| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
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mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 118 positiv bewertete (42,75%) |
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am 16.1. 1999 um 06:55:45 Uhr schrieb Dalayah
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am 24.1. 2026 um 14:41:56 Uhr schrieb Rübezahl
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am 23.7. 2004 um 21:02:54 Uhr schrieb Karl Winfried über Buch
am 29.12. 2002 um 05:31:20 Uhr schrieb voice recorder über Buch
am 18.5. 2005 um 14:00:38 Uhr schrieb don't speak über Buch
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Buch«
Dragan schrieb am 7.4. 2000 um 02:26:58 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Heute bekam ich in einem Verlagsbüro ein Buch über Gedächtnistraining geschenkt. Obwohl ich wie ich meine über ein sehr gutes Gedächtnis verfüge las ich das Buch auf der Heimfahrt im Zug.
Die darin vorgestellte Technik ist nichts besonderes, es wird geraten, man solle sich alles in Bildern vorstellen und dann zwischen diesen Bildern lebhafte Aktionen erfinden. Das stimuliere dann das Gedächtnis und sei leichter zu merken als abstrakte Worte.
Und dann stehen da so Beispiel-Geschichten drin (falls einem selbst nichts einfällt) wie "Der Hund springt in den Toaster und wird dadurch grün, da denkt der Rasenmäher, dass das Fahrrad kaputt
ist und ruft den Mechaniker an ..." und so weiter. Jedenfalls hat mich
das total an den Assoziations-Blaster erinnert und die Geschichten waren so bescheuert, dass ich beim Lesen glatt das Aussteigen in Nordheim VERGESSEN habe!
Und jetzt musste ich mit dem Taxi von Heilbronn nach Hause fahren und durfte mir unterwegs von der Fahrerin anhören, dass es ihrer heroinsüchtigen, nachts anschaffen gehenden Nachbarin mit 5 Kindern ja viel besser ginge als ihr, weil die bekäme ja alles vom Sozialamt gezahlt. Und sie selbst, sie müsse ja arbeiten, und das auch noch nachts und ein leichter Job wäre das nicht.
Also, mit anderen Worten, dieses Buch ist der totale Scheiß.
Jingler schrieb am 12.12. 2000 um 17:46:12 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Bücher finde ich sind die genialste Erfindung seit der Büroklammer. Ich meine, abgesehen von ihrem Inhalt, stelle man sich mal vor, wir würden heute immer noch auf Steinplatten rummeißeln oder 7m lange Buchrollen hin und her drehen.
Der Kodex war schon ein Anfang, aber das Buch: Einfach toll, wie man die Seiten umblättern kann, bequem ein Lesezeichen an eine bestimmte Stelle legt und sie sodann mit einem Handgriff wiederfindet (Stelle man sich Lesezeichen in einer Buchrolle vor).
Und selbst heute, wo die Digitalisierung immer weiter auf dem Vormarsch ist, geht doch nichts über ein »richtiges« Buch in der Hand.
Der einzige Nachteil ist es, wenn man versucht Sachen zu unterstreichen, die am inneren Rand einer Seite stehen. Da komme ich mit dem Lineal immer so schlecht hin.
GlooM 2oo1 schrieb am 19.5. 2001 um 22:09:57 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Eigentlich wollte ich mir eine Zeit lang keine Bücher mehr kaufen, weil ich noch so viele angefangene hier rumliegen habe, aber heute kam ich doch nicht umhin. Na ja, was soll man auch tun, wenn man noch 1½ Stunden Wartezeit hat und nicht weiß, was losmachen in der Zeit. Auf jeden Fall bin ich beim Stöbern im Buchladen auf diesen Roman gestoßen. »Höhenangst« von Nicci French. Es geht um Alice, die den Mann trifft, für den sie geschaffen zu sein scheint... und der für sie geschaffen zu sein scheint. Sie lässt ihr ganzes bisheriges Leben für Adam hinter sich zurück, ohne ihn wirklich zu kennen, nur getrieben von dieser vorwiegend sexuellen Anziehungskraft. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit heiraten sie, doch erst nach und nach entdeckt Alice die dunklen Schatten in Adams Vergangeheit. Ziemlich fesselnd geschrieben. Die in London lebende Autorin hat es irgendwie geschafft, wahre Liebe (denn trotz allem ist sie das), Erotik, Gewalt, Unheimliches in einem Buch zu sammeln. Und ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, dass ich an einem Tag gelesen habe.
