Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 25, davon 25 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 12 positiv bewertete (48,00%)
Durchschnittliche Textlänge 599 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,600 Punkte, 13 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 25.10. 2008 um 10:58:38 Uhr schrieb
mcnep über Agamemnon
Der neuste Text am 17.1. 2022 um 19:10:58 Uhr schrieb
Gattin des Agamemnon über Agamemnon
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 18.5. 2021 um 23:00:42 Uhr schrieb
tootsie über Agamemnon

am 9.4. 2021 um 00:27:55 Uhr schrieb
tootsie über Agamemnon

am 13.1. 2022 um 02:39:51 Uhr schrieb
Christine über Agamemnon

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Agamemnon«

tootsie schrieb am 12.4. 2021 um 18:24:33 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 1 Punkt(e)

Ich schaffe es, hinter Kalchas durch den Vorhang des Zeltes zu schlüpfen. Sonst hätte ich das kleine Gerät benutzen müssen, mit dem ich durch Gegenstände diffundieren kann. Es ist aber unangenehm. Als würden Holz, Stoff, Steine und dergleichen direkt über die Haut, das Gesicht, die Zunge und sämtliche inneren Organe kratzen. Es tut nicht weh, aber es irritiert. Unsere Sinne sind für solche Eindrücke nicht gemacht. Wenn man sich davon ablenken lässt und die Füße nicht hebt, sinkt man ein, bis die verschiedenen Kräfte ein Gleichgewicht gefunden haben. Man kann sich das vorstellen wie ein Bad im Toten Meer. Es ist nicht möglich, sich aus dieser Lage zu befreien, und man muss dann warten, bis man abgeschaltet wird.

Vorerst bin ich aber im Zelt und mache Aufnahmen. Die griechischen Heerführer sind wegen der Seuche im Lager versammelt, und in ihrer Mitte zieht Agamemnon einen Flunsch. Kalchas' Eintreten hat nichts Gutes zu bedeuten. Das weiß der König seit der Sache mit Iphigenie.

tootsie schrieb am 18.5. 2021 um 22:09:47 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 2 Punkt(e)

Als mich die Muse wieder einschaltet, stehe ich am Strand. Die Sonne sinkt bereits, und die griechische Flotte schaukelt in der Abendbrise auf den Wellen. Die BezeichnungFlotteist meiner Ansicht nach eine unzulässige Übertreibung. Eine Handvoll Schiffe, die von einem schmutzigen Räuberhauptmann befehligt wird, würde ich nie und nimmer als Flotte bezeichnen. Man hört einen Mann singen, der dabei auf einer Leier klimpert. Sonst ist es still, und die Stimmung im Lager der Griechen hinter mir wirkt gedrückt.

Agamemnons letzte Idee war nicht so gut. Weil er seine Kriegsbeute, das Mädchen Chryseis, wieder zurückgeben musste, damit Apollon nicht auch den Rest seiner Männer unter die Erde bringt, brauchte er Ersatz fürs Bett. Die neue Konkubine ist Eigentum von Achilles gewesen. Sie war ihm auf einem seiner Raubzüge in die Hände gefallen. Das Mädchen ist die Tochter eines lokalen Königs. Wobei ich zugeben muss, dass es sich hierbei ebenfalls um eine maßlose Übertreibung handelt. In der Bronzezeit nennt sich eben der Hauptmann jeder Räuberbande selbst einen König.

Das Mädchen gilt als sehr schön. Das bedeutet, sie hat noch alle Zähne und ein bisschen Fleisch auf den Rippen. Jedenfalls musste Achilles sie herausgeben. Dem schmeckt das gar nicht. Sein Verhältnis zu Agamemnon war von Anfang an etwas gespannt, aber diese Demütigung kann er nicht auf sich sitzen lassen.

Er hat das Zelt seines Chefs hoch erhobenen Hauptes verlassen und schmollt. Er weiß ganz genau, dass Agamemnon ohne ihn nicht die geringste Chance hat, die Trojaner zu besiegen.

