Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 8, davon 8 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 5 positiv bewertete (62,50%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 3.11. 2002 um 11:55:51 Uhr schrieb
Das Ikebana-Arrangement hat's gesehen und über HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht
Der neuste Text am 13.7. 2008 um 04:58:30 Uhr schrieb
mcnep3 über HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht
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(insgesamt: 2)

am 13.7. 2008 um 04:58:30 Uhr schrieb
mcnep3 über HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht

am 7.12. 2004 um 12:29:59 Uhr schrieb
Joker über HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht«

Liquidationsdefensive schrieb am 10.11. 2002 um 23:30:11 Uhr zu

HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Das Schicksal von Herrn Yamasaki ist sehr bedrückend. Man könnte vermuten, HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht, weil HerYamasakisFrauSchlägtHerrnYamasaki. Bei dieser Brutalität von Herrn Yamasakis Frau wäre es ja nur verständlich, dass Herr Yamasaki keine Freude an seinem Abendessen hat. Aber es wäre viel schlimmer, wenn Ursache und Wirkung hier umgekehrt gesehen werden müssen, was folgendes bedeuten würde: HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht und HerrYamasakiErbrichtDasAbendessen; wenn Frau Yamasaki dies sieht, kann sie nicht anders, als ihren Mann angewidert zu schlagen, aber nicht weil sie die Schmähung des von ihr möglicherweise zubereiteten Essens beleidigt und sie den Schmutz des Erbrochenen unerträglich findet, sondern weil ihr Mann so ein memmeriger Schluffen ist, der lustlos und ohne Appetit in seinem Abendessen herumstochert. Frau Yamasaki ist eine Frau, die ihr und das gemeinsame Leben mit ihrem Mann geniessen und in vollen Zügen auskosten will, da kommt ihr die Überempfindlichkeit und die Freudlosigkeit ihres Mannes gar nicht gelegen. Ja, man muss wohl fürchten, dass Herr Yamasaki geradezu depressiv und grüblerisch veranlagt ist und mit grossen Zweifeln an seinem Lebenswandel nicht in der Lage ist, sich auf den Genuss des von Frau Yamasaki bereiteten Abendessens zu konzentrieren und sich bei wunderbaren und köstlichen Speisen zu entspannen. Nicht dass Herr Yamasaki nicht generell die Freuden des guten Essens zu schätzen wüsste, vielmehr sitzt er da, prockelt mit der Gabel in seinem Teller herum und denkt sich, was das doch alles für ein Wahnsinn ist, dass er sein Leben mit dem Essen und dem Beisammensein mit seiner Frau verbringe, Abend für Abend, und tagsüber immer grenzenlose Schufterei, und dann gibt es bald vielleicht Kinder und ein Haus und die Verpflichtungen werden noch irrsinniger, und Herr Yamasaki denkt immer wieder, selbst während er so in seinem leckeren Abendessen herumbohrt, über seine beängstigende Endlichkeit nach, die Endlichkeit seiner Zeit und über seine Frau, die er eigentlich liebt, aber die ihn mit ihren Ansprüchen nach Klarheit, nach einer klaren Lebenslinie erdrückt und von der er manchmal meint, sie treibe ihn in einen langgezogenen schmerzlosen Tod, obwohl er doch nicht einfach leben darf, sondern kompliziert leben muss und wissen muss, warum, und dass es ihn ganz ängstlich macht, dass ihn seine Frau vielleicht gar nicht versteht, und er ihr dies nicht sagen kann, weil sie ihm nur mit ihrer klugen und feinen Ironie antworten würde, die seine kleine Existenzmacke dennoch akzeptiert, ja die ihr sogar wichtig ist, so wichtig, dass sie überhaupt der Anlass war, ihn zu lieben und mit ihm zu leben, aber Herr Yamasaki weiss, dass sie nicht ahnt, wie furchtbar ernst es ihm mit dieser Grüblerei ist, wie sehr hier aller Spaß aufhört und es an die Fundamente seines Wesens geht, obwohl er dieses Wesen gleichzeitig hasst und es nicht mit rechter Überzeugung will, was seinerseits ja der Anlass war, der so ganz anderen und ausgleichenden Frau Yamasaki mit ihrer Gewandheit und lebensklugen Überlegenheit zu verfallen und sich in sie heftigst und ganz und gar ohne Irrtum zu verlieben, um diesen dumpfen Zweifeln und dieser Ratlosigkeit zu entkommen. Aber nach dieser entspannten Frühzeit ihrer Beziehung, in der Herr Yamasaki über seine lebensfremden Störungen lachen konnte, kam die Erkenntnis für ihn, dass dies, was ihm so als Fehler und jugendliche Unreife erschien, die eigentliche Grundlage seiner Persönlichkeit war, die sich durch nichts, wirklich nichts, und das heisst selbst für ihn erschreckenderweise, nicht einmal durch die größte Liebe wegwischen läßt und die nun vor seinem Abendessentisch, so manchen Abend, und gerade dann, wenn Frau Yamasaki ihre Stärken, ihren Charme, ihre Wärme und ihre Unterhaltungsgabe aus reiner Lebens- und Liebeslust ins Spiel bringt, hervorbricht und ihn plötzlich stumm und nachdenklich vor seiner Frau sitzen und nur denken lässt, wann sie denn nur endlich von ihrer Lebensvollkommenheit ablassen werde, und weil sie es nicht tut, er ganz traurig wird. Und vor lauter Anstrengung wegen dieses finsteren Widerspruchs zwischen ihm und seinem Leben beginnt er zu zittern, verliert den Appetit und ihm schmeckt das Abendessen nicht mehr, aber, weil er es aus Rücksicht auf die Kochbemühungen seiner Frau doch zu sich nimmt, es bald wieder ausbricht, bis seine Frau, nachdem sie es einmal, zweimal, ja ein drittes Mal als Kränklichkeit erduldet hat, diese Jämmerlichkeit nicht mehr ertragen kann, und ihn schlägt, um ihn zur Besinnung zu bringen, und, nachdem dies nichts nützt, ihn schlägt, nun aber nur noch aus Verständnislosigkeit und zuletzt aus Verachtung.

