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Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass unser Problem - im Vergleich mit vielen Problemen hier - eher klein ist.
Trotzdem bitte ich um Hinweise, was wir mit ihm machen können (wie wir ihm und uns helfen können).
Also:
A. ist einer meiner Enkel und wird im Frühjahr sieben. Er hat einen jüngeren Bruder. Er hatte eine motorische Spätentwicklung, war von Anfang an sehr einseitig. Mit Hilfe von Ergotherapie und Heilpädagogischem Voltigieren und zuletzt auch Vojta Therapie hat sich alles sehr gebessert und er kann jetzt auch runde »Schreibübungen« machen. Er ist sehr intelligent, geht aber wegen der feinmotorischen Defizite (mit Freude) in die Vorschule.
Was uns jetzt zunehmend Sorgen macht, ist sein Verhalten. Er ist an und für sich ein leicht lenkbares, freundliches Kind (noch recht kindlich), bekommt aber zunehmend Auszucker, die schlimm sind. Die Auslöser können minimal sein. Er schreit, schimpft und verletzt dann andere. Und ist nicht zu stoppen. Oder er macht Dinge, die nicht »normal« sind - kommt zB mit der Gießkanne und leert Wasser über den Tisch. Oder drückt eine Tube Senf am Tisch aus oder schreibt an die Wand... Wenn man dann sagt, dass das nicht geht, meint er entweder, er hört grad nichts oder er muss lachen oder es ist ihm egal. Wenn die Aussetzer vorbei sind, will er nichts mehr davon hören.
Ich habe jetzt einige Male gesagt »ich glaube, da war grad ein böser A. da. Der hat sich ganz dumm benommen. Bin ich froh, dass der jetzt weg ist und der liebe A. ist wieder da.« Da ist er dann auch froh. Aber es geht nicht, dass man mit ihm über die Vorkommnisse redet, da ist er ganz »weg«.
Kann irgendjemand sagen, was dahinter steckt? Wie wir ihn aus der Situation abholen können? Ich wäre sehr froh über hilfreiche Hinweise und danke schon jetzt dafür.
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