Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 15.1. 2018 um 23:00:14 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 18.1. 2018 um 13:35:23 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 21.10. 2017 um 14:43:48 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 7.1. 2018 um 12:51:51 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eigentlich will ich mich besinnen, mich erinnern, was am Silvesterabend sich alles zugetragen hat. Mit Nuo Líng. Mich erinnern und für alle Zeit festhalten.
Es kommen mir aber immerzu die unerfreulichen Briefe in den Sinn, aus Berlin, von meiner Familie. Weihnachts- und Neujahrsgrüße, gestern erst eingetroffen.
Hätte ich nur nie von Mora berichtet.
Mora existiere nicht. Ich hätte es mit Phantasten zu tun, die es nur auf mein Geld abgesehen haben. Allenfalls könnte Mora eine Sträflingsinsel sein, die meinen sogenannten Freunden wohl nur allzugut bekannt sei. Ich solle meine Masterarbeit so bald wie möglich beenden, zurückkehren, die mir angebotene Assistentenstelle an der FU annehmen.



Tröstlich war der Brief meiner Schwester Barbara, die in Baltimore lebt. Sie hat im Katalog der großen Joseph Cornell-Ausstellung von 1980 im MoMA ein interessantes Objekt entdeckt.

Es nennt sich »Rose de Vents« und ist eine kleine Kiste mit aufgeklapptem Deckel. Die Innenseite des Deckels ist mit dem Ausschnitt aus einer alten Landkarte beklebt.
Auf dieser Land- eher Seekarte sind die Nukleiden zu sehen! Zwar taucht der Name Mora nicht auf, aber die ursprünglichen Namen Lassen, Loren und Tan, sowie weitere Inseln, die nicht bezeichnet sind. Und im weiten Bogen steht da, unübersehbar, N u c l e i d e s .






06:52:28 COT

Sonntag, 7. Januar 2018

Bria schrieb am 14.1. 2018 um 13:02:34 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ich wollte eigentlich von Nuo Líng mehr erfahren über Ozan, diesen mongolischen Schamanen. Stattdessen fragt er mich über ihn aus, weil ich ihm neulich begegnet bin.


Merkwürdig war dieser Ton, eine Art von Räuspern, den Ozan von sich gab, so ein energisches »hḿ!«
Zum Beispiel, als er aus einem Sack Maracuyas auf den Boden schüttete, bedeutete dieser Ton: »da! nimm dir eine
Oder als er meinen Knöchel packte, den, der mir immer weh tat, und zudrückte.

Im Grunde klingt dieses »hḿ!«, als ob in einer Art Hohlraum im Innern von Ozan zwei Steine aneinander stießen.

»Genausagte Nuo Líng. »Ozan redet oft von Steinen! Jeder Stein hat nämlich eine Ober- und eine Unterseite! Manchmal liegt ein Stein verkehrt, das hat dann etwas zu bedeuten. Ein Stein darf nie verkehrt liegen! Nicht allerdings, wenn man Steine zu einer Mauer aufschichtet. Dann müssen sogar genausoviel Steine richtig wie verkehrt liegen, sonst hält die Mauer nicht





07:01:25 COT

Sonntag, 14. Januar 2018

Bria schrieb am 30.1. 2018 um 17:55:58 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sie sind also heute zurückgekehrt und gleich in Cecilias Haus verschwunden. Nuo Líng, Timna, und dieser FARC-Kommandant.
Ich bin ja überhaupt nicht neugierig und spaziere ganz gelassen zu dem Jeep, der sie hergebracht hat.

Da raucht jemand und lehnt sich dabei an das Fahrzeug, das nah besehen ziemlich mitgenommen aussieht. Für militärische Verwendung spricht eigentlich nur der gefleckte Anstrich und eine übergroße Antenne auf dem Dach. Der Fahrer, es muss wohl der Fahrer sein, steckt in wenig zusammenpassenden Uniformteilen. Ist ein finsterer Indio und scheint unnahbar.