Das Ikebana-Arrangement hat's gesehen und schrieb am 3.11. 2002 um 11:55:51 Uhr zu

HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Das war ja klar. Aber was bedeutet das? Wird Herr Yamasaki Frau Yamasaki jetzt wieder schlagen?
Unwahrscheinlich. Zwar scheint Herr Yamasaki ein durchaus leicht erregbarer Charakter zu sein, aber Frau Yamasaki zu züchtigen, weil das von ihr zubereitete Abendessen nicht schmeckt, wäre übertrieben und unrealistisch. Wahrscheinlicher ist, daß Herr Yamasaki sich sein Mißfallen einfach nicht anmerken läßt; schließlich ist davon auszugehen, daß die Mühe, die sich Frau Yamasaki beim Kochen gegeben hat, auf irgendeine Art und Weise sichtbar ist (besonderes Essen, Besteck, Kerzenlicht usw.), und auch ein eher unsensibler Typ wie Herr Yamasaki wird dies bemerken und als Waffenstillstandsangebot erkennen.
FrauYamasakiBereitetEinWundervollesAbendessenVor und HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht. Es bleibt spannend, denn auch wenn dem Umstand der mißlungenen Mahlzeit keine allzu große Bedeutung beizumessen ist, so läßt er doch den Schluß zu, daß Herr Yamasaki und Frau Yamasaki nicht so einfach ihre Differenzen beilegen, z.B. gemeinsam abspülen, runter an den Strand fahren, evtl. dort eine heiße Liebesnacht verleben usw. usf.
Liebe geht durch den Magen, sagt man. Ist ein Rückschluß möglich? Leitete vielleicht ein Mangel an gegenseitigem Verständnis und Respekt die Hände von Frau Yamasaki beim Zubereiten der Speisen? Oder ist sie einfach eine schlechte Köchin? Tatsache ist: HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht. Belassen wir es dabei und sehen es als Symbol für die derzeit »vergiftete Beziehung« zwischen den Vereinig... ähm, zwischen Herrn Yamasaki und Frau Yamasaki, und wünschen wir Ihnen beiden für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Dr. Schuhu schrieb am 3.11. 2002 um 13:49:59 Uhr zu

HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht

Bewertung: 6 Punkt(e)

Ist es wirklich so einfach, daß Herr Yamasaki das mißlungene Abendessen mit Schweigen übergehen kann, daß dieser Umstand nicht weiter austägt und keine tiefergehende Bedeutung hat ? Ganz so simplifizierend sollte man m.E. diese Tatsache nicht sehen. Es schmeckt ihm nicht. Das sollte man zunächst einfach einmal so stehenlassen und ernst nehmen. Eine wesentliche Lebensäußerung, eine wesentliche Möglichkeit unserer Weltwahrnehmung, der Geschmackssinn, ist beeinträchtigt. Das wird in diesem Moment Folgen für die gesamte Wirklichkeitswahrnehmung von Herrn Yamasaki haben. Keine Folgen, die man überschätzen sollte, gleichwohl ist dieser Umstand nicht als Belanglosigkeit zu übergehen. Denn wenn einer - und sei's nur für den Moment- den Geschmack verliert, ist hier gleichzeitig eine symbolisch-existentielle Fragestellung berührt. Es wird deutlich, daß die Welt nicht vollkommen ist,
daß die Gebrochenheit menschlichen Zusammenlebens nicht einfach durch eine nette Geste überwunden werden kann. Symbolisch spiegelt, das ist oben richtig angemerkt worden,
die Tatsache des gutgemeinten aber mißlungenen Abendessens den tiefen Bruch in der Beziehung wider, es ist ein weiterer Schlag, was auch die äußere Geste nur unzureichend zu überdecken vermag. Gerät Herr Yamasaki ins Grübeln, werden ihm schnell weitere Beispiele für die Richtigkeit dieser Tatsache einfallen.
Daß die Welt fehlerhaft ist, wird ihm im Folgenden allzu bewußt werden, wenn er weiterdenkend darauf stößt, daß sein Lieblingsverein gerade in die dritte Liga abgestiegen ist, der Hund der Nachbarin schon seit einer Viertelstunde ununterbrochen bellt, die Geranien auf der Fensterbank vertrocknet sind,
der Mann von Gegenüber schon drei Tage nicht mehr gegrüßt hat, die Zeiten härter werden, die Politiker sowieso alle spinnen und die Welt zielsicher auf den Dritten Weltkrieg und die atomare und klimatische Katastrophe zuläuft.
Dann bleibt ihm nur noch, sich umzubringen - oder sofort die Scheidung einzureichen.

Wir sind gespannt, was er tun wird.

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