| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
63, davon 63 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
992 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
1,381 Punkte, 13 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb hei+co
über odyssee |
| Der neuste Text |
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard
über odyssee |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard über odyssee
am 21.1. 2019 um 10:38:43 Uhr schrieb Punktum über odyssee
am 6.3. 2023 um 19:11:40 Uhr schrieb Benjamin Beispiel über odyssee
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Odyssee«
hei+co schrieb am 17.9. 2000 um 21:25:01 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert »eine gewisse chinesiche Enzyklopädie«, in der es heißt, daß "die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. (Jorge Luis Borges, Die analytische Sprache John Wilkins', 212) Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken. (>Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge, 17
hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:25 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)
Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:24:28 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»In Ermangelung eines Besseren nennen wir uns Soziologen, Historiker, Oekonomen, Politologen, Philosophen, Anthropologen. [...] Wie das Etikett auch lauten mag, immer ergeht es darum, den gordischen Knoten neu zu knüpfen, indem man so oft wie nötig die Grenze überschreitet, welche die exakten Wisssenschaften von der Ausübung der Macht trennt, oder sage wir. die Natur von der Kultur. Wir sind selbst Hybriden, den wir liegen quer zu den wissenschaftlichen Institutionen, in denen wir arbeiten. Halb Ingenieure, halb Philosophen [...]. Unser Transportmittel ist der Begriff der Uebersetzung oder des Netzes. Geschmeidiger als der Begriff des Systems, historischer als die Struktur und empirischer als die Komplexität, ist das Netz der Ariadnefaden in diesen vermischten Geschichten.«
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 9-10)
hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit
bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen
technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden
wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an
der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes
Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)
hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:18:41 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
WUNSCHMASCHINEN
"Die Wunschmaschinen stecken nicht in unserem Kopf, sind keine Produkte der Einbildung, sondern existieren IN DEN TECHNISCHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN
MASCHINEN SELBST."
(Gilles Deleuze; Felix Guattari, Anti-Ödipus, Frankfurt am Main 1974, 512)
Weder sind die Wunschmaschinen imaginäre Projektionen, Phantasien, noch reale Projektionen, Werkzeuge. Das gesamte Projektionssystem aber ist von Maschinen
ableitbar, nicht umgekehrt. Sollte demnach die Wunschmaschine durch eine Art Introjektion, einen bestimmten perversen Gebrauch der Maschine definiert werden?
Nehmen ein Beispiel aus dem geheimnisvollen Bereich des Telefonnetzes: die Nummer eines nicht besetzten, aber einem automatischen Anrufbeantworter
angeschlossenen Telefons wählend (»diese Nummer ist nicht besetzt«),kann man ein Gewirr summender, sich überlagernder Stimmen vernehmen, Stimmen, die sich
gegenseitig rufen, sich antworten, die sich überkreuzen und verlieren, die ober- oder unterhalb des Anrufbeantworters laufen oder in dessen Inneren, sehr kurze
Mitteilungen, in schnellen und monotonen Codes abgefaßte Äußerungen. Das normale Telefon,bestimmt, Kommunikationsmaschine zu sein, funktioniert doch solange noch
gleich einem Werkezeug, als es dazu dient, Stimmen, die als solche nicht Teil der Maschine sind, nur zu projezieren oder weiterzutragen. Dort aber hat die
Kommunikation eine höhere Stufe erreicht, insofern die Stimmen mit der Maschine ein Stück (eine Einheit) bilden, Teile der Maschine geworden sind und vom
automatischen Anrufbeantworter auf Zufallsbasis ausgesendet und verteilt werden. Unter dieser Perspektive findet nicht allein ein perverser Gebrauch oder Anpassung einer
technisch-gesellschaftlichen Maschine statt, sondern die Überlagerung durch eine wirkliche objektive Wunschmaschine ...
