| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
63, davon 63 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
992 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
1,381 Punkte, 13 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
|
| Der erste Text |
am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb hei+co
über odyssee |
| Der neuste Text |
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard
über odyssee |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 5.9. 2003 um 13:12:03 Uhr schrieb Polyhistor über odyssee
am 6.3. 2023 um 19:11:40 Uhr schrieb Benjamin Beispiel über odyssee
am 6.4. 2005 um 14:31:15 Uhr schrieb hei+co über odyssee
|
Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Odyssee«
hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:25 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)
hei&co schrieb am 31.8. 2000 um 16:08:43 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Kollaborative Wissenschaft
Dann gibt es noch bei uns ein Haus der Sinnestäuschungen, in dem wir alle möglichen Zauberkünste, Taschenspielerkniffe, Gaukeleien und Illusionen sowie deren Trugschlüsse darstellen. Ihr könnt euch denken, daß es uns, die wir es in der Naturerkenntnis und -beherrschung so wunderbar weit gebracht haben, ein leichtes wäre, den menschlichen Sinnen sehr viel vorzuspiegeln wenn wir natürliche Dinge mit dem Nimbus des Wunders ausschmücken und aufbauschen würden. Aber uns ist jeder Betrug und jede Lüge verhaßt. Daher ist auch allen Mitgliedern unseres Hauses bei Ehren- und Geldstrafe streng untersagt, natürliche Tatsachen in lügenhafter Aufmachung zu verkünden, nur eine reine, ungeschminkte, durch keinen Wunderglauben beeinflußte Darstellung darf gegeben werden.
(Francis Bacon: Nova Atlantis, Stuttgart 1982, OT: 1643, Utrecht), S. 54)
Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:24:28 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»In Ermangelung eines Besseren nennen wir uns Soziologen, Historiker, Oekonomen, Politologen, Philosophen, Anthropologen. [...] Wie das Etikett auch lauten mag, immer ergeht es darum, den gordischen Knoten neu zu knüpfen, indem man so oft wie nötig die Grenze überschreitet, welche die exakten Wisssenschaften von der Ausübung der Macht trennt, oder sage wir. die Natur von der Kultur. Wir sind selbst Hybriden, den wir liegen quer zu den wissenschaftlichen Institutionen, in denen wir arbeiten. Halb Ingenieure, halb Philosophen [...]. Unser Transportmittel ist der Begriff der Uebersetzung oder des Netzes. Geschmeidiger als der Begriff des Systems, historischer als die Struktur und empirischer als die Komplexität, ist das Netz der Ariadnefaden in diesen vermischten Geschichten.«
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 9-10)
hei+co schrieb am 17.9. 2000 um 21:25:01 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert »eine gewisse chinesiche Enzyklopädie«, in der es heißt, daß "die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. (Jorge Luis Borges, Die analytische Sprache John Wilkins', 212) Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken. (>Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge, 17
Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:39:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
"Das Ozonloch ist zu sozial und zu narativ, um wirklich Natur zu sein, die Strategie von Firmen und Staatschefs zu sehr angewiesen auf chemische Reaktionen, um allein auf Macht und Interesen reduziert werden zu k\'f6nnen, der Diskurs der Oekospäre zu real und zu sozial, um ganz in Bedeutungseffekten aufzugehen. Ist es unser Fehler, wenn die Netze gleichzeitig real wie die Natur, erzählt wie der Diskurs, kollektiv wie die Gesellschaft sind? Sollen wir den Netzen folgen, und die drei Repertoires der Kritik (Naturalisierung, Sozialisierung, Dekonstruktion) aufgeben, oder die Netze aufgeben und uns dem Common sense der kritischen Dreiteilung anschliessen? Die feinen Netze, die wir entfaltet haben, werden von ihr auseinandergerissen [...].\par
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 14)
emka&okieh schrieb am 18.10. 2000 um 22:30:15 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
es geht ein Zitat auf Reisen:
Wenn Dir diese Ratschläge auf den Keks gehen dann ignoriere sie einfach!
"DREAM MACHINES!- CONNECT IT!
Die Verlockungen einer rein technokratisch orientierten, reibungslosen
Informationstechnologie sind allerdings groß: "Verstopfe die Ohren
deiner Männer mit Bienenwachs und wenn du ihre Musik hören willst,
lasse dich von deiner Mannschaft mit Händen und Füßen an den Mast
fesseln und sie schwören, dich nicht loszubinden..", riet die in allen
Arten der Zauberkunst bewanderte Kirke dem Odysseus, damit dieser den
Gefahren der Sirenen trotzen könne. "Als sich das Schiff dem Land der
Sirenen näherte, gedachte Odysseus Kirkes Rat. Die Sirenen sangen so
süß und versprachen ihm das Wissen über alle künftigen Geschehnisse
auf Erden, daß er nach seinen Kameraden schrie und ihnen den Tod
androhte, wenn sie ihn nicht losließen.."
"Es gibt nur eine Art von Netzwerk, das die Funktion eines wahr-haft
öffentlichen Metamediums erfüllen könnte: ein benutzerkontrolliertes,
multikulturelles, multimediales, konversationelles Netzwerk mit einer
maximalen perzeptionellen Bandbreite.. (Gene Youngblood) Youngblood
formuliert eine Maximalforderung an Netzwerke, die im Mikrobereich mit
den aufgezeigten Möglichkeiten Objektorientierter Programme
korrespondieren: Emanzipation des Benutzers, Einschreibung in das
System, Rhetorik des Ankommens und des Aufbrechens. Die Mikrostruktur
objektorientierter Programme kann man sich als feinverwobene und
freigestaltbare Oberfläche vorstellen, auf der die konnektierten
Künstler wagemutig-naiv wie Odysseus, zielgerichtet wie Marco Polo,
verwegen wie Heinrich der Seefahrer, glücksuchend wie Hein von der
Waterkant navigieren können. Ihre Reisen, ihre Ankunfts- und
Abfahrtsorte zeichnen Adern, Pfade und Verkehrswege, markieren Knoten,
Stützpunkte und Städte auf der einbildbaren Oberfläche, die dem
Nachfolgenden als orientierungsstiftende Karte oder als Anlaß eigener
Expeditionslust dienen mag. Mit jeder Reise dehnt und verwebt sich das
Netz der Verknüpfungen zusehends und nur im Navigieren entwirrt es
sich. ..."
(Idensen, Heiko; Krohn, Matthias: Kunst-Netzwerke: Ideen als Objekte in: Rötzer,
Florian (Hrsg.), Digitaler Schein - Ästhetik der elektronischen
Medien, Frankfurt / Main 1991, S.371-396)
| Einige zufällige Stichwörter |
JetztIstAberSchlußMitDenAttackenAufGenitalien
Erstellt am 17.8. 2002 um 19:08:25 Uhr von Aufschrei der Masse!!!!!, enthält 10 Texte
mehr
Erstellt am 19.2. 2000 um 22:46:46 Uhr von Deutschlehrerin, enthält 161 Texte
Körperspende
Erstellt am 18.1. 2004 um 23:48:57 Uhr von Arno Nühm, enthält 11 Texte
frauenfreundlich
Erstellt am 13.8. 2002 um 23:46:36 Uhr von Ronja Räubertochter, enthält 22 Texte
Blutschwartenmasse
Erstellt am 29.12. 2003 um 12:09:48 Uhr von mcnep, enthält 5 Texte
|