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am 16.1. 2000 um 16:17:20 Uhr schrieb Zelot
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am 22.9. 2010 um 19:44:31 Uhr schrieb ®
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am 17.7. 2009 um 01:34:36 Uhr schrieb Sokrates über GEN
am 14.8. 2005 um 00:47:47 Uhr schrieb Der mit dem Huhn tanzt über GEN
am 14.4. 2002 um 21:17:16 Uhr schrieb shizzo über GEN
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »GEN«
® schrieb am 22.9. 2010 um 19:44:31 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Das Ostler-Gen
SCHLAGLOCH VON KERSTIN DECKER Vor zwanzig Jahren erfüllten wir aus der DDR alle Kriterien der Unterschicht
Vor zwanzig Jahren, bei der ersten und letzten freien Wahl in der DDR - die sich gleichwohl schon fest in altbundesdeutscher Hand befand - machte die CDU Werbung mit dem Slogan »Freiheit statt Sozialismus«. Sozialismus meint seit je eine auf menschlicher Gegenseitigkeit, auf Solidarität statt auf Gewinnstreben orientierte Gesellschaft. Was für ein großer Gedanke! Was für eine große Ernüchterung! Denn eine solche Gesellschaft war soeben jämmerlich gescheitert, und man solle - um des Himmels, um der Freiheit willen - es nicht noch einmal versuchen. Das war die Botschaft.
Egoismus ist jetzt ungesund?
Pünktlich zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit entdeckt das deutsche Sachbuch nun im Chor die Solidarität wieder. Wir dürfen wählen zwischen »Der Sinn des Gebens«, »Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben«, »Wir und was uns zu Menschen macht« und der »Kunst, kein Egoist zu sein.« Selbstlose, gebende Menschen seien glücklicher als andere und lebten auch noch länger. Die Selbstlosigkeit sei überraschenderweise in uns angelegt, was aber erst eine neue Sicht auf die Ursprünge des Menschen erkennbar werden lässt. Widerspruch! Doch verschieben wir den noch einen Augenblick zugunsten der Frage: Was ist hier eigentlich passiert?
Natürlich, vor zwanzig Jahren trug die FDP noch das Gesicht des Außenministers Hans-Dietrich Genscher oder das des Grafen Lambsdorff; damals übersetzte man »liberal« noch nicht zwangsläufig mit: »Mehr brutto vom netto!« Vor zwanzig Jahren sprach auch noch keiner von der Unterschicht, dem Hauptwort nicht nur der letzten Sarrazin-Wochen.
Wie langsam wir uns an dieses Wort gewöhnen mussten! Die es zuerst in den Mund nahmen, hatten noch fast ein schlechtes Gewissen. Heute dagegen spricht man es mit einer Genugtuung aus, die von Selbstgerechtigkeit nicht zu unterscheiden ist. Aber was für ein Glück für uns Ostler! Wäre die deutsche Einheit zwanzig Jahre später gekommen, wir wären sofort identifiziert worden als das, was wir waren: die kollektive Unterschicht! Fast siebzehn Millionen ohne Kapital, mit Einkommen, die auch 1:1 gerechnet oft gerade heutigen Hartz-IV-Sätzen glichen. Und die meisten waren ohnehin bald arbeitslos. (Kollateralschaden beim Systemwechsel.) Wer übersetzen wollte, wie das spezifische Mehrheits-Outfit Ost damals auf avancierte Geschmacksnerven West wirkte, dürfte wohl von Hartz-IV-Look sprechen.
Wahrscheinlich hätte Thilo Sarrazin damals ein Buch über das spezifische Ost-Gen geschrieben. Sarrazin kommt übrigens aus Gera! Zur geistigen Ober- oder Mittelschicht gehört er wohl nicht, sonst hätte er bemerken müssen: Unterschichten reproduzieren sich nicht genetisch, Unterschichten werden gemacht. Nehmen wir das 20. Jahr der deutschen Einheit als Anlass, darüber nachzudenken: Wie entstehen Unterschichten?
Hässlichkeit ist nie natürlich
Wir, die Unterschicht, waren das vor zwanzig Jahren natürlich nur für West-Augen. Unter den Bedingungen der DDR waren wir keine. Und die Arbeiter hatten das größte Ego. Auch machte das relative Nichtshaben nicht einmal unglücklich.
Die meisten Ostler haben wohl bald typische Unterschichtserfahrungen gemacht. Ihr Kern ist die Wahrnehmung: Ich bin hier vollkommen überflüssig! Für uns war sie neu. Wir sind vorher gar nicht auf die Idee gekommen, uns selbst für überflüssig zu halten, aber auch nicht auf den Gedanken, andere für überflüssig zu halten. Der Unterschicht bleibt auf die Dauer gar nichts übrig, als sich unterschichtsgerecht zu benehmen. Wer hielte die unzähligen Bewerbungen und ebenso unzähligen Absagen aus, die abschätzigen Blicke, die einen auf den Fluren der Ämter treffen, ja diese ganze staatlich verwaltete Existenz? Mit sensibleren Nervensystemen kommt man da nicht durch. Stumpfheit ist Rettung.
