Demokratie
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"Ich bin nicht frei
Und ich kann nur wählen,
Welche Diebe mich bestehlen,
Welche Mörder mir befehlen ..."
(Ton Steine Scherben, Keine Macht für Niemand)
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| Der erste Text | am 6.2. 2000 um 00:07:28 Uhr schrieb Pure Evil über Demokratie |
| Der neuste Text | am 30.7. 2025 um 11:52:06 Uhr schrieb gerhard über Demokratie |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 101) |
am 11.5. 2002 um 19:08:11 Uhr schrieb
am 3.7. 2006 um 22:43:07 Uhr schrieb
am 16.10. 2014 um 22:03:42 Uhr schrieb |
"Ich bin nicht frei
Und ich kann nur wählen,
Welche Diebe mich bestehlen,
Welche Mörder mir befehlen ..."
(Ton Steine Scherben, Keine Macht für Niemand)
"Demokratie ist eine gerechte Staatsform, weil diese Staatsform individuelle Freiheit sichert. Das heißt aber, daß Demokratie eine demokratische
Staatsform nur unter der Vorraussetzung ist, daß die Wahrung individueller Freiheit der höchste Zweck ist. Wenn anstatt individueller Freiheit
wirtschaftliche Sicherheit als höchster Zweck vorausgesetzt wird, und wenn bewiesen werden kann, daß diese unter einer demokratischen
Staatsform nicht gewährleistet wird, dann kann nicht mehr Demokratie, dann muß eine andere Regierungsform als gerecht angesehen werden."
diesen aphorismus und tausende weitere findest du unter www.mauthner-gesellschaft.de
Leider hab ich mir den nicht selbst ausgedacht, oder irgendwo in meinen Hirnwindungen gefunden, sondern einfach bloß von Jemandem übernommen. Aber auf mein Konto geht, dass ich diesen Gedankengang für zutreffend erachte und mit der bloßen Weitergabe ja auch nicht ganz untätig wahr.
demokratie ist verletzlich..
Die Entstehung der Demokratie geht mit einer kontinuierlichen historischen Entwicklung einher; Demokratie ist keineswegs eine von Anfang an vollendete spontane Erscheinung, sondern obliegt einem ständigen Prozeß. Ihre Wurzeln liegen im 4./5. Jahrhundert vor Christus in Athen, so daß sich folgende Ausführungen mit den „demokratischen Verfassungsmodellen“ großer athenischer Staatsmänner - von Solon bis Perikles - beschäftigen, sie vorstellt und darüber hinaus die Anfänge der Demokratie als Staatstheorie darlegt. Diese Staatstheorien von Platon und Aristoteles resultieren aus den Erfahrungen der athenischen Demokratiepraxis; erst durch die Empirie konnte sich die Demokratie von einer „politischen Richtung“ zu einer eigenen Staatsform entwickeln. So ging die Praxis genauso der politologischen Theorie voraus wie diese auch gemeinsam mit der Praxis die zukünftige Entwicklung beeinflußte.
Platon definierte Demokratie als eine „Regierung der Menge“ über die „Vermögenden“ und verfolgte damit einen sozioökonomischen Ansatz, der fast schon an die Klassenherrschaft grenzte. „Gleichberechtigung“ war für Platon nicht akzeptabel: „Zur Ausübung eines politischen Amtes legitimiert erst die rationale Einsicht in den hohen ethisch-sittlichen Anspruch an den einzelnen und somit die vorhandene charakterlich-moralische Integrität des Subjekts“.
Grundlage der demokratischen Staatsform sind Freiheit und Gleichheit
Mein Geschichtslehrer sagte uns vor nunmehr rund 50 Jahren, also nach der Tragödie meiner Elterngeneration: Ich lebe nicht in der besten aller Welten, aber in der besseren von einigen real existierenden. Damals verstanden wir das nicht. Heute fragt sich verstärkt: besser für wen? Die Mehrheit der Menschheit (und als Demokraten glauben wir an Mehrheiten, oder?) lebt so erbarmungswürdig schlecht wie lange nicht zuvor. Sie hat auch nicht deas Sagen, auch kein noch so bescheidenes Mitspracherecht zur Entwicklung dieser sich global verstehenden Gesellschaft. Mir hingegen geht es gut. Ich habe ein sehr selbstsüchtiges Interesse daran, daß sich nicht allzuviel ändert - und beeinflusse so mit meiner Stimme die Entscheidungen der Wohlstandsminderheit. Sollte ich die Zivilcourage aufbringen, mich auf die Seite der Mehrheit zu schlagen? Ja. Aber wer vertritt sie?
Gerhard Mayer-Vorfelder
Edmund Stoiber
Helmut Kohl
Rita Süssmuth
und zig hunderte mehr. Verfechter der Demokratie und Wendehälse, die für ein paar Geldscheine oder andere Gefälligkeiten Ideologien über den Haufen werfen, die sie eigentlich sowieso nicht hatten. Es wäre eine Überlegung wert, die Todesstrafe ausschließlich für den Berufsstand der Politiker wiedereinzuführen.
Die Demokratie ist ja bekanntermaßen die Diktatur der Mehrheit. Oder um Schiller zu zitieren:
»Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.«
Wir kommen in diesen Tagen um die Erkenntnis nicht herum, daß Wahlen unter gewissen Umständen eine Gefahr für die Demokratie darstellen können. Sollten bei den anstehenden Wahlen in Griechenland die Kommunisten gewinnen und eine Regierung stellen oder maßgeblich beeinflußen können, und würden diese ihre Ankündigung wahrmachen, die bereits gewährten EU-Hilfen nicht zurückzuzahlen, dann wäre dies nicht nur das Ende der Demokratie in Griechenland, sondern auch eine eminente Gefährdung der Demokratie in ganz Europa. Zum Schutze der Demokratie ist es daher erforderlich, die Auszahlung weiterer Hilfsgelder an Griechenland davon abhängig zu machen, daß dort für mindestens 5-6 Jahre keine Wahlen mehr stattfinden.
Multimedia und die fortschreitende Vernetzung werden Auswirkungen auf die Demokratie und die politische Kommunikation haben. Ob das Internet aber geeignet ist, für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung zu sorgen, wird von den Experten kontrovers diskutiert.
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