Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 65, davon 63 (96,92%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 32 positiv bewertete (49,23%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.10. 2017 um 12:34:12 Uhr schrieb
ich sagte voilà! und über Guajira
Der neuste Text am 20.2. 2025 um 08:35:24 Uhr schrieb
Yadgar über Guajira
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 28.1. 2018 um 04:58:02 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 15.1. 2018 um 14:25:59 Uhr schrieb
Bria über Guajira

am 24.12. 2017 um 09:59:47 Uhr schrieb
Bria über Guajira

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Guajira«

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 17:02:02 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wegen Silvester gab es wieder einmal Streit: Leon wollte imRoadhousefeiern, Nuo Ling auf einer Hacienda – dort, wo all die Pferde sind, die mit nach Mora sollen.
Schließlich fuhr Leon zur Hacienda, und Nuo Ling blieb hier. Ich hatte ihn überall gesucht und fand ihn im Schulbüro.

In Büro ist der Drucker, der ganz Las Acacias versorgt (nicht einmal die Polizeistation hat einen). Es ist Vorrats-Papier gestapelt, es gibt einen großen Kühlschrank, es ist eine Unordnung.

Ordnung ist in einem durch eine große Glasscheibe abgetrennten kleinen Raum. Auf die Glasscheibe sind Blumentöpfe und Schlingpflanzen gepinselt, und hinter den Schlingpflanzen, wer sitzt da und arbeitet schon früh am Neujahrstag: Nuo Ling.

Als er mich bemerkt, streicht er über seine Haare, wirft den Pferdeschwanz nach hinten, nimmt die Brille ab. Er ist doch ein wenig eitel. Vor ihm liegt auf dem Tisch sein dickes Tagebuch.

Ich hab da was für dich! sage ich. Tue ein wenig geheimnisvoll.
Nuo Ling: lass uns hinüber ins Roadhouse gehen!

Auf dem Weg dorthin bemerkt er: du humpelst ja gar nicht mehr!

Ich war selbst ganz überrascht! Alles ist wieder in Ordnung!

Er: du bist erst dann wieder gesund, wenn du ganz vergessen hat, dass du krank warst.
Ich: woher weißt du das? Warst du mal krank?
Er: ich kenne einen Schamanen. Der sagt das. Wenn du dich doch noch aufraffst und mit nach Mora kommst, kannst du ihn kennenlernen!







11:01:29 COT

Montag, 1. Januar 2018

Benjamin Beispiel schrieb am 9.12. 2017 um 21:23:24 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Einmal im Jahr nur kommen Gäste; daher kann ich im Gästehaus der Schule wohnen.

Nun ist es soweit: ein Gast ist angekommen und bleibt bis Dienstag. Ein Beamter vom Ministerio de Educación in Bogotá. Ihm wird jährlich einmal eine Dienstreise in die Guajira gegönnt (sagt Cecilia, die Schulleiterin).

Und ich wohne jetzt bei Leon.
War noch nie bei denen. Die Wohnung ist von Cecilias Patio her zugänglich.

Gleich am Eingang die ganzen nach Tier, Mensch und Leder riechende Reitsachen von Nuo Ling. Stiefel, Hose, Sattel, Zaumzeug.
Es gibt nur den Wohn- und Arbeitsraum und das Schlafzimmer.

Die ganze Wand entlang ein Tisch, darauf ein Chaos von Schulbüchern und Schulheften. Und Leon am Laptop.
Und nur das Laptop interessiert mich jetzt. Ein robustes Teil in oliv, dickes Kabel zu einem Router, ist wohl ein Router, von Router ein dickes Kabel zu einem aufgespannten Regenschirm, der liegt auf dem Boden, ist nach oben geöffnet, ist also eine Satellitenantenne.

Was für eine schnelle Verbindung! Und ich am WLAN vom »Roadhouse« muss minutenlang auf Antwort warten!
Leon: »Google-Maps schickt erst das Bild, und löscht es hinterher. Habe mich xmal beschwert, die reagieren nicht. Du mit deinem langsamen Gerät konntest was von Mora sehen! Wir sehen gar nichts. Und so soll es auch sein
Er zeigt auf die alte Seekarte an der Wand, und zeigt mir, zwischen den Großen und Kleinen Antillen die Nukleiden samt Mora. Die sind teils gedruckt, teils handschriftlich korrigiert.

