| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
276, davon 269 (97,46%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 118 positiv bewertete (42,75%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 16.1. 1999 um 06:55:45 Uhr schrieb Dalayah
über Buch |
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am 24.1. 2026 um 14:41:56 Uhr schrieb Rübezahl
über Buch |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 84) |
am 27.9. 2004 um 17:34:08 Uhr schrieb urgs über Buch
am 28.12. 2005 um 21:55:10 Uhr schrieb sternenstauner über Buch
am 13.4. 2015 um 00:05:59 Uhr schrieb Schmidt-Wirsing über Buch
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Buch«
Jingler schrieb am 12.12. 2000 um 17:46:12 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Bücher finde ich sind die genialste Erfindung seit der Büroklammer. Ich meine, abgesehen von ihrem Inhalt, stelle man sich mal vor, wir würden heute immer noch auf Steinplatten rummeißeln oder 7m lange Buchrollen hin und her drehen.
Der Kodex war schon ein Anfang, aber das Buch: Einfach toll, wie man die Seiten umblättern kann, bequem ein Lesezeichen an eine bestimmte Stelle legt und sie sodann mit einem Handgriff wiederfindet (Stelle man sich Lesezeichen in einer Buchrolle vor).
Und selbst heute, wo die Digitalisierung immer weiter auf dem Vormarsch ist, geht doch nichts über ein »richtiges« Buch in der Hand.
Der einzige Nachteil ist es, wenn man versucht Sachen zu unterstreichen, die am inneren Rand einer Seite stehen. Da komme ich mit dem Lineal immer so schlecht hin.
Liamara schrieb am 24.3. 2000 um 21:20:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Es gibt da ein Buch, das ich ungeheuer liebe. Es ist schon sehr alt, beinahe 40 Jahre. Das heisst, die Geschichte ist so alt, das Buch, jedenfalls die Ausgabe, die ich mir zum hundertsten Male jetzt ausgeliehen habe, ist wohl nicht ganz so alt. Manche würden es wohl eine Schnulze nennen. Es ist ein Kinderbuch, oder doch eher ein Buch für junge Erwachsene, wie man das eben so nennt. Es handelt von Sonja, die den Wunsch hat, einmal nach Afrika zu reisen und dort die Tierwelt zu bestaunen, und es heisst »Meine Träume ziehen nach Süden«. Berte Bratt hat es geschrieben, und die hat schon viele solcher »Schnulzen« verfasst. Ich bin nicht sentimental, nicht im herkömmlichen Sinne. Ich finde Babys nicht süss oder Porzellanengel. Aber ich muss heulen, wenn etwas wirklich schönes passiert; im Film oder eben in einem Buch. Wenn es so mitreissend erzählt wird, dass ich heulen muss, dann ist es ein gutes Buch. Und bei diesem Buch muss ich eben ständig heulen. Natürlich geht es abgesehen von Afrika auch um die Liebe. Aber wirklich um die Liebe, nicht um Verliebtheit. Wer es liest, wird den Unterschied begreifen, aber nur, wenn er selbst liebt oder jemals geliebt hat.
Dragan schrieb am 7.4. 2000 um 02:26:58 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Heute bekam ich in einem Verlagsbüro ein Buch über Gedächtnistraining geschenkt. Obwohl ich wie ich meine über ein sehr gutes Gedächtnis verfüge las ich das Buch auf der Heimfahrt im Zug.
Die darin vorgestellte Technik ist nichts besonderes, es wird geraten, man solle sich alles in Bildern vorstellen und dann zwischen diesen Bildern lebhafte Aktionen erfinden. Das stimuliere dann das Gedächtnis und sei leichter zu merken als abstrakte Worte.
Und dann stehen da so Beispiel-Geschichten drin (falls einem selbst nichts einfällt) wie "Der Hund springt in den Toaster und wird dadurch grün, da denkt der Rasenmäher, dass das Fahrrad kaputt
ist und ruft den Mechaniker an ..." und so weiter. Jedenfalls hat mich
das total an den Assoziations-Blaster erinnert und die Geschichten waren so bescheuert, dass ich beim Lesen glatt das Aussteigen in Nordheim VERGESSEN habe!
