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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 21.8. 2001 um 03:27:00 Uhr schrieb
anoubi über Abankor
Der neuste Text am 25.3. 2011 um 05:58:32 Uhr schrieb
Boujadi über Abankor
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Assoziationen zu »Abankor«

anoubi schrieb am 21.8. 2001 um 03:27:00 Uhr zu

Abankor

Bewertung: 3 Punkt(e)

Gibt es in der Geschichte, auf diesem Planeten, eine schönere Stadt als Abankor?
Abankor ist bezaubernd, wie der Liebreiz eines scheu lächelnden Knaben; faszinierend, wie das rotznasige Grinsen eines mit Sand werfenden Mädchens. Wie die Sonne, der Regen, der Kreislauf ist Abankor erdverbunden und himmelhochjauchzend. Stolz und selbstbewußt sind die Bewohner. Über die man freilich anderswo die Nase rümpft. Da der Schweiß ihrer Achselhöhlen Geruch ausströmt und ihre T-Shirts Flecken haben. Die aber nicht mit der Mode gehen, weil sie Mode machen. Abankor ist schön wie die Schildwachen, die auf den Festungsmauern der Stadt ihre Runden drehen. Abankor hat die atemberaubende Vitalität einer jungen Ratte, an der Schwelle eines Stelldicheins. Sich verschleiernd mit Make-up im Gesicht eines Knaben, der, da der Wind ihn liebkost, mit langen Wimpern, wehenden Haaren und einer Gitarre aufpeitschende Visionen in die Nacht hinausschreit. Wild, überschäumend und ungebändigt, wie die Brandung, die an die Felsen donnert. Abankor ist eine Festung am Meer, mit Kanonen gespickt, Erweiterung einer Burg, eines Seeräubernestes, das seine Gesichter schamvoll mit den Tüchern der Krieger verhüllt, die sich, offen und ehrlich, als anschmiegungsbedürftige Lustknaben an die Mauern ihrer Häuser lehnen. Abankor ist Schild und Panzer eines Kollektivs, Ausweitung einer Haut, die glanzvoll und mächtig, weit ausstrahlend, über den Rand ihrer Mauern und Türme hinweg, ins noch Unbekannte wirkt.

Copy & Paste schrieb am 23.7. 2002 um 19:13:08 Uhr zu

Abankor

Bewertung: 5 Punkt(e)

Abankor el Seribar: Ein üppiger grüner Fleck mitten in einem Meer von Sand. In einer tiefen Mulde wachsen Palmen, Kakteen, und Gräser. Ein kleiner See, der von Grundwasser oder dem unterirdischen Ubulla gespeist wird, glitzert einladend. Endlich wieder genug Wasser für alle und die Kamele. Um die Oase scharen sich einfache Hütten aus Holz mit Strohdächern. Die Dattelpalmen sehen recht ertragreich aus. Das Problem liegt darin, daß die Bauern recht unwillig waren, die Asad mit Lebensmitteln zu versorgen, was eigentlich Gang und Gebe ist. Weil drei ihrer Kamele krank seien und zwei Dattelpalmen ebenfalls. Vor zwei Wochen ist ein Kind spurlos verschwunden, viele Ziegen keine Milch mehr geben und sie ein Zicklein schlachten mußten.

Abankor wird von bösen Geistern heimgesucht, da sind sie sich sicher. Sie würden natürlich ihren Herren Tribut zahlen, doch gehört es nicht zur Aufgabe eines Herren, seine Haratim zu beschützen? Die Asad waren darüber erbost. Amanug beschloß, daß die Bauern geben, was ihnen zusteht, Butter, ein Sack Hirse und eine der Ziegen, die keine Milch mehr geben schlachten, im Gegenzug wachen wir über Abankor und verteidigen es, wenn es sein muß auch gegen Geister (muß aber nicht sein ...).

anoubi schrieb am 5.5. 2006 um 05:23:40 Uhr zu

Abankor

Bewertung: 1 Punkt(e)

Inspiration lat. inspiratio 1. »Einhauchung«; Eingebung; Erleuchtung (vor oder während einer geistigen Arbeit) 2. Einatmen, Einsaugen der Atemluft; inspirativ; durch Inspiration wirkend; Inspirator: Anreger
Tirade (aus gleichbed. fr. tirade, eigtl. »länger anhaltendes Ziehen«, zu tirer »ziehen«) 1. Wortschwall; 2. Schnelle Tonfolge mit gleichem Zeitwert

»Schüler Duden« 1997

Abankor, Anoubi, Boujadi und Roumi sind Wörter aus der Sprache der Tuareg. Ein mit Viehherden umherziehendes Volk, zu nomos »Weideplatz«. Übertragen: Nomade »ruhelos umherschweifender Mensch«. Die Tuareg sind Wüstenbewohner in der Sahara (Sauchri, Marokko, Mauretanien). Abankor heißt »Wasserquelle, Wasserloch«; Anoubi »Knabe«, Boujadi »Kind«, Kossaj: »der Kleine, der von weit herkommt«. Ein Roumi ist »ein Fremder, ein Mensch, der von außen kommt, daher nicht informiert ist«.

