| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
276, davon 269 (97,46%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 118 positiv bewertete (42,75%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 16.1. 1999 um 06:55:45 Uhr schrieb Dalayah
über Buch |
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am 24.1. 2026 um 14:41:56 Uhr schrieb Rübezahl
über Buch |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 84) |
am 22.5. 2020 um 13:26:31 Uhr schrieb Christine über Buch
am 26.2. 2005 um 21:52:10 Uhr schrieb Mia über Buch
am 16.8. 2018 um 09:08:54 Uhr schrieb Christine über Buch
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Buch«
Dragan schrieb am 7.4. 2000 um 02:26:58 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Heute bekam ich in einem Verlagsbüro ein Buch über Gedächtnistraining geschenkt. Obwohl ich wie ich meine über ein sehr gutes Gedächtnis verfüge las ich das Buch auf der Heimfahrt im Zug.
Die darin vorgestellte Technik ist nichts besonderes, es wird geraten, man solle sich alles in Bildern vorstellen und dann zwischen diesen Bildern lebhafte Aktionen erfinden. Das stimuliere dann das Gedächtnis und sei leichter zu merken als abstrakte Worte.
Und dann stehen da so Beispiel-Geschichten drin (falls einem selbst nichts einfällt) wie "Der Hund springt in den Toaster und wird dadurch grün, da denkt der Rasenmäher, dass das Fahrrad kaputt
ist und ruft den Mechaniker an ..." und so weiter. Jedenfalls hat mich
das total an den Assoziations-Blaster erinnert und die Geschichten waren so bescheuert, dass ich beim Lesen glatt das Aussteigen in Nordheim VERGESSEN habe!
Und jetzt musste ich mit dem Taxi von Heilbronn nach Hause fahren und durfte mir unterwegs von der Fahrerin anhören, dass es ihrer heroinsüchtigen, nachts anschaffen gehenden Nachbarin mit 5 Kindern ja viel besser ginge als ihr, weil die bekäme ja alles vom Sozialamt gezahlt. Und sie selbst, sie müsse ja arbeiten, und das auch noch nachts und ein leichter Job wäre das nicht.
Also, mit anderen Worten, dieses Buch ist der totale Scheiß.
Liamara schrieb am 24.3. 2000 um 21:20:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Es gibt da ein Buch, das ich ungeheuer liebe. Es ist schon sehr alt, beinahe 40 Jahre. Das heisst, die Geschichte ist so alt, das Buch, jedenfalls die Ausgabe, die ich mir zum hundertsten Male jetzt ausgeliehen habe, ist wohl nicht ganz so alt. Manche würden es wohl eine Schnulze nennen. Es ist ein Kinderbuch, oder doch eher ein Buch für junge Erwachsene, wie man das eben so nennt. Es handelt von Sonja, die den Wunsch hat, einmal nach Afrika zu reisen und dort die Tierwelt zu bestaunen, und es heisst »Meine Träume ziehen nach Süden«. Berte Bratt hat es geschrieben, und die hat schon viele solcher »Schnulzen« verfasst. Ich bin nicht sentimental, nicht im herkömmlichen Sinne. Ich finde Babys nicht süss oder Porzellanengel. Aber ich muss heulen, wenn etwas wirklich schönes passiert; im Film oder eben in einem Buch. Wenn es so mitreissend erzählt wird, dass ich heulen muss, dann ist es ein gutes Buch. Und bei diesem Buch muss ich eben ständig heulen. Natürlich geht es abgesehen von Afrika auch um die Liebe. Aber wirklich um die Liebe, nicht um Verliebtheit. Wer es liest, wird den Unterschied begreifen, aber nur, wenn er selbst liebt oder jemals geliebt hat.
wuming schrieb am 25.8. 2010 um 22:49:14 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Mein Jahrhundertbuch (26)
István Eörsi: »Howl« und »Kaddish« von Allen Ginsberg
Allen Ginsbergs lyrische Epen Howl und Kaddish sind Varianten derselben Inspiration, obwohl das eine 1955/56, das andere zwischen 1957 und 1959 entstand. Beide sind Geheul der Revolte und des Schmerzes. In beiden setzte der Dichter eine unendlich lange Zündschnur von Versen in Brand, um etwas in die Luft zu sprengen - was? Das Gebäude der tugendhaften Konventionen, die der amerikanischen Gesellschaft als Stütze dienen? Die Schutzwälle der poetischen Etikette? Die Schatzkammer der mit ruhigem Gewissen verwendbaren Wörter? Das Kartenhaus aus Kriegsanleihen, Lottoscheinen, Haftbefehlen, Irrenhausbefunden, Liebes-, Familien- und gesellschaftlichen Verträgen?
