| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
65, davon 63 (96,92%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%) |
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1141 Zeichen |
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0,277 Punkte, 30 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb ich sagte voilà! und
über Guajira |
| Der neuste Text |
am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb Yadgar
über Guajira |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 30) |
am 15.1. 2018 um 14:25:59 Uhr schrieb Bria über Guajira
am 9.1. 2018 um 22:15:14 Uhr schrieb IP-Testserie über Guajira
am 26.12. 2017 um 16:56:34 Uhr schrieb Bria über Guajira
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Guajira«
Bria schrieb am 14.1. 2018 um 13:02:34 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ich wollte eigentlich von Nuo Líng mehr erfahren über Ozan, diesen mongolischen Schamanen. Stattdessen fragt er mich über ihn aus, weil ich ihm neulich begegnet bin.
Merkwürdig war dieser Ton, eine Art von Räuspern, den Ozan von sich gab, so ein energisches »hḿ!«
Zum Beispiel, als er aus einem Sack Maracuyas auf den Boden schüttete, bedeutete dieser Ton: »da! nimm dir eine!«
Oder als er meinen Knöchel packte, den, der mir immer weh tat, und zudrückte.
Im Grunde klingt dieses »hḿ!«, als ob in einer Art Hohlraum im Innern von Ozan zwei Steine aneinander stießen.
»Genau!« sagte Nuo Líng. »Ozan redet oft von Steinen! Jeder Stein hat nämlich eine Ober- und eine Unterseite! Manchmal liegt ein Stein verkehrt, das hat dann etwas zu bedeuten. Ein Stein darf nie verkehrt liegen! Nicht allerdings, wenn man Steine zu einer Mauer aufschichtet. Dann müssen sogar genausoviel Steine richtig wie verkehrt liegen, sonst hält die Mauer nicht.«
07:01:25 COT
Sonntag, 14. Januar 2018
Bria schrieb am 12.12. 2017 um 20:13:45 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Gestern, im Roadhouse, Kerzenlicht, sehr spät schon, ich musste einfach hinaus.
Da stand ich dann im Finstern, und von oben hatte Leon mir etwas zugerufen.
Oben, weil das Roadhouse auf Pfählen steht.
Hatte nichts verstanden, weil der Generator ratterte.
Nah und fern rattern Generatoren, wenn der Strom weg ist.
Coco hatte von Kaliba abgeraten, also habe ich erst recht »con tiro« bestellt.
Nachwirkung bis jetzt (Kopfschmerzen).
Jedenfalls dreht sich die Erde am 12ten Breitengrad schneller als zu Hause am 52ten, ich musste mich hinsetzen.
Oben die Milchstraße, klar wie noch nie zuvor.
Wie rasend wir den Orionarm durchqueren!
Wer direkt unter dem Himmel auf der nackten Erde sitzt, kann das spüren, wenn er sensibel ist.
Sehr bewegt war ich auch von Leons Geständnis, Nuo Ling betreffend. Das größte Glück für ihn ist, wenn er Nuo Ling vor Freude sprachlos machen kann. Vor Freude sprachlos sein, das kann nur Nuo Ling, sagt Leon.
Ich zu Leon: »erzähl mal! Wie machst du das?«
Vielleicht er das mir zugerufen: »sag es aber niemand!«
Jedenfalls, als Nuo Ling zum ersten Mal im Leben das Meer erblickt hatte, war er sprachlos und musste sich hinsetzen.
So wie ich heute Nacht.
Sprachlos vor Freude, das will ich auch einmal sein.
14:13:12 COT
Tuesday, 12 December 2017
Bria schrieb am 30.1. 2018 um 17:55:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Sie sind also heute zurückgekehrt und gleich in Cecilias Haus verschwunden. Nuo Líng, Timna, und dieser FARC-Kommandant.
Ich bin ja überhaupt nicht neugierig und spaziere ganz gelassen zu dem Jeep, der sie hergebracht hat.
Da raucht jemand und lehnt sich dabei an das Fahrzeug, das nah besehen ziemlich mitgenommen aussieht. Für militärische Verwendung spricht eigentlich nur der gefleckte Anstrich und eine übergroße Antenne auf dem Dach. Der Fahrer, es muss wohl der Fahrer sein, steckt in wenig zusammenpassenden Uniformteilen. Ist ein finsterer Indio und scheint unnahbar.
Als sein Chef zurückkehrt, wirft er die Zigarette weg und nimmt Haltung an.
Nun will ich wissen, ob dieser hagere Offizier, der Johnny genannt wird, identisch ist mit einem anderen Johnny, der an Silvester im Roadhouse musiziert hat.
Ich stelle mich also auch ganz senkrecht hin und rufe: hola Johnny!
Er wollte schon einsteigen, der Fahrer hat die hintere rechte Tür aufgerissen, da schwingt er sich wieder hinaus. Steht da, schaut mich blinzelnd an, sagt nichts.
Da der Silvester-Johnny lange Haare hatte bis zur Schulter, imitiere ich ein Haare-Zurückwerfen und seitlich über die Schulter wieder nach vorne streifen.
