Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 4.2. 2018 um 10:12:24 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 21.10. 2017 um 14:43:48 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira

am 3.2. 2018 um 13:36:43 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 1.12. 2017 um 15:00:45 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Ich gehe morgens oft an der Schule vorbei, meistens sind dort die Fenster offen, ich kann hineinsehen, mithören, will aber nicht gesehen werden. Am stillsten ist es immer in Cecilias Klasse, sie ist die Schulleiterin.

Heute habe ich festgestellt, dass ein Gerücht wahr ist - Rosy wird als Hilfslehrer ausgebildet. Ich sah ihn mit meinen eigenen Augen heute in Cecilias Klasse. Er war früher Polizist, damals hieß er Magdalena. Er hat jemanden bei der Verhaftung erschossen, ging in sich und quittierte den Dienst. Ist hier im »Hängematten-Alojamiento« Dauergast. Betet täglich am Grab des Ermordeten, eines gewissen González Díaz.

Erschossen eigentlich nicht, verletzt nur, aber der Angeschossene wurde nicht versorgt, ist verblutet.
Woher ich das weiß? Von der kleinen Timna. Ich sah sie heute in Cecilias Klasse, sie bemerkt mich immer sofort und winkt (nicht, wenn Nuo Ling unterrichtet). Ihr Vater wurde damals von dem besagten Herrn Díaz niedergeschlagen und ausgeraubt.
Rosy war übrigens völlig korrekt angezogen. Er ist schwul und kommt öfters etwas feminin daher. Ich bilde mir immer ein, er müsse in Nuo Ling verliebt sein, wofür es nicht den geringsten Verdachtsmoment gibt.





09:00:01 COT

Friday, 1 December 2017

Benjamin Beispiel schrieb am 9.12. 2017 um 21:23:24 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Einmal im Jahr nur kommen Gäste; daher kann ich im Gästehaus der Schule wohnen.

Nun ist es soweit: ein Gast ist angekommen und bleibt bis Dienstag. Ein Beamter vom Ministerio de Educación in Bogotá. Ihm wird jährlich einmal eine Dienstreise in die Guajira gegönnt (sagt Cecilia, die Schulleiterin).

Und ich wohne jetzt bei Leon.
War noch nie bei denen. Die Wohnung ist von Cecilias Patio her zugänglich.

Gleich am Eingang die ganzen nach Tier, Mensch und Leder riechende Reitsachen von Nuo Ling. Stiefel, Hose, Sattel, Zaumzeug.
Es gibt nur den Wohn- und Arbeitsraum und das Schlafzimmer.

Die ganze Wand entlang ein Tisch, darauf ein Chaos von Schulbüchern und Schulheften. Und Leon am Laptop.
Und nur das Laptop interessiert mich jetzt. Ein robustes Teil in oliv, dickes Kabel zu einem Router, ist wohl ein Router, von Router ein dickes Kabel zu einem aufgespannten Regenschirm, der liegt auf dem Boden, ist nach oben geöffnet, ist also eine Satellitenantenne.

Was für eine schnelle Verbindung! Und ich am WLAN vom »Roadhouse« muss minutenlang auf Antwort warten!
Leon: »Google-Maps schickt erst das Bild, und löscht es hinterher. Habe mich xmal beschwert, die reagieren nicht. Du mit deinem langsamen Gerät konntest was von Mora sehen! Wir sehen gar nichts. Und so soll es auch sein
Er zeigt auf die alte Seekarte an der Wand, und zeigt mir, zwischen den Großen und Kleinen Antillen die Nukleiden samt Mora. Die sind teils gedruckt, teils handschriftlich korrigiert.

»Klar darfst du an unser Laptopsagt Leon. Und schaut aufmerksam zu.






15:23:10 COT

Saturday, 9 December 2017

ich sagte voilà! und schrieb am 7.11. 2017 um 19:42:12 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Obwohl sie für mein Projekt ganz unwichtig sind, sammle ich diese Schneckenhäuser, die zu tausenden im Sand der Guajira stecken. (Bin Paläontologin der FU Berlin).
Nuo Líng bringt immer noch schönere; meine eigenen Funde kann ich dann wegwerfen.
Kein Schneckenhaus ist ganz heil. Die Beschädigung soll möglichst gering sein sein, und der Wendelgang im Innern und Innersten schön sichtbar.
Eine Schneckenhaus-Ruine, wenn sie groß ist, passt eben in meine Hand.
Ein Zollbeamter aus Puertamora (in einer schönen dunkelblauen Dienstkleidung, Goldstreifen am Ärmel) ist eingetroffen, was Toto, dem Chef vom »Roadhouse« und mir beweist, dass die Auswanderungspläne von Leon und Nuo Ling keine Märchen sind (beide lieben Märchen).

