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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 25.10. 2008 um 10:58:38 Uhr schrieb
mcnep über Agamemnon
Der neuste Text am 17.1. 2022 um 19:10:58 Uhr schrieb
Gattin des Agamemnon über Agamemnon
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 13.1. 2022 um 02:43:09 Uhr schrieb
Christine über Agamemnon

am 21.6. 2021 um 19:29:21 Uhr schrieb
Christine über Agamemnon

am 11.1. 2022 um 01:21:16 Uhr schrieb
tootsie über Agamemnon

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Agamemnon«

tootsie schrieb am 14.1. 2022 um 01:07:21 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Muse tritt die silberne Schale beiseite, reckt angriffslustig das Kinn nach vorne und funkelt den Gott herausfordernd an.

Skamander stellt sich breitbeinig hin.

Runter von meinem Grundstück!“, bellt er. In Hüfthöhe führt er die Hände zusammen und bildet eine Art Raute. Daraus schließt ein Strahl Wasser hervor, der so dick ist wie ein menschlicher Oberschenkel und die geballte Kraft eines Dampfhammers hat. Er trifft die Muse mit voller Wucht am Brustkorb. Mit rudernden Armen fliegt sie rückwärts durch die Luft und knallt gegen den Stamm einer mächtigen Eiche, die seit Jahrhunderten am Ufer steht. Der ganze Baum vibriert. Einige Blätter segeln zu Boden.

Die Muse blinzelt benommen. Aus der klaffenden Wunde, in der man helle Rippen sehen kann, sickert goldener Ichor. Die Götter haben kein rotes Blut wie die Menschen.

Abwesend betastet sie ihre verwundete Brust. Sie schaut an sich herunter und keucht: „Scheiße, meine Titte! Bist du übergeschnappt? Ohne Narben wächst das nicht mehr zusammen!“

Runter von meinem Grundstück!“, wiederholt Skamander leise. Zur Illustration wird ein Overlay aus Vektoren eingeblendet, die den Herrschaftsbereich des Gottes farblich markieren. Die Füße der Muse ragen hinein. Hastig zieht sie die Beine an, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen.

Ich hab schon gehört, dass es bei dir nicht so gut läuft. Der Chef ist wohl sehr unzufrieden?“, fragt der Flussgott.

Was geht dich das an!“, faucht die Muse. Mit spitzen Fingern greift sie einen Hautlappen und bringt ihn in seine ursprüngliche Position.

Griechische Gottheiten sind nicht zimperlich und hart im Nehmen.

tootsie schrieb am 9.4. 2021 um 00:46:40 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 1 Punkt(e)

Als ich mich umblicke, ist die Muse schon fort. Der Wind trägt die Ausdünstungen des griechischen Heerlagers zu mir herüber. Die Männer sind krank. Dahinter steckt Apollon. Gerade nimmt er wieder einen der namenlosen Soldaten aufs Korn. Ich hebe mein Tablet, um die Szene zu fotografieren und ein paar Notizen zu schreiben. Mit den Göttern ist allgemein nicht gut Kirschen essen. Da kommt Kalchas um die Ecke läuft direkt auf das Zelt von Agamemnon zu. Apollon blickt mich an. Er lächelt. Dieses Lächeln verwandelt meine Knie in Gummi. Für die Namenlosen und Bedeutungslosen interessiert sich die Muse nicht. Ich beeile mich, zu Kalchas aufzuschließen.

tootsie schrieb am 8.4. 2021 um 23:59:47 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der König der Könige, der Obermotz. In Troja war was zu holen, sonst wäre er wohl kaum für seinen gehörnten Bruder Menelaos in die Bresche gesprungen. Helena war nämlich dreist genug, den Staatsschatz mitgehen zu lassen, als sie mit Paris abgehauen ist.

Der ganze Aufriss wegen einer leicht ersetzbaren Ehefrau? Unwahrscheinlich. Und wenn sie noch so schön wäre.

tootsie schrieb am 29.4. 2021 um 00:21:33 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 2 Punkt(e)

Gespannte Stille im Zelt des Königs. Alle Blicke richten sich auf Kalchas. Seine Stimme ist unangenehm dünn und schneidet wie ein schlechtes Messer durch die dicke Luft. Er ist mir nicht sehr sympathisch. Priester, Zauberer und ähnliche Scharlatane mag ich nicht.

Gerade legt der Wichtigtuer Agamemnon dar, was im Lager vor sich geht. Im Hintergrund lümmelt eine junge Frau zwischen Decken, Kissen und Teppichen. Unerhörter Luxus an einem Ort wie diesem. Sie gilt als sehr schön, und ihr Name ist Chryseis. Sieht zufrieden aus und frisch gevögelt.

Sehr schön bedeutet, dass sie noch alle Zähne hat und gut genährt ist. In unserer Zeit würde sie kaum auffallen.

Für ihre Begriffe hat sie gerade Karriere gemacht. Im Gegensatz zu Agamemnons Gattin Klytaimnestra ist sie jung. Sie hat das große Los gezogen, und sie kann mit etwas Glück Königin werden. Ihre Pläne werden aber gerade über den Haufen geworfen.

Der Priester erklärt nämlich, dass die Männer sterben, weil Apollo angepisst ist. Bei einem ihrer Raubzüge ins Hinterland haben sie Chryseis verschleppt. Kriegsbeute. Ihr Vater betreut aber den hiesigen Tempel des Apoll, und er möchte sie wieder haben. Dieses Sakrileg kann der Gott nicht dulden, und deshalb nimmt er einen Griechen nach dem anderen aufs Korn, schießt seine Pfeile ab und macht die Männer krank.

Ich zeichne gewissenhaft alles auf. Sieht schlecht aus für Chryseis. Sie schicken nach dem Vater des Mädchens und planen ein Opfer zu Ehren von Apoll. Der scheint zufrieden zu sein, und dann schaltet mich die Muse wieder ab.

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