Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 101, davon 101 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 25 positiv bewertete (24,75%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 20.9. 2007 um 14:01:08 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau
Der neuste Text am 15.2. 2011 um 13:01:15 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau
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am 21.3. 2009 um 11:05:37 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

am 29.4. 2009 um 23:44:43 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

am 14.3. 2009 um 23:54:04 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Erdhausbau«

tullipan schrieb am 14.7. 2009 um 10:33:25 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

wenn ich schon dabei bin, denkt behan, kann ich gleich anfangen, meine erinnerungen abzuhaken, punkt für punkt.
damit nichts übrig bleibt von meinem vergangenen leben.
und die erinnerung an sein wertloses dasein läßt ihn erstarren, regungslos ins leere starren, bis die verglühende zigarette an seine finderspitzen brennt und ihn aufweckt mit einem schmerz.
heftig stößt er den angestauten atem heraus.
und wie stehe ich jetzt da, denkt sich behan.
mit nichts.
der justiz bin ich entwischt, der psychiatrie bin ich entwischt.
und das letzte was ich jetzt noch brauchen kann, ist eine frau aus dem establishment, die mich verfolgt weil ich mich nicht von ihr beherrschen lassen wollte.
die scheut ja nicht einmal davor zurück, mich als vergewaltiger zu verunglimpfen. und sie weiß ja auch, wo sie sich die unterstützung holen kann.
na, solche leute, die glauben, ich wäre für sie ein gefundenes fressen, können sich noch fest in den finger schneiden.
warum macht sie das überhaupt.
findet sie sich nichts besseres um ihr ego zu behaupten als andere als die schuldigen hinzustellen.
schon so ein uralter trick, affig, wirklich. das weibchen, das beschützt werden will und sich als opfer hinstellt.
behan denkt daran, wie er selbst auf diesen trick reingefallen ist.
erst später ist mir einiges klargeworden damals, nach längerem zusammensein mit dieser psychisch kranken frau, die in der gegend herumvögelte und immer dabei auf der suche war nach wem dem sie erzählen konnte, daß die bösen männer sie alle vergewaltigt hätten. dabei stand sie ja auch drauf, und mich hat sie erst richtig angefangen zu terrorisieren als ich auf ihre sadospiele nicht einsteigen wollte.
dumme kuh.
ich habe doch keinen bock darauf, erst beim sex zu hören, los, fick mich in den arsch, ich mag das und ich weiß du magst das auch, um dann am nächsten tag zu hören, du arschlioch, du hast mich vergewaltigt. du hast mich in den arsch gefickt.
pffh.
na, es ist ja nicht jeder schizophren.

tullipan schrieb am 17.8. 2009 um 16:26:42 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

mit durchgedrücktem rücken auf dem sessel hockend, ohne die lehne zu berühren, ihre hände im schoß gefaltet, blickt die psychologin behan geradewegs an. behan bemüht sich , nicht zu blinzeln, dem blick ihrer meergrünen, mandelförmig geschwungenen augen standzuhalten.
entspannen sie sich, sagt sie und ihre lippen sind zu einem geraden strich zusammengelegt.
wieder öffnet sich ihr mund, entspannen sie sich.
eine magische abfolge von wörtern, immer dieselben.
entspannen sie sich.
behan spürt, wie sich sein rücken und das untere becken förmlich an die auflage der ruheliege anschmiegen. ein unbeschreiblich wohltuendes wonnegefühl durchströmt ihn und er merkt, daß sich sein schwanz und die hoden vor erregung zusammenziehen und hart werden.
auf behans stirne bilden sich leichte schweißperlen.
ach, eigentlich soll es mir egal sein, sie ist ja ärztin und wird sowas schon öfter erlebt haben, denkt er sich.
entspannen sie sich, hört er wieder an seine ohren dringen.
entspannen sie sich. er merkt eine veränderung seines bewußtseinszustandes.
bilder tauchen vor seinen geschlossenen augen auf.
eine wiese im sonnenlicht, ein birkenbaum, ein fuchskopf der groß und größer wird bis ihn der blick aus den tieraugen zu verschlingen scheint.

tullipan schrieb am 30.4. 2009 um 06:31:09 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

so gross ist der raum der zeit, dass sie stille zu stehen scheint. behans augenlider flattern. er keucht, als täte sich die luft aus seinen lungen rausquetschen vor angst.
tief hebt und senkt sich sein brustkorb.
weiter und noch weiter führt ihn sein traum. schöne menschen winken ihm zu, versuchen ihm die hände zu reichen, aus lautlosen mündern rufen sie ihm worte zu, die er nicht hören kann. sein traumohr kann nicht hören.
seine beiden hände langen in den schritt und er rollt sich zusammen, die knie angezogen.
das gesicht einer schönen frau kommt näher und näher bis er nur noch augen sieht, augen, die ihn anblicken voller sanftheit.
sein atem beruhigt sich. langsam öffnet sich sein körper wieder.
sein traumohr öffnet sich und er hört kinderlachen und vogelzwitschern.
im traum fühlt er sich schwerelos werden und zu schweben bis er mitten in den blättern eines baumes ist, die ihn umgeben. langsam schwebt er nach oben, an den blättern des traumbaums entlang.
sein körper schiebt die blätter zur seite auf dem weg nach oben doch er spürt nicht ihre berührung.
plötzlich ist in einem anderen raum, rosiges schummriges licht umgibt ihn und sein körper ist nicht mehr da, nur noch dieser langsam pulsierende raum um ihn.
dieser raum wird grösser und grösser nach allen seiten und behan träumt, dass er seinen körper entstehen sieht und vergehen und wieder entstehen und wieder vergehen.
durch die fenster ist der beginnende morgen zu sehen.
im schlaf umklammert behan mit einer hand den holzknüppel, den er vor dem schlafengehen immer neben sich legt.
wieder sieht er die augen diesen sanften blick aus dem traumgesicht einer wunderschönen frau, die ihn forschend zu betrachten scheint.
er scheint in diese augen zu fallen, die gross werden und immer grösser, bis das ganze universum aus dem blick dieser augen besteht.
der traum vergeht.
behan schläft tief und fest.