Und jetzt musste ich mit dem Taxi von Heilbronn nach Hause fahren und durfte mir unterwegs von der Fahrerin anhören, dass es ihrer heroinsüchtigen, nachts anschaffen gehenden Nachbarin mit 5 Kindern ja viel besser ginge als ihr, weil die bekäme ja alles vom Sozialamt gezahlt. Und sie selbst, sie müsse ja arbeiten, und das auch noch nachts und ein leichter Job wäre das nicht.
Also, mit anderen Worten, dieses Buch ist der totale Scheiß.
Idoru schrieb am 27.6. 2000 um 14:09:17 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Nun ging mir plötzlich auf, daß die Bücher nicht selten von anderen Büchern sprechen, ja, daß es mitunter so ist, als sprächen sie miteinander. Und im Lichte dieser neuen Erkenntnis erschien mir die Bibliothek noch unheimlicher. War sie womöglich der Ort eines langen und säkularen Gewispers, eines unhörbaren Dialogs zwischen Pergament und Pergament? Also etwas Lebendiges, ein Raum voller Kräfte, die durch keinen menschlichen Geist gezähmt werden können, ein Schatzhaus voller Geheimnisse, die aus zahllosen Gehirnen entsprungen sind und weiterleben nach dem Tod ihrer Erzeuger?
(U.Eco: Der Name der Rose, 366)
hei+co schrieb am 14.9. 2000 um 09:12:14 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Interaktion im endlosen Korrigieren: Paperassen
Man braucht sich bloß die Manuskripte von Proust oder Joyce anzuschauen, um den immensen Widerspruch zwischen den raumgreifenden Ausschweifungen multidimensionaler Schreibbewegungen und der eingegrenzten Fläche der Buchseite studieren zu können. Gerade die Proustsche Methode der ‚memoire involuntaire‘ arbeitete sich von außen nach innen in letztlich unendlichen Verschachtelungen von Episoden, die immer umfangreichere Erinnerungsprozesse freisetzen. Selbst auf den Korrekturbögen wurden immer weitere Einfügungen vorgenommen, so daß letztlich nur ein praktischer Trick der Haushälterin die Fortbewegung der verzweigten Textbewegungen sichern kann: Bis zu 1,50 m lange ausfaltbare Paperassen wurden leporelloartig am Rand der Seiten angenäht - das unendliche Buch von Borges ...
Proust hat, die Effekte und Wirkungen seines Schreib-Experiments ständig reflektierend, auch schon eine aktive Rolle des Lesers entworfen, der als Benutzer seiner ‚literarischen Maschine‘ in den literarischen Kommunikationsprozeß mit einbezogen ist. Er fordert den Leser immer wieder auf, den Text (als Brille, Teleskop, Mikroskop) zu benutzen und Anschlüsse, Verbindungen zu eigenen Erinnerungs- und Wahrnehmungsprozessen herzustellen: »In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, ein Leser nur seiner selbst. Das Werk des Schriftstellers ist dabei lediglich eine Art von optischem Instrument, das der Autor dem Leser reicht, damit er erkennen möge, was er in sich selbst vielleicht sonst nicht hätte schauen können.«
GlooM 2oo1 schrieb am 19.5. 2001 um 22:09:57 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Eigentlich wollte ich mir eine Zeit lang keine Bücher mehr kaufen, weil ich noch so viele angefangene hier rumliegen habe, aber heute kam ich doch nicht umhin. Na ja, was soll man auch tun, wenn man noch 1½ Stunden Wartezeit hat und nicht weiß, was losmachen in der Zeit. Auf jeden Fall bin ich beim Stöbern im Buchladen auf diesen Roman gestoßen. »Höhenangst« von Nicci French. Es geht um Alice, die den Mann trifft, für den sie geschaffen zu sein scheint... und der für sie geschaffen zu sein scheint. Sie lässt ihr ganzes bisheriges Leben für Adam hinter sich zurück, ohne ihn wirklich zu kennen, nur getrieben von dieser vorwiegend sexuellen Anziehungskraft. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit heiraten sie, doch erst nach und nach entdeckt Alice die dunklen Schatten in Adams Vergangeheit. Ziemlich fesselnd geschrieben. Die in London lebende Autorin hat es irgendwie geschafft, wahre Liebe (denn trotz allem ist sie das), Erotik, Gewalt, Unheimliches in einem Buch zu sammeln. Und ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, dass ich an einem Tag gelesen habe.
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