Hans-Peter Kossaj, Brief aus dem Knast in Ludwigsburg, an Jürgen Anoubi im Knast in Rottenburg, 12. September 1985

Muad´dib wurde im 57. Herrschaftsjahr des Padischah-Imperators Shaddam IV. geboren. ... Daß Muad´dib auf Caladan geboren wurde und dort die ersten fünfzehn Lebensjahre verbrachte, sollte zu keiner Selbsttäuschung führen. Arrakis, die Welt, die unter der Bezeichnung <Wüstenplanet> bekannt ist, wurde seine ewige Heimat.

Frank Herbert: »Der Wüstenplanet«; Heyne Science Fiction 1978; S. 9

Wo ist die Quelle der Inspirationen, die nun ein Buch und neue Bibliotheken füllen? Boujadi wurde am 10. Januar 2001 auf Abankor geboren. Da vielleicht?
Sieh dir zuerst Bilder aus dem Nachlaß seiner Eltern an. Sie wohnten in Häusern mit sehr großen Räumen. Wissenschaftler fanden die Grundmauern auf Arrakis, Caladan, Guercif, Anarres, und in Kastalien, das bis 86 vor Voyager sieben mal erobert und wieder aufgebaut wurde. Unter dem Inspirator Adelbert Blondie eroberten und zerstörten die Tiraden Kastalien acht. Auch in Leipzig, Nürnberg, Memphis, Theben, Knossos und Byzanz wurden Erinnerungen an Boujadis Kindheit und ihre Zerstörung gefunden.
Ein Lautsprecher unterbrach Anoubis Gedanken. Er klappte das Buch zu, schob Buch und Zeitungen in seine Taschen, schnallte sich an den Sessel und nahm ein Kennwort aus seiner Datei. Die Maschine fiel senkrecht nach unten, stoppte vibrierend, rumpelte über die Landebahn. Sie waren auf Anarres.

anoubi schrieb am 21.9. 2002 um 02:34:02 Uhr zu

Abankor

Bewertung: 1 Punkt(e)

Anoubi holte sein letztes Geld aus der Bank, zehn Dirham (= marokk. Währung). Nicht viel, dachte er. Egal, am ersten gibt es ja wieder Sold. Da er allein und mit so wenig Geld in der Tasche immer etwas ängstlich war, zog er seine besten Klamotten an und latschte vom Berg runter ins Dorf. Auf dem Alexanderplatz hörte er kurz einem Redner zu. Da der Mann wegen dem Protestgeschrei der Punker usw. kaum zu verstehen war, und Anoubi etwas schwerhörig ist, wollte er näher an den Redner ran. Zwei Sicherheitskräfte stellten sich ihm in den Weg. »Muß ich meinen Presseausweis rausholen oder was?«, fauchte Anoubi.
Sie sind im Sicherheitsbereich», fauchte der Uniformierte zurück. Und sein Kollege schubste Anoubi unsanft Richtung Punker. «Arschloch», sagte Anoubi zu ihm und ging wieder in seine Wege. Ereine Bratwurst, kaufte eine Karte, weil ihm der Spruch auf der Karte gut gefiel. Beim Tabakhändler fragte er nach dem Preis einer Packung «Faß mich an». 2 Dirham 65. Da liefert ja mein Dealer billiger, dachte Anoubi. Er nahm und bezahlte drei Zigarillos. Dann kaufte er die «Stuttgarter Zeitung», weil er dort Freunde hat. Dann stand er in der Bahnhofshalle vor dem italienischen Cafe. Er zählte sein Geld. Für eine Tasse Kaffee reichte es noch. Sogar mit Trinkgeld. Anoubi hat auch schon als Kellner gearbeitet. Folgerichtig ist ihm, kein Trinkgeld geben, unangenehm. Dann saß er vor seinem Kaffee und vertiefte sich in die «Stuttgarter Zeitung». Aber gleich nach dem Anfang wurde er gestört. Ein Typ wollte ihm die Obdachlosenzeitung «Stütze» verkaufen. Anoubi: «Ich hab kein GeldDer Typ musterte ihn und seine gute Kleidung (die beste, die Anoubi hat) «Du hast kein Geld?», knurrte der Typ. Und dann giftig: «Aber hier sitzen und Cafe trinken, das kannst du.» «Okay, okay », sagte Anoubi besänftigend. «Wenn ich das nächste Mal ins Dorf komme, nehme ich mehr Geld mit. Ich belade meinen Packesel und komm mit dem EselIm gleichen Moment tönte aus Anoubis Handy: «Dein Esel hat keene Lust."
Ich hab diese Geschichte vielleicht etwas langatmig erzählt. Aber, sie ist erst heut nachmittag passiert. Jetzt bin ich müde, und geh ins Bett. Boujadi

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