Grab
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Auf dem Friedhof
sehe ich Gräber,
schön geflegt
mit Blumen und Sträuchern.
Lasst mein Grab
verwildern
und gebt mir zu
Lebzeiten die Blumen!
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 86, davon 84 (97,67%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 21 positiv bewertete (24,42%) |
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| Der erste Text | am 15.5. 2000 um 16:01:38 Uhr schrieb Kobrin über Grab |
| Der neuste Text | am 15.11. 2025 um 09:12:37 Uhr schrieb gerhard über Grab |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 39) |
am 7.12. 2007 um 17:52:11 Uhr schrieb
am 25.1. 2014 um 09:44:57 Uhr schrieb
am 7.3. 2005 um 15:03:20 Uhr schrieb |
Auf dem Friedhof
sehe ich Gräber,
schön geflegt
mit Blumen und Sträuchern.
Lasst mein Grab
verwildern
und gebt mir zu
Lebzeiten die Blumen!
Am Weihnachtsabend, ungefähr zwei Stunden vor der Bescherung, verließen alle noch einmal das Haus. Keti hatte vergessen, die Schuhe zu wechseln, und lief in ihren ausgeschnittenen Halbschuhen neben den anderen her. In Wirklichkeit konnte sie es nicht ertragen, die unpassenden schweren Stiefel zu dem guten Kleid zu tragen, das sie schon angezogen hatte. Die ausgeschnittenen Schuhe gaben ihrem Gang etwas Beschwingtes. Mit immer kälter werdenden Füßen hüpfte sie dem Friedhof entgegen, um die toten Verwandten zu besuchen.
Viele Gräber lagen, mit Fichtenzweigen gegen den Frost geschützt, schon in der Dunkelheit dieses besonderen Abends. Einige waren fast wie Betten hergerichtet, in denen Keti sich die bewegungslosen stillen Schläfer vorstellte. Hinter den Grabsteinen stand die fahle, beleuchtete Stadt. Alle Farben hatte sie in sich aufgesogen. Ihre Erscheinung war milchig und zaghaft wie an keinem anderen Tag und jeden Moment bereit zu verlöschen. Einige Gräber umgab eine schwarze Grotte aus Zypressen, so daß kaum ein Lichtstrahl sie berührte. Über den nicht abgedeckten Gräbern bildeten Schnee und Moosklumpen eine schmutzige Kruste.
Christa Estenfeld, »Die Menschenfresserin«
Mein Vater und seine Eltern liegen seit über 30 Jahren im Familiengrab.
Vor einiger Zeit mußten wir den Grabplatz erneut 'zurückkaufen'.
Beschämend finde ich, daß nicht einmal die Namen und Geburtsdaten auf dem Grabstein stehen (das war wohl zu teuer!)
'...ein Grab in den Lüften,
da liegt man nicht eng.'
Paul Celan: Todesfuge
Zwar äußere ich den Wunsch, zum Grab getragen zu werden und nicht auf einem Wagen gerollt, doch ist die Beerdigung etwas für die Hinterbliebenen, die mit meinem Tod fertig werden müssen. Sie sollen das tun, was ihnen gut tut.
Richtige Gräber mit Grabsteinen auf Friedhöfen und so kann man meiner Meinung nach in der heutigen Zeit vergessen. Nach 25 Jahren muss man die eh wieder weg machen.
Ich würde gerne unter einem Baum begraben werden. So könnte ich in ihm weiterwachsen, romantisch gesehen... Aber das ist in Deutschland gar nicht zulässig, glaube ich.
In England darf man die Toten (oder vielleicht auch nur ihre Asche, das weiß ich nicht genau) im eigenen Garten begraben. Meine Großtante und mein Großonkel leben dort. Sie wohnen in einem Haus, dass sie von dessen Vorbesitzerin (einer guten Freundin) bekommen haben, nachdem sie ihr versprochen hatten, ihr ihren letzten Willen zu erfüllen und sie in ihrem Garten zu begraben, bzw. sich um das Grab zu kümmern. Und dort liegt sie jetzt unter der Erde und über ihr auf der Erde ist ein Stein in Form einer Vogeltränke gesetzt worden und um diese Tränke herum wachsen Bäume und Blumen und Gras. Gefällt mir wirklich gut.
Na ja, das alles ist wahrscheinlich Schall und Rauch, wenn man erst mal tot ist und kann einem dann egal sein. Aber für die »Hinterbliebenen« ist es doch schön, einen solchen Ort haben zu können, an dem man sich erinnern kann, anstatt eines dieser Reihengräber.
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