan, »so klein wie der Name kurz«. Eine alte spanische Festung mit dem modernsten Equipment. Toto behauptet: dort ist einer der schnellsten Computer der Welt.

Jedenfalls, Nuo Ling war heute neugierig, wollte sehen, was ich schreibe, und entdeckt sofort was Falsches.

Zum ersten Mal sieht er mir über die Schulter, und dann gleich: »südlich, südlich, nicht nördlich! Du schreiben hast müssen: im Norden ist der südliche Kraterrand zu sehen. Dann stimmt es!«


»Du hättest schreiben müssen!« korrigiere ich ihn. Wie liebe ich sein noch nicht ganz perfektes und mongolisch angehauchtes Deutsch.





16:29:01 COT

Wednesday, 6 December 2017

Bria schrieb am 17.2. 2018 um 21:20:47 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wir, Nuo Líng und ich, haben uns im »Imoro« (vormals »Roadhouse«) getroffen und und testen das Essen. Chefin Patricia preist es als »Comida muy auténtica de la Guajira« an.
Wir hatten lange draußen auf der Veranda Airhockey gespielt. Man muss dabei sehr schnell sein, ich bin schnell, aber Nuo Líng ist noch schneller. Jedenfalls sind wir durstig, hungrig, und werden nur langsam mit winzigen Portionen versorgt, alles Vorspeisen. Wir haben ein gemeinsames Lieblingsgetränk, das ist frischer Kokossaft mit frisch ausgepressten Limonen.
Wir überbrücken das Warten mit dem gemeinsamen Studium der jüngst eingetroffenen Ausgabe der rosa »Mora Post« von Mitte Januar. Die Schlagzeile der ersten Seite, fetter als sonst, betrifft die Inbetriebnahme einer großen Radio-Parabolantenne, die im Innern des Kraters der Insel Bunden aufgespannt wurde.
Nuo Líng meint wohl, ich als Paläontologin hätte von derlei keinerlei Ahnung und holt weit aus, um mir die Bedeutung einer Antenne begreiflich zu machen, die auf einen geostationären Satelliten gerichtet ist, und der gehört, wie er ganz sicher weiß, einem guten Freund von Leon, einem privaten Unternehmer namens Elon.
Ich musste Nuo Líng gar nicht bremsen, das Essen kam, duftender Fischcurry auf Yamswurzel.



15:19:54 COT

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