Selbst Hässlichkeit liegt nicht in den Genen, sondern ist ein gesellschaftliches Produkt. In dem Maße, wie Menschen zur Unterschicht werden, beginnen sie auch so auszusehen, sich so zu benehmen - was unserem Mitgefühl harte Grenzen setzt. Ein gesellschaftlicher Schein entsteht: der Eindruck, die wären selber schuld. Und statt Mitleid empfinden wir zunehmend Ärger, dass es solche wie »diese da« überhaupt gibt. So vollzieht sich die Entsolidarisierung einer Gesellschaft.
Generation Schopenhauer
Am Montag, den 21. September, gedachten wir Arthur Schopenhauers. Der wohlhabende Kaufmannssohn aus Danzig war im Unterschied zu Thilo Sarrazin leidempfindlich. Seine finanzökonomische Grundeinsicht lautete: Das Leben ist ein Geschäft, das die Kosten nicht deckt. Anders formuliert: Wer das Leiden, die Ausweglosigkeit der Welt ungefiltert wahrnähme, verlöre sofort jeden Lebensmut. Unser vielbeschäftigtes Sein ist normalerweise ein guter Schutz davor; Depressive hingegen haben oft keine Möglichkeit, dieser Wahrnehmung auszuweichen. Das ist ihr Wettbewerbsnachteil. Schopenhauer artikulierte das Weltbild der Depression.
Wenn von Unterschicht die Rede ist, fühlt etwas in uns sich noch immer mitgemeint. Unterschichtler sind miserable Eltern, sonst gehörten sie schließlich nicht mehr zur Unterschicht? Was für eine seelische Grausamkeit. Manchmal denke ich, wir Mauergeborenen Ost sind die Generation Schopenhauer. Wir haben die »solidarische« Gesellschaft zu nah erlebt, um eine Neuauflage zu wünschen. Aber auch zu tief, um übergroßen Reichtum und Armut irgendwie normal finden zu können. Leistung muss sich wieder lohnen? Doch man braucht - das haben wir erfahren - nicht einmal wohlhabender zu sein als der Nachbar, um die eigene Leistung schätzen zu können. Dass wir solidarische Wesen sind, ist keine neue Erkenntnis. Die beiden Grundzüge des Menschen, Egoität und Solidarität, prägen sich im Lauf der Menschheitsentwicklung immer weiter aus. Und die Art und Weise, den Konflikt zwischen beiden Kräften auszutragen, gibt jeder Kulturepoche ihr unverwechselbares Gesicht. Das wusste schon das 19. Jahrhundert. Wie sehen wir aus?
Das spezifische Mehrheits-Outfit Ost dürften Geschmacksnerven West damals als Hartz-IV-Look empfunden haben
DrTermosthat schrieb am 18.5. 2001 um 00:52:10 Uhr zu
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DFG verlangt Regelung über Wissen um fehlerhaftes
Erbgut
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die
Entscheidung der Bundesregierung, 870 Millionen Mark für die
Genomforschung bereit zu stellen, begrüßt. Damit kann man
sehr viel weiter kommen«, sagte DFG-Präsident Ernst-Ludwig
Winnacker am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin. Zugleich
betonte Winnacker, es gebe ein Recht auf Wissen und
Nichtwissen um Fehler im Erbgut. Das Recht darauf, dass
man über Ungewissheiten, die sich durch Fehler im
Erbgut aufschlüsseln lassen, nichts wissen will, und das
Recht darauf, dass man es wissen darf, müsse entsprechend
geregelt werden. Am Montag waren die Daten des
menschlichen Genoms nahezu vollständig veröffentlicht
worden.
Winnacker hob in diesem Zusammenhang die medizinischen
Chancen der Genomforschung hervor. Viele Krankheiten seien
in den Genen angelegt. Allerdings würden diese
Erbkrankheiten nur 0,1 bis 0,2 Prozent zur Sterberate
beitragen. Die wirklichen Killer seien
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und einige neurologische
Erkrankungen. Diese seien zwar auch durch Gene verursacht,
aber nicht nur durch den Ausfall eines Gens, sondern
mehrerer gleichzeitig. Dies müsse verstanden werden, um
Therapien entwickeln zu können.
Winnacker würdigte zudem die derzeitige öffentliche Debatte
um die ethische Dimension der Genomforschung. Dies sei
wichtig und die Forschung hätte es sich »schon viel länger
gewünscht", sagte der DFG-Präsident.
