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Martin schrieb am 14.3. 2014 um 17:03:50 Uhr über

MeinProblem

Hallo »partdeslebens«,
dein Problem scheint dich sehr nachhaltig zu beschäftigen und verhindert zugleich ein erfülltes Sexualleben. Vermutlich ist es nicht so schwierig Abhilfe zu schaffen, aber der Assoziationsblaster ist sicher nicht das richtige Forum. Du solltest dir direkte, professionelle Hilfe holen und wirst überrascht sein, wie schnell sich dein Problem dann lösen lässt. Also, geh zu einem Facharzt oder Psychologen. Die haben damit Erfahrung, denn so selten ist dein Problem ja nicht.
Good luck!
Martin

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partdeslebens schrieb am 14.3. 2014 um 15:44:26 Uhr über
»MeinProblem«

Hallo liebe Leute,

das ist mein erster Beitrag hier und ich hoffe, dass ich mit meinem Problem das zutreffendste Blaster-Stichwort gewählt habe.

Ich bin 21 Jahre alt, männlich und habe Angst davor, keine Erektion zu bekommen. Wenn die Angst einmal da ist, bekomme ich auch keine Erektion.
Ich weiß, dass es ein rein psychisches Problem ist, denn wenn ich alleine bin ist das Problem nicht vorhanden.

Ich möchte es gerne mal anhand von ein paar Beispielen und vergangenen Situationen näher erklären, damit es hoffentlich verständlicher rüberkommt.
Das erste Mal, dass mich diese Angst überkam, war vor meinem ersten Geschlechtsverkehr, vor etwa 5 Jahren. Ich hatte damals mein drittes Date mit einem Mädchen, das ich sehr mochte. Bei den ersten beiden Treffen hatten wir keine Möglichkeit, intimer zu werden. Es war mir aber bewusst, dass wir bei dem 3. Date, das bei mir zu Hause war, definitv die Möglichkeit haben und es mit großer Wahrscheinlichkeit auch soweit kommen würde. Ich war schon immer jemand, der sehr nervös ist und dem viele Gedanken durch den Kopf schießen.
Wie auch damals, als ich mir auf einmal alles ausmalte, was passieren könnte, oder auch nicht passieren könnte. Von den einfachen Dingen »wie umarme ich sie bei der Begrüßung« bis hin zu »was ist, wenn ich beim Sex zu früh komme« hat sich vor allem der Gedanke bei mir verankert »was ist, wenn ich keinen hochbekomme?«.
Aus irgendeinem Grund wurde das plötzlich meine größte Angst, obwohl ich nie zuvor irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht habe. Jedenfalls kam es wie erwartet auch zu intimen Situationen, wir fassten uns an, küssten uns und schon dabei merkte ich, dass sich bei mir nichts tut. Meine größte Befürchtung wurde wahr, ich bekam keinen hoch. Ich tat also alles um die Situation nicht »zu verschlimmern« und sagte ihr, dass ich es irgendwie nicht kann, noch nicht will, was auch immer. Jedenfalls reagierte sie sehr positiv darauf und um es vorweg zu nehmen, wir verliebten uns und kamen auch zusammen. Immer wieder gerieten wir in die Situation kurz vor dem Sex, doch ich fand immer neue Ausreden.
Nach einigen Wochen kannten wir uns aber schon so gut, dass ich ihr meine Angst anvertraute und ihr offen sagte, dass ich Angst habe, keine Erektion zu bekommen. Auch darauf reagierte sie total positiv und wir redeten viel und versuchten viel und ließen uns auch manchmal viele Stunden Zeit, so dass ich es irgendwann tatsächlich geschafft habe, diese Angst zu überwinden. Von da an war es auch nur noch selten der Fall, dass mich diese Angst überkam und wir hatten 3 1/2 sehr glückliche Jahre.

Leider hat die Liebe nicht ewig gehalten und wir haben uns vor 1 1/2 Jahren getrennt. Seit dem hatte ich auch kaum Kontakt zu anderen Frauen und will es auch möglichst vermeiden, in
eine Beziehung zu geraten, da meine persönlichen Umstände derzeit kaum Spielraum für eine Beziehung zulassen. Ich kann mit Frauen reden, kann auch flirten und komme in Gegenwart
anderer Personen kein bisschen schüchtern rüber. Das erste Mal, dass ich dann Kontakt zu einer Frau seit meiner Trennung hatte war vor gut einem Jahr. Wir kannten uns schon seit einigen
Jahren, und hatten auch mal was vor meiner Beziehung miteinander. Allerdings keinen Sex. Wir haben uns dann auf einer Party getroffen, es hat gefunkt und sie hat mich mit zu ihr nach Hause eingeladen, mit dem Hinweis darauf, dass wir keinen Sex haben werden. Soweit so gut, der Gedanke hat mich schon irgendwie beruhigt, denn auch da hatte ich bereits wieder Angst, dass die Angst vor einer Erektion bzw. keiner Erektion neu auflebt und alles von vorne anfängt. Als wir bei ihr zuhause waren merkte ich auch, dass ich eine Erektion habe und wenn wir Sex haben wollten, ich es könnte. Aber, vermutlich weil sie ihre Regel hatte, hatten wir keinen Sex. Seit diesem Tag mache ich mir aber wieder enorme Gedanken darüber, was wohl gewesen
wäre, wenn sie den Sex nicht ausgeschlossen hätte. Hätte ich dann eine Erektion bekommen? Habe ich wieder Angst davor, keine Erektion zu bekommen? Mich verfolgte der Gedanke
wieder einige Tage und ich vermied es Partys zu besuchen, um so einer Situation aus dem Weg zu gehen.

