| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
277, davon 270 (97,47%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 121 positiv bewertete (43,68%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
554 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,603 Punkte, 82 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 16.1. 1999 um 06:55:45 Uhr schrieb Dalayah
über Buch |
| Der neuste Text |
am 30.8. 2026 um 22:16:58 Uhr schrieb Herr Buxtehude
über Buch |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 82) |
am 19.7. 2009 um 11:20:10 Uhr schrieb mesi über Buch
am 26.7. 2002 um 12:20:14 Uhr schrieb mikazukigeri@yahoo.de über Buch
am 17.9. 2006 um 18:32:57 Uhr schrieb Dunkelrot über Buch
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Buch«
Jingler schrieb am 12.12. 2000 um 17:46:12 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Bücher finde ich sind die genialste Erfindung seit der Büroklammer. Ich meine, abgesehen von ihrem Inhalt, stelle man sich mal vor, wir würden heute immer noch auf Steinplatten rummeißeln oder 7m lange Buchrollen hin und her drehen.
Der Kodex war schon ein Anfang, aber das Buch: Einfach toll, wie man die Seiten umblättern kann, bequem ein Lesezeichen an eine bestimmte Stelle legt und sie sodann mit einem Handgriff wiederfindet (Stelle man sich Lesezeichen in einer Buchrolle vor).
Und selbst heute, wo die Digitalisierung immer weiter auf dem Vormarsch ist, geht doch nichts über ein »richtiges« Buch in der Hand.
Der einzige Nachteil ist es, wenn man versucht Sachen zu unterstreichen, die am inneren Rand einer Seite stehen. Da komme ich mit dem Lineal immer so schlecht hin.
Dragan schrieb am 7.4. 2000 um 02:26:58 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Heute bekam ich in einem Verlagsbüro ein Buch über Gedächtnistraining geschenkt. Obwohl ich wie ich meine über ein sehr gutes Gedächtnis verfüge las ich das Buch auf der Heimfahrt im Zug.
Die darin vorgestellte Technik ist nichts besonderes, es wird geraten, man solle sich alles in Bildern vorstellen und dann zwischen diesen Bildern lebhafte Aktionen erfinden. Das stimuliere dann das Gedächtnis und sei leichter zu merken als abstrakte Worte.
Und dann stehen da so Beispiel-Geschichten drin (falls einem selbst nichts einfällt) wie "Der Hund springt in den Toaster und wird dadurch grün, da denkt der Rasenmäher, dass das Fahrrad kaputt
ist und ruft den Mechaniker an ..." und so weiter. Jedenfalls hat mich
das total an den Assoziations-Blaster erinnert und die Geschichten waren so bescheuert, dass ich beim Lesen glatt das Aussteigen in Nordheim VERGESSEN habe!
Und jetzt musste ich mit dem Taxi von Heilbronn nach Hause fahren und durfte mir unterwegs von der Fahrerin anhören, dass es ihrer heroinsüchtigen, nachts anschaffen gehenden Nachbarin mit 5 Kindern ja viel besser ginge als ihr, weil die bekäme ja alles vom Sozialamt gezahlt. Und sie selbst, sie müsse ja arbeiten, und das auch noch nachts und ein leichter Job wäre das nicht.
Also, mit anderen Worten, dieses Buch ist der totale Scheiß.
Idoru schrieb am 27.6. 2000 um 14:09:17 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Nun ging mir plötzlich auf, daß die Bücher nicht selten von anderen Büchern sprechen, ja, daß es mitunter so ist, als sprächen sie miteinander. Und im Lichte dieser neuen Erkenntnis erschien mir die Bibliothek noch unheimlicher. War sie womöglich der Ort eines langen und säkularen Gewispers, eines unhörbaren Dialogs zwischen Pergament und Pergament? Also etwas Lebendiges, ein Raum voller Kräfte, die durch keinen menschlichen Geist gezähmt werden können, ein Schatzhaus voller Geheimnisse, die aus zahllosen Gehirnen entsprungen sind und weiterleben nach dem Tod ihrer Erzeuger?
(U.Eco: Der Name der Rose, 366)
basti2@t-online.de schrieb am 23.9. 2001 um 22:47:20 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Das Gewicht eines Buches setzt sich zusammen aus dem Gewicht des Papiers, der Pappe, eventuell des Leders, des Leimes, der Fäden, der Druckerschwärze und ein wenig Dreck.
Bestimmt man die Massen aller Elemente genau, ist man in der Lage, ein Objekt zu erschaffen, welches genau das gleiche Gewicht hat, wie das Buch, ohne aber auch nur eine Information darin zu verbergen.
Die Information ist nicht wägbar. Sie ist Geist.
hei+co schrieb am 14.9. 2000 um 09:12:14 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Interaktion im endlosen Korrigieren: Paperassen
Man braucht sich bloß die Manuskripte von Proust oder Joyce anzuschauen, um den immensen Widerspruch zwischen den raumgreifenden Ausschweifungen multidimensionaler Schreibbewegungen und der eingegrenzten Fläche der Buchseite studieren zu können. Gerade die Proustsche Methode der ‚memoire involuntaire‘ arbeitete sich von außen nach innen in letztlich unendlichen Verschachtelungen von Episoden, die immer umfangreichere Erinnerungsprozesse freisetzen. Selbst auf den Korrekturbögen wurden immer weitere Einfügungen vorgenommen, so daß letztlich nur ein praktischer Trick der Haushälterin die Fortbewegung der verzweigten Textbewegungen sichern kann: Bis zu 1,50 m lange ausfaltbare Paperassen wurden leporelloartig am Rand der Seiten angenäht - das unendliche Buch von Borges ...
Proust hat, die Effekte und Wirkungen seines Schreib-Experiments ständig reflektierend, auch schon eine aktive Rolle des Lesers entworfen, der als Benutzer seiner ‚literarischen Maschine‘ in den literarischen Kommunikationsprozeß mit einbezogen ist. Er fordert den Leser immer wieder auf, den Text (als Brille, Teleskop, Mikroskop) zu benutzen und Anschlüsse, Verbindungen zu eigenen Erinnerungs- und Wahrnehmungsprozessen herzustellen: »In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, ein Leser nur seiner selbst. Das Werk des Schriftstellers ist dabei lediglich eine Art von optischem Instrument, das der Autor dem Leser reicht, damit er erkennen möge, was er in sich selbst vielleicht sonst nicht hätte schauen können.«
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