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am 21.8. 2001 um 03:27:00 Uhr schrieb anoubi
über Abankor |
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am 1.2. 2023 um 17:22:58 Uhr schrieb Christine
über Abankor |
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am 1.2. 2023 um 17:22:58 Uhr schrieb Christine über Abankor
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Abankor«
anoubi schrieb am 21.9. 2002 um 02:34:02 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Anoubi holte sein letztes Geld aus der Bank, zehn Dirham (= marokk. Währung). Nicht viel, dachte er. Egal, am ersten gibt es ja wieder Sold. Da er allein und mit so wenig Geld in der Tasche immer etwas ängstlich war, zog er seine besten Klamotten an und latschte vom Berg runter ins Dorf. Auf dem Alexanderplatz hörte er kurz einem Redner zu. Da der Mann wegen dem Protestgeschrei der Punker usw. kaum zu verstehen war, und Anoubi etwas schwerhörig ist, wollte er näher an den Redner ran. Zwei Sicherheitskräfte stellten sich ihm in den Weg. »Muß ich meinen Presseausweis rausholen oder was?«, fauchte Anoubi.
Sie sind im Sicherheitsbereich», fauchte der Uniformierte zurück. Und sein Kollege schubste Anoubi unsanft Richtung Punker. «Arschloch», sagte Anoubi zu ihm und ging wieder in seine Wege. Er aß eine Bratwurst, kaufte eine Karte, weil ihm der Spruch auf der Karte gut gefiel. Beim Tabakhändler fragte er nach dem Preis einer Packung «Faß mich an». 2 Dirham 65. Da liefert ja mein Dealer billiger, dachte Anoubi. Er nahm und bezahlte drei Zigarillos. Dann kaufte er die «Stuttgarter Zeitung», weil er dort Freunde hat. Dann stand er in der Bahnhofshalle vor dem italienischen Cafe. Er zählte sein Geld. Für eine Tasse Kaffee reichte es noch. Sogar mit Trinkgeld. Anoubi hat auch schon als Kellner gearbeitet. Folgerichtig ist ihm, kein Trinkgeld geben, unangenehm. Dann saß er vor seinem Kaffee und vertiefte sich in die «Stuttgarter Zeitung». Aber gleich nach dem Anfang wurde er gestört. Ein Typ wollte ihm die Obdachlosenzeitung «Stütze» verkaufen. Anoubi: «Ich hab kein Geld.» Der Typ musterte ihn und seine gute Kleidung (die beste, die Anoubi hat) «Du hast kein Geld?», knurrte der Typ. Und dann giftig: «Aber hier sitzen und Cafe trinken, das kannst du.» «Okay, okay », sagte Anoubi besänftigend. «Wenn ich das nächste Mal ins Dorf komme, nehme ich mehr Geld mit. Ich belade meinen Packesel und komm mit dem Esel.» Im gleichen Moment tönte aus Anoubis Handy: «Dein Esel hat keene Lust."
Ich hab diese Geschichte vielleicht etwas langatmig erzählt. Aber, sie ist erst heut nachmittag passiert. Jetzt bin ich müde, und geh ins Bett. Boujadi
anoubi schrieb am 26.4. 2006 um 02:40:20 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Fast niemand wird Abankor ernst nehmen. Nur da und dort wird eine unbefangener Mensch, der (noch) nicht weiß oder zu wissen glaubt, was Abankor ist. den Sinn meiner Sätze verstehen. Alle anderen werden sie als »Unsinn« lesen, mit dem einzigen Unterschied, dass die einen - »im Ernst« - meinen, Abankor sei eine Verkettung von Seelenwanderungen, während die anderen Abankor als eine Aufeinanderfolge chemischer Reaktionen auf Naturgesetze erkennen. Ich glaube nicht, dass es meine Situation verbessert, wenn ich diesen superklugen Menschen erkläre, dass die uranfängliche und daher wesentliche Bedeutung des Wortes »Abankor« nur ins Licht kommt, wenn wir Abankors Geschichte als Biographie betrachten, und nicht als Metaphysik oder Biologie. Aus dem schlagenden Grund, dass Metaphysik und Biologie nur Kapitel aus Biographien sind, nämlich das, was Metaphysiker und Biologen in einem Teil ihres Lebens machen.
José Ortega y Gasset: »Gesammelte Werke«, Band III, S. 62
anoubi schrieb am 21.8. 2001 um 03:27:00 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Gibt es in der Geschichte, auf diesem Planeten, eine schönere Stadt als Abankor?
