Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 30.11. 2017 um 13:41:24 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 29.11. 2017 um 23:42:40 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 27.11. 2017 um 02:43:02 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

ich sagte voilà! und schrieb am 7.11. 2017 um 19:42:12 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Obwohl sie für mein Projekt ganz unwichtig sind, sammle ich diese Schneckenhäuser, die zu tausenden im Sand der Guajira stecken. (Bin Paläontologin der FU Berlin).
Nuo Líng bringt immer noch schönere; meine eigenen Funde kann ich dann wegwerfen.
Kein Schneckenhaus ist ganz heil. Die Beschädigung soll möglichst gering sein sein, und der Wendelgang im Innern und Innersten schön sichtbar.
Eine Schneckenhaus-Ruine, wenn sie groß ist, passt eben in meine Hand.
Ein Zollbeamter aus Puertamora (in einer schönen dunkelblauen Dienstkleidung, Goldstreifen am Ärmel) ist eingetroffen, was Toto, dem Chef vom »Roadhouse« und mir beweist, dass die Auswanderungspläne von Leon und Nuo Ling keine Märchen sind (beide lieben Märchen).

Bria schrieb am 12.12. 2017 um 20:13:45 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Gestern, im Roadhouse, Kerzenlicht, sehr spät schon, ich musste einfach hinaus.

Da stand ich dann im Finstern, und von oben hatte Leon mir etwas zugerufen.

Oben, weil das Roadhouse auf Pfählen steht.

Hatte nichts verstanden, weil der Generator ratterte.
Nah und fern rattern Generatoren, wenn der Strom weg ist.

Coco hatte von Kaliba abgeraten, also habe ich erst recht »con tiro« bestellt.
Nachwirkung bis jetzt (Kopfschmerzen).

Jedenfalls dreht sich die Erde am 12ten Breitengrad schneller als zu Hause am 52ten, ich musste mich hinsetzen.
Oben die Milchstraße, klar wie noch nie zuvor.
Wie rasend wir den Orionarm durchqueren!
Wer direkt unter dem Himmel auf der nackten Erde sitzt, kann das spüren, wenn er sensibel ist.

Sehr bewegt war ich auch von Leons Geständnis, Nuo Ling betreffend. Das größte Glück für ihn ist, wenn er Nuo Ling vor Freude sprachlos machen kann. Vor Freude sprachlos sein, das kann nur Nuo Ling, sagt Leon.

Ich zu Leon: »erzähl mal! Wie machst du das?«

Vielleicht er das mir zugerufen: »sag es aber niemand!«

Jedenfalls, als Nuo Ling zum ersten Mal im Leben das Meer erblickt hatte, war er sprachlos und musste sich hinsetzen.
So wie ich heute Nacht.

Sprachlos vor Freude, das will ich auch einmal sein.


14:13:12 COT

Tuesday, 12 December 2017

Bria schrieb am 30.1. 2018 um 17:55:58 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sie sind also heute zurückgekehrt und gleich in Cecilias Haus verschwunden. Nuo Líng, Timna, und dieser FARC-Kommandant.
Ich bin ja überhaupt nicht neugierig und spaziere ganz gelassen zu dem Jeep, der sie hergebracht hat.

Da raucht jemand und lehnt sich dabei an das Fahrzeug, das nah besehen ziemlich mitgenommen aussieht. Für militärische Verwendung spricht eigentlich nur der gefleckte Anstrich und eine übergroße Antenne auf dem Dach. Der Fahrer, es muss wohl der Fahrer sein, steckt in wenig zusammenpassenden Uniformteilen. Ist ein finsterer Indio und scheint unnahbar.

Als sein Chef zurückkehrt, wirft er die Zigarette weg und nimmt Haltung an.
Nun will ich wissen, ob dieser hagere Offizier, der Johnny genannt wird, identisch ist mit einem anderen Johnny, der an Silvester im Roadhouse musiziert hat.
Ich stelle mich also auch ganz senkrecht hin und rufe: hola Johnny!
Er wollte schon einsteigen, der Fahrer hat die hintere rechte Tür aufgerissen, da schwingt er sich wieder hinaus. Steht da, schaut mich blinzelnd an, sagt nichts.
Da der Silvester-Johnny lange Haare hatte bis zur Schulter, imitiere ich ein Haare-Zurückwerfen und seitlich über die Schulter wieder nach vorne streifen.
Es sieht einen Moment lang aus, als ob Señor Comandante lachen müsste. Er nimmt seine Basecap ab, der Schirm ist mit einem Goldstreifen dekoriert, zeigt mit einem Anflug von Bedauern auf seinen fast kahlrasierten Schädel, steigt wieder ein. War übrigens genauso leger angezogen wie sein Fahrer.
Sie fahren aber nicht ab. Ich wartete noch eine Weile, bis es mir langweilig wurde.




11:55:11 COT

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte im „Roadhouse“ feiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.

In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.

Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.

Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.

Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!

Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!

Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!

Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!







11:01:29 COT

Montag, 1. Januar 2018

ich sagte voilà! und schrieb am 22.10. 2017 um 13:12:41 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Bin jetzt schon im »Roadhouse« (ich habe den Schlüssel). Ich kenne mich aus und mache mir selbst den Kaffee. Und siehe da, wer ist so früh schon wach und schleicht herein: Nuo Ling.
Kommt zu mir und legt etwas auf den Tisch, in ein altes Handtuch gewickelt.

Jetzt bedenke ich, dass er um strengste Verschwiegenheit gebeten hat.
Etwas ganz anderes also.

Nuo Ling brachte mir soeben ein Omelette (behauptet, er selbst hat er so früh nie Hunger)
Sitzt mit am Tisch und redet pausenlos. Über die geplante Abreise zur Vulkaninsel Mora. Über Pferde. Siebzig Pferde sollen nach Mora verschifft werden. Eine sehr gefährliche Reise würde es werden. Und ganz bestimmt gibt es jemanden, der mich liebt.
Und so weiter; jetzt höre ich nur noch halb zu.
Muss ihn unterbrechen: »woher weißt du das? Wie kannst du das wissen!«
»Jeder muss doch geliebt werden!«
Dass ich da gleich losheulen muss.

»Ich habe jetzt doch Hunger«. Nuo Ling geht, macht sich ein Frühstück.

Bria schrieb am 13.12. 2017 um 11:38:55 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Mache mir heute früh selbst das Frühstück. Habe den Schlüssel (Hintereingangs-) zum »Roadhouse«.
Nachher, hoffentlich pünktlich, nimmt mich jemand (ein Automechaniker) mit (er holt den alten Chevrolet von Toto ab) und bringt mich an eine Stelle, wo die Küstenstraße gestern abgerutscht ist (der rosa Chevrolet soll zu Weihnachten, spätestens Neujahr wieder wie neu aussehen). Wo eine Straße abrutscht, dort könnte für eine Paläontologin wie mich ein Fundort sein. Wie ich zurückkomme, weiß ich noch nicht. Werde verdreckt, in dreckigen Stiefeln jedenfalls, einen Sack voller Fundstücke in der Hand, mir von einem Straßenarbeiter einen Tipp geben lassen.


05:37:51 COT

Wednesday, 13 December 2017

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