Er ist schließlich der Sohn einer Göttin und praktisch unverwundbar. Weil er das Orakel kennt, hatte er vor, Briseis zu seiner Frau zu machen und in die Heimat zurückzukehren. Ein glückliches Leben im Kreis seiner Lieben, dass keine Schlagzeilen macht und bald vergessen ist.

Der ganze Feldzug ist für ihn eine einzige Pleite, und jetzt hat Agamemnon im auch noch die Frau weggenommen! Auf unsterblichen Ruhm kann er im Moment getrost verzichten. Er hat keine Lust darauf, weiterhin den Kopf für Agamemnon hinzuhalten.

tootsie schrieb am 9.4. 2021 um 00:46:40 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 1 Punkt(e)

Als ich mich umblicke, ist die Muse schon fort. Der Wind trägt die Ausdünstungen des griechischen Heerlagers zu mir herüber. Die Männer sind krank. Dahinter steckt Apollon. Gerade nimmt er wieder einen der namenlosen Soldaten aufs Korn. Ich hebe mein Tablet, um die Szene zu fotografieren und ein paar Notizen zu schreiben. Mit den Göttern ist allgemein nicht gut Kirschen essen. Da kommt Kalchas um die Ecke läuft direkt auf das Zelt von Agamemnon zu. Apollon blickt mich an. Er lächelt. Dieses Lächeln verwandelt meine Knie in Gummi. Für die Namenlosen und Bedeutungslosen interessiert sich die Muse nicht. Ich beeile mich, zu Kalchas aufzuschließen.

tootsie schrieb am 14.1. 2022 um 01:07:21 Uhr zu

Agamemnon

Bewertung: 2 Punkt(e)

Die Muse tritt die silberne Schale beiseite, reckt angriffslustig das Kinn nach vorne und funkelt den Gott herausfordernd an.

Skamander stellt sich breitbeinig hin.

Runter von meinem Grundstück!“, bellt er. In Hüfthöhe führt er die Hände zusammen und bildet eine Art Raute. Daraus schließt ein Strahl Wasser hervor, der so dick ist wie ein menschlicher Oberschenkel und die geballte Kraft eines Dampfhammers hat. Er trifft die Muse mit voller Wucht am Brustkorb. Mit rudernden Armen fliegt sie rückwärts durch die Luft und knallt gegen den Stamm einer mächtigen Eiche, die seit Jahrhunderten am Ufer steht. Der ganze Baum vibriert. Einige Blätter segeln zu Boden.

Die Muse blinzelt benommen. Aus der klaffenden Wunde, in der man helle Rippen sehen kann, sickert goldener Ichor. Die Götter haben kein rotes Blut wie die Menschen.

Abwesend betastet sie ihre verwundete Brust. Sie schaut an sich herunter und keucht: „Scheiße, meine Titte! Bist du übergeschnappt? Ohne Narben wächst das nicht mehr zusammen!“

Runter von meinem Grundstück!“, wiederholt Skamander leise. Zur Illustration wird ein Overlay aus Vektoren eingeblendet, die den Herrschaftsbereich des Gottes farblich markieren. Die Füße der Muse ragen hinein. Hastig zieht sie die Beine an, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen.

Ich hab schon gehört, dass es bei dir nicht so gut läuft. Der Chef ist wohl sehr unzufrieden?“, fragt der Flussgott.

Was geht dich das an!“, faucht die Muse. Mit spitzen Fingern greift sie einen Hautlappen und bringt ihn in seine ursprüngliche Position.

Griechische Gottheiten sind nicht zimperlich und hart im Nehmen.

Einige zufällige Stichwörter

Nachzüglerin
Erstellt am 1.1. 2025 um 11:49:17 Uhr von Maximilian, enthält 8 Texte

Kompottlöffel
Erstellt am 28.5. 2002 um 19:28:35 Uhr von the weird set theorist, enthält 6 Texte

Neurogeriatrie
Erstellt am 4.4. 2007 um 00:22:41 Uhr von mcnep, enthält 3 Texte

Hundertmeterlauf
Erstellt am 31.1. 2018 um 11:43:24 Uhr von Serena, enthält 6 Texte

Schuhsohle
Erstellt am 26.6. 2009 um 14:52:26 Uhr von mcnep, enthält 7 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0324 Sek.