Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Guajira«
Bria schrieb am 17.2. 2018 um 21:20:47 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Wir, Nuo Líng und ich, haben uns im »Imoro« (vormals »Roadhouse«) getroffen und und testen das Essen. Chefin Patricia preist es als »Comida muy auténtica de la Guajira« an.
Wir hatten lange draußen auf der Veranda Airhockey gespielt. Man muss dabei sehr schnell sein, ich bin schnell, aber Nuo Líng ist noch schneller. Jedenfalls sind wir durstig, hungrig, und werden nur langsam mit winzigen Portionen versorgt, alles Vorspeisen. Wir haben ein gemeinsames Lieblingsgetränk, das ist frischer Kokossaft mit frisch ausgepressten Limonen.
Wir überbrücken das Warten mit dem gemeinsamen Studium der jüngst eingetroffenen Ausgabe der rosa »Mora Post« von Mitte Januar. Die Schlagzeile der ersten Seite, fetter als sonst, betrifft die Inbetriebnahme einer großen Radio-Parabolantenne, die im Innern des Kraters der Insel Bunden aufgespannt wurde.
Nuo Líng meint wohl, ich als Paläontologin hätte von derlei keinerlei Ahnung und holt weit aus, um mir die Bedeutung einer Antenne begreiflich zu machen, die auf einen geostationären Satelliten gerichtet ist, und der gehört, wie er ganz sicher weiß, einem guten Freund von Leon, einem privaten Unternehmer namens Elon.
Ich musste Nuo Líng gar nicht bremsen, das Essen kam, duftender Fischcurry auf Yamswurzel.
15:19:54 COT
Bria schrieb am 7.1. 2018 um 12:51:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Eigentlich will ich mich besinnen, mich erinnern, was am Silvesterabend sich alles zugetragen hat. Mit Nuo Líng. Mich erinnern und für alle Zeit festhalten.
Es kommen mir aber immerzu die unerfreulichen Briefe in den Sinn, aus Berlin, von meiner Familie. Weihnachts- und Neujahrsgrüße, gestern erst eingetroffen.
Hätte ich nur nie von Mora berichtet.
Mora existiere nicht. Ich hätte es mit Phantasten zu tun, die es nur auf mein Geld abgesehen haben. Allenfalls könnte Mora eine Sträflingsinsel sein, die meinen sogenannten Freunden wohl nur allzugut bekannt sei. Ich solle meine Masterarbeit so bald wie möglich beenden, zurückkehren, die mir angebotene Assistentenstelle an der FU annehmen.
Tröstlich war der Brief meiner Schwester Barbara, die in Baltimore lebt. Sie hat im Katalog der großen Joseph Cornell-Ausstellung von 1980 im MoMA ein interessantes Objekt entdeckt.
Es nennt sich »Rose de Vents« und ist eine kleine Kiste mit aufgeklapptem Deckel. Die Innenseite des Deckels ist mit dem Ausschnitt aus einer alten Landkarte beklebt.
Auf dieser Land- eher Seekarte sind die Nukleiden zu sehen! Zwar taucht der Name Mora nicht auf, aber die ursprünglichen Namen Lassen, Loren und Tan, sowie weitere Inseln, die nicht bezeichnet sind. Und im weiten Bogen steht da, unübersehbar, N u c l e i d e s .
06:52:28 COT
Sonntag, 7. Januar 2018
Bria schrieb am 6.12. 2017 um 22:29:59 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Leon (der zwei Schiffe für Mora nicht gechartert, sondern gleich gekauft hat) und Nuo Líng schreiben abwechselnd in ein dickes Tagebuch.
Online kommt nicht in Frage. »Internet gibt es auf Mora nicht!«.
Dann aber doch - auf der Nachbarinsel Tan, »so klein wie der Name kurz«. Eine alte spanische Festung mit dem modernsten Equipment. Toto behauptet: dort ist einer der schnellsten Computer der Welt.
Jedenfalls, Nuo Ling war heute neugierig, wollte sehen, was ich schreibe, und entdeckt sofort was Falsches.
Zum ersten Mal sieht er mir über die Schulter, und dann gleich: »südlich, südlich, nicht nördlich! Du schreiben hast müssen: im Norden ist der südliche Kraterrand zu sehen. Dann stimmt es!«
»Du hättest schreiben müssen!« korrigiere ich ihn. Wie liebe ich sein noch nicht ganz perfektes und mongolisch angehauchtes Deutsch.
16:29:01 COT
Wednesday, 6 December 2017
Bria schrieb am 13.12. 2017 um 11:38:55 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Mache mir heute früh selbst das Frühstück. Habe den Schlüssel (Hintereingangs-) zum »Roadhouse«.
Nachher, hoffentlich pünktlich, nimmt mich jemand (ein Automechaniker) mit (er holt den alten Chevrolet von Toto ab) und bringt mich an eine Stelle, wo die Küstenstraße gestern abgerutscht ist (der rosa Chevrolet soll zu Weihnachten, spätestens Neujahr wieder wie neu aussehen). Wo eine Straße abrutscht, dort könnte für eine Paläontologin wie mich ein Fundort sein. Wie ich zurückkomme, weiß ich noch nicht. Werde verdreckt, in dreckigen Stiefeln jedenfalls, einen Sack voller Fundstücke in der Hand, mir von einem Straßenarbeiter einen Tipp geben lassen.
05:37:51 COT
Wednesday, 13 December 2017
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