(Gilles Deleuze; Felix Guattari; Anti-Ödipus, Frankfurt/Main 1974, , 498)
hei&co schrieb am 11.9. 2000 um 20:54:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Die Fernschule des Jahres 1999
vernetzt Schüler und Lehrer durch
,,Fernsprecher» und ,,Fernseher«
miteinander. 23 Der Unterricht wird den
Schülern zu Hause auf einer Art Monitor
vermittelt, wie auch der Lehrer seine
Schüler auf einer Reihe von
Bildschirmen an einer Wand seiner
Wohnung sieht. Der Vortrag des Lehrers
wird bereits vor dem Unterricht auf einen
Phonographen eingespielt und dann
seinerseits von den Schülern
phonographisch gespeichert. Lehrer wie
Schüler sind vor Überanstrengung
geschützt: Der Lehrer durch eine
,,Hirnbinde" (95), die einen
unverhältnismäßig hohen Einsatz von ;,
Gedankenkraft verhindert, die Schüler
durch ein Konzentrationsmeßgerät, das
bei Leistungsabfall automatisch die
Verbindung zum Lehrer unterbricht. Die
als Traum gekennzeichnete pädagogische
Utopie endet mit der resignativen
Feststellung, daß alle technischen
Innovationen nichts an den
festgefahrenen Ritualen des
Schulbetriebs änderten.
In der späteren Erzählung Der
Gehirnspiegel 24 erfindet ein ,,Onkel
Pausius" einen Apparat, der das Gehirn
durchleuchtet und die Vorstellungen aus
einem Bildschirm aufzeichnet, die
Gedanken gewissermaßen
,,photographiert" (101). Allerdings kann
das Gerät nur optische Vorstellungen
wiedergeben. Da auch Phantasiebilder
auf den Schirm übertragbar sind,
zeichnet sich eine neue, immaterielle
Kunst ab. Der Maler der Zukunft
benötigt keine Utensilien und keine
Fertigkeiten mehr, ,,die Seele malt
unmittelbar" (107). Vorderhand dient der
Apparat freilich bloß dazu, Unbewußtes
sichtbar zu m.n chen. Dabei geht es nicht
um die Wiedergewinnung dessen, was
Freud das ,,Verdrängte" genannt hat,
sondern schlicht um die Wiederfindung
des Vergessenen.
Einer Frau wird in Erinnerung gerufen,
wo sie ihre Schlüssel liegengelassen hat.
Ironischerweise bleibt das von der Frau
bewußt VerheimIiehte, närnlich daß sie
in den Freund ihres Ehemanns verliebt
ist, unentdeckt. Woher diese Diskretion
des Apparates rührt, erklärt der Autor
nicht. Zur Vorsicht wird die ganze
Geschichte am Ende noch als Aprilscherz
hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:39:59 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Memex-Schreibtisch:
Tastatur und eine Reihe
von Knöpfen und
Hebeln
"Der Memex besteht aus einem
Schreibtisch[...]: Oben befinden sich
schräge durchscheinende Schirme, auf
die das Material bequem lesbar projiziert
werden kann. Es gibt eine Tastatur und
eine Reihe von Knöpfen und Hebeln.
[...] Der größte Teil des Memex-Inhalts
kann bereits fertig auf Mikrofilm
erworben werden. Bücher jeder Art,
Bilder, aktuelle Periodica, Zeitungen
[...]. Und es gibt die Möglichkeit zur
direkten Eingabe. Auf der Oberfläche des
Memex befindet sich eine transparente
Fläche. Hier können handschriftliche
Notizen, Photographien, Memoranden,
alles Mögliche aufgelegt werden. Wenn
dies geschehen ist, wird durch
Hebeldruck eine Photographie
angefertigt, die auf dem nächsten leeren
Segment des Memex-Films erscheint;
[...] Selbstverständlich besteht die
Möglichkeit, mithilfe der üblichen
Indizierungssysteme auf das Archiv
zuzugreifen. [...] Da dem Benutzer
mehrere Projektionsflächen zur
Verfügung stehen, kann er einen
Gegenstand in Position lassen und
weitere aufrufen. Er kann Notizen und
Kommentare hinzufügen [...] ganz so,
als hätte er die Buchseite tatsächlich vor
sich."[1]
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