Als sein Chef zurückkehrt, wirft er die Zigarette weg und nimmt Haltung an.
Nun will ich wissen, ob dieser hagere Offizier, der Johnny genannt wird, identisch ist mit einem anderen Johnny, der an Silvester im Roadhouse musiziert hat.
Ich stelle mich also auch ganz senkrecht hin und rufe: hola Johnny!
Er wollte schon einsteigen, der Fahrer hat die hintere rechte Tür aufgerissen, da schwingt er sich wieder hinaus. Steht da, schaut mich blinzelnd an, sagt nichts.
Da der Silvester-Johnny lange Haare hatte bis zur Schulter, imitiere ich ein Haare-Zurückwerfen und seitlich über die Schulter wieder nach vorne streifen.
Es sieht einen Moment lang aus, als ob Señor Comandante lachen müsste. Er nimmt seine Basecap ab, der Schirm ist mit einem Goldstreifen dekoriert, zeigt mit einem Anflug von Bedauern auf seinen fast kahlrasierten Schädel, steigt wieder ein. War übrigens genauso leger angezogen wie sein Fahrer.
Sie fahren aber nicht ab. Ich wartete noch eine Weile, bis es mir langweilig wurde.




11:55:11 COT

Bria schrieb am 17.2. 2018 um 21:20:47 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wir, Nuo Líng und ich, haben uns im »Imoro« (vormals »Roadhouse«) getroffen und und testen das Essen. Chefin Patricia preist es als »Comida muy auténtica de la Guajira« an.
Wir hatten lange draußen auf der Veranda Airhockey gespielt. Man muss dabei sehr schnell sein, ich bin schnell, aber Nuo Líng ist noch schneller. Jedenfalls sind wir durstig, hungrig, und werden nur langsam mit winzigen Portionen versorgt, alles Vorspeisen. Wir haben ein gemeinsames Lieblingsgetränk, das ist frischer Kokossaft mit frisch ausgepressten Limonen.
Wir überbrücken das Warten mit dem gemeinsamen Studium der jüngst eingetroffenen Ausgabe der rosa »Mora Post« von Mitte Januar. Die Schlagzeile der ersten Seite, fetter als sonst, betrifft die Inbetriebnahme einer großen Radio-Parabolantenne, die im Innern des Kraters der Insel Bunden aufgespannt wurde.
Nuo Líng meint wohl, ich als Paläontologin hätte von derlei keinerlei Ahnung und holt weit aus, um mir die Bedeutung einer Antenne begreiflich zu machen, die auf einen geostationären Satelliten gerichtet ist, und der gehört, wie er ganz sicher weiß, einem guten Freund von Leon, einem privaten Unternehmer namens Elon.
Ich musste Nuo Líng gar nicht bremsen, das Essen kam, duftender Fischcurry auf Yamswurzel.



15:19:54 COT

ich sagte voilà! und schrieb am 22.10. 2017 um 13:12:41 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Bin jetzt schon im »Roadhouse« (ich habe den Schlüssel). Ich kenne mich aus und mache mir selbst den Kaffee. Und siehe da, wer ist so früh schon wach und schleicht herein: Nuo Ling.
Kommt zu mir und legt etwas auf den Tisch, in ein altes Handtuch gewickelt.

Jetzt bedenke ich, dass er um strengste Verschwiegenheit gebeten hat.
Etwas ganz anderes also.

Nuo Ling brachte mir soeben ein Omelette (behauptet, er selbst hat er so früh nie Hunger)
Sitzt mit am Tisch und redet pausenlos. Über die geplante Abreise zur Vulkaninsel Mora. Über Pferde. Siebzig Pferde sollen nach Mora verschifft werden. Eine sehr gefährliche Reise würde es werden. Und ganz bestimmt gibt es jemanden, der mich liebt.
Und so weiter; jetzt höre ich nur noch halb zu.
Muss ihn unterbrechen: »woher weißt du das? Wie kannst du das wissen
»Jeder muss doch geliebt werden
Dass ich da gleich losheulen muss.

»Ich habe jetzt doch Hunger«. Nuo Ling geht, macht sich ein Frühstück.

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte imRoadhousefeiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.

In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.

Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.

Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.

Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!

Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!

Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!

Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!







11:01:29 COT

Montag, 1. Januar 2018

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