einsam
Bewertung: 9 Punkt(e)Habe die Straße leergefegt mit meinen Gedanken an dich. Waren da eben noch die Massen, strömten um zu konsumieren, zu füllen das eigene Unvermögen, ist da nichts mehr. Jetzt.
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| Der erste Text | am 7.5. 2000 um 22:14:37 Uhr schrieb tabasco über einsam |
| Der neuste Text | am 9.7. 2024 um 15:18:40 Uhr schrieb Gerhard über einsam |
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am 13.12. 2015 um 21:32:23 Uhr schrieb
am 23.8. 2002 um 03:25:20 Uhr schrieb
am 4.1. 2004 um 06:20:49 Uhr schrieb |
Habe die Straße leergefegt mit meinen Gedanken an dich. Waren da eben noch die Massen, strömten um zu konsumieren, zu füllen das eigene Unvermögen, ist da nichts mehr. Jetzt.
Standby-Option? Eigentlich nicht. Klar ist es blöd, darauf zu warten, dass nichts passiert. Nichts kann manchmal sehr schön sein. Alltag eben. Rhythmus. Stereotyp wie jedes Fließband. Besser als wie hypnotisiert auf ein Datenchaos zu starren, ohne auch nur einen Hauch von Feedback auf Interaktion zu spüren. Ganz digitalisiert. Ohne Wimperklimpern. Du kommst in eine Beziehungskiste und spürst bloß die Wut, die langsam in dir aufsteigt bis zum Heißhunger. Ohnmächtige Wut. Fernweh auf ein Jetzt irgendwo weit weg, wo alles netter und einfacher ist, die Sonne scheint, der Wind dich streichelt und die Wellen rauschen. Und keiner, der dich versteht. Alles ist so normal. Alltag wie die Leiche vom letzten Tag. Scheiße. Warum ist Miteinander so austauschbar, sobald du in eine Menge eintauchst? Ich kann jetzt Nachrichten hören und sofort vergessen. Die irre Leichtigkeit des Seins beim Hasen. Versagensangst für Fortgeschrittene. Uhren haben Rhythmus. Sterben ist gruslig. Jedesmal. Verdammt. Warum bist du so austauschbar, sobald du einmalig sein willst? Was projeziert der andere in deinen Wunsch? Zeit? Rhythmus? Wiederholung? Distanz zum eigenen Selbst? Gleichgültigkeit bis zum Einpendeln ins nächste Jetzt? Zeitnot auf Raten.
Kleines Solo
Einsam bist Du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster.
Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe.
Glaubst an keine.
Kennst das Leben.
Weißt Bescheid.
Einsam bist Du sehr alleine -
Und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt Dir nahe.
Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.
Ist nie hier.
Ist immer dort.
Stehst am Fenster.
Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in Dein Kleid.
Einsam bist Du sehr alleine -
Und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
Schenkst Dich hin.
Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer Du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben.
Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist...
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster.
Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe.
Findest keine.
Träumst vom Glück.
Und lebst im Leid.
Einsam bist Du sehr alleine -
Und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
(Erich Kästner)
einsam ist sehr, sehr kühl. es ist ganz eisiges hellblau. es ist die Zahl 1. es ist ganz innen. einsam ist nicht allein. du kannst auch einsam sein, wenn du nicht allein bist. und du kannst allein sein, ohne einsam zu sein. die vollendete steigerung der einsamkeit und auch ihr komplettes gegenteil ist das all-eins-sein.
Vor meinem Fenster fängt es an sich zu bewegen
ein neuer Tag nimmt seinen Tageslauf
einer mehr an dem ich aufstehen muß
um irgendwas zu tun gegen den Schmerz
das Stechen im Kopf das Stechen im Herz
treibt mich nur tiefer in den Kummer rein
und tiefer ins alleine sein
Überall sind Menschen in den Straßen
kenn ich nicht gehöre nicht dazu
frage mich zu wem ich denn gehöre
und wenn wer zu mir spricht hör ich nicht zu
ich sehe Dich und wie wir uns umarmen
wenn ich die Augen öffne war es wieder nur ein Traum
so geht es jeden Tag an jedem Morgen
tiefer ins alleine sein
Irgendwie geht's dann doch raus aus den vier Wänden
und draußen geht es dann zu jemand völlig anderen hin
so bin ich dann in dessen guten Händen
und glücklich daß ich mit wem zusammen gllücklich bin
am nächsten Morgen habe ich das alte Stechen
und neben mir liegt wer
der sich bald leblos an mich schmiegt
wie's dazu kam hab ich danach vergessen
stattdessen bin ich längst wieder am Werk
Blumfeld »Draußen auf Kaution«
Angst. Zerstörung. Selbstmord der Seele. Party. Ohne mich. Wie auf einem Fernsehbildschirm, all die verrückten, ausgelassenen Menschen. Ich drücke die Wachsränder der Kerze ein und bin wütend über meine immer wiederkommende Unsicherheit. Ich habe noch kein Rezept gefunden. Und immer wenn ich glaube, es getan zu haben kommt sofort die nächste Situation die all meine schönen Theorien und positiven Denkwege zunichte macht. Und hat sich erstmal die Einsamkeit und die Traurigkeit in dir festgebissen, lässt sie dich so schnell nicht wieder los. Der Suizidgedanke ist nur ein fernes Rufen, das verhallt. Nein, glücklich sollte der Mensch sein. Macht der Gedanken, Freiheit. Vielleicht weiß ich sie nur nicht anzuwenden. Ratlos irre ich umher.
komisch dass mich das so verunsichert hat. dieses SieSindEinsam. hab mich umgeschaut, wer schuld sein könnte, mich zurückgezogen und es stimmt: ich war einsam. komisch. aber manchmal ist nähe auch gut. grad die nähe zu mir selbst.
ich sitze allein auf meinem bett,
ich fühle mich leer, allein gelassen,
ich kann meinen zustand nicht mit worten fassen.
meine freunde sind gegangen, in andere städte.
ich bin gegen meinen willen hier geblieben.
niemand, der mit mir die gegenwart teilte,
ist hier, bei mir.
ich bin einsam, ich weine, ich schreibe mails, telefoniere.
doch alle haben ihr eigenes leben, sie bedauern mich.
ich bedauer mich. sie würden mir gern helfen, aber keiner hilft mir.
wo soll ich hin? wo ist mein halt?
ich bin diejeige, die geblieben ist.
ich bin diejenige, die einsam ist.
ich kann nicht allein sein. nicht länger.
die depression kommt über mich.
sie lässt mich nicht schlafen und dann erschöpft zusammen sinken.
mein altes leben ist vorbei.
ich weiß nicht wann das neue beginnt.
doch es muss bald geschehen.
Wolf Wondratschek
WER LANGE EINSAM WAR
Wer lange einsam war, den ängstigt diese Nacht
im Widerschein der roten Wände,
der fällt, als sei er nirgends festgemacht,
und fühlt im Fallen seine Hände
wie in einem Schwur sich fassen.
Ihm ist wie einem Kind, das früh verlassen
war, die Liebe fremd und ihre Zeit.
Es gehen Frauen auch durch seine Einsamkeit
mit einem Lächeln, das ihm nicht mehr gilt.
Sie gehen stolz und haßerfüllt vorbei
wie Wesen, die wissen und fruchtbar sind.
Dann bricht die Nacht im Hahnenschrei
der Dämmerung. Das Schrecklichste, ihm zugedacht:
noch wach, allein und ohne Gnade sein.
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