Bria schrieb am 30.1. 2018 um 17:55:58 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sie sind also heute zurückgekehrt und gleich in Cecilias Haus verschwunden. Nuo Líng, Timna, und dieser FARC-Kommandant.
Ich bin ja überhaupt nicht neugierig und spaziere ganz gelassen zu dem Jeep, der sie hergebracht hat.

Da raucht jemand und lehnt sich dabei an das Fahrzeug, das nah besehen ziemlich mitgenommen aussieht. Für militärische Verwendung spricht eigentlich nur der gefleckte Anstrich und eine übergroße Antenne auf dem Dach. Der Fahrer, es muss wohl der Fahrer sein, steckt in wenig zusammenpassenden Uniformteilen. Ist ein finsterer Indio und scheint unnahbar.

Als sein Chef zurückkehrt, wirft er die Zigarette weg und nimmt Haltung an.
Nun will ich wissen, ob dieser hagere Offizier, der Johnny genannt wird, identisch ist mit einem anderen Johnny, der an Silvester im Roadhouse musiziert hat.
Ich stelle mich also auch ganz senkrecht hin und rufe: hola Johnny!
Er wollte schon einsteigen, der Fahrer hat die hintere rechte Tür aufgerissen, da schwingt er sich wieder hinaus. Steht da, schaut mich blinzelnd an, sagt nichts.
Da der Silvester-Johnny lange Haare hatte bis zur Schulter, imitiere ich ein Haare-Zurückwerfen und seitlich über die Schulter wieder nach vorne streifen.
Es sieht einen Moment lang aus, als ob Señor Comandante lachen müsste. Er nimmt seine Basecap ab, der Schirm ist mit einem Goldstreifen dekoriert, zeigt mit einem Anflug von Bedauern auf seinen fast kahlrasierten Schädel, steigt wieder ein. War übrigens genauso leger angezogen wie sein Fahrer.
Sie fahren aber nicht ab. Ich wartete noch eine Weile, bis es mir langweilig wurde.




11:55:11 COT

Bria schrieb am 18.12. 2017 um 19:00:55 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wochenende-Ritual: Spaziergang zum immer selben Platz, unter einem dürren und dornigen Strauch. Blick aufs Meer.
Die Feuerstelle. Äste brechen, vorsichtig, lange Dornen. Sehen aus wie zarte Ästchen.
Feuer. Dreifuß drauf.

In den Dreifuß passt ein Topf mit Stiel. Kaffeebohnen rösten. Kesselboden gewölbt, so kann ich Bohnen wie in einem Mörser zerstoßen, + 1 Kakaobohne, + 1 Würfelzucker.
Topf wieder aufs Feuer, Wasser aus der Plastikflasche.

Perfekt war es gestern nicht, die Sonne ging, wie oft, hinter einer Wolkenbank unter.
Sie soll hinter dem Meer untergehen, genau dann muss der Kaffee kochen, die Selbstgedrehte bereitliegen.


Bevor es weitergeht nach Mora, will ich den ganzen Dornstrauch in Flammen sehen.







13:00:02 COT

Monday, 18 December 2017

Bria schrieb am 2.2. 2018 um 16:29:44 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Niemand sieht der Zukunft so fröhlich entgegen wie Coco. Sie hat alle Details des neuen »Roadhouse« in Puertamora schon im Kopf. Sie zeigte mir sogar einen Stadtplan von Puertaomora, eine Kopie jedenfalls, einen Ausschnitt, auf der etwas rot umrandet ist, das im Moment noch eine ungenutzte Lagerhalle ist.
Und dann sagt sie: »das ist nicht weit von eurem Excelsior

Erstens. Gehöre ich tatsächlich dazu? »Euer Excelsior«. Bislang hat mich noch niemand in ein Excelsior eingeladen.
Zweitens. Es gibt also Stadtpläne von Puertomora. Ich habe noch nie einen zu Gesicht bekommen.

Ist meine Schuld. Ich kenne sie alle, diese Verbündeten. Nuo Líng, Leon, Timna. Und deren ferne Anverwandte, die jetzt schon in Cartagena sind: Cato, Ozan, Yael. Zwar, ich fühle mich allen irgendwie zugehörig.

Ich mische mich nicht gern ein, immer bleibe ich etwas distanziert.

Kein Wunder, wenn ich heute so etwas geträumt habe: ich bin zu Hause, auf dem Savignyplatz, es ist Nacht. Obwohl es nicht regnet, wird das Pflaster immer wieder überspült, wie von den letzten Ausläufern einer Brandung. Hier wohnte ich früher, jetzt nicht mehr. Und weiß nicht, wohin.



10:30:22 COT

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