Abankor ist bezaubernd, wie der Liebreiz eines scheu lächelnden Knaben; faszinierend, wie das rotznasige Grinsen eines mit Sand werfenden Mädchens. Wie die Sonne, der Regen, der Kreislauf ist Abankor erdverbunden und himmelhochjauchzend. Stolz und selbstbewußt sind die Bewohner. Über die man freilich anderswo die Nase rümpft. Da der Schweiß ihrer Achselhöhlen Geruch ausströmt und ihre T-Shirts Flecken haben. Die aber nicht mit der Mode gehen, weil sie Mode machen. Abankor ist schön wie die Schildwachen, die auf den Festungsmauern der Stadt ihre Runden drehen. Abankor hat die atemberaubende Vitalität einer jungen Ratte, an der Schwelle eines Stelldicheins. Sich verschleiernd mit Make-up im Gesicht eines Knaben, der, da der Wind ihn liebkost, mit langen Wimpern, wehenden Haaren und einer Gitarre aufpeitschende Visionen in die Nacht hinausschreit. Wild, überschäumend und ungebändigt, wie die Brandung, die an die Felsen donnert. Abankor ist eine Festung am Meer, mit Kanonen gespickt, Erweiterung einer Burg, eines Seeräubernestes, das seine Gesichter schamvoll mit den Tüchern der Krieger verhüllt, die sich, offen und ehrlich, als anschmiegungsbedürftige Lustknaben an die Mauern ihrer Häuser lehnen. Abankor ist Schild und Panzer eines Kollektivs, Ausweitung einer Haut, die glanzvoll und mächtig, weit ausstrahlend, über den Rand ihrer Mauern und Türme hinweg, ins noch Unbekannte wirkt.
anoubi schrieb am 25.4. 2006 um 01:52:58 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Die Mode auf ABANKOR im 20. Jahrhundert
Ausgewählt und erzählt von Hans-Peter Kossaj
Band eins einer Reihe, mit der wir, Autor und Herausgeber, einen Teil der Gesellschaft verändern wollen.
Wir widmen diesen Band der Erinnerung an Dirk Dubber
Dirk Dubber war ein Schüler des Wilhelm-Gymnasiums in Hamburg. Sein Vater, ein Holz- und Furnierhändler, hatte Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Die Mutter war englischer Herkunft. Dirk Dubber ein Hamburger »Swing-Boy«.
So nannte die Gestapo junge Männer, die sich für angloamerikanische Musik, Swing und Jazz, begeisterten. Ihre Haare waren etwas länger als »normal« war. Sie trugen oft englische Kleidung, hörten Nachrichten und Musiksendungen der BBC, schwärmten für Duke Ellington und Teddy Staufer, spotteten über Nazi-Größen und den Drill bei der Hitlerjugend.
Im Sommer 1941 wurde in der Hamburger Gestapoleitstelle ein nur für Swinger zuständiges Dezernat eingerichtet. Es arbeitete eng mit der Hitlerjugend und den Schulverwaltungen zusammen und überzog die Gymnasien mit einem Spitzelsystem. Mehr als 300 weibliche und männliche Swinger wurden in das Stadthaus, den Sitz der Gestapo, und in das Gefängnis Fuhlsbüttel eingeliefert und mit Schlägen und brutalen Verhörmethoden mißhandelt. Etwa 70 kamen in Konzentrationslager. Auch Dirk Dubber wurde durch einen Klassenkameraden angezeigt oder verraten und Anfang April 1942 frühmorgens in seinem Schlafzimmer verhaftet. Die Gestapo durchsuchte das Haus und beschlagnahmte Bücher, Briefe und Schallplatten. Dirk Dubber wurde in das Gefängnis Fuhlsbüttel eingeliefert, dort geschlagen und gezwungen bei Strafen an Mithäftlingen anwesend zu sein. Am Tag seiner Haftentlassung, Ende Mai 1942, mußte er sich verpflichten über die erlittenen Mißhandungen zu schweigen und sich regelmäßig bei der Gestapo im Stadthaus zu melden. Ihm wurde der Kontakt zu seinen bisherigen Freunden und das Tragen seiner englischen Anzüge verboten. Am 27. September 1942, traf er auf dem Nienstedter Jahrmarkt frühere Freunde und ging nicht auf Distanz. Dabei sah ihn zufällig der Gestapobeamte Kommissar Boldt, der ihn während seiner Haft verhört und mißhandelt hatte. Die beiden standen sich plötzlich gegenüber und sprachen kurz miteinander. Einen Tag danach, am 28. September 1942, erschoß sich der 17jährige Dirk Dubber mit einer Pistole aus dem Schreibtisch seines Vaters.
Zitat: »Wenn vom Menschen und seinen Bedingungen in dieser Welt nicht erzählt wird, dann erscheint er gar nicht. Er erscheint erst, wenn jemand kommt und seine Geschichte erzählt. Der Mensch ist ein erzähltes Wesen.«
Schriftsteller Ludwig Harig in der »Süddeutschen Zeitung« vom 29. August 1992
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