Diese im Rauschzustand verfassten Enzyklopädien der Revolte verschonen nicht Hygienevorschriften, nicht die Gebote des als normal bezeichneten und durch Tabus geschützten Instinktlebens, nicht das konventionelle idyllische Mutterbild, welches ebenden für die Mutterschaft unumgänglichsten Körperteil verleugnet. Sie meutern gegen die Gebote von Glaube - Liebe - Hoffnung - Heimat und die Befehlsherrschaft des Geldes. Sie stampfen gemeinsam mit den Opfern des Elends, der Krankheit, der Verfolgung, des Irrsinns zu einem ungewöhnlich arrhythmischen Rhythmus, der den Sinn der Wörter übertrommelt. In dem verzweifelten emotionalen Protest entfaltet sich nur langsam der Sinn, der - in Prosa übersetzt - auf ein einziges Wort verdichtbar ist: »nein«.
Der Moloch ist der Götze Geld
Ginsbergs Riesentat war es, dass er sein Ich zum Sprachrohr einer schwer definierbaren, aber unverkennbare Charakterzüge aufweisenden Gemeinschaft weihte. »I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked« (Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn, ausgemergelt hysterisch nackt)- schon aus dem ersten Vers von Howl sprechen die Ausgegrenzten der jungen Generation. »What sphinx of cement and aluminium bashed open their skulls and ate up their brains and imagination?« (Welche Sphinx aus Zement und Aluminium schlug ihnen die Schädel auf und fraß ihnen das Hirn und die Phantasie heraus?)fragte er, ihr Schicksal erforschend, und fand die Antwort: »Moloch!«
Der Moloch ist der Götze Geld, der kanaanitische Feuergott, dem die Eltern sogar ihre Kinder opfern. Der emotio- nale Prozess, der dieses Ursymbol über Dutzende von Metaphern hindurch ausbreitet, kompromittiert die gesamte Menschheitsgeschichte mit der Revolte und Verzweiflung des Hippie-Lebensgefühls. In Kaddish wiederum, einem lyrischen Requiem für die verrückte Mutter und zugleich Familienroman in Versen, gibt der da und dort anklingende prähistorische Rhythmus des jüdischen Gebets den am Faden des Leidens aufgereihten Geschichten eine 5000-jährige Perspektive, rückwirkend.
Die personale Einheit von Gegenwart und Urgeschichte, von moderner Persönlichkeit und Gemeinschaft schuf ein uralt-neues Genre: die spezifische Ginsbergsche Synthese von Lyrik und Epik, welche das kollektive Los von Generationen im persönlichen Pathos auflöst.
In die Realität dieses Pathos mischt sich prophetische Voraussicht. Die Emotionen des im Namen der besten Köpfe seiner Generation auftretenden Dichters boten mehr als zehn Jahre später, 1968, dem Massenaufstand einer neuen Generation die Form. Die tabustürzenden Emotionen vermittelten sich nicht über ideologische Hitzigkeit, sondern über Bilder, sodass die Jugendlichen verschiedener geopolitischer Zonen darin ihre eigenen spezifischen Freiheitsbedürfnisse erkennen konnten.
· Allen Ginsberg:Kaddish - Gedichte. Aus dem Amerikanischen von Anselm Hollo; Langen Müller Herbig, München 1980; 142 S., 20,- DM
Howl/Geheul. Aus dem Amerikanischen von Carl Weissner; Edition Michael Kellner, Hamburg 1998; 216 S., 128,- DM
Aus dem Ungarischen Gregor Mayer
Höflichkeitsliga schrieb am 7.1. 2003 um 20:51:50 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Mal wieder Bücher nachschlagen schon seit vor Silvestre nicht mehr gemacht, elegant in der Stube hocken und fluchen Wissenschaft ist (ach quatsch) eine feuchte Wissenschaft, mein Life als Gelehrtenprolo, auf zur Tankstelle, FAUSTKAMPF! Bewahren, bewahren ist das allerbeste alles muss bewahrt werden, auch wenn es sich überall stapelt, was weggeworfen wird stirbt, Hass und Wahnsinn, andere Sache natürlich: Das Dosenpfand, es richtet den anständigen Trinker zugrund, man wird noch auf die Idee kommen, Zigarettenstummel zu pflichtrecyclen, AB SOFORT WREDE ICH BILDZEITUNGSABONNENT, DAS DEUTSCHE VOLK (!), läßt sich nämlich nicht auf der Nase herumtanzen, vielleicht, jetzt rausgehen, Nazis töten, Kopf gegen die Wand knallen, mit dem Arschi wackeln, sowieso...
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