wuming schrieb am 25.8. 2010 um 22:49:14 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Mein Jahrhundertbuch (26)
István Eörsi: »Howl« und »Kaddish« von Allen Ginsberg
Allen Ginsbergs lyrische Epen Howl und Kaddish sind Varianten derselben Inspiration, obwohl das eine 1955/56, das andere zwischen 1957 und 1959 entstand. Beide sind Geheul der Revolte und des Schmerzes. In beiden setzte der Dichter eine unendlich lange Zündschnur von Versen in Brand, um etwas in die Luft zu sprengen - was? Das Gebäude der tugendhaften Konventionen, die der amerikanischen Gesellschaft als Stütze dienen? Die Schutzwälle der poetischen Etikette? Die Schatzkammer der mit ruhigem Gewissen verwendbaren Wörter? Das Kartenhaus aus Kriegsanleihen, Lottoscheinen, Haftbefehlen, Irrenhausbefunden, Liebes-, Familien- und gesellschaftlichen Verträgen?
Diese im Rauschzustand verfassten Enzyklopädien der Revolte verschonen nicht Hygienevorschriften, nicht die Gebote des als normal bezeichneten und durch Tabus geschützten Instinktlebens, nicht das konventionelle idyllische Mutterbild, welches ebenden für die Mutterschaft unumgänglichsten Körperteil verleugnet. Sie meutern gegen die Gebote von Glaube - Liebe - Hoffnung - Heimat und die Befehlsherrschaft des Geldes. Sie stampfen gemeinsam mit den Opfern des Elends, der Krankheit, der Verfolgung, des Irrsinns zu einem ungewöhnlich arrhythmischen Rhythmus, der den Sinn der Wörter übertrommelt. In dem verzweifelten emotionalen Protest entfaltet sich nur langsam der Sinn, der - in Prosa übersetzt - auf ein einziges Wort verdichtbar ist: »nein«.
Der Moloch ist der Götze Geld
Ginsbergs Riesentat war es, dass er sein Ich zum Sprachrohr einer schwer definierbaren, aber unverkennbare Charakterzüge aufweisenden Gemeinschaft weihte. »I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked« (Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn, ausgemergelt hysterisch nackt)- schon aus dem ersten Vers von Howl sprechen die Ausgegrenzten der jungen Generation. »What sphinx of cement and aluminium bashed open their skulls and ate up their brains and imagination?« (Welche Sphinx aus Zement und Aluminium schlug ihnen die Schädel auf und fraß ihnen das Hirn und die Phantasie heraus?)fragte er, ihr Schicksal erforschend, und fand die Antwort: »Moloch!«
Der Moloch ist der Götze Geld, der kanaanitische Feuergott, dem die Eltern sogar ihre Kinder opfern. Der emotio- nale Prozess, der dieses Ursymbol über Dutzende von Metaphern hindurch ausbreitet, kompromittiert die gesamte Menschheitsgeschichte mit der Revolte und Verzweiflung des Hippie-Lebensgefühls. In Kaddish wiederum, einem lyrischen Requiem für die verrückte Mutter und zugleich Familienroman in Versen, gibt der da und dort anklingende prähistorische Rhythmus des jüdischen Gebets den am Faden des Leidens aufgereihten Geschichten eine 5000-jährige Perspektive, rückwirkend.
Die personale Einheit von Gegenwart und Urgeschichte, von moderner Persönlichkeit und Gemeinschaft schuf ein uralt-neues Genre: die spezifische Ginsbergsche Synthese von Lyrik und Epik, welche das kollektive Los von Generationen im persönlichen Pathos auflöst.
In die Realität dieses Pathos mischt sich prophetische Voraussicht. Die Emotionen des im Namen der besten Köpfe seiner Generation auftretenden Dichters boten mehr als zehn Jahre später, 1968, dem Massenaufstand einer neuen Generation die Form. Die tabustürzenden Emotionen vermittelten sich nicht über ideologische Hitzigkeit, sondern über Bilder, sodass die Jugendlichen verschiedener geopolitischer Zonen darin ihre eigenen spezifischen Freiheitsbedürfnisse erkennen konnten.
· Allen Ginsberg:Kaddish - Gedichte. Aus dem Amerikanischen von Anselm Hollo; Langen Müller Herbig, München 1980; 142 S., 20,- DM
Howl/Geheul. Aus dem Amerikanischen von Carl Weissner; Edition Michael Kellner, Hamburg 1998; 216 S., 128,- DM
Aus dem Ungarischen Gregor Mayer
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