Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 28.1. 2018 um 20:52:59 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 11.12. 2017 um 23:09:47 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 6.12. 2017 um 23:33:42 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Benjamin Beispiel schrieb am 9.12. 2017 um 21:23:24 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Einmal im Jahr nur kommen Gäste; daher kann ich im Gästehaus der Schule wohnen.

Nun ist es soweit: ein Gast ist angekommen und bleibt bis Dienstag. Ein Beamter vom Ministerio de Educación in Bogotá. Ihm wird jährlich einmal eine Dienstreise in die Guajira gegönnt (sagt Cecilia, die Schulleiterin).

Und ich wohne jetzt bei Leon.
War noch nie bei denen. Die Wohnung ist von Cecilias Patio her zugänglich.

Gleich am Eingang die ganzen nach Tier, Mensch und Leder riechende Reitsachen von Nuo Ling. Stiefel, Hose, Sattel, Zaumzeug.
Es gibt nur den Wohn- und Arbeitsraum und das Schlafzimmer.

Die ganze Wand entlang ein Tisch, darauf ein Chaos von Schulbüchern und Schulheften. Und Leon am Laptop.
Und nur das Laptop interessiert mich jetzt. Ein robustes Teil in oliv, dickes Kabel zu einem Router, ist wohl ein Router, von Router ein dickes Kabel zu einem aufgespannten Regenschirm, der liegt auf dem Boden, ist nach oben geöffnet, ist also eine Satellitenantenne.

Was für eine schnelle Verbindung! Und ich am WLAN vom »Roadhouse« muss minutenlang auf Antwort warten!
Leon: »Google-Maps schickt erst das Bild, und löscht es hinterher. Habe mich xmal beschwert, die reagieren nicht. Du mit deinem langsamen Gerät konntest was von Mora sehen! Wir sehen gar nichts. Und so soll es auch sein
Er zeigt auf die alte Seekarte an der Wand, und zeigt mir, zwischen den Großen und Kleinen Antillen die Nukleiden samt Mora. Die sind teils gedruckt, teils handschriftlich korrigiert.

»Klar darfst du an unser Laptopsagt Leon. Und schaut aufmerksam zu.






15:23:10 COT

Saturday, 9 December 2017

Bria schrieb am 7.1. 2018 um 12:51:51 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eigentlich will ich mich besinnen, mich erinnern, was am Silvesterabend sich alles zugetragen hat. Mit Nuo Líng. Mich erinnern und für alle Zeit festhalten.
Es kommen mir aber immerzu die unerfreulichen Briefe in den Sinn, aus Berlin, von meiner Familie. Weihnachts- und Neujahrsgrüße, gestern erst eingetroffen.
Hätte ich nur nie von Mora berichtet.
Mora existiere nicht. Ich hätte es mit Phantasten zu tun, die es nur auf mein Geld abgesehen haben. Allenfalls könnte Mora eine Sträflingsinsel sein, die meinen sogenannten Freunden wohl nur allzugut bekannt sei. Ich solle meine Masterarbeit so bald wie möglich beenden, zurückkehren, die mir angebotene Assistentenstelle an der FU annehmen.



Tröstlich war der Brief meiner Schwester Barbara, die in Baltimore lebt. Sie hat im Katalog der großen Joseph Cornell-Ausstellung von 1980 im MoMA ein interessantes Objekt entdeckt.

Es nennt sich »Rose de Vents« und ist eine kleine Kiste mit aufgeklapptem Deckel. Die Innenseite des Deckels ist mit dem Ausschnitt aus einer alten Landkarte beklebt.
Auf dieser Land- eher Seekarte sind die Nukleiden zu sehen! Zwar taucht der Name Mora nicht auf, aber die ursprünglichen Namen Lassen, Loren und Tan, sowie weitere Inseln, die nicht bezeichnet sind. Und im weiten Bogen steht da, unübersehbar, N u c l e i d e s .






06:52:28 COT

Sonntag, 7. Januar 2018

ich sagte voilà! und schrieb am 18.11. 2017 um 17:51:14 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Samstags ist die Schule um 11 zu Ende, Timna hat hier im »Roadhouse« auf einer Fensterbank eine Ecke (eigentlich hat in der Schule jedes Kind ein eigenes Schließfach), wo sie immer ihre Schulsachen ablegt.
Mit einem Heft winkt sie mir zu, sie hat mich soeben entdeckt, dieses Heft will sie mir zeigen.

Was sie so nebenbei kritzelt. Lehrer wie Cecilia, Leon, Nuo Líng wissen, dass nebenbei Kritzeln vertieftes Hinhören bedeutet.

Pferde, nur Pferde. Timna ist 10 oder 11. Pferde nicht nur von der Seite, auch von vorn und hinten.
Eins dieser Pferde ist nicht ganz vollkommen, aber perfekt gesattelt und gezäumt. Timna weiß den Namen: Pascha. Signatur: chinesische Zeichen: »Nuo« und »Líng«. Der Sattel ist wie eine Mondsichel geformt, so reiten nämlich Mongolen: in einer Mondsichel.