Seit dem hatte ich auch kein einziges Mal mehr etwas mit einer Frau, bis letzten Montag, bzw. Samstag. Wir lernten uns Samstag in einer Disco kennen, kannten uns vorher noch nicht, und wir waren uns direkt sympathisch. Redeten einige Stunden miteinander und küssten uns dann zu später Stunde auch. Wir verabschiedeten uns ohne Sex zu haben und verabredeten uns für Montag beim Karneval. Seit der Verabredung eroberten die Gedanken wieder mein Gehirn, was ist, wenn wir Sex haben wollen, ich aber nicht kann, weil ich keine Erektion bekomme, bzw. daran denke, keine Erektion zu bekommen und dann tatsächlich keine bekomme? Es ist mir ja vollkommen bewusst, dass ich das Problem nicht hätte, wenn ich nicht dran denken würde. Aber ich denke dran und kann es nicht abschalten, ich denke so sehr daran, dass ich hier sogar schreibe. Jedenfalls trafen wir uns Montag, haben kurz einen miteinander getrunken und sind dann direkt zu mir nach Hause gelaufen. Ich hab es ihr angeboten, in der Hoffnung, dass ich nicht an diese Angst denke, weil ich ja relativ betrunken war.

Dann war es soweit, wir waren bei mir zu Hause, schon oben im Bett, zum tief durchatmen bin ich noch einmal kurz ins Bad und dann zu ihr. Aber Fehlanzeige, ich merkte direkt, das kann nichts
werden. Also musste ich ihr irgendwie schonend beibringen, dass wir doch keinen Sex haben können. Das war so das schwerste was ich jemals machen musste, denn ich habe ihr ja enorme Hoffnungen gemacht und zu mir nach Hause eingeladen, während wir auf dem Weg zu mir schon immer wieder mal Pausen gemacht haben um uns zu küssen. Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, ihr halbwegs klarzumachen, dass ich nicht der Typ bin der sofort Sex hat (dabei wollte ich es doch unbedingt!). Sie meinte, das würde sie noch viel verrückter machen und mich noch viel interessanter. Wir lagen dann da nur so im Bett rum, haben geknutscht, gekuschelt und sie hat immer mal wieder versucht bei mir da unten rumzuspielen. Doch selbst
dafür war meine Angst schon viel zu groß und ich habe mich immer wieder aus den Situationen »gerettet«. Jetzt könnte man sagen, dass ich mich doch einfach öfter mit ihr treffen soll,
ihr irgendwie klarmachen soll dass ich Angst vor einer nicht vorhandenen Erektion habe und wir uns so langsam kennenlernen und intimer werden können. Im Prinzip das Gleiche, was ich damals mit meiner Freundin gemacht habe. Aber ich kann das nicht noch Mal machen, zum Einen nicht, weil ich keine langfristige Beziehung anstreben möchte, und zum Anderen nicht, weil ich nicht weiß wie sie schon beim nächsten Mal darauf reagieren könnte, wenn ich wieder keinen Sex haben will. Und das nächste Mal wäre definitiv zu früh, um ihr meine Ängste anzuvertrauen.

Ein weiterer Grund, warum ich ihr mich nicht anvertrauen möchte ist der, dass ich endlich einen anderen Lösungsansatz für dieses Problem finden möchte, ohne mich jedes Mal vor einer Frau entblößen zu müssen und ihr meine intimsten Ängste anvertrauen zu müssen. Ich habe keine Idee, wie ich dieses Problem loswerde. Selbst wenn ich es schaffe, mal extrem entspannt zu sein, meine innere Ruhe zu finden und mir zu sagen, dass keinerlei Druck auf mir lastet, ist diese Angst latent vorhanden. Natürlich habe ich es auch am Montag geschafft, mal eine Erektion zu bekommen. Damit habe ich ihr wenigstens bewiesen, dass ich nicht 100% impotent bin. Aber die Erektion war dann auch genauso schnell wieder weg, wie sie kam. Ein
kleiner Gedanke an die Angst, und das wars. Bitte, helft mir, ich weiß keinen Lösungsansatz.



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