tullipan schrieb am 7.5. 2009 um 20:31:35 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

was wäre denn ein schöner traum für mich, überlegt er sich. nachdenklich zieht er an der zigarette.
wann habe ich das letzte mal was schönes geträumt. ich kann mich nicht erinnern.
nicht wann und nicht was.
es muss in meiner kindheit gewesen sein.
dazwischen war nämlich eigentlich nichts mehr wirklich leinwand.
scheiss jammer.
ich will nicht denken.
aber ich muss mich wenigstens erinnern.
was war das für ein gefühl.
wie hat sich das angefühlt, so ein anfang vom tag. nach einem süssen traum.
behan seufzt noch einmal tief auf.
ich will den dingen auf den grund kommen.
wenigstens das.
die zigarette ist aus und behan kuschelt sich in den schlafsack.
seine hand spürt noch einmal nach dem holzknüppel, der griffbereit neben ihm liegt.
nie wieder schlafe ich besoffen ein, wenn ich alleine bin oder mit miesen leuten beisammen.
niemand zündet mich noch einmal an.
niemand versucht mir die schuhe auszuziehen oder sonst einen blöden witz an mir zu machen.
keine durchgeknallte tussi macht mir mehr scheiss wickel und schreit dann nach polizei und feuerwehr.
ein gefühl der sicherheit durchströmt ihn.
die helligkeit des anbrechenden tages strömt durch die fensteröffnungen der ruine.
er schläft wieder ein.

tullipan schrieb am 8.4. 2009 um 12:04:04 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

...und zündet das gerät an.
karl blickt fahrig um sich und lässt sich in das ledersofa fallen.
mit beiden händen umfasst er seine knie.
meine knie zittern, murmelt er kaum verständlich. warum bloss. warum.
behan hört nicht mehr hin. er langt hinter sich und nimmt das blatt papier, das auf der arbeitsplatte liegt.
mae hat mir einen brief geschickt, du weisst doch welche mae ich meine. hör zu, ich lese ihn dir jetzt vor. hörst du zu.
karl schliesst die augen, lässt seine beiden knie los und sagt verzückt. mae, oh mein gott, mae.
behan beginnt mit lauter klarer stimme zu lesen.
zürich, ein sommertag am fluss
ich war noch nie in zürich.
von klaren stadtwassern höre ich gern.
ja, der donaukanal ist fragmentarisch, immer noch.
das neueste wasserspiel das ich kenne ist am columbusplatz am stadtinneren , oder auch äusseren ende von der fuzo in favoriten, das kann ich jetzt nicht koordinatenmässig sagen.
von dem ende, wo die station der u-bahn 1 ist, die ganze fuzo durchgehen immer geradeaus bis zum anderen ende, wo dieses glasgebäude ist, dieses gebäude mit glasfront aus dem ein riesengrosses ei halb herausragt und wo ein grosser freier platz ist, ja. und in der mitte von dem platz, ein wenig hintangerückt, ist das für mich schönste, weil ich halt strassenmusikerin, hm, künstlerin bin immer noch tätig nach über zwanzig jahren von der maloche, und ich will es auch bleiben neben all den anderen dingen die für mich zum tun sind damit ein wenig mehr kann als bloss zu überleben, also...
dort ist diese wunderhübsche bühne, stein, mit zwei drei rundumlaufenden stufen auf dieses bigbandgrosse steinbühnenpodest zu steigen,ach. noch nie habe ich dort eine theatergruppe oder eine musikgruppe oder sonst was an sache erlebt, aber so oft war ich ja noch nicht dort.
ja, und da, wenn ich von dem steinpodest auf das gläserne ei sehe, so gross wie eine gartenhütte ist das ei mindestens, das da aus der fassade herausragt, so schön, und da sehe ich auf dem boden vor dem gebäude eine handvoll wasserfontänen heraussprudeln, ungefähr so hoch wie ich vielleicht, kleine sanfte wasserfontänen, das ich einfach durchrennen kann und gerade ein wenig nass werde von ein paar tropfen oder ich bleibe auch stehen wenn es heiss ist im sommer, so heiss, das ich schon alle meine klamotten durchgeschwitzt habe und,hm, na, alles will ich auch nicht so sagen, ja, dann bleibe ich einfach stehen in dem sprudelnden frischen wasserspiel bis ich ganz voll nass bin mit frischem nassen klaren wasser, ja, und ich denke mir nichts dabei ausser das ich mich jetzt an rotterdam erinnere und bilder auftauchen vor meinem inneren auge von dieser süssesten aller städte, die ich jemals besucht und belebt habe, rotterdam, du schöne.
beha, ich denke an dich in liebe, mae.

behan atmet tief durch und legt den brief sachte auf den tisch zurück.

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