»Klar darfst du an unser Laptopsagt Leon. Und schaut aufmerksam zu.






15:23:10 COT

Saturday, 9 December 2017

Bria schrieb am 12.12. 2017 um 20:13:45 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Gestern, im Roadhouse, Kerzenlicht, sehr spät schon, ich musste einfach hinaus.

Da stand ich dann im Finstern, und von oben hatte Leon mir etwas zugerufen.

Oben, weil das Roadhouse auf Pfählen steht.

Hatte nichts verstanden, weil der Generator ratterte.
Nah und fern rattern Generatoren, wenn der Strom weg ist.

Coco hatte von Kaliba abgeraten, also habe ich erst recht »con tiro« bestellt.
Nachwirkung bis jetzt (Kopfschmerzen).

Jedenfalls dreht sich die Erde am 12ten Breitengrad schneller als zu Hause am 52ten, ich musste mich hinsetzen.
Oben die Milchstraße, klar wie noch nie zuvor.
Wie rasend wir den Orionarm durchqueren!
Wer direkt unter dem Himmel auf der nackten Erde sitzt, kann das spüren, wenn er sensibel ist.

Sehr bewegt war ich auch von Leons Geständnis, Nuo Ling betreffend. Das größte Glück für ihn ist, wenn er Nuo Ling vor Freude sprachlos machen kann. Vor Freude sprachlos sein, das kann nur Nuo Ling, sagt Leon.

Ich zu Leon: »erzähl mal! Wie machst du das

Vielleicht er das mir zugerufen: »sag es aber niemand

Jedenfalls, als Nuo Ling zum ersten Mal im Leben das Meer erblickt hatte, war er sprachlos und musste sich hinsetzen.
So wie ich heute Nacht.

Sprachlos vor Freude, das will ich auch einmal sein.


14:13:12 COT

Tuesday, 12 December 2017

Bria schrieb am 17.2. 2018 um 21:20:47 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Wir, Nuo Líng und ich, haben uns im »Imoro« (vormals »Roadhouse«) getroffen und und testen das Essen. Chefin Patricia preist es als »Comida muy auténtica de la Guajira« an.
Wir hatten lange draußen auf der Veranda Airhockey gespielt. Man muss dabei sehr schnell sein, ich bin schnell, aber Nuo Líng ist noch schneller. Jedenfalls sind wir durstig, hungrig, und werden nur langsam mit winzigen Portionen versorgt, alles Vorspeisen. Wir haben ein gemeinsames Lieblingsgetränk, das ist frischer Kokossaft mit frisch ausgepressten Limonen.
Wir überbrücken das Warten mit dem gemeinsamen Studium der jüngst eingetroffenen Ausgabe der rosa »Mora Post« von Mitte Januar. Die Schlagzeile der ersten Seite, fetter als sonst, betrifft die Inbetriebnahme einer großen Radio-Parabolantenne, die im Innern des Kraters der Insel Bunden aufgespannt wurde.
Nuo Líng meint wohl, ich als Paläontologin hätte von derlei keinerlei Ahnung und holt weit aus, um mir die Bedeutung einer Antenne begreiflich zu machen, die auf einen geostationären Satelliten gerichtet ist, und der gehört, wie er ganz sicher weiß, einem guten Freund von Leon, einem privaten Unternehmer namens Elon.
Ich musste Nuo Líng gar nicht bremsen, das Essen kam, duftender Fischcurry auf Yamswurzel.



15:19:54 COT

ich sagte voilà! und schrieb am 22.10. 2017 um 13:12:41 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Bin jetzt schon im »Roadhouse« (ich habe den Schlüssel). Ich kenne mich aus und mache mir selbst den Kaffee. Und siehe da, wer ist so früh schon wach und schleicht herein: Nuo Ling.
Kommt zu mir und legt etwas auf den Tisch, in ein altes Handtuch gewickelt.