Test Internet: 11:50:00

ich sagte voilà! und schrieb am 25.10. 2017 um 10:32:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Berühmt sind in Las Acacias die Schule von Cecilia (mit einem Kleinbus werden jeden Morgen im großen Umkreis Kinder eingesammelt), und der Billardsalon »Roadhouse«.
Vor Schulbeginn, noch bevor das Roadhouse öffnet (ich habe aber den Schlüssel und mache mir einen Kaffee), finden nahebei Schießübungen statt. Ich habe mich schon daran gewöhnt. Gezielt wird auf einen abgestorbenen Riesenkaktus, genauer: auf Coladosen, die zuvor in Risse und Spalten gesteckt wurden.

Gern schaue ich hinaus und beobachte sie: Leon und Nuo Ling, beide Lehrer an Cecilias Schule - Nuo Líng, er ist erst 14!
(Bald werden sie abreisen und das Land verlassen).

Gestern hörte ich Schüsse von einem ganz anderen Kaliber. Leon, Nuo Ling stritten sich heftig, das Schießen, kaum begonnen, war beendet, in verschiedene Richtungen gingen sie davon.

Bria schrieb am 28.2. 2018 um 17:35:19 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die 'Ricercar' fáhrt nur sehr gemáchlich, fúr den Kommandanten die Gelegenheit, das Schiff, so sauber es ist, noch einmal putzen, und so weiss es ist, noch einmal weiss streichen zu lassen.
Viele Matrosen bevorzugen den Stalldienst. Haben aber den Ehrgeiz, beim Ausmisten und Fúttern die weisse Arbeitskluft zu schonen. Ich glaube, so manchem ist der Umgang mit Pferden sehr vertraut und erinnert an lángst vergangene Zeiten.

Ich klettere auf dem Schiff umher und treffe auf Matrosen, die Freiwache haben, und etwa in einem Rettungsboot unter einer Plane Schlaf nachholen.
Kommen keine Kommandos aus den úberall angebrachten Lautsprechern, klingt Musik.
Diese kolumbianische Musik, oberfláchlich so banal, ist mit einer so schrágen Harmonik unterlegt, dass ich seekrank werden kónnte. Nuo Líng, gar nicht dumm, meint, weil ich bereits etwas seekrank bin, empfinde ich die Harmonik so schrág. Tatsáchlich habe ich solche Musik schon tausendmal gehórt und noch nie als unangenehm empfunden.
Dann war mit einem Mal alte Popmusik zu hóren. Schon als Baby wurde ich mit 'Whiter Shade of Pale' ruhiggestellt.
Hier im Funkraum ist ein alter Fernschreiber. Eine Rolle inzwischen etwas vergilbtes Papier ist eingespannt. Ausserdem ist da diese Rohrpost-Verbindung zur Brúcke.
Ich schreibe:
// funkraum an bruecke / ich bria will vor ankunft mora noch einmal whiter shade of pale hoeren / danke //
Dann reisse ich das Papier ab und falte es und stecke es in eine der vielen Rohrpostdosen. Klappe auf, Dose eingelegt, Klappe zu. Der Knopf da wird wohl der Auslóser sein. Und tatsáchlich, mit einem explosionsartigen Geráusch schiesst die Dose los.

Bria schrieb am 17.2. 2018 um 21:20:47 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wir, Nuo Líng und ich, haben uns im »Imoro« (vormals »Roadhouse«) getroffen und und testen das Essen. Chefin Patricia preist es als »Comida muy auténtica de la Guajira« an.
Wir hatten lange draußen auf der Veranda Airhockey gespielt. Man muss dabei sehr schnell sein, ich bin schnell, aber Nuo Líng ist noch schneller. Jedenfalls sind wir durstig, hungrig, und werden nur langsam mit winzigen Portionen versorgt, alles Vorspeisen. Wir haben ein gemeinsames Lieblingsgetränk, das ist frischer Kokossaft mit frisch ausgepressten Limonen.
Wir überbrücken das Warten mit dem gemeinsamen Studium der jüngst eingetroffenen Ausgabe der rosa »Mora Post« von Mitte Januar. Die Schlagzeile der ersten Seite, fetter als sonst, betrifft die Inbetriebnahme einer großen Radio-Parabolantenne, die im Innern des Kraters der Insel Bunden aufgespannt wurde.
Nuo Líng meint wohl, ich als Paläontologin hätte von derlei keinerlei Ahnung und holt weit aus, um mir die Bedeutung einer Antenne begreiflich zu machen, die auf einen geostationären Satelliten gerichtet ist, und der gehört, wie er ganz sicher weiß, einem guten Freund von Leon, einem privaten Unternehmer namens Elon.
Ich musste Nuo Líng gar nicht bremsen, das Essen kam, duftender Fischcurry auf Yamswurzel.



15:19:54 COT

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