Es sieht einen Moment lang aus, als ob Señor Comandante lachen müsste. Er nimmt seine Basecap ab, der Schirm ist mit einem Goldstreifen dekoriert, zeigt mit einem Anflug von Bedauern auf seinen fast kahlrasierten Schädel, steigt wieder ein. War übrigens genauso leger angezogen wie sein Fahrer.
Sie fahren aber nicht ab. Ich wartete noch eine Weile, bis es mir langweilig wurde.
11:55:11 COT
Bria schrieb am 17.1. 2018 um 18:05:58 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wir stehen wir am Tresen des »Roadhouse«, und weil alle über Ernesto herziehen, sage ich: immerhin hat Ernesto mich im Schulbus zu Leons (oder ist es Nuo Língs?) Hacienda gefahren! Das hat sich von euch noch keiner getraut! Und heute wird er mich wieder hinfahren!
Einspruch von Toto! Er will mich hinfahren. Jetzt, sofort! In seinem frisch restaurierten Chevrolet/Cadillac, ich verwechsle das immer.
Einspruch von Coco!
Soeben kommt ein ganzer Schwung Gäste herein, auch Nuo Líng ist dabei.
Toto kann sein Lokal nicht im Stich lassen. Er ruft: Nuo Líng, Bria will zu deiner Hacienda! Bringst du sie hin ?
Nuo Líng: von da komme ich doch gerade her!
Toto: du kriegst mein Auto!
Der Cadillac, ein rosa Cabrio, früher kratzte er mit dem Boden die Straße entlang, jetzt schaukelt er wie ein Boot und ich könnte seekrank werden.
An der Hacienda angekommen, öffnet gleich jemand das eiserne Tor, und wir schaukeln langsam auf etwas zu, das Nuo Líng seine »Arche« nennt.
Manche Pferde weichen aus, andere kommen näher, eins hat es sogar auf Nuo Língs mongolische Mütze abgesehen.
Das ist Bria! sagt er.
Die Arche erinnert mich an diese Schiffe auf den Rinderweiden am Ufer des Rio Magdalena. Nichts als Ställe, die schwimmen können, wenn wieder einmal alles überschwemmt ist.
Dieser Stall kann über 70 Pferde beherbergen. Genau so, wie er ist, kann er zerlegt werden und soll exakt in des Schiff passen, das die Pferde nach Mora bringen wird. Er steht auf Stelzen, knapp 1 Meter hoch. Ein Steg führt nach oben, er ist voller Stroh und schon sehr abgetreten.
Inzwischen hätten die meisten Pferde keine Scheu mehr davor, zur Nacht den Steg hochzutraben und im Stall zu übernachten, sagt Nuo Líng.
12:04:57 COT
Mittwoch, 17. Januar 2018
Bria schrieb am 18.12. 2017 um 19:00:55 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wochenende-Ritual: Spaziergang zum immer selben Platz, unter einem dürren und dornigen Strauch. Blick aufs Meer.
Die Feuerstelle. Äste brechen, vorsichtig, lange Dornen. Sehen aus wie zarte Ästchen.
Feuer. Dreifuß drauf.
In den Dreifuß passt ein Topf mit Stiel. Kaffeebohnen rösten. Kesselboden gewölbt, so kann ich Bohnen wie in einem Mörser zerstoßen, + 1 Kakaobohne, + 1 Würfelzucker.
Topf wieder aufs Feuer, Wasser aus der Plastikflasche.
Perfekt war es gestern nicht, die Sonne ging, wie oft, hinter einer Wolkenbank unter.
Sie soll hinter dem Meer untergehen, genau dann muss der Kaffee kochen, die Selbstgedrehte bereitliegen.
Bevor es weitergeht nach Mora, will ich den ganzen Dornstrauch in Flammen sehen.
13:00:02 COT
Monday, 18 December 2017
Bria schrieb am 2.2. 2018 um 16:29:44 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Niemand sieht der Zukunft so fröhlich entgegen wie Coco. Sie hat alle Details des neuen »Roadhouse« in Puertamora schon im Kopf. Sie zeigte mir sogar einen Stadtplan von Puertaomora, eine Kopie jedenfalls, einen Ausschnitt, auf der etwas rot umrandet ist, das im Moment noch eine ungenutzte Lagerhalle ist.
Und dann sagt sie: »das ist nicht weit von eurem Excelsior!«
Erstens. Gehöre ich tatsächlich dazu? »Euer Excelsior«. Bislang hat mich noch niemand in ein Excelsior eingeladen.
Zweitens. Es gibt also Stadtpläne von Puertomora. Ich habe noch nie einen zu Gesicht bekommen.
Ist meine Schuld. Ich kenne sie alle, diese Verbündeten. Nuo Líng, Leon, Timna. Und deren ferne Anverwandte, die jetzt schon in Cartagena sind: Cato, Ozan, Yael. Zwar, ich fühle mich allen irgendwie zugehörig.
Ich mische mich nicht gern ein, immer bleibe ich etwas distanziert.
Kein Wunder, wenn ich heute so etwas geträumt habe: ich bin zu Hause, auf dem Savignyplatz, es ist Nacht. Obwohl es nicht regnet, wird das Pflaster immer wieder überspült, wie von den letzten Ausläufern einer Brandung. Hier wohnte ich früher, jetzt nicht mehr. Und weiß nicht, wohin.
10:30:22 COT
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