Grab
Bewertung: 5 Punkt(e)
Auf dem Friedhof
sehe ich Gräber,
schön geflegt
mit Blumen und Sträuchern.
Lasst mein Grab
verwildern
und gebt mir zu
Lebzeiten die Blumen!
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 86, davon 84 (97,67%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 21 positiv bewertete (24,42%) |
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| Der erste Text | am 15.5. 2000 um 16:01:38 Uhr schrieb Kobrin über Grab |
| Der neuste Text | am 15.11. 2025 um 09:12:37 Uhr schrieb gerhard über Grab |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 39) |
am 22.4. 2011 um 17:20:02 Uhr schrieb
am 5.6. 2017 um 09:13:40 Uhr schrieb
am 1.5. 2017 um 09:57:03 Uhr schrieb |
Auf dem Friedhof
sehe ich Gräber,
schön geflegt
mit Blumen und Sträuchern.
Lasst mein Grab
verwildern
und gebt mir zu
Lebzeiten die Blumen!
Ich glaube, wenn man tot ist, hat man es dort ganz gut. Keiner, der einen nervt, und das Telefon klingelt auch nicht. Totenruhe halt. Blöd ist bloß, wenn man drinliegt mit dem Gedanken: »Mist, die Herdplatte ist noch an!«
Am Weihnachtsabend, ungefähr zwei Stunden vor der Bescherung, verließen alle noch einmal das Haus. Keti hatte vergessen, die Schuhe zu wechseln, und lief in ihren ausgeschnittenen Halbschuhen neben den anderen her. In Wirklichkeit konnte sie es nicht ertragen, die unpassenden schweren Stiefel zu dem guten Kleid zu tragen, das sie schon angezogen hatte. Die ausgeschnittenen Schuhe gaben ihrem Gang etwas Beschwingtes. Mit immer kälter werdenden Füßen hüpfte sie dem Friedhof entgegen, um die toten Verwandten zu besuchen.
Viele Gräber lagen, mit Fichtenzweigen gegen den Frost geschützt, schon in der Dunkelheit dieses besonderen Abends. Einige waren fast wie Betten hergerichtet, in denen Keti sich die bewegungslosen stillen Schläfer vorstellte. Hinter den Grabsteinen stand die fahle, beleuchtete Stadt. Alle Farben hatte sie in sich aufgesogen. Ihre Erscheinung war milchig und zaghaft wie an keinem anderen Tag und jeden Moment bereit zu verlöschen. Einige Gräber umgab eine schwarze Grotte aus Zypressen, so daß kaum ein Lichtstrahl sie berührte. Über den nicht abgedeckten Gräbern bildeten Schnee und Moosklumpen eine schmutzige Kruste.
Christa Estenfeld, »Die Menschenfresserin«
Mein Vater und seine Eltern liegen seit über 30 Jahren im Familiengrab.
Vor einiger Zeit mußten wir den Grabplatz erneut 'zurückkaufen'.
Beschämend finde ich, daß nicht einmal die Namen und Geburtsdaten auf dem Grabstein stehen (das war wohl zu teuer!)
'...ein Grab in den Lüften,
da liegt man nicht eng.'
Paul Celan: Todesfuge
ein grab ist ein herrlicher ort. ein ort der ruhe und doch.. vermittelt er eine warme kälte die unübertrefflich scheint..
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