Jetzt bedenke ich, dass er um strengste Verschwiegenheit gebeten hat.
Etwas ganz anderes also.

Nuo Ling brachte mir soeben ein Omelette (behauptet, er selbst hat er so früh nie Hunger)
Sitzt mit am Tisch und redet pausenlos. Über die geplante Abreise zur Vulkaninsel Mora. Über Pferde. Siebzig Pferde sollen nach Mora verschifft werden. Eine sehr gefährliche Reise würde es werden. Und ganz bestimmt gibt es jemanden, der mich liebt.
Und so weiter; jetzt höre ich nur noch halb zu.
Muss ihn unterbrechen: »woher weißt du das? Wie kannst du das wissen
»Jeder muss doch geliebt werden
Dass ich da gleich losheulen muss.

»Ich habe jetzt doch Hunger«. Nuo Ling geht, macht sich ein Frühstück.

Bria schrieb am 1.1. 2018 um 10:54:39 Uhr zu

Guajira

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sonntag abend, Blick aufs Meer, Sonnenuntergang, Kaffee, Zigarette, das war 2017 das Ritual.

Noch ein letztes Mal, aus Ästen des Dornstrauchs, mache ich Feuer, koche ich Kaffee.
Warte, bis es dunkel genug ist, dann mache ich aus dem dürren Dornstrauch eine einzige große Fackel. Wind kommt auf, Funkenregen Richtung Meer!

Das Feuer knistert und knallt, ich konnte sie nicht hören - mit einem Mal erscheinen drei Reiter. Vielleicht vom Feuer angelockt. Voran eine Reiterin, dann ein Reiter, dann ein Pferd mit Gepäck und Kind. Kommen näher, halten an, sitzen ab.
Ich rufe: hier gibt es Kaffee!

Sie sind müde. Machen sich am Gepäck zu schaffen. Kommen zu mir und breiten Decken aus.

Sitzen da, sagen kein Wort. Das Kind: ein Mädchen, 12 etwa. Schauen aufs Meer hinaus.

Er hat ein Tamburin! Schlägt es leicht mit dem Rand gegen den Boden, in einem langsamen Takt.

Das ist eigentlich Unterhaltung genug. Aus einem Beutel schüttelt er Maracuyas. Er packt mich am Fuß!
Wie kann er wissen, dass er verletzt ist? Er umfasst mit beiden Händen den Knöchel. Es tut weh, es tut gut.


Von ihr ein paar Fragen.

Ja, das hier ist Las Acacias.
Ich studiere. Paläontologie.
Leon kenne ich!
Nicht besonders gut.

Übrigens wechselten wir gleich von spanisch auf deutsch. Wir nennen unsere Namen. Weil ich Tagebuch führe, muss ich die Schreibweise wissen. Damit es mir nicht geht wie mit Leon, eigentlich Lion (aber alle hier sagen León) (nicht Nuo Líng, der sagt Líon.)
Es meldet sich das Mädchen, sie heißt Yael, ich verstehe die Sprache nicht.
Sie fragt nach Nuo Ling!

Der Strauch glimmt immer noch, knackt, knistert. Kleine Explosionen, Funken sprühen.

Sie loben meinen Kaffee und brechen auf. Sie wollen noch eine Hacienda erreichen. Dort wird Silvester gefeiert, dort wird übernachtet. Dann geht es weiter bis Cartagena.

Es gibt noch Streit. Yael will unbedingt in Las Acacias übernachten ... doch man muss weiter ... Yael rennt davon ...

und kommt und stürmt auf mich zu und drückt sich an mich. Geruch nach Leder, saurer Milch, Maracuyas.
Holt aus ihrer Jacke eine Halskette hervor, reißt etwas ab, drückt es mir in die Hand. Ich verstehe, für Nuo Ling. Für Nuo Ling? Sie nickt und rennt zurück.

Eine Goldmünze! Eine schöne fünfstrahlige Blüte. Auf der andern Seite eine Schrift, nicht zu entziffern.










04:54:12 COT

Montag, 1. Januar 2018

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