Ivan Illich schrieb am 15.2. 2001 um 17:05:42 Uhr zu
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1. Die Medizin macht die Menschen krank:
Ivan Illich hat eine extreme bio-luddistische Position eingenommen: Medizin selbst macht uns krank und sollte abgeschafft werden. Eine Variante dieser Kritik ist, daß Genuntersuchungen dazu führen könnten, daß wir alle »gefährdet« seien und sich jeder so als krank betrachtet. Noch beunruhigender könnte eine genetische Diagnose eine Zweidrittel-Gesellschaft schaffen, aufgeteilt in jene mit relativ guten Genen und in jene mit genetischen Krankheiten. Die genetische Diagnose wird uns alle, kurz gesagt, genetisch krank machen. Das würde dann noch problematischer sein, wenn eine Krankheit diagnostiziert wird, die noch nicht behandelbar ist.
Manchmal macht die Medizin die Menschen kränker, aber ich klammere mich an das Versprechen der Moderne, daß der wissenschaftliche Fortschritt unser Leben allgemein verbessert und daß Wissen besser ist als Nicht-Wissen. Ich glaube nicht, daß wir jemals Menschen unter Zwang in Kenntnis von der Wahrscheinlichkeit einer sich entwickelnden Krankheit setzen, auch wenn wir vielleicht Eltern und Ärzte so erziehen sollten, daß sie vorsichtig vorgehen sollten, wenn sie Kinder über ihre Risiken informieren wollen. Wir wissen alle, daß wir vom Tod gefährdet sind. Und Menschen sehen mit oder ohne Gendiagnose die medizinische Geschichte ihrer Eltern und Verwandten als Vorboten für ihre Zukunft. Sowohl die Kenntnis als auch die Verweigerung, seine genetische Veranlagung zu kennen, vergrößern die Wahlmöglichkeiten entscheidungsfähiger Erwachsener. Menschen die Möglichkeit abzusprechen, diese Wahl zu treffen, verbessert ihr Leben nicht.
Dieses Argument berücksichtigt nur die erste diagnostizierende Stufe der neuen Eugenik und nicht die zweite, darauf folgende einer Korrektur. Weit davon entfernt, jedermann krank zu machen, verspricht der Fortschritt der Gentherapie, jedermann gesund zu machen.
Bettina Beispiel schrieb am 14.3. 2001 um 01:36:34 Uhr zu
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Wenn Brot gebacken oder Bier gebraut wird,
aus Milch Joghurt oder Käse heranreifen,
sind immer Mikroorganismen im Spiel.
Mit Hilfe der Gentechnik werden sie berechenbar
und entwickeln neue Eigenschaften.
Aktivum 1/97
Die Geschichte der Gentechnik
1865
legte der Augustinermönch Gregor MENDEL mit seinen Kreuzungsversuchen bei Erbsen den Grundstein zur
Vererbungslehre (=Genetik).
1971
sind nicht nur die chemisch-physikalischen Vorgänge bekannt, sondern werden von den Gentechnikern CHANG und
COHEN auch Methoden entwickelt, die den Wissenschaftlern eine gezielte Veränderung der erbsubstanz ermöglichen.
Dies ist die Geburtsstunde der gentechnik.
Um die Arbeitsweise dieser Disziplin, welche zu den sogenannten Biotechnologien gehört, verstehen zu können, muß man kurz
auf die Grundlage des genetischen Codes eingehen.
Stellen Sie sich ein Buch vor, das nur mit vier Buchstaben geschrieben wird: Das Buch des Lebens, der genetische Code, ist so
geschrieben.
Die Namen der vier Buchstaben sind: Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin.
Der Chemiker bezeichnet diese Stoffe als Basen.
Um einen Text zu schreiben, bedarf es einer Unterlage, auf der die Buchstaben angebracht werden. Sie wird gebildet von
Zuckermolekülen und Phosphatgruppen. Der so entstandene Molekülstrang heißt Desoxyribonukleinsäure, kurz DNS. Sie
enthält die Erbinformation, den genetischen Code, den Bauplan des jeweiligen Lebewesens.
Vergleichen wir nun die Information auf der DNS mit der Information in Büchern: Eine Druckseite enthält kaum mehr als 3000
Buchstaben. 3 Milliarden Buchstaben ergäben 1 Million solcher Seiten oder 5000 Bände mit je 200 Seiten, und das wäre eine
ganz stattliche Hausbibliothek. Diese unglaubliche Fülle an Informationen, der genetische Code, der Bauplan des Lebewesens,
befindet sich im Kern jeder seiner Zellen.
Jeweils drei Basen kodieren eine Aminosäure. Aminosäuren sind die Bausteine der Eiweißstoffe. Für jedes Eiweiß im Körper
bedarf es also einer ihm entsprechenden Folge von Dreiergruppen auf der DNS.
Diese Folge, ein Abschnitt auf der DNS, wird Gen genannt.
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Erstellt am 2.8. 2001 um 22:45:24 Uhr von quimbo75@hotmail.com, enthält 24 Texte
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